Mein Hund beißt und knurrt mich an

13 Antworten

Hallo,

was heißt „seit längerer Zeit“ knurrt er? Als erstes ist wichtig zu erfahren, ob sich seit dem anknurren etwas bei Dir/Euch verändert hat?! Wer kümmert sich überwiegend um den Hund? Du, Deine Eltern?

Ich lasse eventuelle physische Dinge wie Krankheit etc. außen vor, das würde zu weit führen und kann nur ein Tierarzt beurteilen. Der Grund des Knurren kann viele Ursachen haben. Hunde werden in ihrem Leben immer wieder die Rangfolge im Rudel bzw. den Rudelführer „in Frage“ stellen. Bedeutet sie werden versuchen im Rudel höher zu steigen. Das ist soweit normal. Es obliegt bei Dir und/oder Deinen Eltern dieses konsequent zu unterbinden und ihm zu zeigen, wo er steht. Körperliche Maßregelungen gehören da nicht hin, nur als Info am Rande.

Was schon ansatzweise gesagt wurde: Ressourcen müssen bis auf weiteres entzogen werden. Die einfachsten Dinge sind Lecker, Kuscheltiere, Spielzeuge, Knochen etc. Dies sind schließlich alles „Eure“ Sachen und ihr stellt sie dem Hund nur zur Verfügung, wenn IHR es wollt. Trinken muss immer vorhanden sein, Essen „sollte“ nicht den ganzen Tag zur freien Verfügung stehen. Denn auch dies ist eine Ressource, die ihr ihm gebt. Genauso wie erhöhte Positionen. Bis auf weiteres gehört er nicht mehr ins Bett/Couch/Stuhl was auch immer. Er muss sich alles wieder erarbeiten.

Weiteres Verhalten: Ignorieren. Euer Hund muss lernen, das er mit dem gezeigten Verhalten keinen Erfolg hat. Soll bedeuten, das wenn er wieder knurrt oder die Zähne zeigt, sofort wegdrehen und nicht weiter beachten. Nicht reden, nicht versuchen zu berühren, nicht ansehen. Das schlimmste für ein Rudeltier ist „alleine“ zu sein, dies bedeutet in der Natur den sicheren Tod.

  • "Groß machen und ihn was erleben lassen"* ist NICHT produktiv, da es eine Bedrohung für den Hund darstellt und es keinerlei Erfolg verspricht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Zum elendigen Thema "Augenhöhe". Vielleicht meinen einige das Richtige, es kommt nur falsch rüber. Auf Augenhöhe zu sein ist nicht schlimm. Vielmehr geht es darum, das Du Dich z.B. auf den Boden setzt, neben Deinen Hund. Und nicht er sich auf die Couch setzt, neben Dir. Richtig ist, das erhöhte Positionen dem "Rudelführer" gehören. Bei "normalem" Verhalten darf aber auch der Rangniedere mit drauf. Ein Rudelführer ist besonnen und "weise" und lenkt sein Rudel ohne viel Tamm-Tamm.

Thema erschrecken: Ich persönlich würde davon abraten. Der Hund lernt dadurch, das Zeitungen was schlimmes sind und das prägt sich ein. Mit etwas werfen ist auch keine Erziehung. Wie verhalten sich denn Wölfe im Rudel? Werden da auch Tannenzapfen geworfen? Ich denke nicht.

Alles weitere würde ich dann später mit Dir weiter diskutieren.

Gruß


NoradieHexe  12.02.2015, 19:49

Von welchem "Hunderatgeber" hast du denn den Text abgeschrieben!? Schmeiß das Buch in den Ofen, is sowieso so kalt draußen...

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Anda2910  12.02.2015, 21:05
@NoradieHexe

LOL, war auch mein 1. Gedanke ;-)

Aber es wurde noch vergessen, zu erst aus der Tür gehen, bloß nicht streicheln, Markierungen überurinieren....Ironie off

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NoradieHexe  13.02.2015, 00:36
@Anda2910

Mensch....jetzt weiß ich, warum mir mein Hund immer auf der Nase rumgetanzt ist! :D

Ich hab` am Heimweg die Pinkelstelle zum Übermarkieren nicht mehr gefunden...so ein Mist....muss dann doch Fähnchen mitnehmen zukünftig...

