Solange Du die geltende Kündigungsfrist einhältst, kannst Du jederzeit kündigen. Einen Grund brauchst Du nicht.

Anders wäre es nur, wenn Du einen befristeten Arbeitsvertrag hättest und es dort keine Kündigungsvereinbarung gibt. Befristete Arbeitsverträge sind ohne Vereinbarung nicht ordentlich kündbar.

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Warum willst Du Deine Kündigung jetzt schon abgeben, wenn Du eine Gegenkündigung befürchtest?

Wenn Du mit der Frist von 14 Tagen zum 14. Mai kündigen willst, muss der AG die Kündigung spätestens am 30. April erhalten.

Gibst Du die Kündigung z.B. nächste Woche am Donnerstag ab, wird der AG keine "Gegenkündigung" zu einem früheren Termin mehr machen (können).

Wäre ich AG und würde jetzt eine Kündigung in der Probezeit zum 14. Mai bekommen, würde ich eine Gegenkündigung schreiben. Dann bräuchte ich für den Feiertag am 13. Mai keine Entgeltfortzahlung leisten.

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Wenn das Arbeitsverhältnis im ersten Halbjahr beendet wird, steht Dir für jeden vollen Monat 1/12 des vereinbarten Jahresurlaubs zu.

Kündigst Du z.B. zum 10. Mai, bekommst Du 4/12 des Jahresurlaubs. Bei einer Kündigung zum 31. Mai wären es 5/12.

Ich kenne Deinen Urlaubsanspruch nicht aber ausrechnen kannst Du ja selbst, wie viele Urlaubstage Dir bis zum Beschäftigungsende zustehen.

Den Freizeitausgleich für evtl. noch vorhandenen Urlaubsanspruch kannst Du im Kündigungsschreiben gleich beantragen. Urlaub der nicht mehr genommen werden kann, wird nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz ausgezahlt.

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Zu spät zum Wechseln ist das bestimmt nicht aber ob Du in einigen Jahren damit "glücklich" bist?

Falls Du nicht eine sehr gute Rente bekommst und/oder Deine private Altersvorsorge gut ist, wirst Du es nach dem Arbeitsleben evtl. bereuen, in der PKV zu sein.

Mein Bruder hat in Deinem Alter auch in die PKV gewechselt. Mit Mitte 40 wurde er schwer krank. Er hat sich dann zum Glück wieder erholt und konnte seinen Job weiter ausüben, allerdings hat er sich dann mal überlegt und sich "schlau gemacht", was ihn die PKV später mal kosten würde, wenn er im Ruhestand ist.

Er hat dann mit Einverständnis seines Vorgesetzten ein Jahr lang Teilzeit gearbeitet, um wieder in die GKV wechseln zu können und ist froh, dass das geklappt hat.

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Wenn Du von 6.30 Uhr bis 17.30 Uhr arbeitest und nur 30 Minuten Pause hast, ist das mit einem 10,5 Stundentag ein klarer Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz. Das sieht vor, dass in Ausnahmen bis zu 10 Stunden/Tag gearbeitet werden darf (§ 3 ArbZG), bei Dir scheint das ja sowieso keine Ausnahme zu sein.

Davon mal abgesehen, sollen Azubis sowieso keine Überstunden machen und wenn, sollen sie als Freizeitausgleich gegeben werden (aber nicht am "Sankt-Nimmerleins-Tag").

Er begeht durch seine Anordnungen nach den §§ 22 und 23 ArbZG nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit sondern eine Straftat.

Dein AG verstößt hier gegen das Arbeitszeitgesetz und auch gegen die Vorschriften im Berufsbildungsgesetz.

Das sagt im § 17 Abs. 3:

"Eine über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung ist besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen."

Wenn Dein Chef nicht einsichtig ist und den Zustand ändert, solltest Du mal mit Deinem Vertrauenslehrer in der Berufsschule, der zuständigen Kammer (HWK, IHK...), der zuständigen Gewerkschaft und/oder dem Betriebsrat sprechen (wobei ich vermute, den gibt es nicht).

Die Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz kann man dem Gewerbeaufsichtsamt melden (geht auch anonym). Wenn dann eine Kontrolle stattfindet gibt es Ärger für Deinen Chef.

