Mathe oder Chemie LK - Mathe zu einfach?

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6 Antworten

Chemie in der Schule behandelt eigentlich nur grundlegende Dinge. Das ist die Berechnung von pH-Wert von starken/schwachen Säuren/Basen und von Puffersystemen, von Löslichkeitsgleichgewichten und Gleichgewichten allgemein. Man beschäftigt sich mit Redox-Reaktionen, galvanischen Elementen und Elektrolysen. Die Grundlagen der organischen Chemie, also Stoffklassen wie Alkane, Alkene, Alkine, Alkohole, Aldehyd, Ketone, Ester, Säuren, Acetale, Aminale sowie die Benennung und Reaktionsmechanismen der genannten Stoffklassen werden auch gelehrt.

Also werden viele grundlegende Konzepte und Gegebenheiten gelehrt, die es dir später ermöglichen, tiefer in die Materie einzusteigen, wie das beispielweise bei einem Studium in dieser Fachrichtung der Fall wäre.

Viele Fragen werden auf der Strecke bleiben. Beispielsweise ist die Frage, warum es denn die Oktettregel gibt, sehr beliebt, aber sie bleibt trotzdem unbeantwortet. Auf Nachfrage hin wissen das die Lehrer meist auch nicht, da ihnen an dieser Stelle das Fachwissen fehlt.

Letzten Endes ist auch die Chemie eine Naturwissenschaft, bei der man mit stumpfen Auswendiglernen nicht weiter kommt, sondern das Ganze auch versehen muss.

Ich rate dir damit zum Chemie-LK, wenn du in Zukunft etwas studieren möchtest, wo dieser nützlich werden könnte. Dies trifft auf einen Großteil der Naturwissenschaften zu. Warum Mathe machen, wenn du das meiste schon weißt? Das ist doch auch langweilig.

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Hi!

Jau, ich hab sowohl mit Mathe als auch mit Chemie Erfahrungen - genau das sind nämlich meine Leistungskurse :)

Mathe

Also, in Mathe ist es ziemlich trocken und sehr sehr schnell. Man beweist alles was einem zwischen die Finger kommt und man muss auch selbst ziemlich viel beweisen. Man ist nur am Rechnen. Mathe eben. 

Man behandelt:

=> Differenzialrechnung (Ableitungsregeln, Extremwertaufgaben, Kurvenuntersuchungen, Rekonstruktion von Funktionen etc.)

=>Integralrechnung (Das Gegenteil zum Differenzieren, d.h. Stammfunktionen, Integrationsregeln, Flächen unter Funktionsgraphen und zwischen Funktionen, Rotationsvolumina)

=> Stochastik (Bernoulli, Baumdiagramme, Signifikanztests etc.)

=> Matrizenrechnung (n x m Matrizen, Transponierte Matrizen, bestimmte Arten von Matrizen, Lineare Gleichungssysteme etc.)

=> Analytische Geometrie (Vektoren, Geraden im Raum, Körper im Raum etc.)

Zudem ist es ziemlich vom Lehrer abhängig. Ich wàre lieber im anderen Leistungskurs Mathematik einfach nur wegen dem Lehrer. Und als eines von zwei Mädchen im Leistungskurs ist man zwischen nem Haufen arroganter Jungs.Du musst in Mathe echt aufpassen, dass du mitkommst. Teilweise behandeln wir in einer Stunde zwei Themen und du musst dann eine gute Auffassungsgabe besitzen.

Selbst, wenn du in Mathe die Jahre davor immer sehr gut warst (das war bei mir der Fall), ist dies kein Garant für eine gute Note im LK. In der Mittelstufe war Mathe mein bestes Fach, nun bin ich im Mittelfeld mit Mathe, wenn man meine restlichen Noten sieht.

Du musst viel üben. Bei Extremwertproblemenzum Beispiel gibt es nicht das Schema F, jede Aufgabe ist anders. Du musst üben, weil du lernen musst, bestimmte Dinge schneller zu erkennen. Früher habe ich nie geübt, heute übe ich täglich.

Das Soziale spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Mathe LK. Wir machen sehr viel Partner- und Gruppenarbeit, und da darfst du dich echt nicht abkapseln. Das hat mir auch so ein Bisschen meine Note ruiniert ^^

In Klausiren musst du lernen, ALLES was du tust, zu erläutern und zu kommentieren. Das hat mir in meiner letzten Klausur massig Punktabzug gebracht. Wirklich schreib alles was dir im Kopf schwirrt geordnet auf. Das ist ganz wichtig!