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Bitte holt Euch einen Hundeverhaltensberater/therapeuten ins Haus und nochmals BITTE laß Dir nicht son Schmarrn erzählen, Dein Hund würde im Rang höher steigen oder ähnliches, dass ist es gewiss mal so gar nicht, denn eine Rangordnung kann sich nur unter artgleichen ausbilden und da wir keine Hunde sind werden wir im Zusammenleben mit unserem Hund auch keinerlei Rangordnung ausbilden können.

Leute die davon sprechen sind leider an den Erkenntnissen der Verhaltenbiologie komplett vorbei gerutscht, selbst in einer Wolfsfamilie gibts keinerlei Rangordnung, wie denn dann erst beim Hund?

Warum Dein Hund das macht ist fraglich, denn sehen kann man ihn von hier aus nicht aber um sein Verhalten beurteilen zu können müßte man den Umgang von EUCH mit dem Hund sehen, aber laß Dir gesagt sein es wird gewiss an keinerlei Rangordnungsproblematiken liegen.

Such Dir einen Trainer der gewaltfrei arbeitet, ohne Geschreie, ohne irgendson Quark wie mit ner Zeitung, ohne Rangreduktionsprogramme wie Unterordnung oder ignorieren usw. usf. und der erst Recht nicht mit Dingen wie unterwerfen arbeitet, denn dann wirst Du auf Dauer gesehen mit Sicherheit nen Biss riskieren und vermutlich wird der nicht all zu knapp ausfallen!!!


Bille2000  14.02.2015, 00:48

Meinst du mit Wolfsfamilie = Wolfsrudel ? Ich gehe mal davon aus. Wie kommst du zu deiner Aussage, daß es im Wolfsrudel keine Rangordnung gibt ? Kann es sein, daß du irgendwo "vorbeigerutscht" bist in deinen Lektüren ? - denn praktisches Wissen scheinst du nicht zu haben. Im Rudel gibt es eine ganz klare Rangordnung bei den Wölfen.

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Tasferal  14.02.2015, 07:13
@Bille2000

Hallo zusammen,

vorab: Es handelt sich hier wohl "nur" um die neusten Erkenntnisse, sowas kann sich auch wieder ändern, man kennt ja die "Wissenschaft"ler. Nichts desto trotz klingt das für mich gelesene zum großen Teil schon sinnig.

In dem Fall muss ich auch (seit kurzem) intervenieren und zugeben, dass mein Weltbild der Hundeerziehung etwas "auf den Kopf" gestellt wurde. Es wurden wohl bis dato nur Studien an Wolfsrudeln in Gefangenschaft gemacht bzw. selbige beobachtet. 2 entscheidende Faktoren, warum man bisher annahm, das Wölfe eine Rangordung haben waren:

"Unterschiedliche" Wölfe bzw. Wölfe aus verschiedenen Würfen/Familien und im Vergleich zur Natur wenig Platz. Ressourcen waren dementsprechend knapper und so mußte Wolf sich versuchen durchzusetzen, Treu dem Motto:"Der stärkste ist Alpha".

Bei freilebenden Rudeln, die aus Elterntieren und deren Welpen bestehen gibt es diese Art der Rangordnung nicht. Es ist eher ein Familienverband, wo die Eltern die Älteren und Weiseren sind und dementsprechend den "Ton angeben" und sich Welpen an eben diesen Elternteilen orientieren. Wie beim Mensch eben. (dies soll nur das Geschriebene verdeutlichen, natürlich sollte man Wölfe/Hunde nicht mit Menschen vergleichen) :-)

Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch die Grundsatzdiskussion über das Wort Dominaz. Gehört aber jetzt nicht hier hin.