Die zuständige Berufsgenossenschaft wird auch nicht erfreut sein, wenn permanent gegen Gesetze verstoßen wird. Dass die Gefahr eines Betriebsunfalls bei diesen Arbeitszeiten steigt, erklärt sich von alleine.

Was Du jetzt machen sollst, kann ich Dir nicht sagen. Versuch es erst einmal mit einem Gespräch. Wenn Dein AG weiter uneinsichtig ist, wird Dir nur eine (oder mehrere) der genannten Möglichkeiten helfen können.

Ob Du dann allerdings Deine Ausbildung dort weitermachen kannst/willst, weiß ich nicht. Ich kenne Deinen AG nicht und weiß nicht, wie er reagieren wird.

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Ob das langweilig ist oder nicht, entscheidet doch jeder selbst.

Früher war es üblich, dass man nur einen oder zwei Arbeitgeber hatte. Viele AN haben in Firmen gelernt und sind dort bis zur Rente geblieben.

Bei uns im Betrieb hatten wir auch viele MA, die nach über 40 Jahren Betriebszugehörigkeit schon in Rente gegangen sind und es gibt auch noch einige, die auch schon 40+ hier arbeiten. Die wechseln auch nicht mehr ;-))

Davon mal abgesehen, in diesen Jahren hat sich (fast) jeder Beruf verändert, jeder musste andere Dinge lernen.

Um bei der MA in der Bibliothek zu bleiben, die hätte sich bei Beginn ihrer Tätigkeit bestimmt nicht vorstellen können, z.B. mal mit einem Computer und digitalen Büchern/Zeitschriften.....zu arbeiten

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Wenn es im Arbeits-/anwendbaren Tarifvertrag keine andere Regelung gibt, brauchst Du erst ein ärztliches Attest (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung), wenn die Krankheit länger als drei Kalendertage dauert (§ 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz).

In diesem Fall reicht es, wenn der AG heute so schnell wie möglich informiert wird, dass Du nicht kommst.

Ob es bei Dir andere Regelungen gibt, kann ich ja nicht wissen. Was steht denn im Arbeitsvertrag zur Entgeltfortzahlung? Hat der AG schon mal gesagt, dass er die AUB ab dem ersten Krankheitstag möchte?

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Wenn Dein AG nicht im Arbeitgeberverband ist, und die Anlehnung an einen Tarifvertrag auch sonst nicht vereinbart ist (z.B. im Arbeitsvertrag), solltest Du Dich erkundigen, ob es in Deiner Branche einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag gibt.

Ist das der Fall, muss Dein AG Dir die im Tarifvertrag vereinbarte Lohnerhöhung bezahlen.

Ist der Tarifvertrag nicht allgemeinverbindlich, es wurde sonst nichts vereinbart und der AG erhöht nicht freiwillig, bekommst Du keine Lohnerhöhung

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Kann ich dann auf Teilzeit umsteigen?

Wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind, kannst Du das, da hast Du sogar einen rechtlichen Anspruch.

Lies Dir mal den § 8 Teilzeit- und Befristungsgesetz durch. Dort kannst Du schauen, ob die Voraussetzungen für die Verringerung der Arbeitszeit bei Dir erfüllt sind.

Dann gibt es auch noch die Möglichkeit der "Brückenteilzeit".

Dieses Gesetz gilt erst seit 2019. Da hat der AN die Möglichkeit, zwischen einem und fünf Jahren einen Teilzeitjob auszuüben und seinen Anspruch auf einen Vollzeitjob nicht aufzugeben.

Auch für Brückenteilzeit gibt es Voraussetzungen:

https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/gesetz-zur-befristeten-teilzeit_76_413146.html

Du solltest Dich aber auch im näheren Kreis nach einem anderen AG umschauen. Da kannst Du evtl. in Vollzeit arbeiten, da Du viel an Wegezeit sparst.

Kündigen solltest Du nur, wenn Du schon einen anderen Job hast. Ansonsten bekommst Du eine Sperre des ALG.

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Auf alle Fälle.

Hilfsbereitschaft ist gut, oft endet das aber darin, dass diese ausgenutzt wird.

Egal ob Vorgesetzte oder Kollegen, man geht, wenn immer zuerst zu dem Mitarbeiter, bei dem die Wahrscheinlichkeit dass er eine Bitte/Anfrage nicht abschlägt am höchsten ist.