Fazit: In Mathe sind neben Interesse und guter Auffassungsgabe auch Disziplin und Übung wichtig. 

Chemie

In Chemie ist es ein bisschen anders. Hier kann ich auf jeden Fall sagen, dass ich es am meisten mag und es ist auch mein bestes Fach. Der Mathe LK ist hier in jedem Fall von Vorteil, weil sehr viel hergeleitet wird und man hier auch viel rechnet. 

Man behandelt: 

=> Elektrochemie (Redoxreaktionen, galvanisches Element und Elektrolyse, verschiedene verfahren, Batterien, Redoxtitration etc.) 

=> Thermodynamik (Reaktionsentropie und -enthalpie, Standardbildungsenthalpie, freie Reaktionsenthalpie...) 

=> Chemisches Gleichgewicht (Stickstoffkreislauf, Haber-Bosch-Verfahren, Parameter die das chemische Gleichgewicht beeinflussen etc.) 

=> Reaktionsgeschwindigkeiten und Abhängigkeit von verschiedenen Parametern 

=> Säuren und Basen (pH- und pOH-Wert, pKs und pKb Werte, starke/schwache Säuren, Puffersysteme, Anwendungen etc.) 

=> Chemie der Kunststoffe / Biochemie (Zucker, Aminosäuren, Kunststoffe, Herstellung von Kunststoffen, Chiralität etc.) 

=> Farbchemie (Farbstoffe etc.) - die Themen kenn ich nicht so gut weil ich das erst noch kriege :) 

Wichtig sind im Chemie LK: 

=> Das Anfertigen von Protokollen 

=> Sauberes Verlassen des Arbeitsplatzes 

=> selbstständiges Durchführen von Protokollen und eigenständige Entwicklung von Versuchen zu einem bestimmten Thema (Selbstständigkeit ist sehr, sehr wichtig) 

=> Gute Klausuren natürlich (dazu sag ich gleich noch was) :D 

=> Zusammenarbeit in Gruppen mit Kurskameraden, Unterstützung der Schüler die hinterher hängen (ich muss diesen Job oft übernehmen)

=> stetige Mitarbeit 

=> Hausaufgaben! 

=> etc.

Zu den Klausuren kann ich Folgendes sagen: SIE SIND MACHBAR! Wirklich, mit guter Lesekompetenz und etwas Grips geht das super. In der vorletzten Klausur mussten wir einen Versuch entwickeln, in der letzten Klausur mussten wir etwas erörtern und in der nächsten Klausur ist ein Experiment mit Auswertung Teil der Klausur. 

In den Texten steht meist alles drin. Und MATHEMATIK ist super Wichtig, auch im Unterricht. Logarithmengesetze, Stöchiometrie (!!!), Ableitungen, PQ-Formel und auch Herleitungen werden gebraucht. Es ist aber gut machbar. Deshalb hab ich Mathe als zweiten LK :) 

Der Chemie LK macht super viel Spaß und ich komme ohne viel Lernen super mit (vermutlich, weil Chemie mir schon immer lag). Ich denke, mit Fleiß ist es gut machbar! Und man sollte großes Interesse haben und neue Zusammenhänge gut verstehen. Chemie ist spannend, aber teilweise gar nicht so einfach ;)

Zu Physik kann ich nicht viel sagen, hätte ich beinahe statt Chemie gewählt...bei weiteren Fragen zu Mathe und Chemie melde dich!

LG

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Was wäre denn für dich das kleinere Übel: Wenn du Mathe wählst und dich dafür im Unterricht möglicherweise nur langweilst, oder wenn du Chemie wählst und vielleicht das Jahr wiederholen musst (wenn es nicht klappt)?

Oder auf was würdest du mit grösserer Freude zurückschauen: Wenn du deine Ausbildung in kürzester Zeit erledigen konntest und nun ein Jahr früher fertig wirst, oder wenn du eine spannende und lehrreiche Zeit erleben durftest und dafür ein Risiko eingehen musstest (mal davon ausgegangen, dass dir Chemie doch gefällt)?