Wenn man sich das versucht zu verinnerlichen, ergibt es Sinn. Die Wölfe "erziehen" ihren Wurf und bringen nützliche, zum überleben wichtige Dinge bei. Lassen den "Rangniederen" aber auch Freiheiten zum Fehler machen. Dinge wie Bestrafung im Sinne von "Unterdrückung" gibt es nicht. Wie ich schon sagte (in dem Fall liege ich ja richtig ^^) macht es keinen Sinn für den Ranghohen immer wieder und wieder seine Position mit Machtkämpfchen und Machogehabe zu zeigen und demonstrieren. Klar, wenn es ihm zu bunt wird, wird eingegriffen, aber meist genügt da schon ein strenger Blick, den auch wir von unserer Mutter kennen.

Man möge mich berichtigen.

Gruß

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Anda2910  14.02.2015, 11:35
@Tasferal

Berichtigen möchte ich da gar nichts denn das ist richtig so wie Du es geschrieben hast, einzig und alleine sollte man dem vielleicht ergänzend hinzufügen, dass damalig Schjelderup-Ebbe eine Hackordnung bei Hühnern feststellte und diese übertrug man dann irrtümlicherweise auf sämtliche andere Tierarten.

Diese Mär von der linearen Rangordnung hat sich so festgesetzt in den Köpfen der Menschen wohl nicht zuletzt weil Most ein Mann der zu Hitlers Zeiten Schäferhunde ausbildete und an dem 1. Buch über Hundeerziehung beteiligt war, dass ganze noch untermauerte.

Auch Eric Zimen verfasste Bücher über Hunde und deren Verhalten und auch er sprach leider von einer linearen Rangordnung, aber hatte auch er keine Wölfe aus einer Familie bestehend sondern frei zusammengewürfelte Tiere.

Allerdings machte er eine wie ich finde sehr interessante Entdeckung, er beschrieb dass das rangniedrigste Tier sich vom Rudel abwenden und immer wieder versuchen würde wegzulaufen.

Klar jemand der immer wieder gemobbt wird wendet sich irgendwann auch von diesen Leuten ab, ist ja bei uns Menschen nichts anderes ;-)

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NoradieHexe  14.02.2015, 18:14
@Tasferal

Herzlich willkommen, Trasferal, in der Gemeinschaft der "Erleuchteten"! Klingt jetzt ein bisschen bekloppt, aber ich bin ehrlich froh, um jeden "der das Prinzip" verstanden hat und somit etwas zur Verbesserung der Hund -Mensch Beziehung beitragen kann. Zumal du ja "gestanden" hast, dass du erst kürzlich zu diesem Kreis gehörst. Einer der beeindruckensten Wolfsforscher ist für mich David Mech, denn er hat irgendwann in seinem Leben zugegeben: Was ich früher gesagt habe, war falsch! Auch toll an ihm finde ich, dass er bei der Frage zum "Hundeverhalten" eindeutig zugibt, dass es nicht "seine Baustelle" ist. Er ist perfekt, was Wolfsverhalten angeht, gibt aber zu, dass Hunde keine Wölfe sind! Auch eine sehr kluge Erkenntnis. Was allerdings beide gemeinsam haben (Hund und Wolf), ist ihre enorme soziale Aufmerksamkeit und ihre Toleranz. Ein Aspekt, der gerade uns Menschen, wenn wir mal wieder dabei sind unsere Hunde "zu unterwerfen", uns charakterlich nahezu "winzig" macht! Wenn Wolfsforscher mit vollen Futtertaschen in ein Gehege gehen, wäre es das leichteste der Welt für den Wolf, ihm diese Taschen auszuleeren, der Mensch hätte keine Chance! Aber der Wolf ist tolerant genug, es nicht zu tun. Wahre Größe! So respektvoll sollten wir auch mit unseren Hunden umgehen.

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NoradieHexe  14.02.2015, 18:16
@Bille2000

Nein! Rangordnung gibt es bei Primaten, deshalb sind wir Menschen auch so "erpicht darauf"! Bei Wölfen nicht!

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Tasferal  14.02.2015, 19:08
@NoradieHexe

Hallo,

vielen Dank taigafee, Nora und Anda!

Nur mal kurz am Rande, kann man Nachrichten nur an "Freunde" senden?Na ja egal.

