Können Menschen auch positiv in die Natur eingreifen?

36 Antworten

Das Problem ist, dass die Natur viel zu komplex ist, als das der Mensch überhaupt absehen könnte, ob sein Eingreifen langfristig für alle Teile der Natur positiv sind.

Die Natur ist in einem sehr empfindlichen Gleichgewicht. Selbst wenn man das Beste beabsichtigt, so kann es doch sein, dass man mit der Aktion zwar kurzfristig gutes tut, aber langfristig einen immensen Schaden anrichtet.

Manches, was wir akut als Schaden ansehen, könnte sich auf ganz lange Sicht gesehen sogar als gut erweisen. Nehmen wir mal unseren CO2 und Methan Ausstoß. Das wird heute als Umweltzerstörung gebrandmarkt, die es zu beenden gilt. Vielleicht stimmt das, aber wer weiß, ob es sich nicht als Segen erweist, wenn die nächste Eiszeit kommt. Evtl. rettet unser CO2 Ausstoß in zig tausend Jahren ein paar tausend Arten vor dem Aussterben, weil die Temperatur während der nächsten Eiszeit durch die globale Erwärmung nicht so stark sinkt wie ohne.

Viele verstehen unter positivem Eingreifen eine Konservierung des aktuellen Status Quo. Das hat nichts mit Natur zu tun. Natur ist Wandel, Natur ist Evolution, Natur ist nichts Statisches. Wo früher Meer war ist heute Land. Wo früher Wüste war ist heute ein grünes Grasland. Wo früher alles in Blüte stand sind heute Einöden. Wo früher das Leben in aller Vielfalt regierte gibt es heute noch eine handvoll Arten, die sich anpassen konnten und wo früher nur eine handvoll Arten unter schlechten Bedingungen lebten gibt es heute eine berauschende Artenvielfalt. ....und das alles passierte schon tausende male. Das passierte schon bevor sich überhaupt ein affenähnliches Wesen entwickelt hat.

Wäre nicht vor ca. 65 Millionen Jahren ein riesiger Komet auf die Erde gedonnert und hätte 50% aller Lebewesen ausgelöscht, dann gäbe es uns heute gar nicht. Alle 50 - 100 Millionen Jahre gibt es auf der Erde ein Ereignis (Kometeneinschlag, Ausbruch eines Supervulkanes, etc. pp) das dazu führt, dass 50 - 80% aller Lebewesen ausradiert werden.

Der einzige Eingriff in die Natur, zu dem der Mensch potentiell fähig ist und den ich uneingeschränkt als positiven Eingriff sehen würde, wäre es einen sehr großen Asteroiden oder Kometen umzulenken oder zu zerstören, bevor der die Erde in zwei Teile zerreißt. Wenn die Erde gänzlich zerstört werden würde, dann wäre Schluss mit dem "Bäumchen wechsle" dich Spiel, dass in der Natur seit bestehen der selbigen veranstaltet und das wäre definitiv schlecht für die Natur..

Hallo, KathiW. Kann er. Bestes Beispiel ist die Renaturierung ehemaliger Tagebaue, wobei er Wüstenlandschaften gleich noch in schöne Naherholungsgebiete um wandelt - wenn auch die vorherige Landschaft anders gewesen sein mag. Auf jeden Fall können sich da wieder Tiere und Pflanzen ansiedeln, die es teils gar nicht mehr da gab. Grins - in Hagenwerder / Tauchritz bei Görlitz kehrten neben einem Seeadlerpärchen sogar Seeschwalben ein, die sehr heikel in der Wahl ihres Brutplatzes sind, lG.

Natürlich. Deutschland ist doch das beste Beispiel für einen positiven Umgang mit der Natur. Wir haben hier den zweiten Weltkrieg gehabt, und ganz Deutschland lag in Schutt und Asche. Und was siehst Du jetzt......blühende Landschaften und ausgewogene Landschaftsgestaltung in den Städten. Deutschland ist da ein absolutes Musterland, und die Welt sollte von den Deutschen lernen. Kein Land der Welt hat sowas auf die Beine gestellt wie die Deutschen.

Naja,....

Vor allem in den Großstätten kann man noch sehr viel mehr machen.

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@Junnna27

Da gebe ich Dir Recht. Wir sollten vorallem die Typen in die Schranken weisen, die selbst mit der Natur noch nie was zu tun hatten, uns dann aber die Natur erklären wollen. Ich kenne da ausreichend bescheuerte Verordnungen von "Naturspezialisten", die gerade denen die die Naturpflege im Griff haben, Rasenmäherverordnungen, Baumfällverordnungen oder Heckenverordnungen aufs Auge drücken.

Super Beispiel zur Zeit in Düsseldorf. Der rückwertige Hauptbahnhof wurde neu gestaltet. Im Innenhof die Auflage zur Baumbepflanzung. Supi.....jetzt nach 15 Jahren Baumbestand schlagen die Wurzeln der Bäume in die Gebäude. Das hätte keiner fertig gebracht, der sich mit der Natur auskennt. Deshalb....weg mit dem politischen Naturdiktat.....da kommt nur Murcks bei raus. Die Leutchen in Deutschland wissen schon was zu tun ist.

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Kein Land der Welt hat sowas auf die Beine gestellt wie die Deutschen.

Jau, erstmal zwei Weltkriege anzetteln, Völkermord begehen und sich dann für den von den Alliierten bezahlten Wiederaufbau feiern lassen...

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es kommt drauf an wie du das mit dem positiv siehst. Die Klimaerwärmung ist ja nicht unbedingt schlecht verändert nur die Lebensbedingungen und somit nur für uns und einige andere Arten gesehen negativ

Ich denke, das Eingreifen des Menschen in die Natur ist weder negativ noch positiv zu werten, da er selber Teil der natur ist. Der Mensch kann die Natur gar nicht zerstören, maximal verändern. Auch die Ausrottung von Tieren, die Veränderung von Lebensraum schafft einfach nur Raum für neue Arten. Wenn der Mensch seine Umwelt irgendwann so weit verändert hat, dass er sich selbst ausrottet (und der Tag wird kommen), werden einfach andere Lebenwesen seinen Platz einnehmen.

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