Mein Hund beißt und knurrt mich an

13 Antworten

Mach einfach 2x am Tag ein bisschen Unterordnung mit ihm. Nimm ihn an die Leine geh etwas spazieren, verlange dann mal ein Sitz, mal ein Platz, Bleib, bei Fuß.. und lobe ihn, wenn er macht was du verlangst. Dann lass ihn eine Weile toben und spiele mit ihm und auf dem Heimweg machst du wieder ein paar Übungen, wobei DU das Kommando gibst und er reagiert, bei Befolgung viel Lob und auch mal ein Leckerchen, bei Nichtbefolgung nach dem 3. Mal Kommando ignorieren, weitergehen und neu versuchen.

Das kannst du auch ruhig zuhause immer mal wieder einbauen. Hopp, auf die Coouch, Runter von der Couch und Bleib! Loben und das gleiche wieder holen. Du wirst sehen ganz schnell habt ihr eine andere (bessere) Beziehung zueinander. Dein

Ich wußte gar nicht das Hunde sooo dumm sind, die müssen dümmer sein, als manche Menschen wobei ich eher gegenteiliges täglich erlebe...

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Um Himmels willen !!! Dein Hund hat dich gut im Griff. Als erstes gehört er nicht mehr auf die Couch. Es gilt die Regel;;; Du oben Hund unten. Damit hättest Du ihn schon mal nicht mehr auf Augenhöhe. Als zweite Maßnahme, keine Leckerlis mehr, nicht mal das allerkleinste. Wenn Du schon Angst vor Deinem Hund hast, solltest Du dir auch Hilfe bei einem erfahrenen Hundemenschen holen.

Ja aber bitte einen der nicht erzählt, dass der Hund im Rang höher steigen will, denn der hat dann keine Erfahrung!

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@Anda2910

Für Cesar M. ist der Anfahrtsweg ja glücklicherweise zu lang.

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Hallo zusammen,

bitte erklärt mir, warum Kommentare auf der einen Seite positiv bewertet werden, aber scheinbar manche Mitmenschen es nicht so meinen?

Ich habe hier nichts aus einem Ratgeber abgeschrieben und ich habe auch nie behauptet, dass mein Geschriebenes DAS Patentrezept für alle Hunde dieser Welt ist. Es beruht auf Erfahrungen, die ich gemacht habe. Mit „ignorieren z.B. meine ich NICHT, das der Hund ab sofort gar nicht mehr beachtet werden soll, sondern nur, wenn er das ungewünschte Verhalten zeigt. Wie hier auch schon erwähnt worden ist, ist natürlich das wichtigste zu wissen, WIESO der Hund das macht, sprich den Grund zu finden. Danach beginnt man mit gezieltem „Training“ und Maßnahmen um das ungewünschte Verhalten in ein gewünschtes umzuwandeln und das gegenseitige Vertrauen wieder aufzubauen bzw. zu festigen.

Das Thema Hundepsychologie ist ein Thema was man nicht in ein paar Sätzen erörten kann, speziell dann nicht, wenn man nur als Außenstehender ohne große Einblicke und Informationen dasteht. 100 Hundehalter/Hundeführer/Hundeexperten und 101 verschiedene Meinungen. Wer kennt es nicht. Der eine steht auf Rütter, der andere auf Herrn Millan und der 3. Im Bunde findet beide blöd und nur seine Trainingsmethoden sind die Besten. Solange aber am Ende eine gute Beziehung zwischen Halter und Hund da ist, Vertrauen und Respekt vorhanden ist, ist es total egal, nach welcher Methode man vorgeht. Hauptsache es geschieht ohne körperliche Gewalt und ohne psychischen Druck dem Hund gegenüber.