Ich für meinen Teil werde mal mit Hilfe des weiten www versuchen meinen Hund mit anderen Augen zu betrachten bzw. zu sehen und für mich erörtern, warum er "dieses oder jenes" in dieser oder jenen Situaton getan hat. Nüchtern runtergebrochen wundert es mioch nicht (nach dem Besuch meherer Hundesplätze und verschiedenster "Ausbilder") das mein Hund Macken hat.

Das schlimmste für mich daran ist, das ich aus Unwissenheit und Vertrauen zugelassen habe das diverse Dinge jetzzt sind WIE sie sind. Nehmen wir als Beispiel das Thema "Sylvester". An sich ja schon für manch Hunde nicht der geilste Tag im Jahr, merke ich schon extrem welchen Streß er verursacht.

Auf dem Hundeplatz wurde ohne vorherige Ansage und Absprache eine ganze Trommel der Schreckschusspistole abgegeben (6 Schuss). Führer erschreckt sich, Hund erschreckt sich. Ende der Geschichte.

Ich denke die 3 oben genannten können sich ca. ausmalen wie der Hund reagiert, wenn in der Nachbarschaft ein Böller hochgeht. Mein Problem was ich dabei habe, wie geht man "richtig" damit um. Jetzt (mit der Zeit wird man(n) ja im Regelfall reifer^^) merke ich auch erst, das die Entscheidung (trotz des wirklichen vorherigen Informierens über die Rasse) einen Malinois zuzulegen gerade für Anfänger eine für das Tier nicht zwingend gute Sache war.

Im Prinzip hat man von Anfang an schon Dinge falsch gemacht. Keine eingetragene Zucht (zumindest was diesen Wurf angeht), keine weitere Begleitung des "Züchters" und dazu ein Tier, welches die Eigenschaft sensibel doppelt bestellt hat.

Der ein oder andere mag sagen:"Im Sinne des Tieres, gib ihn in erfahrene Hände etc.". Ich würde dies in Erwägung ziehen, wenn ich sehe, das es dem Hund schadet, er "unglücklich" oder ähnliches ist. Ich möchte aber auch behaupten, das man, wenn man an SICH arbeitet immer das Beste für das Tier erreichen kann. Das hatte und habe ich jetzt erst recht vor, unter ganz anderen Gesichtspunkten. Man wächst halt an seinen Aufgabe und Schuld ist niemals der Hund. Vor allem (wenn man das so sagen kann) liebe ich diesen Hund und ich bin froh das ich ihn um mich habe.

Vielen Dank nochmal für die "Erleuchtung".

Gruß

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NoradieHexe  14.02.2015, 19:59
@Tasferal

Seh` es positiv! Du hast "die" Rasse gewählt, die dir definitiv der beste Lehrer sein wird. Ich hoffe allerdings, dass du in den Hundeverein zukünftig nicht mehr gehst. Denn je mehr du eigene Kenntnisse erwirbst, umso mehr wirst du feststellen, dass "du" es zukunftig bist, der sich sonst "auf dem Platz" rauft, lach...

Zum Lernen ist es nie zu spät und wenn ich es richtig gesehen habe, hast du noch einen Welpen. Beim Belgier dauert die "Kleinkindphase" noch mindestens bis 3 Jahre, da hast du noch genug Zeit zum "Reparieren" :D!

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Tasferal  14.02.2015, 20:07
@NoradieHexe

Hallöchen,

zu diversen Hundeplätzen gehe ich nicht mehr. Alleine das Gehabe welcher Hund die meisten Punkte in IPO etc. holt geht mir auf den...na ja, Du weißt schon.

Ähm ja, das Bild suggeriert vielleicht, das er noch so klein und süß und knuddelig ist, aber er ist schon 4,5 Jahre jung. Zwar immer noch knuddelig und süß, aber nicht mehr so klein :-)

Es ist eine faszinierende Rasse, auch wenn (aber auch nur ab und zu) eine reine Couchkartoffel auch seine Vorzüge hätte ^^ Gelernt habe ich in den wenigen Jahren schon einiges von ihm, aber erst jetzt erkannt, welche Fehler man gemacht hat.

