Kampfsport zuhause lernen?

5 Antworten

Der Versuch eines solchen Selbststudiums ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll und vor allem auch noch gefährlich

Qualität:
Im Netz kann jeder zweitklassige Hobby-Karateka extrem professionell wirkende Videos veröffentlichen. Als Anfänger bemerkt man das nicht.

Konzept:
Der Lehrer hat ein entsprechendes Trainingskonzept und kann daher das allgemeine Niveau steigern, ohne seine Schüler zu überfordern.

Grundlagen: Der Lehrer vermittelt die Grundlagen gewissenhaft. Wer nicht einmal richtig stehen kann, kann auch nicht kämpfen.

Förderung;
Der Lehrer kann das Konzept den Erfordernissen entsprechend ändern und Komplexität der Übungen den Fähigkeiten und Kenntnissen anpassen.

Korrektur; Der Lehrer korrigiert Fehler bei der Durchführung der Technik. Einmal falsch antrainierte Bewegungsabläufe wird man schwer wieder los.

Hinweise: Der Lehrer kann Tipps geben, welche Faktoren, wie beispielsweise Atmung und Schwerpunkt, besser berücksichtigt werden sollten.

Partner: Trainingspartner unterscheiden sich in Größe, Gewicht, Auftreten und Charakter. Diese Erfahrungen sind für den Ernstfall wichtig.

Dankeschön! aber wegen der Qualität... ich würde dann auf trainings von bekannten Kämpfern die wirklich was können zurückgreifen...

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@19MM99

Die übrigen Mängel bestünden dann natürlich immer noch.

Wenn man zB nicht lernt, eine richtige Faust zu machen, kann man sich schon beim ersten Schlag übel verletzen.

Bestimmte Feinheiten sieht man ohne expliziten Hinweis als Anfänger auch gar nicht - Gewichtsverlagerung zwischen den Beinen, oder Senken des Körperschwepunkts zB.

Ob man wirklich stabil steht sieht man womöglich erst dann, wenn es dem Trainer gelingt, den Schwerpunkt zu unterlaufen und einen zu werfen. Das kann ein Anfänger nicht ohne weiteres.

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen:

Wartet lieber auf die Gelegenheit, in einem Verein trainieren zu können - auch wenn es jetzt vielleicht schwer fällt. Ihr tut euch selbst mit Do-it-yourself Kampfsport-Training keinen Gefallen.

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Lieber 19MM99,

Bitte nimm' die Hinweise hier so an. Nur ein Trainer kann dir die Feinheiten von Techniken genau erklären bzw. den Sinn und Zweck vermitteln. Bei der Ausführung von Techniken, kommt es auf Feinheiten an, die du als Laie niemals erkennen kannst. Um Kampfsporttechniken zur Selbstverteidigung auf der Straße zu verwenden, musst du sie so oft trainiert haben, dass sie als Automatismus/Reflex ausgeführt werden. Wenn du dabei einen minimalen Fehler machst (den du ja aber garnicht erkennen kannst) läufst du Gefahr dich selbst zuverletzen, außerdem ist ein enormes Trainingspensum nötig, um so etwas zu korrigieren)

Deshalb folge bitte dem (professionellen) Rat von Enzylexikon. Ich schließe mich dem ebenfalls an.

Liebe Grüße 

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@DasWeiseKind

Übrigens gibt es verschiedene Trainerlizenzen, und das aus gutem Grund. Wenn du aus dem Internet versuchst zulernen, fängst du wahrscheinlich mit irgendeinem Drehkick oder sowas an, weil es cool aussieht. Egal welchen Kampfsport man machen möchte: Ich empfehle immer zuerst Judifalltechniken zu erlernen-vermindert die Chance einer Trainingsverletzung ungemein. ;-)

Danach kommen ersteinmal ganz einfache Techniken und Ausgangsstellung/Kampfstellungen.

Und auf diesen Grundlagen bauen dann kompliziertere Techniken auf. 

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Alles Klar, vielen Dank für den Rat... Die Judifalltechniken habe ich noch ziemlich gut drauf, da ich früher mal im Judo war, allerdings leider nicht lange genug, aufgrund Zeitmangels... Doch Falltechniken beherrsche ich gut genug... kann ja nur von Vorteil sein... Habe mich aber dazu entschieden es zu lassen und einen passenden Verein zu suchen...

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Ohne Trainer, der weiß, WIE er euch was beibringen kann, geht es nicht. Die Übungen sollten aufeinander aufbauen und der Schwierigkeitsgrad sich euch individuell angepaßt steigern.

Ohne Trainer, der euch korrigiert, geht es nicht. Sonst trainiert ihr euch im besten Fall unbrauchbares Zeug an und im schlimmsten Fall schädigt ihr euch gesundheitlich durch falsches Training.

Ohne Trainer, der euch erklärt, was euch noch fehlt, geht es nicht. Ihr seid nur zwei Anfänger ohne Erfahrung im Kampf. Wie wollt ihr merken, wo eure Schwächen sind?

Ohne Partner, die euch realistisch angreifen, geht es nicht. Wie sollen unerfahrene Anfänger wissen, welche Angriffe tatsächlich vorkommen könnten? Es ist viel Mist im Netz, wo gegen völlig unrealistische Angriffe, die niemals passieren, trainiert wird. Zeitverschwendung.

Ohne wechselnde Partner, die unterschiedliche Maße und Reaktionen haben, geht es nicht. Ihr seid nur zu Zweit.

Sucht weiter, bis ihr einen vernünftigen Verein/ Schule findet.

Kampfsport kann man sich nicht selbst beibringen. Ich bin selbst Judo- lehrer und weis wovon ich rede. Die Grundlagen kann nur eine Schule für Kampftechniken oder diverse Judo-, Karate-, Aikido-, etc. Vereine. Sonst läuft alles auf Stückwerk hinaus. Und noch ein Erfahrungswert: Kampfsportarten lernt man mal nicht so eben en passant. Zum Erle-rnen gehört ein intensives Training mit tausenden von Wiederholun-gen, Disziplin, Engagement, Durchhaltevermögen, etc. Wer über diese Eigenschaften verfügt, kann es ebenso wie Mitschüler von mir zum Meister bringen. Viel Glück.

Dankeschön... dass man es nicht einfach mal eben lernt ist mir auch klar... ich denke ich suche weiter eine kampfschule...

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@19MM99

Dann bist du auf dem rechten Weg. Hopla hop geht bei weitem nicht.

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