Kann zuviel Trinkgeld unangemessen oder sogar beleidigend sein?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In manchen Kulturen kann es beleidigend sein. In Deutschland liegen deine Werte über dem Durchschnitt, sind aber nicht vollkommen übertrieben.

Ich vermute mal, keine Kellnerin und kein Kellner sind "sauer" über das Trinkgeld. Du bist hier übrigens nicht alleine. Wenn ich in einem Lokal zufrieden bin, gebe ich ähnliche Trinkgelder wie Du. Das gilt auch für andere Dienstleistungen wie z.B. Friseur, Zeitungsbote oder Lieferservice.

Wenn ich aber schlecht bedient und pampig behandelt werde, kann es auch passieren, dass ich nichts gebe.

Trinkgeld ist eine Anerkennung der Leistung und da z.B. im Gaststättengewerbe ohnehin keine großen Löhne gezahlt werden tun mir der eine oder andere Euro mehr nicht weh, zeigt aber dem Gegenüber meinen Respekt und meine Anerkennung.

Hier in Deutschland habe ich noch nie etwas davon gehört, dass Trinkgeld eine Beleidigung ist, schon gar nicht zu viel Trinkgeld ;)

Nur in anderen Kulturen/Länder muss man da teilweise aufpassen, in manchen Ländern ist Trinkgeld tatsächlich eine Beleidigung, weil es wie Almosen aufgefasst wird.

10 Prozent sind in Ordnung, wenn man mit Service und Speisen zufrieden war. Daher sind die Beispiele gut für ein Trinkgeld.

Viele Gäste runden nur auf den nächsten vollen Betrag: Also 12,60 Euro auf 13 Euro. Das ist eine Beleidigung!

Aber Summen aus dem Beispiel sind nobel und angemessen.

Warum sind 40 cent eine Beleidigung, soll mans besser ganz lassen? Schenkt mir jmd 40 cent bin ich nicht sauer...

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@Immenhof

Meine feste unerschütterliche Meinung: Ja, dann sollte man es lassen. Trinkgeld ist eine Anerkennung und Wertschätzung. - Wenn mir jemand 40 ct schenkt, wäre ich irritiert und würde sofort mein Äußeres prüfen. Die Frage an mich wäre: Sehe ich so abgerissen aus oder bin ich ein Bild des Jammers?

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@kgsbus

@kgsbus:

Und Du kennst die wirtschaftlichen Verhältnisse aller Deiner Gäste tatsächlich so gut, daß Du beurteilen kannst, ob derjenige sich nicht mehr Trinkgeld leisten konnte?

Ich finde es erbärmlich, wenn jemand automatisch davon ausgeht, daß man ihn für einen Bettler hält, nur weil das Trinkgeld in Cent statt Euro kommt. Solche Leute wären mir noch nicht mal die wert.

Wer eine Anerkennung nicht zu würdigen weiß verdient sie nicht. Ganz unabhängig vom konkreten Betrag.

Ich bin EU-Rentnerin und kann mir kein Trinkgeld in Höhe von 5 Euro leisten. Hab ja schon zu tun, mir nur einmal im Jahr einen Restaurantbesuch leisten zu können. Bei den Preisen und dem, was ich bekomme, ist halt einfach nicht mehr als etwa 1,50 Euro für Trinkgeld drin. Bestenfalls...

Eine Bedienung, die mich deswegen schief anguckt bekommt das nächste mal nicht mal mehr die Ehre, mich bedienen zu dürfen.

Ich geh dann in ein anderes Lokal und diese freche Bedienung kann schauen, woher ihr regulärer Verdienst kommt. Ich beteilige mich dann daran nicht mehr.

warehouse14

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In Deutschland passt das schon. Gerade so richtig bei den meisten Summen dafür in den USA (eher 15%).

Passt schon!

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