Lohnt sich ein Pharmaziestudium überhaupt?

5 Antworten

Also ich studiere in Bonn und beziehe meine Erfahrungen also nur von der Uni und ganz ehrlich ich würde es nicht nochmal machen ... es ist so unnötig viel was die in eine so kurze Zeit quetschen ... und mit 2.0 könnte es echt schwer werden. In meinem Semester sind die Leute mit 1.7/1.8 schon Nachrücker gewesen.
Was besonders frustrierend ist, wenn du Freunde hast, die ein viel entspannteres Leben haben und du dir dann denkst "warum mach ich das überhaupt" .... an sich macht mir der Inhalt im Studium Spaß und auch die Arbeit im Labor, aber einfach alles ist irgendwie mit Leistungsdruck verbunden .... und dann erzählt mir ein Kumpel, dass die im Chemiestudium einen ganzen Tag lang nur Wasser umgefüllt haben und dann den Verlust durch die Pipette berechnet haben .... und wir spielen Ionenlotto -.-

Überlegs dir gut, ob du das wirklich willst.
LG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – einige Semester Pharmaziestudium, BTA-Azubi

NewNutzer 
Fragesteller
 30.12.2017, 21:14

ist es dann den Job und Gehalt später wert, das alles durchzuziehen oder sollte man lieber was anderes studieren, wo man dann ähnlich viel verdient??? Ich würd jetzt kein Jura oder sowas studieren.. ich mein eigentlich interessieren mich Chemie und Bio am meisten. Und Interesse sollte man ja auch mitbringen, sonst wird man so oder so scheitern.

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sweetSquirrel  01.01.2018, 23:02

Naja in der Pharmaindustrie kann man viel Geld machen aber dafür reicht ein abgeschlossenes Pharmaziestudium nicht. Du müsstest dann wahrscheinlich noch promovieren. In der Apotheke kriegt man nur ich sag mal "normal viel". Auch wenn du mehr verdienst als die "Arbeiterklasse" an sich. Und wenn du ne eigene Apotheke hast verdienst du so viel so gut deine Apotheke eben läuft. Dafür hast du später sehr sichere Chancen auf eine Stelle. Mit den meisten anderen Studiengängen wirst du später Taxifahrer. Da ich mich eben auch für Chemie, Biologie und co. interessiere, wollte ich erst etwas anderes auf dem Gebiet studieren aber eine sichere Zukunft war mir wichtiger und deswegen versuche ich das Studium auch durchzustehen. Wenn du dir aber nicht sicher bist, ob du es machen willst, würde ich es lassen, da ich selbst sehe wie alle die sich ihrer Entscheidung nicht sicher waren mittlerweile abgebrochen haben.

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Ich studiere Pharmazie, also wenn du noch spezifischere Fragen zum Inhalt hast, kann ich dir gerne weiterhelfen.

Ja, das Studium ist ziemlich zeitaufwendig und teilweise auch relativ kompliziert. Aber ob es für dich schwer ist, hängt davon ab, ob es dich interessiert und wie fleißig du bist. Es kann wirklich sehr interessant sein, und dann macht es auch Spaß, dafür zu lernen.

Das Gehalt eines angestellten Apothekers in einer öffentlichen Apotheke ist leider nicht besonders gut, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, bei denen man auch mehr verdienen kann, wenn dir das wichtig ist (z.B. in der Pharmaindustrie).

Übrigens wirst du mit 2,0 ziemlich sicher an den meisten Unis angenommen. Es gibt ja noch das Auswahlverfahren der Hochschulen, bei dem der NC nicht 1,3 ist.

Ach ja, und mein Freund studiert Medizin. Er hat deutlich weniger Uni als ich. Nur so am Rande ;)

Wenn du wirklich Medizin studieren willst, dann würde ich auch dabei bleiben. Nur auf Pharmazie auszuweichen, weil Medizin „nicht“ geht wird dich auf lange Sicht nicht glücklich machen. Mach einfach den TMS und probiers mal. Habs auch mit 2,1 geschafft. Pharmazie ist sehr Chemie lastig, aber wenn dir das liegt ist es bestimmt auch ein interessantes Studium für dich.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

DAS Gehalt.

Der NC für Pharmazie ist nur unwesentlich niedriger als der für Medizin. Es gibt, zumindest momentan noch, etliche Möglichkeiten, Abrechnungsbetrug zu betreiben und damit Millionen zu scheffeln.

Da dabei niemals Rücksicht auf das Wohlergehen der Patienten genommen wird, habe ich so mein Problem mit Leuten, die diese Studiengänge nur des Verdienstes wegen machen wollen.

Vielleicht denkst du nochmal drüber nach...


NewNutzer 
Fragesteller
 29.12.2017, 21:29

mir gehts nicht allein um verdienst, thematisch würde mich pharmazie am meisten interessieren. wenn da jetzt aber einfachere studiengänge sind, bei denen dann man auch noch mehr verdient, würd ichs mir vielleicht auch anders überlegen

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Kristall08  29.12.2017, 23:36

@NewNutzer Einer solchen Argumentation vermag ich nicht zu folgen.

Entweder interessiert mich eine Sache, oder eben nicht. Geld ändert daran doch nichts.

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NewNutzer 
Fragesteller
 30.12.2017, 21:17
@Kristall08

würdest du auch etwas studieren, dass dich interessiert, aber später du keinen Job in dieser Branche findest? Geld ist leider auch ein wichtiger Aspekt. Das Leben besteht nicht nur aus den Lerninhalten im Studium. Wenns dir kein Geld einbringt, dann kannste nicht davon leben.

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Kristall08  30.12.2017, 23:04
@NewNutzer

🤣🤣😉

Das erzählst du grad jemandem, der Prähistorische Archäologie studiert hat.

Geld interessiert mich nicht die Bohne. Das hat man, aber man redet nicht drüber.

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Jaja, wer denkt, das ein Studium einfach so von der Hand zu schütteln ist der irrt sich. Ein Studium ist um ein vielfaches schwieriger wie Schule. Nur wer sich dazu motivieren kann viel selbst zu lernen, der packt es auch. In erster Linie würde ich nicht nach dem Studium gehen, wo man am meisten verdienen kann, sondern nach dem was man auch wirklich gut packen kann und sein Interesse liegt. Wer das nicht weis, der soll doch lieber eine Ausbildung machen und das Studium vergessen.