Mir ging es früher auch mal so. Ich habe dann die "Notbremse" gezogen und gelernt auch mal "Nein" zu sagen. Anfangs war das nicht einfach, da man gewöhnt war, dass ich länger bleibe, evtl. auch am Samstag mal komme.

Nachdem ich das durchgezogen habe, hatte ich meine Ruhe. Ich bin zwar ab und zu länger geblieben und/oder habe etwas zusätzlich erledigt, das war aber dann nicht mehr "automatisch".

Bei mir schlagen regelmäßig MA auf, denen es auch so geht. Sie beklagen sich, dass der Vorgesetzte wegen Zusatzschichten/Schichtwechsel/Urlaub verschieben usw. immer zuerst zu ihnen kommt und manche Kollegen überhaupt nicht gefragt werden.

Ich rate dann immer auch mal "Nein" zu sagen und bei denen, die sich nicht zutrauen das zu tun, lehnen wir als Betriebsrat die zu beantragenden Überstunden/Zusatzschichten ab. Dann muss der Vorgesetzte auch mal zu anderen MA gehen ;-))

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ist es möglich vom Vertrag zurückzutreten??

Ja, ist es.

Da im Ausbildungsverhältnis bis zum Ende der Probezeit von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen fristlos gekündigt werden kann (§ 22 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz), steht nur in Ausnahmen im Ausbildungsvertrag, dass dieser vor Antritt der Ausbildung nicht gekündigt werden kann.

Du rufst im Betrieb an, bedankst Dich für das Angebot der Ausbildung, teilst mit, dass Du dieses aus persönlichen Gründen nicht annehmen kannst, entschuldigst Dich für die Mühen und sagst, dass die schriftliche Kündigung folgt.

Das machst Du aber erst, wenn Du vom anderen Betrieb einen unterschriebenen Ausbildungsvertrag hast.

Kann es iwelche Konsequenzen für mich geben ?

Nein, außer einem neuen Ausbildungsplatz

Jemand mal einen solchen Fall gehabt ?

Passiert bei uns im Betrieb auch alle paar Jahre mal, dass ein Azubi, bei dem der BR schon die Zustimmung gegeben hat, einen Rückzieher macht.

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Es gibt kein "schöner", es gibt nur "anders".

Ich wohne in Baden-Württemberg, genauer gesagt im Schwarzwald.

Es ist wunderschön bei uns, ich finde aber auch andere Bundesländer haben tolle Landschaften.

Als ich das erste Mal im Norden war und nach Hamburg die große, flache Landschaft gesehen habe, ist mir sofort das Lied von Truck Stop "Hinter Hamburg fängt der wilde Westen an" in den Sinn gekommen.

Ich mag Nord- und Ostsee und auch die Berge und Seen in Bayern sind super.

Man kann in jedem Bundesland außergewöhnlich schöne Orte und Landschaften finden, ich kann nicht alle aufzählen

Ob der Schwarzwald mit seinen Wäldern, Hügeln, Seen und auch Wasserfällen am schönsten ist, mag ich nicht beurteilen aber ich fühle mich hier sehr wohl und möchte nirgends anders wohnen.

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Wie viele Mitarbeiter hat der Betrieb? Wie lange arbeitest Du schon dort?

Wenn Du schon länger als sechs Monate beschäftigt bist und es sich nicht um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften handelt (hier greift das Kündigungsschutzgesetz nur in ganz wenigen Ausnahmen), ist das kein Kündigungsgrund.

Du hattest einen Arbeitsunfall. Dein AG befürchtet wahrscheinlich, dass Du länger arbeitsunfähig bist und er das dann der BG melden muss.

Das ist der Fall, wenn ein AN nach einem Betriebsunfall mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist. Er wird Unannehmlichkeiten befürchten und steigende Prämienzahlungen an die BG.

Wenn Du Schmerzen hast und deshalb nicht arbeiten kannst, ist das eben so. Besser gleich zum Arzt als später z.B. eine Entzündung zu haben.

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Spargel in allen Variationen

Ich liebe Spargel, egal gekocht, gebraten, überbacken, als Suppe.

Das liegt z.T. auch daran, dass die Saison sehr kurz ist und man sich entsprechend jedes Jahr darauf freut. Das betrifft aber nur den deutschen Spargel. Importierten kaufe ich nicht.

