Lästert man den Heiligen Geist wenn man sagt Jesaja wäre der Antichrist?

13 Antworten

Man kann sogar Jesus verlästern, ohne den Heiligen Geist zu lästern. Sonst wären etliche Satanisten und auch nicht zum Glauben gekommen und gerettet worden.

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Man kann den Heiligen Geist nur lästern, wenn man deutlich und ohne Zweifel sein Wirken sieht, aber innerlich in dir so große Spannungen, Furcht und Hass aufkommen, dass du es verleugnest, dass es der Heilige Geist war. Weil du dich damit selber als ungerecht und Sünder darstellen würdest.

Es ist quasi, wenn dir eine Pistole auf die Brust gesetzt wird, und du verleugnest, dass du in Lebensgefahr bist. Es muss sehr deutlich sein.

Das ist meine menschliche Auffassung. Prüfe selbst, ob es Sinn macht und die Wahrheit ist.

Nein, man würde aber eine falsche Bibelauslegung weitergeben.

Denn Jesaja ist ein Prophet, der ein Buch in der Bibel geschrieben hat und garantiert nicht der Antichrist: Jesaja, Das Buch

Ein sehr interessanter und ausführlicher Artikel, über den Antichristen ist dieser hier: http://endzeitzeichen.blogspot.de/2010/11/wer-ist-der-antichrist.html

chrisbyrd  18.08.2022, 22:32

Da in der Bibel von der Lästerung bzw. Sünde gegen den Heiligen Geist geschrieben steht und dass diese nicht vergeben wird, ein paar Gedanken dazu:

Die Sünde, die nicht vergeben werden wird, besteht in der Lästerung gegen den Heiligen Geist, indem man die durch Christus bewirkten Wunder der Macht Satans zuschreibt (Matthäus 12,31.32). Die Pharisäer wussten sehr wohl, dass Jesus durch den Geist Gottes die bösen Geister austrieb. Aber wider besseres Wissen nannten sie den Heiligen Geist lästernd "Beelzebub" (Matthäus 12,24.27). Diese Sünde konnte, wie der Herr sagt, nicht vergeben werden.

Es ist die Frage, ob sie heute überhaupt noch begangen werden könne. Viele meinen "nein", weil es Wirkungen des Heiligen Geistes in solch überzeugender Kraft wie in jenen Tagen nicht mehr gibt. Jedenfalls müssten ganz außergewöhnliche Umstände vorliegen.

Der Bibelkommentar von Dr. John Walvoord zu Matthäus 12,30-37 beantwortet diese Frage ebenso mit "nein": "Die Menschen waren dabei, die Macht des Heiligen Geistes, die Jesu Handeln bestimmte, fälschlicherweise Satan zuzuschreiben und sich damit gegen den Geist zu versündigen und ihn zu lästern. Diese Sünde kann in dieser Form heute nicht mehr begangen werden, sie entzündete sich an Jesu leiblicher Gegenwart auf Erden und an den Wundern, die er durch die Macht des Geistes tat. Wenn nun die religiösen Führer der Juden, die ja für das Volk handelten, zu dem abschließenden Urteil kamen, dass Jesu Macht vom Satan stamme, dann begingen sie eine Sünde, die weder dem Volk noch dem einzelnen je vergeben würde (weder in dieser noch in jener Welt). Als Konsequenz dieser Verfehlung würde das Gericht Gottes über die ganze Nation und über jeden einzelnen, der bei dieser verkehrten Überzeugung blieb, kommen."

Es geht im Kontext ja darum, dass die Pharisäer Jesu Wunder live erlebten und diese dem Teufel zuschrieben. Das war die unvergebbare Sünde.

Alle andere Sünden können ja vergeben werden (vgl. 1. Johannes 1,9).

Jetzt wäre die Frage, ob diese Pharisäer noch hätten umkehren können oder ob sie (wie der Pharao bei Mose) an einem Punkt angelangt waren, an der Umkehr nicht mehr möglich war und Gott sie (wie den Pharao) weiter verhärtete.

Man liest, dass später auch Pharisäer zum Glauben kamen. Das könnten vielleicht auch welche von denen sein, die Jesu Wunder sahen und diese dem Teufel zuschrieben.

Deshalb gefällt mir die Auslegung von Dr. Arnold Fruchtenbaum sehr gut, der meint, dass sich die Konsequenzen daraus auf die Zerstörung Jerusalems und des Tempels bezogen. Der einzelne Jude konnte also noch gerettet werden (wie vielleicht manche dieser Pharisäer), aber nach der Ablehnung Jesu war Israel als Nation verurteilt und das Gericht über Jerusalem war damit besiegelt. Die nationale Schuld für Israel konnte nicht mehr vergeben werden, da sie den verheißenen Messias nicht erkannt, sondern abgelehnt hatten. 70 n. Chr. erfüllte sich dies in der Zerstörung der Stadt durch die Römer unter Titus mit fast einer Million Toten.

Es könnte aber auch sein, dass wirklich alle Pharisäer, die die Wunder Jesu erlebten und diese dem Teufel zu schrieben, danach keine Chance mehr hatten, zum Glauben zu finden.

Entscheidend ist m. E., dass niemand Angst haben muss, diese Sünde begangen zu haben. Es gab schon öfter die Frage hier, dass Menschen konkret Angst hatten, diese Sünde begangen zu haben und dann nicht mehr umkehren und zu Jesus gehören zu können. Aber das ist völlig falsch und ein ganz gefährliches Denken.

Wer zu Gott umkehrt, wird von Gott nicht abgewiesen, sondern in Liebe und mit Freude aufgenommen wie der "verlorene Sohn" in Lukas 15.

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Nein.

Nur "Unweise" (1.Joh.2,18).

Woher ich das weiß:Recherche

Eine sehr schlimme Sünde wider den hl. Geist begeht nur, wer schon gläubig und mit Gott in Verbindung ist und sich gegen alle Einsprüche des hl. Geistes bewusst und dauerhaft von ihm abwendet. Diese kann lt. NT nicht vergeben werden.

Ignatius1  18.08.2022, 13:44

Ja wenn er darin verharrt..

Wenn er umkehrt vor seinem Tod,kann er auch gerettet werden..

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Nein, aber man lästert die Wahrheit. Jesaja ist alles andere als der Antichrist.