Manuskript - erste Seite?

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es ist schön, dass du darüber nachdenkst, wie du das Ganze aufbauen möchtest. Aber um anzufangen, ist es einfacher, sich von den Formalien zu lösen. Schrieb ein Datum drüber, stelle einen lesbaren Zeilenabstand ein und eine Schriftgröße, mit der du gut zurechtkommst, und dann fang an. Es ist NUR ein Manuskript. Vom Wort her eigentlich mit der Hand geschrieben. Also wird es viele Gedanken, Wortspiele, Teilsätze enthalten. Wenn dir zwischendurch schon ein Titel einfällt, auch gut - mach dir einBlatt mit Titelideen, oder Vorwortideen. Hinterher wird alles noch anders. Ich arbeite journalistisch und auch da entwickle ich mehrere Titel zur Auswahl, dann mache ich eine Art Gedankensammlung und schreibe alles auf, was mir zu meinem Thema einfällt, drucke das aus und dann gliedere ich, baue aus, schreibe neue........dein Manuskript ist rein Anfang - viel Freude dabei. Und nicht so sehr ans Formale denken. Vielleicht fällt dir zwischendurch was dazu ein Blocksatz, Flattersatz, binden oder lose Seiten....

Danke für den Stern. Ich wünsche dir gute Ideen und einen nicht enden wollenden Schreibfluss.

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Hallo ice1234,

wie einige Vorredner schon sagten, ist das Formatieren erstmal nebensächlich.

Ich gehe davon aus, dass du schon weißt, worüber du schreiben möchtest und das dir in groben Zügen bekannt ist, wie deine Geschichte sich entwickeln wird. Du kennst deine Charaktere und Handlungsabläufe. Das ist erstmal das Wichtigste! Planung ist das A und O.

Um selbst einen guten Überblick zu erhalten, empfehle ich dir, deine Geschichte in Absätze und Kapitel zu gliedern. Ein Zeilenabstand von mindestens 1,2 und mehr macht durchaus Sinn (probiere aus, was dir am meisten zusagt).

Ob du dein Manuskript im Flatter- oder Blocksatz verfasst, ist unwichtig. Du allein musst damit zurechtkommen. Ebenso belanglos ist es, welche Schriftart du verwendest. Vor der Abgabe kannst du dir diesbezüglich immer noch Gedanken machen und umformatieren. Sinnvoll ist auch, dass die Orthografie und Interpunktion stimmig sind. Probeleser können eine große Hilfe sein (nicht unbedingt Familie und Freunde, die sowieso alles toll finden, was du fabrizierst).

Vermeide Seitenumbrüche durch mehrfaches Betätigen der Entertaste. Füge stattdessen manuelle Seitenumbrüche ein. Das erspart dir nachher viel Arbeit und wirkt professioneller.

Wenn du deine Geschichte überarbeitest, rate ich dir, die Schrift einfach einmal zu verändern/zu vergrößern. So fallen dir Fehler, die du bei der Erstfassung gemacht hast, schneller ins Auge. Auch ein Ausdruck auf Papier macht durchaus Sinn. Auf dem Monitor sieht alles etwas anders aus.

Vermeiden solltest du zu viel Kursivschrift. Diese ist für den Leser später schwerer zu entziffern. Es lohnt sich allerdings zum besseren Verständnis, einzelne Wörter oder kurze Sätze durch Kursivschrift hervorzuheben. Nur nicht übertreiben!

Solltest du wirklich das Glück haben, für dein Erstlingswerk einen Verlag zu finden, gratuliere ich dir. Eine Alternative ist das Selfpublishing.

Übrigens gibt es Verlage, die für das Veröffentlichen deines Manuskriptes Geld verlangen. Sie loben es in alle Himmel und versprechen dir, der nächste Bestsellerautor zu werden! Du erkennst solche "Verlage" auch daran, dass sie ständig mit Anzeigen werben wie "Verlag sucht Autoren". Hierbei handelt es sich um sogenannte Druckkostenzuschussverlage, siehe http://nein-zu-dkzv.web-hostel.de/link_79634546.html

Halte dich davon fern! Sobald ein Verlag Geld fürs Veröffentlichen fordert, oder eine Mindestabnahme an Büchern zum Autorenrabatt voraussetzt, läuft da etwas nicht so, wie es sein sollte. Wenn du dir unsicher bist, erkundige dich vorher im Forum, bevor du etwas unterschreibst. Es ist nicht leicht, aus solchen Verträgen wieder heraus zu kommen.

Anders ist es beim Selfpublishing, wo Verlage (zum Beispiel Books on Demand oder Epubli) lediglich 15- oder 20 Euro für eine ISBN-Nummer in Rechnung stellen. Diese sind seriös. Der Nachteil ist, du musst für dein Werk selbst werben und es steht in keiner Buchhandlung.

Was den Anfang des Buches betrifft, google mal den Begriff "Titelei", siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Titelei

Hier bekommst du professionelle Informationen, auch zum Thema Paginierung.

Da ich nicht weißt, inwieweit du dich schon informiert hast, hoffe ich, dass du mir das Abschweifen vom eigentlichen Thema nicht übel nimmst.

Ich wünsche dir viel Erfolg! Aber erwarte nicht zu viel. Selbst weltbekannte Autoren wie J. K. Rowling (Harry Potter) wurden abgelehnt und es gehört immer viel Glück dazu, entdeckt zu werden.

Dem Buchtipp von TorDerSchatten kann ich mich nur anschließen.

Hei ice1234, hau in die Tasten und schreib - alles Andere ergibt sich, wenn dein Werk vollendet ist (schreib ein Datum drauf, damit du weisst, wann das Opus "geboren" wurde. Grüße!

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