U.a. schrieb ich, dass ein „Rudelführer“ besonnen und „weise“ das Rudel führt, ohne viel Tamm-Tamm. Das beinhaltet für mich persönlich, das dieses antiquierte (zuerst essen, dann der Hund, zuerst durch die Tür, dann der Hund etc.pp) absolut nicht mein Ding ist und in der heutigen Zeit der Hundeerziehung überholt ist. Meine, nennen wir es mal geistigen Ergüsse, zielten darauf ab, eine eventuelle Hilfestellung zu geben und nicht das Rad neu erfinden zu wollen

Einen mir unbekannten Hund einzuschätzen, ohne das Umfeld zu kennen, den Hund bzw. die Familie, die äußeren Umstände usw. ist mir nicht möglich. Deswegen darf man mein Geschriebenes gerne als „Versuch mal dies, mach mal jenes“ betrachten. Nicht mehr nicht weniger. Und (das habe ich wohl vergessen bzw. vorausgesetzt) man sollte sich Hilfe suchen, wenn man selbst nicht weiter kommt. Sich erkundigen, welcher Trainer oder welche Hundeschule usw. sich auf solcherlei Probleme versteht.

Es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn eine Hundeverhaltenstherapeutin oder jemand mit Erfahrung auch etwas dazu schreiben würde, anstatt (in dem Fall) sinnlose Kommentare loszulassen und alles in den Dreck zu ziehen.

Ich lerne gerne dazu, lasst mich bitte an Euren Erfahrungen teilhaben!

In diesem Sinne schöne Grüße

Wenn Du damit mich meinst, dann darfst Du da gerne spezifisch auch mich zu fragen.

Wenn ich ein Kommentar gut finde, like ich es, finde ich es nicht gut like ich es verständlicherweise auch nicht.

Das hier fand ich gut und das meine ich auch so! Deshalb hab ich dafür nen Daumen hoch gegeben.

"Hallo Glatteis,

kein sehr guter Rat, wenn ich das so sagen darf. Wie soll Deiner Meinung das "nicht auf gleicher Augenhöhe" aussehen? Den Hund von oben herab ansehen? Am besten noch breitarmig und in die Augen starrend und gleichzeitig drohend mit den Armen nach im "schlagend"?

Gruß"

"Hunde werden in ihrem Leben immer wieder die Rangfolge im Rudel bzw. den Rudelführer „in Frage“ stellen. Bedeutet sie werden versuchen im Rudel höher zu steigen. Das ist soweit normal. Es obliegt bei Dir und/oder Deinen Eltern dieses konsequent zu unterbinden und ihm zu zeigen, wo er steht. Körperliche Maßregelungen gehören da nicht hin, nur als Info am Rande."

Diese Ausführungen sind schlicht und ergreifend antiquiert, heute weiß man das sich eine lineare Rangfolge nur unter artgleichen ausbilden kann.

Ignorieren fällt dabei z.B. in den Bereich des psychischen Drucks.

Die Gefahr Deiner Ausführung besteht darin, dass wenn der Hund durch ignorieren nicht dahingehend beeinflusst wird, dass er es unterlässt, so setzen es gerade Hundehalter ohne ausreichende Kenntnisse über das Lernverhalten von Hunden auch "mal" vehementer durch, dass sieht dann zumeist in der Umsetzung so aus das der Hund von der Couch gezogen wird oder ihm werden Dinge weg genommen ohne zu tauschen was Ressourcenverhalten fördert.

Ich bin aber das nur mal am Rande Hundeverhaltenstherapeutin und sehe leider viel zu oft die Ergebnisse die dann aus solchen Kommentaren wie "der Hund will die Rangfolge klarstellen" resultieren.

Wir gehen absolut konform wenn gesagt wird unerwünschtes Verhalten ignorieren, was für mich nicht heißt den Hund zu ignorieren, sondern das Verhalten aber einen Biss kann und sollte man natürlich nicht ignorieren.

Knurren fällt aber in den Bereich von Kommunikation und nicht in den Bereich der Aggression und so lange ein Hund noch knurrt hat er definitiv eine bessere Prognose als einer der schon gebissen hat.

Des weiteren können gerade am Rande des Abgrunds und so schätze ich das Verhalten hier ein sich extreme Fehler in der Umsetzung zum durchsetzen der vermeintlichen Rangfolge im Umgang mit dem Hund so entwickeln, dass es gerade daraus resultierend zu einer Bissattacke kommt und unter diesem Aspekt ist die Aussage die ich gelikt habe vollkommen richtig und genau deshalb habe ich dafür auch einen Daumen hoch gegeben und den meinte ich auch so!

Ich bin im übrigen weder Rütter geschweige dennoch CM-Fan wobei ich Rütter und CM niemals in einen Topf werfen würde, zumindest hat MR noch eine Ausbildung und dazu keine schlechte wenn sie auch Anfang der 90ziger stattgefunden und sich gerade im Laufe der letzten 20 Jahre viel in der Hundeerziehung getan hat.