Gruß

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Anda2910  15.02.2015, 11:07
@Tasferal

"dass du es zukünftig bist, der sich sonst auf dem Platz rauft" lol ;-)

Ja das könnte hinkommen ;-)

Tasferal jeder macht Fehler und es gibt nicht den einzigen und allein allmächtigen Hundegott der weiß wie Hunde ticken, aber ich finde es zeichnet Menschen IMMER aus, wenn sie bereit sind dazu zu lernen!

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Hallo zusammen,

bitte erklärt mir, warum Kommentare auf der einen Seite positiv bewertet werden, aber scheinbar manche Mitmenschen es nicht so meinen?

Ich habe hier nichts aus einem Ratgeber abgeschrieben und ich habe auch nie behauptet, dass mein Geschriebenes DAS Patentrezept für alle Hunde dieser Welt ist. Es beruht auf Erfahrungen, die ich gemacht habe. Mit „ignorieren z.B. meine ich NICHT, das der Hund ab sofort gar nicht mehr beachtet werden soll, sondern nur, wenn er das ungewünschte Verhalten zeigt. Wie hier auch schon erwähnt worden ist, ist natürlich das wichtigste zu wissen, WIESO der Hund das macht, sprich den Grund zu finden. Danach beginnt man mit gezieltem „Training“ und Maßnahmen um das ungewünschte Verhalten in ein gewünschtes umzuwandeln und das gegenseitige Vertrauen wieder aufzubauen bzw. zu festigen.

Das Thema Hundepsychologie ist ein Thema was man nicht in ein paar Sätzen erörten kann, speziell dann nicht, wenn man nur als Außenstehender ohne große Einblicke und Informationen dasteht. 100 Hundehalter/Hundeführer/Hundeexperten und 101 verschiedene Meinungen. Wer kennt es nicht. Der eine steht auf Rütter, der andere auf Herrn Millan und der 3. Im Bunde findet beide blöd und nur seine Trainingsmethoden sind die Besten. Solange aber am Ende eine gute Beziehung zwischen Halter und Hund da ist, Vertrauen und Respekt vorhanden ist, ist es total egal, nach welcher Methode man vorgeht. Hauptsache es geschieht ohne körperliche Gewalt und ohne psychischen Druck dem Hund gegenüber.

U.a. schrieb ich, dass ein „Rudelführer“ besonnen und „weise“ das Rudel führt, ohne viel Tamm-Tamm. Das beinhaltet für mich persönlich, das dieses antiquierte (zuerst essen, dann der Hund, zuerst durch die Tür, dann der Hund etc.pp) absolut nicht mein Ding ist und in der heutigen Zeit der Hundeerziehung überholt ist. Meine, nennen wir es mal geistigen Ergüsse, zielten darauf ab, eine eventuelle Hilfestellung zu geben und nicht das Rad neu erfinden zu wollen

Einen mir unbekannten Hund einzuschätzen, ohne das Umfeld zu kennen, den Hund bzw. die Familie, die äußeren Umstände usw. ist mir nicht möglich. Deswegen darf man mein Geschriebenes gerne als „Versuch mal dies, mach mal jenes“ betrachten. Nicht mehr nicht weniger. Und (das habe ich wohl vergessen bzw. vorausgesetzt) man sollte sich Hilfe suchen, wenn man selbst nicht weiter kommt. Sich erkundigen, welcher Trainer oder welche Hundeschule usw. sich auf solcherlei Probleme versteht.

Es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn eine Hundeverhaltenstherapeutin oder jemand mit Erfahrung auch etwas dazu schreiben würde, anstatt (in dem Fall) sinnlose Kommentare loszulassen und alles in den Dreck zu ziehen.

Ich lerne gerne dazu, lasst mich bitte an Euren Erfahrungen teilhaben!

In diesem Sinne schöne Grüße


Anda2910  13.02.2015, 08:11

Wenn Du damit mich meinst, dann darfst Du da gerne spezifisch auch mich zu fragen.

Wenn ich ein Kommentar gut finde, like ich es, finde ich es nicht gut like ich es verständlicherweise auch nicht.

Das hier fand ich gut und das meine ich auch so! Deshalb hab ich dafür nen Daumen hoch gegeben.

