Gemeinsamkeiten von Aristoteles-Theorie und Hobbes-Theorie?

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Zwischen den philosophischen Theorien, die Aristoteles und Thomas Hobbes vertreten haben, bestehen starke Gegensätze, doch gibt es auch eine Anzahl Gemeinsamkeiten:

  • ähnliche Stufenfolge geistiger Leistungen bei Thomas Hobbes, Leviathan wie im Eingangskapitel vom Aristoteles, Metaphysik (Empfindung/Wahrnehmung, Einbildung/Vorstellung, Erinnerung und Erfahrung, Klugheit)

  • Verbindung der Handlungstheorie (Theorie der Antriebskräfte) und der Ethik (Theorie von gut und schlecht)

  • Strebensbegriff des Handelns

  • relationaler Begriff des Guten: gut bedeutet gut für

  • Ausgehen von einem Begriff der Bewegung (κίνησις – motion)

  • Sprache und Vernunft als wesentliche Kennzeichen des Menschen

  • Staatsphilosophie/politische Philosophie beruht auf anthropologischen Bestimmungen

  • Versuch, das Wahre über den Staat mit Mitteln natürlicher Vernunft zu suchen

  • Entwurf gewisser Grundrisse, ohne in der praktischen Philosophie alles bis ins Einzelne festlegen zu wollen

  • Zerlegung/Zergliederung des Staates in Bestandteile und Zusammensetzung der Teile als Verfahren der Untersuchung angewendet

  • für Philosophen ist eine Rolle als Ratgeber, nicht als Herrscher gedacht

In Büchern zu Hobbes kann im Inhaltsverzeichnis und im Personenregister gesucht werden, Aussagen enthält z. B.:

Otfried Höffe, Thomas Hobbes. Originalausgabe. München : Beck, 2010 (Beck'sche Reihe ; 580), besonders S 81, S. 112 und S. 191 - 203

196 – 197: „Lediglich antiaristotelisch ist Hobbes’ politische Philosophie freilich nicht. Im Gegenteil bleibt sie erstaunlich vielen Gedanken des Kritisierten treu. Wie der Stagirite so verbindet auch Hobbes die politische Philosophie mit der Moralphilosophie bzw. Ethik und stellt diese der Politik voran. Bevor er über Recht und Staat spricht, handelt er die ethischen Grundbegriffe ab, übrigens jene, die wir von Aristoteles kennen, auch wenn sie radikal anders definiert werden: Lust und Unlust, Die Fülle von Leidenschaften und die Überlegung sowie der Wille und das Glück (L. 6), ferner die Begriffe der Tugend, namentlich der Verstandestugenden (L. 8), in gewisser Weise auch die Begriffe von Macht, Würde, Ehre und Würdigkeit (L. 10) sowie deutlich das Thema »Verschiedenheit der Sitten« (L. 11). Auch die natürlichen vorstaatlichen Gesetze gehören als Gesetze samt dem Begriff der Gerechtigkeit (L. 14 – 15) nach Aristoteles’ Verständnis eher zur Ethik als zur Politik.

Beide Denker stimmen auch in der Intention einer im emphatischen Sinne praktischen, d. h. genuin politischen Philosophie (Nikomachische Ethik I 1, 1095a5f.) überein. Und wie Aristoteles so sucht auch Hobbes diese Absicht nicht unmittelbar durch moralische Ermahnungen oder sittlich-politische Aktionen, sondern modo philosophico, auf dem Weg von Begriffsklärung, Argumentation und diskursiver Kritik zu erreichen.“

Aristoteles Glückslehre

Ich habe hier eine kurze Theorie zur Glückslehre von Aristoteles

Der Oberste Ziel des Lebens ist die Glückeeligkeit Es gibt drei lebensformen die zur glückseeligkeit führen, die Lustvolle, die Betrachtende und die Politische Erst wenn man eine der drei Lebensformen vollendet kommt man zum Glück. Die Tugenden sind dann sozusagen die beihilfen auf dem weg dorthin. Für Aristoteles ist die Mitte zwischen übermaß und mangel eine Tugend. Z.b Verwendung und Geiz (GEld ist die mitte großzügigkeit. Doch das Problem ist, dass gefühle die Tugenden beeinträchtigen und somit z.b man aus wut viel geld ausgibt.

Das wäre meine Theorie also das was ich vom Buch so verstanden habe und wollte fragen ob sie stimmt ?

PS ich weiß das es viele beiträge dazu gibt doch die sind viel zu komplieziert ich hoffe auf eine einfache antwort :)

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