Kein Job nach BWL-Master

5 Antworten

Vielleicht sind deine Gehaltsvorstellungen auch einfach vollkommen daneben. Da sind Berufseinsteiger gerne mal "übereifrig". Das Gehalt kommt mit der Karriere, nicht mit dem Berufseinstieg, auch als Akademiker.

Du redest von "feinen Herren" und

da ich nicht so gut bezahlt werde nach einem 5jährigen Studium

Da scheint mir doch ein nicht unerhebliches Anspruchsdenken mitzuschwingen.

Du hast 5 Jahre studiert. Fein. Aber du hast dadurch keine Berufserfahrung. Da macht auch ein dreimonatiges Praktikum das Kraut nicht fett. Leider verstehen viele nicht, daß die Uni in den meisten Fächern nur eine Vorbereitung ist, der Berufseinstieg aber nochmal ein Thema für sich.

Dazu kommt natürlich, daß es BWLer wie Sand am Meer gibt. Wie dein Abschluß aussieht, hast du leider nicht geschrieben. Möglich, daß die Note eine Rolle spielt. Möglich aber auch, daß du mit zu hohen Ansprüchen an deinen Berufseinstieg herangehst.

Mein gut gemeinter Rat: Wenn du dich finanziell verbessern willst, bewirb dich auch auf Stellen, die vielleicht nicht ganz deinen Wunschvorstellungen entsprechen. Möglicherweise solltest du auch einen Ortswechsel in Betracht ziehen. Wenn du Deutsch auf muttersprachlichem Niveau sprichst (deinem Text nach würde ich das vermuten), sollte dein osteuropäischer Migrationshintergrund eigentlich keine Rolle spielen. Ausschließen kann man es natürlich nicht, v.a. wenn du dich vielleicht in kleineren Ortschaften bewirbst. Ich kenne aber durchaus BWLer mit Migrationshintergrund und leichtem Akzent, die von der Uni weg auf Stellen rekrutiert wurden. Die hatten aber eben auch hervorragende Noten.

Hallo,

erstmal Danke für deinen Beitrag. Ich bewerbe mich deutschlandweit. Das ist gewiss nicht das Problem. Ich habe mich zuvor auch auf andere Stellen beworben. Gebracht hat es nix. Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 3Tsd Brutto/Monat. Ich denke das ist nicht zu hoch gegriffen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich kenne einige die bekommen mittlerweile 42.000 p.a. als Einstieg.

Was soll ich noch machen? Ich denke, dass ich auswandern werde, weil ich Briefträger/Kellner etc. überall sein kann. Dann suche ich mir lieber ein gastfreundlicheres, offenes Land mit weniger Bürokratie etc., wo es nicht so verdammt schwer ist einen Job zu bekommen, weil auf jedes Detail geachtet wird.

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@mali1234

Leider erwähnst du nach wie vor nicht, wie deine Noten waren.

wo es nicht so verdammt schwer ist einen Job zu bekommen, weil auf jedes Detail geachtet wird.

gibt mir auch irgendwie das Gefühl, daß du vielleicht auch mal vor der eigenen Haustüre kehren solltest.

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Noch ein wirklich gut gemeinter Tipp von mir:

Es gibt Bewerbungscoaches, die nicht nur deine Unterlagen überprüfen, sondern auch dein Gesprächsverhalten. Vielleicht bringst du, auch aufgrund früherer Enttäuschungen, schon eine eher negative Erwartungshaltung mit in das Gespräch ein. Ich war selbst mal bei jemanden, die mich auf kleine, vor allem verbale Fallen in einem Bewerbungsgespräch aufmerksam gemacht hat. Das ist manchmal nur eine nicht sorgfältig genug gewählte Formulierung, bumms, schon hast du einen Minuspunkt.

Gib nicht so einfach auf!

Danke dir für den Rat. Ich bin an einer Stelle, an der ich mir selbst eingestehen muss, dass ich Alles versucht habe, was ich konnte und es wohl nix wird.

Somit habe ich viel Mühe, Zeit und auch finanzielle Mittel investiert in ein Studium, das mir nix gebracht hat. Ich bin von diesem Land sehr enttäuscht worden in vieler Hinsicht und denke, dass ich woanders glücklicher werden könnte, da es bis auf natürlich gesundheitliche Probleme kaum schlimmer sein könnte für mich in einem hoch entwickelten Land.

Es ist richtig niederschmetternd. Viele mit gutem Job können sich das Gefühl gar nicht vorstellen. Ich existiere und lebe nicht. Das ist nun mal ein Fakt.

Ich denke, dass ich hier verschwinden werde und jeden nur warnen kann nach D zu kommen um das Glück zu suchen. Auch habe ich nachgedacht mich selbstständig zu machen um aus dieser Umklammerung der Unternehmen und des Staates auszubrechen. Doch wer gibt mir einen Kredit ohne richtige Einkünfte/Sicherheiten?

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@mali1234

Jung,

ich glaub, Dir gehört mal der Kopp gerade gerückt. ;-)

Du willst doch nicht ernsthaft deine Herkunft bzw. Deutschland dafür verantwortlich machen, dass es bei Dir grad nicht so läuft?

Es ist sicher einfach, einen Schuldigen zu haben. Aber nicht die Lösung für dein Problem.

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@Kristall08

Ich denke das ist für einen Migranten ein bedeutender Nachteil Hierzulande. Es ist bestimmt für dich keiner, jedoch für mich. Dazu gibt es doch so viele Studien, die es belegen.

Ich leite es nicht nur aus Studien ab, sondern auch aus meinen bisher gesammelten Erfahrungen mit Deutschen, und zwar nicht nur aus meinen Bemühungen eine Arbeit zu finden. Am Schluss wird es wieder heißen: "Ein arbeitsloser Ausländer, der unser komfortables Sozialsystem ausnutzen will. Der hat sich bestimmt nie bemüht!"

Ich habe mal als Schüler auf dem Bau ausgeholfen und bin ebenfalls auf Grund meines Nachnahmens rassistisch beleidigt worden. Klar das sowas ein Deutscher nicht kennt. Woher auch? Er ist ja Deutscher.

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