Die Frage kombiniert so viele unausgesprochene Prämissen, dass jede Antwort immer falsch sein muss: - wer an keine höhere Macht glaubt ist Atheist / Gott könnte an eine höhere Macht glauben / Gott tut das nicht / "Die Bibel" / ... fordert, wir müssten Gott nacheifern / Gott nacheifern bedeutet genau das zu tun, was Gott tut [Folgeprämisse: wir können erkennen, was Gott tut] / wer "nacheifert" bekommt "Himmel / Hölle" [Folgeprämisse: Himmel ist ... / Hölle ist ...]

Diese Frage ist also so viel wert, wie die Frage an einen Ehemann: "Haben sie aufgehört ihre Frau zu schlagen?"

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auch wenn die Antwort für dich vielleicht zu spät kommt: Der christliche Gottesdienst ist ein kleines Fest. Und wenn du dich so kleidest, wie du zu einem kleinen Fest gehst, dann bist du immer richtig gekleidet - ob Schultern frei oder Minirock spielt wirklich keine Rolle, besonders dann, wenn es ein Gottesdienst der KiTa ist und in Verbindung mit dem Sommerfest.
Ich denke, du wirst morgen bestätigen können, dass auch die anderen nach dieser simplen Regel gekleidet waren.

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Zur Todesstrafe ist schon genug gesagt.
Unsere Evangelien stammen allesamt aus einer Zeit, in der die Jünger Jesu = Apostel nicht mehr lebten. Schriftliches aus der Apostelzeit sind die Briefe, wobei der Petrusbrief des Neuen Testamentes ein sogenanntes "Pseudepigraph" ist, das heißt, es ist nur unter Verwendung des Namen des Petrus geschrieben.
Die frühen Christen verstanden sich ja als Juden, weshalb hätten sie dann eine neue Bibel verfassen sollen. Das stand erst an, nachdem Judentum und Christentum verschiedene Wege gegangen waren und die Christen ihren neuen Weg auch reflektieren mussten.

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Wenn wir wüssten, wer Religion - erfunden hat und wann, dann könnten wir denjenigen oder diejenige fragen. Dummerweise dürfen wir die berechtigte Vermutung hegen, dass die Menschen vor vielen zigtausend Jahren bereits so etwas besaßen, was wir "Religon" nennen. Dummerweise haben die darüber nichts aufgeschrieben, so dass wir nur auf grundsätzliche Vermutungen angewiesen sind.
Aber wenn's nur drum gegangen sein sollte, dass "die Menschen besser miteinander leben können", dann hätte die Leute sicher einfachere Mittel verwendet. Die waren nämlich (tatsächlich!) auch nicht dümmer als wir.

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natürlich gibt es eine evangelische Messe; denn "Messe" heißt nichts anderes als Sonntagsgottesdienst mit Abendmahlsfeier. Es ist von dem lateinischen "ita, missa est" = "geht, es ist entlassen" (in byzantinischen Liturgie heißt es an dieser Stelle "tas tyras" ~ "schließt die Türen") Ursprünglich war es der Ruf, mit dem die noch nicht Getauften vor dem Abendmahl entlassen wurden. Später rückte der Ruf an den Schluss den Abendmahles.
Luther hat die römische Messe eingedeutscht, aber alles, was zum Opfergedanken gehört entfernt.

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Ich mag am liebsten die Geschichten von Jakob (ab 1.mose 25 - aber wichtig: mitlesen, was zwischen den Zeilen steht!) ... und dann auch noch von Josef. Ein großes Vorbild für gutes Verhalten ist Jakob ja nicht gerade, versucht sich durchzutricksen wo's nur geht, findet jede mögliche Wand gegen die er laufen könnte und muss dann immer wieder feststellen: Was ich bin und habe ist Geschenk! - Menschlicher geht's fast nicht. Wenn so jemand seinen Weg mit Gott machen kann, dann ich auch.

