Krebs trotz einwandfreiem Blutbild?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ein Blutbild kann Krebs weder nachweisen noch ausschließen, ausgenommen sind natürlich Leukämien und myeloproliferative Krankheitsbilder.

Bei verschiedenen Krebserkrankungen kann es zu Blutbildanomalien kommen, z.B. LDH-Erhöhung (Laktat-Dehydrogenase), erhöhte Leberwerte bei Lebermetastasen, Hyponatriämie bei paraneoplastischen Syndromen, Anämien (zum Beispiel bei Darmkrebs), etc. Jedoch kann es ebenso gut sein, dass trotz Krebserkrankung keine pathologischen Blutbefunde vorliegen.

Tumormarker werden i.d.R. nicht auf Verdacht bestimmt, da sie sehr ungenau sind und durch andere Faktoren und benigne (=gutartige) Erkrankungen erhöht sein können. Bei einer bereits diagnostizierten Krebserkrankung werden Tumormarker aber oft zur Verlaufskontrolle eingesetzt.

Quintessenz: ein Blutbild kann auf eine Krebserkrankung hinweisen, jedoch kann ein normales Blutbild keine Krebserkrankung ausschließen. Bei Verdacht sollten weitere Untersuchungen erfolgen.

Wenn du Bedenken haben solltest, solltest du zum Arzt gehen und diese ansprechen.

LG

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
Von Experte Skyangelforever bestätigt

Dazu gibt es die Tumormarker, die bei Verdacht im Blut bestimmt werden können. Je nach Krebs gibt es sonst keine auffälligen Veränderungen, vllt die Leukos etwas erhöht, aber das kann vieles anderes und sehr viel wahrscheinlicheres sein.

Und selbst Tumormarker sind keine zuverlässige Diagnose.

Ich habe Patienten gesehen, die waren voll mit Metastasen und hatten keinen einzigen Tumormarker

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Mein Vater hatte noch kurz vor seinem Tod (Colonkarzinom mit Lebermetastasierung) vollkommen unauffällige Laborwerte.

Hallo

Tumormarker sind viel zu unzuverlässig.

Meine waren völlig normal, trotz Metastasierung.

Waren erhöht und nichts war.

Darauf würde ich mich auf keinen Fall verlassen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – 3 x selber erkrankt, Familien-/Freunde erkrankt

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