Außerdem gibt es bei mir keinen Spargel aus dem Supermarkt. Ich kaufe entweder auf dem Wochenmarkt, beim Gemüsehändler (meiner hat nur saisonales Gemüse und Obst und wird täglich mehrmals ganz frisch beliefert) oder an Spargelständen, die es bei uns reichlich gibt.

Deine anderen Gemüsesorten esse ich auch sehr gerne und vieles, was hier gar nicht aufzuzählen ist.

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Man sollte mit dem Gehaltswunsch nicht übertreiben aber niemand muss sich unter Wert "verkaufen".

Bei einem Berufsanfänger versteht man noch, wenn dieser bescheiden ist, da er sich ja i.d.R. nicht so gut auskennt. Wer aber von Vornherein tief stapelt, dem unterstellt man evtl., dass er von den eigenen Fähigkeiten selbst nicht überzeugt ist.

Man hört sich um, was in diesem Beruf durchschnittlich bezahlt wird (das ist ja auch z.B. vom Bundesland, der Branche, mit oder ohne Tarifvertrag....... unterschiedlich) und nennt eine realistische Summe. Ist diese dem AG zu hoch, wird er das sagen und man kann dann ja verhandeln

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Wenn Du auf Anordnung des Ausbilders um 6.00 Uhr im Betrieb sein sollst, ist das "früher nach Absprache" und somit Arbeitszeit.

Der Produktionsleiter kann nicht bestimmen, dass das Deine Freizeit ist und Du nicht einstempeln darfst.

Arbeitszeit ist die Zeit in der Du dem AG zur Verfügung stehst, auch wenn Du in dieser Zeit nicht produktiv bist. Wenn Du eine Stunde früher zu erscheinen hast, ist das keine Freizeit, die Dir zur Verfügung steht.

Ich frage mich, warum Dein Ausbilder den Produktionsleiter nicht "verbessert". Hast Du mit dem schon gesprochen? Wenn nicht, hol das nach und wenn es einen Betriebsrat oder sogar eine JAV gibt, geh dort mal vorbei, die helfen.

https://thannheiser.de/downloads/AiB-02-19-Arbeitszeit-Umkleidezeit.pdf

Da steht auf der ersten Seite in der ersten Spalte etwas dazu.

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Nein.

In tarifgebundenen Betrieben sind die Zuschläge im Tarifvertrag vereinbart. In Betrieben ohne Tarifbindung gibt es Zuschläge wenn das im Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung steht.

Ansonsten ist ein Wochenendzuschlag nicht gesetzlich festgelegt. Im Arbeitsrecht sind nur Zuschläge, bzw. zusätzlicher Freizeitausgleich für Nachtarbeit vorgeschrieben.

Davon mal abgesehen ist der Samstag nach dem Arbeitszeitgesetz ein "normaler" Werktag und kein "besonderer" Arbeitstag

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Du hast ja gestern schon bezüglich Deines Urlaubs und der Auszahlung gefragt.

Ich habe Dir dort auch geschrieben, dass der AG Dich bis einschließlich 15. Januar bezahlen muss, da das das Beendigungsdatum des Arbeitsverhältnisses war und er Dich unter Anrechnung Deines Urlaubsanspruchs bis zu diesem Termin freigestellt hat.

Ich habe Dich gestern auch gefragt, warum Du im Februar nicht nachgefragt hast, warum Du kein Geld vom Januar bekommen hast. Eine Antwort hast Du mir nicht gegeben.

Schau mal in Deinem Arbeits-/anwendbaren Tarifvertrag was dort zu den Ausschlussfristen steht. Nicht dass Du irgendwann mal Deinen Lohnanspruch reklamierst und dieser ist verfallen, weil Du die Frist versäumt hast.

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Zeitverträge sind befristet.

Es gibt sie "ohne Sachgrund", da wird ein Beginn- und ein Beendigungsdatum festgelegt. Der Arbeitsvertrag endet mit Erreichen des Beendigungsdatums, man muss ihn nicht kündigen.

Dann gibt es noch Zeitverträge "mit Sachgrund". Das kann z.B. ein Vertrag als Vertretung für einen Mitarbeiter mit einer Langzeiterkrankung sein, als Vertretung für AN in Elternzeit oder auch eine Zweckbefristung für ein bestimmtes Projekt.

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