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was ziuwari zitiert bedeutet übersetzt in etwa:
Nach Feuerbach macht der religiöse Mensch einen Denkfehler. Wenn er einmal verstanden hat, dass er die Gottesprojektion nicht benötigt, macht er diesen Fehler nicht mehr und wird verwirklicht sein Mensch-Sein. Diese Grundhaltung der geistigen Überlegenheit, lässt Leute, die den Feuerbachschen naturalistischen Atheismus vertreten, oft so arrogant auftreten (auch in diesem Forum)
Nach Marx ist Religion das Opium, das dem entfremdeten Menschen hilft, seine Entfremdung zu ertragen. Wenn der Mensch sich von seiner sozialen und wirtschaftlichen Entfremdung befreit, fällt Religion von ihm ab wie Schorf von einer Wunde. Der Marxsche Atheismus ist längst nicht so aggressiv und missionarisch wie der Feuerbachsche - Das hat erst Lenin geändert.

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Im Bürgertum der 19.Jh. gab es die Sitte, dass ein Gast drei mal ablehnen muss, bevor er etwas zu essen annehmen darf. - Als der höfliche Gast den von ihm so begehrten Kuchen zweimal abgelehnt hatte, bot die nicht ganz so verschroben bürgerliche Hausfrau ihm nichts mehr an. Dann verließ der Gast das Haus, klopfte noch einmal an und sagte: Oh, bei euch gibt es ja einen ganz feinen Kuchen.
.-- ich vermute aber, dass die Geschichte eher als Witz erzählt wurde.

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Da müssten noch viel, viel mehr Leute sagen - ja inständig rufen: NATÜRLICH!! - und davon erzählen, wie spannend die Erfahrungen sind, wenn man Leute kennt oder freiwillig mit Leuten zusammenlebt, die anders leben und anders denken, und die einen dann am Heiligen Abend anrufen und gesegnete Weihnachten wünschen - und die man selbst umgekehrt zu ihren Festen besucht.

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Ich fände es furchtbar, wenn wir einander nicht unsere guten Wünsche weitergeben dürften. Ich fand es auch wunderbar, als Christ beim Fastenbrachen eingeladen zu sein und genauso ging es meinem Islamischen Kollegen, der bei uns am Heiligen Aben zu Gast war. So entstehen Freundschaften.

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Das Christkind ist eine Idee von Martin Luther. Er störte sich an den rauen Nikolaus-Bräuchen seiner Zeit und wollte, dass die Kinder an Weihnachten kindgemäß erfahren, was es bedeutet, dass Jesus Christus zu den Menschen gekommen ist. Deshalb schlug er die Figur des Christin als Engelfigur vor - im Gegensatz zu den "männlich-groben" Bräuchen als eine sich "weiblich zuwendende" Figur. (sorry, dass das so gender-gebunden daherkommt)

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Deine Freundin hat Recht und Unrecht zugleich.
Recht hat sie darin, dass Christsein tatsächlich eine Beziehung des Einzelnen zu Gott ist - unabhängig von irgend welchen Irenäusen, die recht genau zu wissen meinen, was zum Christentum dazugehört und was nicht.
Unrecht hat sie darin, dass sich Christsein (als persönliche Glaubenshaltung) und Christentum (als Religion) einander ausschließen, weil Christinnen und Christen sich von Anfang an in Gemeinden mit Gottesdienst und Vorständen organisiert haben (Bischof kommt von Episkopos, der Vereinsaufseher)

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Es ist schon immer doof, wenn man meint, dass der, der am schnellsten antwortet auch die beste Antwort liefert.
Wenn du etwas gutes über den Zusammenhang von Sol invictus (Glaube der "modernen" Römer des 3.Jh.) und Weihnachten lesen willst: Der Artikel in Wikipedia zum Sol invictus ist wirklich gut (aber auch lang). Zu diesen Festen gehören auch vom Kaiser gesponsorte Spiele ...
Die Lichtsymbolik war leicht zu übertragen, weil die schon in der Bibel verankert ist. Von daher kann man über Lichtbräuche seit dem 4.Jh. nachdenken. Aber die scheinen allgemein menschlich zu sein (auch in Asien)
Dass die alten Germanen ein weihnachtsähnliches Fest feierten wissen wir schlicht und einfach nicht, weil wir über die germanische Reiligion zu wenig wissen. Wenn (!) Sie ihre Zeit am Sonnenjahr ausrichteten, dann wahrscheinlich.
Die Bräuche die Abundumzu beschreibt sind die Rauhnächte und die sind abhängig von der christlichen Interpretation.
Übrigens, Silverster geht auf alte römische Bräuche zurück und es lässt sich beobachten, dass die Theologen der römischen Zeit versuchten, diese Bräuche christlich zu überlagern, was aber nicht gelang. - Anders beim Weihnachtsfest.