CM dagegen hat m.M.n. nichts ausser ne gute Strategie wie man Geld in die Kassen bekommt, er besitzt zwar ne große Einbildungskraft dafür aber keinerlei Ausbildung und so viel Ahnung von der Lerntheorie wie ein Hund von der Quantenphysik.

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@Anda2910

Hallo Anda2910,

so lese ich gerne Antworten/Kommentare etc. Ich habe versucht allgemein zu schreiben, damit sich hier "keiner falsch ans Bein gepinkelt" fühlt.

Du hast recht, das man viel falsch machen kann und einige vermutlich auch tun. Dann nehmen wir das Wort "Rangfolge" mal raus und ersetzen es einfach durch ein anderes mit einem anderen Hintergrund/Sinn. Ich für meinen Teil versuche meinen Hund zu leiten und ihn nach bestem Wissen und Gewissen durch den "Alltag" zu führen, die Dinge zu regeln, bevor er sie zu regeln versucht.

Wie gesagt, meiner Meinung nach ist es sehr schwer hier gute Aussagen zu treffen, um eine unbekannte Situation einzuschätzen. Leider das Problem im Internet, zumindest in diesem Fall.

Wir können ja mal in einer gepflegten Runde weiter verzählen, meinen Horizont erweitere ich, gerade in Bezug auf Hundeerziehung, gerne!

Gruß

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@Tasferal

Ich hab mir nicht ans Bein gepinkelt gefühlt, schließlich sehe und weiß ich ja was ich gelikt habe und was nicht und dazu stehe ich auch ;-)

Einen Widerspruch sehe ich darin auch nicht, denn den einen Beitrag fand ich eben gut und den anderen eben nicht, zumindest nicht insofern das es eben wie die von mir oben beschriebenen Folgen haben könnte.

Einen Hund "leiten" hört sich für mich schon viel besser an, es muß nicht immer schlecht sein wenn ein Hund versucht etwas zu regeln. Ich versuche z.B. meinen Hunden genau das beizubringen, eigenständiges handeln mit angemessenem Verhalten.

Gerät ein Hund in Fluchtverhalten bedingt durch Angst so sollte es mein Ziel sein, dass mein Hund mir vertraut, vertraut mein Hund mir werde ich ihn in solchen Momenten viel besser leiten/lenken können ganz ohne Gewalt.

Zeigt ein Hund Aggressionsverhalten so kann ich auch da Lösungswege aufziegen die er statt der Aggression anwenden kann, dass bedarf Übung und Training, aber Training dem Hund angepasst, Lernvermögen des Hundes angepasst mit geeigneten Handlungen meinerseits das er auch lernt, dass andere Hunde oder gar Menschen keine Bedrohung mehr darstellen, z.B. in Form einer systematischen Gegenkonditionierung und dahinter steht immer ein Alternativverhalten welches der Hund mit der Zeit viel lieber annehmen wird als Aggression zu zeigen.

Eigentlich ist genau das was Du schreibst das Hauptproblem, man sieht den Hund und das gezeigte Verhalten nicht und kann nur erraten was es ist und gerade in Fällen wie diesem hier wäre es so wichtig die Interaktionen von Halter und Hund zu durchleuchten, was ist da schief gelaufen, warum reagiert der Hund so, was könnte der Halter eventuell anders/besser machen usw. usf.

Hier gilt es den Halter geeignet umzulenken und natürlich in Folge dessen auch den Hund, aber manchmal reicht es schon wenn der Halter sich einfach ein wenig "freundlicher" seinem Hund gegenüber verhält und schon verhält sich auch der Hund anders, dass Zusammenleben ist eben wie beim Menschen immer ein geben und ein nehmen ;-)

Klar warum nicht, für Gespräche über Hundethemen bin ich immer zu haben ;-)

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Hallo,

was heißt „seit längerer Zeit“ knurrt er? Als erstes ist wichtig zu erfahren, ob sich seit dem anknurren etwas bei Dir/Euch verändert hat?! Wer kümmert sich überwiegend um den Hund? Du, Deine Eltern?