"Hallo Glatteis,

kein sehr guter Rat, wenn ich das so sagen darf. Wie soll Deiner Meinung das "nicht auf gleicher Augenhöhe" aussehen? Den Hund von oben herab ansehen? Am besten noch breitarmig und in die Augen starrend und gleichzeitig drohend mit den Armen nach im "schlagend"?

Gruß"

"Hunde werden in ihrem Leben immer wieder die Rangfolge im Rudel bzw. den Rudelführer „in Frage“ stellen. Bedeutet sie werden versuchen im Rudel höher zu steigen. Das ist soweit normal. Es obliegt bei Dir und/oder Deinen Eltern dieses konsequent zu unterbinden und ihm zu zeigen, wo er steht. Körperliche Maßregelungen gehören da nicht hin, nur als Info am Rande."

Diese Ausführungen sind schlicht und ergreifend antiquiert, heute weiß man das sich eine lineare Rangfolge nur unter artgleichen ausbilden kann.

Ignorieren fällt dabei z.B. in den Bereich des psychischen Drucks.

Die Gefahr Deiner Ausführung besteht darin, dass wenn der Hund durch ignorieren nicht dahingehend beeinflusst wird, dass er es unterlässt, so setzen es gerade Hundehalter ohne ausreichende Kenntnisse über das Lernverhalten von Hunden auch "mal" vehementer durch, dass sieht dann zumeist in der Umsetzung so aus das der Hund von der Couch gezogen wird oder ihm werden Dinge weg genommen ohne zu tauschen was Ressourcenverhalten fördert.

Ich bin aber das nur mal am Rande Hundeverhaltenstherapeutin und sehe leider viel zu oft die Ergebnisse die dann aus solchen Kommentaren wie "der Hund will die Rangfolge klarstellen" resultieren.

Wir gehen absolut konform wenn gesagt wird unerwünschtes Verhalten ignorieren, was für mich nicht heißt den Hund zu ignorieren, sondern das Verhalten aber einen Biss kann und sollte man natürlich nicht ignorieren.

Knurren fällt aber in den Bereich von Kommunikation und nicht in den Bereich der Aggression und so lange ein Hund noch knurrt hat er definitiv eine bessere Prognose als einer der schon gebissen hat.

Des weiteren können gerade am Rande des Abgrunds und so schätze ich das Verhalten hier ein sich extreme Fehler in der Umsetzung zum durchsetzen der vermeintlichen Rangfolge im Umgang mit dem Hund so entwickeln, dass es gerade daraus resultierend zu einer Bissattacke kommt und unter diesem Aspekt ist die Aussage die ich gelikt habe vollkommen richtig und genau deshalb habe ich dafür auch einen Daumen hoch gegeben und den meinte ich auch so!

Ich bin im übrigen weder Rütter geschweige dennoch CM-Fan wobei ich Rütter und CM niemals in einen Topf werfen würde, zumindest hat MR noch eine Ausbildung und dazu keine schlechte wenn sie auch Anfang der 90ziger stattgefunden und sich gerade im Laufe der letzten 20 Jahre viel in der Hundeerziehung getan hat.

CM dagegen hat m.M.n. nichts ausser ne gute Strategie wie man Geld in die Kassen bekommt, er besitzt zwar ne große Einbildungskraft dafür aber keinerlei Ausbildung und so viel Ahnung von der Lerntheorie wie ein Hund von der Quantenphysik.

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Tasferal  13.02.2015, 08:31
@Anda2910

Hallo Anda2910,

so lese ich gerne Antworten/Kommentare etc. Ich habe versucht allgemein zu schreiben, damit sich hier "keiner falsch ans Bein gepinkelt" fühlt.

Du hast recht, das man viel falsch machen kann und einige vermutlich auch tun. Dann nehmen wir das Wort "Rangfolge" mal raus und ersetzen es einfach durch ein anderes mit einem anderen Hintergrund/Sinn. Ich für meinen Teil versuche meinen Hund zu leiten und ihn nach bestem Wissen und Gewissen durch den "Alltag" zu führen, die Dinge zu regeln, bevor er sie zu regeln versucht.

