Meine beste Freundin ist tot. Ich ühle mich leer.

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Marla,

Deine Geschichte ist mir wirklich unter die Haut gegangen! Es tut mir sehr leid, was Dir widerfahren ist und ich nehme innerlich großen Anteil daran! Dass der Tod Deiner Freundin bei Dir ein so riesiges Loch hinterlassen hat, ist angesichts des guten Verhältnisses, das Ihr miteinander hattet, mehr als verständlich. Da alles erst vor wenigen Tagen geschehen ist, stehst Du noch unter Schock. Der plötzliche und unerwartete Tod Deiner Freundin mag Dir wie unwirklich vorkommen und Du bist innerlich sicher weit davon entfernt, ihn irgendwie zu akzeptieren.

Da ich selbst vor wenigen Jahren sowohl meine beiden Elternteile als auch meine Schwester verloren habe, kann ich Deine Empfindungen einigermaßen nachvollziehen. Ich weiß daher, dass der Schmerz nach dem Verlust eines geliebten Menschen sehr groß sein kann und man braucht unter Umständen sehr viel Zeit, um diesen Schmerz verarbeiten zu können.

Mir hat jemand einmal erklärt, dass jeder auf eine andere Weise trauert und es auch kein Zeitmaß für die Trauer gibt. Das hat mir schon sehr geholfen. Ich finde es auch immer sehr hilfreich, wenn man mit jemandem über seine Gefühle sprechen kann, der vielleicht Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann.

Da es allerdings manchmal sehr schwerfallen kann, über seine Gefühle zu sprechen, fand ich den Tipp sehr hilfreich, einmal all das aufzuschreiben, was einen bewegt und es dann später wieder zu lesen. Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen, auch wenn Du im Moment noch nicht dazu in der Lage bist. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert.

Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer. Einem Trauernden stellt sich auch immer wieder die Frage, wie er am besten mit der Situation umgehen kann. Ist es z. B. normal, Schuldgefühle zu haben oder zornig zu sein? Oder ist es richtig, die Gefühle der Trauer zu unterdrücken und den Starken zu spielen?

Manche, die mit einem Verlust fertig werden mussten, haben gemerkt, dass es gut ist, seine Trauer zu durchleben. Warum? Es kann den Druck erleichtern, wenn man seine Gefühle heraus lässt. Diese Gefühle jedoch zu unterdrücken, mag in körperlicher und auch in seelischer Hinsicht großen Schaden anrichten. Dazu, die Trauer zu durchleben, gehört auf jeden Fall zu reden! Wenn Du also Deine Erfahrungen und Gefühle in Worte kleidest, kannst Du Dich zum einen selbst besser verstehen und findest auch ein gewisses Maß an Erleichterung.

Was mit am meisten geholfen hat und weiterhin hilft, ist die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?Das zu wissen, mildert den Schmerz, den der Tod über einen gebracht hat, ungemein ab! Man empfindet es dann so, als ob der Tote auf eine längere Reise gegangen wäre, von der er eines Tages zurückkehren wird.

Ich wünsche Dir für die kommende Zeit viel Kraft und auch Menschen an Deiner Seite, die Dir Halt und Trost geben! Alles Gute für Dich!

Liebe GrüßePhilipp

Das hast du mega Schön geschrieben...tut mir sehr leid für dich...sei froh das du Menschen um dich herum hast die dir helfen damit umzugehen auch wenn sich das gerade nicht so anfühlt...mit der zeit hast du es realisiert und kannst es auf deine weise verarbeiten...du musst keine Rede halten sondern es reicht voll und ganz wenn du dem ganzen folgst und teil nimmst...das wird nochmal sehr schwer werden aber sicher auch irgendwie befreiend...ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft:)

Marla, Du musst nicht weinen oder Trauer zeigen, Du musst nicht einmal zur Beerdigung gehen. Du kannst dich auch ablenken, in die Luft starren, alte Fotos von Euch anschauen, oder was auch immer. Luise würde es verstehen, und was die anderen denken, ist im Moment so egal ...

Nur eins wirst Du irgendwann müssen: sie gehen lassen. Aber das eilt nicht.

Mein herzliches beileid. So einen Verlust kann ich mir kaum vorstellen. Meine beste Freundin rettete mir das Leben und ohne sie will ich auch nicht mehr seihen. Deine Gefühle jetzt sind ganz normal und nichts wofür du dich schämen musst. Weine wo du willst und unterdrücke nichts. Rede mit ihrern Eltern und helft euch gegenseitig. Es ist generell wichtig darüber zu reden oder zu schreiben. So was kann schnell zu Depression, Selbstmordgedanken und selbstverletzung führen. Schäm dich auch nicht professionelle Hilfe zu nutzen. Das muss nicht immer ein Psychologe Seihen. Es gibt unzählige kostenlose Hotlines wo die Mitarbeiter extra da sind um dir zu zuhören. Und rede auch mit deinen Eltern darüber. Du musst nicht stark seihen in einer solchen Lage, jeder wird das verstehen.

Es ist rührend, wie du die Freundschaft beschrieben hast Man merkt, wie wichtig sie dir war So schwer es auch klingt, versuche, ihren Tod zu akzeptieren. Mit der Zeit treten neue Leute in dein Leben ein, mach Platz für sie frei. Ich bin mir sicher, dass deine Freundin das auch wollen würde. Ich wünsche dir weiterhin noch viel Glück und alles Gute

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