Ich lasse eventuelle physische Dinge wie Krankheit etc. außen vor, das würde zu weit führen und kann nur ein Tierarzt beurteilen. Der Grund des Knurren kann viele Ursachen haben. Hunde werden in ihrem Leben immer wieder die Rangfolge im Rudel bzw. den Rudelführer „in Frage“ stellen. Bedeutet sie werden versuchen im Rudel höher zu steigen. Das ist soweit normal. Es obliegt bei Dir und/oder Deinen Eltern dieses konsequent zu unterbinden und ihm zu zeigen, wo er steht. Körperliche Maßregelungen gehören da nicht hin, nur als Info am Rande.

Was schon ansatzweise gesagt wurde: Ressourcen müssen bis auf weiteres entzogen werden. Die einfachsten Dinge sind Lecker, Kuscheltiere, Spielzeuge, Knochen etc. Dies sind schließlich alles „Eure“ Sachen und ihr stellt sie dem Hund nur zur Verfügung, wenn IHR es wollt. Trinken muss immer vorhanden sein, Essen „sollte“ nicht den ganzen Tag zur freien Verfügung stehen. Denn auch dies ist eine Ressource, die ihr ihm gebt. Genauso wie erhöhte Positionen. Bis auf weiteres gehört er nicht mehr ins Bett/Couch/Stuhl was auch immer. Er muss sich alles wieder erarbeiten.

Weiteres Verhalten: Ignorieren. Euer Hund muss lernen, das er mit dem gezeigten Verhalten keinen Erfolg hat. Soll bedeuten, das wenn er wieder knurrt oder die Zähne zeigt, sofort wegdrehen und nicht weiter beachten. Nicht reden, nicht versuchen zu berühren, nicht ansehen. Das schlimmste für ein Rudeltier ist „alleine“ zu sein, dies bedeutet in der Natur den sicheren Tod.

  • "Groß machen und ihn was erleben lassen"* ist NICHT produktiv, da es eine Bedrohung für den Hund darstellt und es keinerlei Erfolg verspricht. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Zum elendigen Thema "Augenhöhe". Vielleicht meinen einige das Richtige, es kommt nur falsch rüber. Auf Augenhöhe zu sein ist nicht schlimm. Vielmehr geht es darum, das Du Dich z.B. auf den Boden setzt, neben Deinen Hund. Und nicht er sich auf die Couch setzt, neben Dir. Richtig ist, das erhöhte Positionen dem "Rudelführer" gehören. Bei "normalem" Verhalten darf aber auch der Rangniedere mit drauf. Ein Rudelführer ist besonnen und "weise" und lenkt sein Rudel ohne viel Tamm-Tamm.

Thema erschrecken: Ich persönlich würde davon abraten. Der Hund lernt dadurch, das Zeitungen was schlimmes sind und das prägt sich ein. Mit etwas werfen ist auch keine Erziehung. Wie verhalten sich denn Wölfe im Rudel? Werden da auch Tannenzapfen geworfen? Ich denke nicht.

Alles weitere würde ich dann später mit Dir weiter diskutieren.

Gruß

Von welchem "Hunderatgeber" hast du denn den Text abgeschrieben!? Schmeiß das Buch in den Ofen, is sowieso so kalt draußen...

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@NoradieHexe

LOL, war auch mein 1. Gedanke ;-)

Aber es wurde noch vergessen, zu erst aus der Tür gehen, bloß nicht streicheln, Markierungen überurinieren....Ironie off

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@Anda2910

Mensch....jetzt weiß ich, warum mir mein Hund immer auf der Nase rumgetanzt ist! :D

Ich hab` am Heimweg die Pinkelstelle zum Übermarkieren nicht mehr gefunden...so ein Mist....muss dann doch Fähnchen mitnehmen zukünftig...

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Es könnte sein, dass Du zu häufig seinen Wunsch auf Distanz übergangen hast, so dass sich die Aggression bei Deinem Hund allmählich hochschaukelt.

Reflektiert bitte mal, wie Ihr alle! mit dem Hund und miteinander umgeht. Respektloses oder aggressives Verhalten gegenüber einer Person kann vom Hund übernommen werden.

Jetzt einfach nur die Reaktion des Hundes zu unterdrücken, wird kaum ein zufriedenstellendes Ergebnis bringen. Man muss immer die Ursache finden!

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