Wie gesagt, meiner Meinung nach ist es sehr schwer hier gute Aussagen zu treffen, um eine unbekannte Situation einzuschätzen. Leider das Problem im Internet, zumindest in diesem Fall.

Wir können ja mal in einer gepflegten Runde weiter verzählen, meinen Horizont erweitere ich, gerade in Bezug auf Hundeerziehung, gerne!

Gruß

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Anda2910  13.02.2015, 20:41
@Tasferal

Ich hab mir nicht ans Bein gepinkelt gefühlt, schließlich sehe und weiß ich ja was ich gelikt habe und was nicht und dazu stehe ich auch ;-)

Einen Widerspruch sehe ich darin auch nicht, denn den einen Beitrag fand ich eben gut und den anderen eben nicht, zumindest nicht insofern das es eben wie die von mir oben beschriebenen Folgen haben könnte.

Einen Hund "leiten" hört sich für mich schon viel besser an, es muß nicht immer schlecht sein wenn ein Hund versucht etwas zu regeln. Ich versuche z.B. meinen Hunden genau das beizubringen, eigenständiges handeln mit angemessenem Verhalten.

Gerät ein Hund in Fluchtverhalten bedingt durch Angst so sollte es mein Ziel sein, dass mein Hund mir vertraut, vertraut mein Hund mir werde ich ihn in solchen Momenten viel besser leiten/lenken können ganz ohne Gewalt.

Zeigt ein Hund Aggressionsverhalten so kann ich auch da Lösungswege aufziegen die er statt der Aggression anwenden kann, dass bedarf Übung und Training, aber Training dem Hund angepasst, Lernvermögen des Hundes angepasst mit geeigneten Handlungen meinerseits das er auch lernt, dass andere Hunde oder gar Menschen keine Bedrohung mehr darstellen, z.B. in Form einer systematischen Gegenkonditionierung und dahinter steht immer ein Alternativverhalten welches der Hund mit der Zeit viel lieber annehmen wird als Aggression zu zeigen.

Eigentlich ist genau das was Du schreibst das Hauptproblem, man sieht den Hund und das gezeigte Verhalten nicht und kann nur erraten was es ist und gerade in Fällen wie diesem hier wäre es so wichtig die Interaktionen von Halter und Hund zu durchleuchten, was ist da schief gelaufen, warum reagiert der Hund so, was könnte der Halter eventuell anders/besser machen usw. usf.

Hier gilt es den Halter geeignet umzulenken und natürlich in Folge dessen auch den Hund, aber manchmal reicht es schon wenn der Halter sich einfach ein wenig "freundlicher" seinem Hund gegenüber verhält und schon verhält sich auch der Hund anders, dass Zusammenleben ist eben wie beim Menschen immer ein geben und ein nehmen ;-)

Klar warum nicht, für Gespräche über Hundethemen bin ich immer zu haben ;-)

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Das gleiche Problem hatten wir mit unserem Welpen auch. Uns Würde in der Hundeschule empfohlen ihn zu erschrecken. So haben wir eine Zeitung zusammengerollt und die in seine Richtung geschmissen oder einfach auf den Tisch geschlagen. Er hat diese Zeitung nie abbekommen und wir haben ihm damit keine Schmerzen zugefügt aber er hat höchsten Respekt davor. Mittlerweile reicht es sogar die einfach nur in die Hand zu nehmen.


johannche  14.02.2015, 12:51

Naja immerhin ist es eine ausgezeichnete hundeschule. Und mein Hund benimmt sich jetzt und die Zeitung bin ich auch schon los. Aber gut. Jedem das seine. Mit einem Dackel muss man auch anders umgehen, wie mit einem richtigen Hund.

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Jesska2009  14.02.2015, 14:47
@johannche

Dann ist ein Dackel also ein "falscher" Hund? Da würde mich ja mal interessieren, wonach Hunde Deiner Meinung nach in "falsch" und "richtig" eingeteilt werden!