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Die Diskussion hier ist etwas ärgerlich. Progo hat mit der Kritik an cornyriegel und valentin natürlich recht. trotzdem wollte filmbefreierin Material für ein referat. und das ist bei der Sintflut (Nicht Sinnflut) nicht ganz einfach:
Ein paar Versuche
Menschenbild: Die Sintflutgeschichte gehört in die Urgeschichte der Bibel, in der ganz Grundsätzliches zum Wesen des Menschen gesagt wird (nicht wie von evangelikaler Seite auch hier immer wieder behauptet wird, dass dort von der naturwissenschaftlichen Urgeschichte des Menschen geredet würde). Der Mensch ist Geschöpf Gottes, er lehnt sich gegen den auf, der ihm die Lebensmöglichkeiten gegeben hat, er scheitert daran. Gott schenkt ihm einen neuen Anfang. - in der Sintflut geschichte musst du einmal nachlesen, mit welcher Begründung Gott die Sintflut beginnen lässt und mit welcher er (am Ende nach dem Opfer des Noah) sagt, dass das nicht mehr komen soll (böse im Herzen von Jugend auf).
Parallel dazu das Gottesverständnis: Schöpfer, der sich um seine Geschöpfe kümmert, dem die Sonderwege auf den Keks gehen, der sie wegwerfen will, aber es schlimmstenfalls zur Katastrophe kommen lässt. Er schenkt dem, der gescheitert ist einen neuen Anfang
Noah lässt einen Raben steigen (der Rabe war begleiter des Gottes Apoll, um dessen Seherischen Fähigkeiten deutlich zu machen ( - ob das für andere Gottheiten im biblischen Umfeld gilt, weiß ich nicht)
Die Taube stellt im Neuen Testament die Präsenz Gottes im Heiligen Geist dar. Ob das in der Sintflut so gemeint ist, weiß ich nicht. Aber sie hat in der Freidensbewegung eine interessante Wirkungsgeschichte bekommen.
Der Regenbogen als Bundeszeichen taucht meines wissens nur in der Sintflutgeschichte auf. Aber er hat eine interessante Wirkungsgeschichte bis zu Grennpeace. Vielleicht wäre das etwas

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"Die Bibel" - schon falsch
Die Schriften des Judentums, die wir Christen (in einer anderen Ordnung als die jüdische Bibel) das Alte Testament nennen, entstand in einem Prozess von vielen hundert Jahren und war im Wesentliche im Jahrhundert vor Christus fertig.
Allerdings ist die hebräische Bibel von heute nicht identisch mit der hebräischen Bibel zur Zeit Jesu, weil sie nach der Katastrophe des jüdischen Krieges neu überarbeitet und für die jüdische Gemeinde herausgegeben wurde.
Die Schriften von Qumran sind Beleg für die nachchristliche Überarbeitung der hebräischen Bibel
Die christliche Bibel verwendet im Alten Testament die ältere Variante der Bibel, allerdings in der griechischen Übersetzung, die in vorchristlicher Zeit der hebräischen Ausgabe gleichgestellt war. - Das neue Testament stellt Schriften zusammen, die zur Zeit der Zusammenstellung als "apostolisch" galten. Diese Zusammenstellung hat eine Geschichte von etwa 100 Jahren, die mit der (vielleicht schon von Paulus selbst veranlassten) Herausgabe (und damit auch die Redaktion) der Paulusbriefe begann und die um 150 herum beendet war. Ob Markion die schon fertig herausgegebene Bibel gekürzt hat, oder ob er der Erfinder eines Neuen Testamentes war, das von den Gemeinden in Rom und in Kleinasien abgelehnt wurde und so die Enstehung des christlichen Neuen Testamentes veranlasst hat, ist nicht sicher (letzteres ist eher wahrschenlich).
Diese Bibel wurde dann sehr oft abgeschrieben. Nicht immer ist 100% sicher, welche Version die ältere ist. Aus christlicher und aus jüdischer Sicht ist dieser Sachverhalt unproblematisch, weil sich darin das gegenwärtige Wirken Gottes ausdrückt.
Das gleiche gilt übrigens für die Koranische Theologie zu: Der Gott, der im Koran gesprochen hat, ist der gleiche, der durch die Taten des Mohammed verehrt wird, und die deshalb für sunnitische Theologen als Rechtsquelle herangezogen werden können, während für den schiitischen Islam heute noch aktuelles Gottesrecht gesprochen werden kann (Fatwa)
Letztlich steuert die Frage eher auf ein antihistorisches Motiv zu: Ein Gott der ein für alle Mal festgefügtes Wort hinterlassen hat, kann recht leicht als Prügel gegen Leute verwendet werden, die anders denken.

