Konfirmation - ausrichten oder ausreden?

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31 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

So viel ich weiß, sind Konfirmanden in etwa 14 Jahre, oder?

Da ist Dein Sohn ja schon fast erwachsen. Er hat sich sicher innerlich mit dem Thema gründlich befasst und auseinander gesetzt, und er wirkt sehr entschlossen.

Ich als Mutter würde ihm das nicht ausreden wollen, ich würde seinen Wunsch respektieren und sogar gut heißen, ihn also unterstützen in seinem Wunsch !!!

Wenn ein Jugendlicher in der heutigen Zeit sich bedingungslos zum Glauben bekennt, ist das für mich ein Zeichen von Reife !!!

Und ein Glaube - nicht ein Irrglaube - kann für einen jungen Menschen Halt und Sicherheit bedeuten

Du würdest es Dir später nie verzeihen, wenn Du versuchen würdest, es ihm auszureden

Mit deinem letzten Satz versuchst du doch, die Fragestellerin zu manipulieren, das ist aber schon recht geschmacklos!

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@gottesanbeterin

@ gottesanbeterin: Ich denke, die Fragestellerin sucht Rat und möchte wissen, ob es erlaubt ist, ihrem Sohn einen Wunsch auszureden, nur weil sie es kann !!!

Meine Meinung und auch die der anderen User wird sie sicherlich interessieren, sonst hätte sie die Frage nicht gestellt !!!

Ich glaube auch nicht, dass Sanne172 sich manipulieren lässt, sondern sie möchte einfach nur Stellungnahmen, Ratschläge, Meinungen und Aussagen dazu lesen - ihre eigene Meinung wird sich dadurch wahrscheinlich nicht ändern, aber zumindest wird sie Denkanstösse bekommen. Und darum scheint es ihr ja auch zu gehen.

Darf sie ihr Kind von seinem Vorhaben abbringen, weil sie als Mutter die Macht dazu hat? Ich sage klar und deutlich nein, weil sie es sich später nicht verzeihen würde !!!

Klare Frage - klare Antwort !!!

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@rivabella

Warum sollte sie es sich später nicht verzeihen können?- das zu schreiben ist eine unglaubliche Unterstellung und Anmaßung- klare Ansage!

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@rivabella

"Darf sie ihr Kind von seinem Vorhaben abbringen, weil sie als Mutter die Macht dazu hat? Ich sage klar und deutlich nein,"

Na dann hoffe ich mal Du hast kein getauftes Kind, sonst wird die Antwort etwas peinlich...

Hast Du getaufte Kinder Rivabella?

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@Solipsist

@ Solipsist: Ich bin (leider) sehr, sehr religiös erzogen worden und wurde zu einer Zeit geboren, als die „Volksschulen“ noch in katholische und evangelische getrennt waren. Ich hatte damals eine evangelische Freundin (bis zum heutigen Tag ist sie meine Freundin - über Jahrzehnte hinweg). Es wurde mir unter Strafe verboten, mit ihr zu spielen, ich habe es missachtet.

Zu meiner Zeit beging man eine Todsünde, wenn man standesamtlich getraut war und mit seinem Ehemann schlief, man durfte das erst nach der kirchlichen Trauung. Die Kirche selbst mit ihrer frauenfeindlichen, heuchlerischen und einschüchternden Thesen hat mich dazu gebracht, das Alte und das Neue Testament als ein modernes Märchen zu interpretieren, und seit dem lebe ich ohne Angst vor Himmel, Hölle und Fegefeuer !!! Ich unterscheide zwischen „Gut und Böse“ und zwischen „Dein und mein“, und das kann ich nicht von vielen Menschen in der heutigen Gesellschaft behaupten. Allerdings habe ich das meinen Kindern weiter vermittelt und bin froh, solch tolle Kinder zu haben.

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@rivabella

Ja, ich habe 3 kath. getaufte „Kinder“, die auch mit zur 1. hl. Kommunion gingen. „Man“ machte das zu meiner Zeit so! In unserer überwiegend kath. geprägten Kleinstadt wäre es ein „Unding“ gewesen, das nicht zu tun. Warum die 1. Kommunion „heilig“ sein soll, wie so vieles in der Kirche als heilig bezeichnet wird, bleibt mir bis heute unverständlich. Meine Kinder sind alle im Erwachsenenalter aus der Kirche ausgetreten, ohne Druck und freiwillig. Ich habe mich da nicht eingemischt, weder dazu geraten noch abgeraten. Ich akzeptiere es und gut ist. Ich selbst habe mich erst getraut, aus der Kirche auszutreten, als meine Kinder aus dem Haus waren. Daran sieht man, wie viel Druck die Kirche auf eine Familie ausübt, und was für einen Einfluss sie hat, den sie teilweise missbraucht.