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Anda2910  14.02.2015, 17:33
@Jesska2009

Jesska2009 ein Dacker lernt genauso wie ein Rottweiler, Wolfshund oder wie eine Dogge, die Lerntheorie ist auf jeden Hund anwendbar nur die Fehlassoziationen fallen von Hund zu Hund verschieden aus, aber bei ner großen Rasse gerade z.B. bei nem Rotti die ich für recht sensibel halte sowas angewandt, ne falsch Assoziation mit drin und Du hast richtig Spaß und bei dem richtigem Hund angewandt bekommt das KH Spaß wenn die Dich wieder zusammen flicken dürfen...

Bei meiner Schäfi-Husky-Mix-Dame hättest nur die Zeitung hoch gehoben und die Zeitung wäre geschreddert und Dein Arm vermutlich direkt mit, somit würde ich mit solchen Maßnahmen sehr sehr vorsichtig sein, denn ich möchte für meinen Teil keinen defensiv aggressiven Hund zumal ich damit noch das Vertrauensverhältnis gewiss nicht besser.

Bei einer ausgezeichneten Hundeschule sind solche Maßnahmen überflüssig!

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johannche  13.02.2015, 17:22

Mein Hund ist klein und handelt aus reiner trotzigkeit. Ich habe das mit guten und wissenden Leuten abgesprochen. Also wird es nicht ganz so falsch sein. Aber Schande über mich. War das letzte Mal.

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Anda2910  13.02.2015, 20:46
@johannche

Wer das Wort Trotzigkeit in Verbindung mit einem Hund nennt, der hat aber fachlich nicht wirklich was zu bieten!

Diese vermeintlich "wissenden" Leute würde ich an Deiner Stelle mal nach dem Hormonhaushalt des Hundes interviewen, mal sehen wie weit dann ihr "Wissen" reicht, gewiss schmeissen sie da doch recht schnell die Flinte ins Korn!

Aber bekanntlicherweise fängt eben Gewalt da an wo Wissen aufhört und in manchen Fällen ist das schon direkt zu Anfang.

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taigafee  14.02.2015, 10:17
@johannche

Nein, johannche, das waren ganz sicher kein wissenden Leute. Keine Schande über Dich. Wir lernen alle ein Leben lang. ;-)

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johannche  12.02.2015, 22:48

Das stimmt nicht. Er hat nur Angst vor dieser bestimmten Zeitung, die mit blauem Klebeband umwickelt ist. Alle anderen Zeitungen sind völlig okay und er holt sie sogar vom Briefträger.

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taigafee  13.02.2015, 03:23
@johannche

Es wäre doch viel schöner, zu verstehen, warum ein Hund sich so verhält, und diesen Grund zu vermeiden, als mit brachialen Methoden eine natürliche Reaktion zu unterdrücken.

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Tasferal  12.02.2015, 13:14

Hallo johannche,

dann dürftet ihr wahrscheinlich ein Problem haben, sobald ihr auch nur irgendeine Art von Zeitung in die Hand nehmt. Der Hund wird wahrscheinlich sofort "Reiß-Aus-Nehmen", weil er Angst davor hat. Und Angst ist niemals gut!

Gruß

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Mach einfach 2x am Tag ein bisschen Unterordnung mit ihm. Nimm ihn an die Leine geh etwas spazieren, verlange dann mal ein Sitz, mal ein Platz, Bleib, bei Fuß.. und lobe ihn, wenn er macht was du verlangst. Dann lass ihn eine Weile toben und spiele mit ihm und auf dem Heimweg machst du wieder ein paar Übungen, wobei DU das Kommando gibst und er reagiert, bei Befolgung viel Lob und auch mal ein Leckerchen, bei Nichtbefolgung nach dem 3. Mal Kommando ignorieren, weitergehen und neu versuchen.

Das kannst du auch ruhig zuhause immer mal wieder einbauen. Hopp, auf die Coouch, Runter von der Couch und Bleib! Loben und das gleiche wieder holen. Du wirst sehen ganz schnell habt ihr eine andere (bessere) Beziehung zueinander. Dein


Anda2910  12.02.2015, 21:09

Ich wußte gar nicht das Hunde sooo dumm sind, die müssen dümmer sein, als manche Menschen wobei ich eher gegenteiliges täglich erlebe...

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