Ich persönlich würde das Risiko eingehen. Mir selbst hat Chemie auch eine lange Zeit nicht so gefallen (hab mich da auch nicht damit beschäftigt). Nun, da ich mich mehr mit dem Stoff befasst habe, fand ich richtig gefallen daran. Es ist echt interessant! ^^

Aber wie auch schon erwähnt wurde, hängt es auch etwas von deinen Zukunftsplänen ab, falls du diese schon hast. Wenn nicht, würde ich einfach auf das gehen, was dich mehr interessiert.

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Kommentar von wozueinname88
02.07.2016, 16:48

Ich will Physik studieren, das hat sowohl mit Mathe als auch mit Chemie zu tun...

Es wäre schon toll ein Jahr früher fertig zu sein um dann studieren zu können... Dadurch dass ich schon einmal einen Einblick in das Studentenleben bekommen durfte muss ich sagen gefällt mir das eigentlich besser als die Schule.

Das Problem ist ja Mathe interessiert mich ja auch. Nur damit habe ich mich schon mehr beschäftigt als mit Chemie. Auch habe ich die Hoffnung dass im Mathe LK vielleicht Leute sind die auch so halbe Freaks sind wie ich?

Wiederholen will ich auf keinen Fall... dann weiß ich ja in den anderen Fächern schon was gemacht wird und das will ich nicht...

Vielleicht sollte ich dann doch lieber Mathe LK wählen und meinen Chemielehrer nach zusätzlichem Stoff aus dem LK fragen?

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Du scheinst ja keineswegs auf dem Kopf gefallen zu sein. Daher bin ich mir sicher, dass du auch Chemie "locker" schaffen wirst.

Du musst doch selbst einschätzen können, in wie fern du bereit bist dich in den Stoff einzuarbeiten.
Desweiteren musst du für dich wissen wie du den sozialen Umschwung verträgst. Fu kommst dann in eine neue mit Älteren.

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Hallo,
ich hatte in der Schule sowohl Mathe, als auch Physik LK. Ich studiere nun Elektro- und Informationstechnik im 5. Semester und kann Dir nur sagen, dass die Abiturklausuren, verglichen mit denen des ersten Semesters, einfach waren.
Ich rate Dir jedoch einfach Mathe zu wählen, da die Basics der LK Mathematik in der Regel immer wieder gebraucht werden und keine Zeitverschwendung sind. Das trifft zumindest auf mein Studium zu... Wenn du in eine andere Richtung gehen willst, macht je nach Bereich ein anderes Fach natürlich mehr Sinn. Orientiere dich einfach an deinen zukünftigen Interessen.

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Ich rate zu Physik/Mathe. Erstens passen die Kurse gut zusammen, da in Physik die Differentialrechnung immer wichtiger wird. Ebenfalls kann ich aus Erfahrung bestätigen, dass im Mathe-LK nicht nur gezeigt,gerechnet wird. Zuerst wird wird aber natürlich etwa neues gezeigt. Danach wird es bewiesen oder nachgewiesen. Natürlich werden einige Übungsaufgaben folgen aber nie mehr als 4-6 kurze. Manchmal werden auch etwas schwerere Übungsaufgaben gerechnet, die eine Weiterdenken des zuvor kennengelernten erfordern.
Als ich mit dem Mathe-LK angefangen habe, sollten wir zuerst die Additionstheoreme nachweisen. Das kannst du ja mal machen.
Insgesamt kann ich zum Mathe-LK raten. Ich war ebenfalls im Physik-LK und im Chemie-LK (Aus schulinternen Gründen 3 LKs). Den Chemie-LK fand ich vergleichsweise langweilig.

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Kommentar von wozueinname88
02.07.2016, 16:31

Inwiefern/ aus welchem Grund fandest du denn den Chemie LK langweilig?

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Kommentar von Onix1025
02.07.2016, 16:38

Möglich, dass der folgende Grund an der Schule lag, aber ich habe beobachtet, dass der Chemie-LK bei Schülern, die in keinem Fach gut waren beliebt war. Der Unterricht lief langsam voran und es hat auch kein großer Unterschied zum Grundkurs existiert.
Ein großer Teil waren Übungsaufgaben und es gab so gut wie keine Transfer.
Im Unterricht saß ich in der ersten Reihe und bin trotzdem fast eingeschlafen (ein oder zwei mal bin ich dann eingepennt).
Ich habe den Chemie-LK nach einem Jahr abgewählt obwohl die Note immer im Einserbereich war.
Es ist möglich, dass dies an meiner Schule liegt. Ziehe das bei deiner Wahl in Betracht.

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