Allerdings, und jetzt komme ich zum Kern meiner Aussage: Wenn es umgekehrt gewesen wäre: Ich hätte meine Kinder ohne Glauben aufwachsen lassen, und eines von ihnen im Alter von 14 Jahren hätte den Wunsch geäussert, zum kath. oder ev. Glauben überzutreten, hätte ich es ebenfalls akzeptiert und nicht versucht, ihm Steine in den Weg zu legen oder es von seinem Wunsch abzubringen. Natürlich hätte ich die Gründe wissen wollen und mich mit ihm auseinander gesetzt - ein Prinzip meiner Erziehungsmethode.

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@rivabella

@ Sanne172: In diesem Alter sind junge Menschen sehr empfindsam und auch beeinflussbar - zum Negativen als auch zum Positiven. Ich habe Deine Frage noch einmal gelesen und gründlich überdacht. Du machst gerade einen richtigen Gewissenskonflikt durch: Du kannst etwas nicht gut heißen, was Dein Sohn anscheinend nach reiflicher Überlegung von Herzen wünscht. Ich verstehe Deine Gründe, aber ich kann auch Deinen Sohn verstehen. Teenager (so haben wir sie früher genannt) sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und hinterfragen alles. So wie ich Dich einschätze, hast Du Deinen Sohn u. A. auch „kritikfähig“ erzogen, so dass Du sicher sein kannst, dass sein Wunsch nicht unüberlegt ist.

Nun, ich ziehe meine Aussage >und sogar gut heißen, ihn also unterstützen< zurück, weil ich nicht weiß, ob ich das fertig bringen würde, und ich es dir deshalb auch nicht zumuten möchte!

Aber Deine Aussage: >Inwieweit es ihm um Gott und Glauben geht, habe ich noch nicht ergründen können.< macht mich nachdenklich, und da setze ich an: Versuch doch mal durch Gespräche seine Gründe zu erforschen und bringe ihn dadurch erneut zum Nachdenken. Sollte er bei seinem Vorhaben bleiben, dann toleriere es und lass ihn seinen Weg gehen !!!

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@rivabella

Liebe Rivabella,
ich bin tief berührt von Deiner aufrichtigen und liebevollen Antwort.

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@rivabella

"und seit dem lebe ich ohne Angst vor Himmel, Hölle und Fegefeuer !!! "

Wunderbar. Dann will ich nichts gesagt haben, Rivabella. Tut mir leid das Du den Mist so voll auskosten musstest.

Sorry und Gruß,

Soli

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Ich hatte den umgekehrten Fall bei einer meiner Töchter. Die wollte sich nicht konfirmieren lassen und ihre Großmutter, meine Mutter, hat sie dann doch überredet und mit Fahrradgeschenk und so, sie breitgeschlagen. Meine Mutter und der zuständige Pfarrer (ein sehr unsymphatischer Mensch) haben sich sehr gefreut. Als das liebe Kind jedoch den Konfirmationsunterricht nur einmal erlebt hat, hat sie anschließend mit Freuden auf das Fahrrad verzichtet; und meine Mutter mußte das dem Pfarrer erklären. So spielt das Leben!

So einen Fall kenne ich auch, aber ich finde es toll, dass deine Tochter so früh wieder ausgestiegen ist.
Viele kämpfen sich doch nur dadurch und sind nach der Konfirmation in der Kirche unsichtbar :-)

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Wenn´s ihm so wichtig ist, dann wird er es ja sicher ohne das ganze anstrengende Gefeiere und Geschenke kriegen machen wollen. Ich würde es nur so durchziehen (ich meine ohne Gäste und so), denn ihr, seine Eltern steht ja nicht dahinter, warum sollt ihr ihm ein Fest ausrichten? Wenn, dann müßte ja eigentlich die Kirchengemeinde und der Pfarrer ein Freudenfest ausrichten.

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