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In der jüdischen Theologie werden theologische Fragen nicht über den Versuch einer Definition beschrieben, wie das in der europäischen Philosophie und Theologie seit Platon und Aristoteles üblich ist, sondern mit Hilfe von Geschichten, die eine gewisse Deutungsbreite zulassen - die Evangelien und die in den Evangelien enthaltenen von Jesus erzählten Geschichten sind eine solchen Form von Theologie.
Zum Titel Gleichnis kamen sie, weil viele Geschichten in den Evangelien mit "Das Himmelreich gleicht ..." eingeleitet werden.
Viel genauer wirst du es nicht bekommen, ohne in eine wissenschaftliche Diskussion verstrickt zu werden - vergleiche dazu den Wikipedia-Artikel zum Thema "Gleichnis" - insbesondere die dazugehörende Diskussion
Dort wird auch deutlich, dass es natürlich auch Gleichnisse gibt, die nicht zum christlichen Bereich gehören. Aber letzlich funktionieren sie genauso.

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also in der Türkei ist das mit den Kirchen nicht so einfach. Nicht einmal öffentliche Kreuze sind erlaubt. Das orthodoxe Patriarchat darf seine theologische Hochschule nicht führen usw. Das hat aber nichts mit dem Islam an sich zu tun, sondern mit dem Laizismus, der in der Türkei seit Atatürk gilt - richtig gehört "Laizismus", das heißt: nicht die Religion soll über das Volk herrschen, sondern das Volk über die Religion - das hat zur Folge, dass in der islamischen Türkei Frauen in der Öffentlichkeit kein Kopftuch tragen dürfen(!), jede Religion von der staatlichen Religionskontrollgesellschaft Dianet kontrolliert wird, ja und eben der sunnitische Islam so selbstverständlich ist, wie in der Schweiz das "Christentum" - das war lange Zeit ein Problem in der Auseinandersetzung mit den Kurden, die mehrheitlich Aleviten sind. In andern islamisch geprägten Ländern geht es etwas anders zu. In Syrien z.B. gibt es echt bimmelnde Kirchen - auch Neubauten, nebenbei auch emanzipierte christliche und muslimische Frauen, aber auch echte Unterdrückung von Frauen (in christlichen wie in muslimischen Familien). Nur dass die Assad-Diktatur halt überall den Daumen drauf hat, und auch die Christen immer freundlich ja und Amen zur Diktatur sagen müssen.
Auch in Ägypten gibt es christliche Kirchen. Dort sorgt aber die Muslimbruderschaft für ähnliche Zustände, wie sie demnächst in der Schweiz herrschen werden.

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Erkundige dich einmal bei der parapsychologischen Beratungsstelle von Walter von Lukadou in Freiburg. Dort bekommst du seriöse Antworten www.parapsychologische-beratungsstelle.de

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