Ist unser Schulsystem überhaupt noch Zeitgemäß? Von Grund an verlieren Schüler die Lust am Lernen. Warum unternimmt man nichts?

10 Antworten

Es gibt nicht "unser" Schulsystem, das existiert nicht. Vergleiche Bayern mit Berlin und du hast zwei völlig verschiedene Konzepte. Das fängt beim Ende der Grundschule an, geht über die Dauer der gymnasialen Zeit, bis hin zum Unterrichtsstoff und der Gestaltung der Oberstufe.

Du kannst nicht von unserem Schulsystm reden, wenn das nicht existiert und erst recht kannst du es nicht verallgemeinern.

Und doch, es gibt Leute, die das können, was im Lehrplan steht. Gibt ja nicht umsonst immer mal wieder 1,0 Abiturschnitte. Außerdem baut der Stoff in den meisten Fächern immer weiter auf bereits Gelerntem auf, da ist nichts mit "danach gleich wieder vergessen".

Ich mag mein Schulsystem. Ich gehe zur Zeit noch in die 12. Klasse eines bayerischen Gymnasiums mit G8.

Wollen wir nicht alle eine Schule haben, in der man wieder mit Freude zur Schule geht?

Ich bin noch nie gern zur Schule gegangen. Das liegt aber nicht am Schulsystem sondern an meiner Faulheit. Selbst in der Grundschule wollte ich öfter einfach Zuhause bleiben, weil ich keine Lust hat, obwohl die Grundschule weder anstrengend, noch nicht spaßig war. Eine Welt, in der jeder gerne zur Schule geht ist utopisch.

Mir gefällt, was ich in der Schule lerne, ich mag das bayerische System, die begrenzte, aber dennoch ausreichende Freiheit zu wählen, und die verschiedensten Seiten der Oberstufe. Ich habe ziemlich wenig daran auszusetzen. Vielleicht dass manche Lehrer echt inkompetent sind und man wegen diesen den Stoff eines Jahres verpasst... Naja, wofür gibt es das Internet?

Fazit: Ich bin anscheinend die einzige hier, die kein Problem mit ihrem Schulsystem hat. Schule (und v.a. das Gymnasium) soll nicht nur Spaß machen und einen auf den Alltag vorbereiten.

Das Schulsystem ist der letzte mist.
Ich gehe in die 11. Klasse der gymnasialen oberstufe und lerne ehrlich gesagt nichts mehr sinnvolles.
Durch G8 habe ich riesen lücken und komme in vielen fächern dadurch nicht hinterher.
Beispielsweise habe ich in musik nichts an musiktheorie gelernt, was jetzt aber vorrausgesetzt wird. Wir müssen die vox organalis eines gregorianischen gesangs in der quinte komponieren.

Das einzig relevante für mich in musik ist die musiktheorie die ich nie gelernt habe. Der Rest ist komplett irrelevant. Dazu solltet ihr wissen das mein traumberuf musikproduzentin ist und Musik mein gesamtes leben begleitet hat.

In mathe lernen wir auch nur unrelevante themen die wir wirklich nicht mehr brauchen. Genauso wie in chemie, wo wir komplizierte Gleichungen aufstellen müssen.

Im sportunterricht wird man einfach nur blamiert. Ich muss dazu sagen das ich nicht unsportlich bin.

Das schulsystem hat absolut nichts mit chancengleichheit zu tun. Wir werden darauf reduziert ob wir gut vor anderen reden können und wie belastbar wir sind. Mehr nicht.

Viele sind von psychischen Erkrankungen oder Problemen betroffen. Für mich mit sozialangst, einer dissoziativen störung und Depression kaum machbar.

Die Schriftlichen Prüfungen sind ok. Aber wir werden sehr stark auf unsere mündliche Leistung reduziert, was vielen zum verhängnis wird.

Warum lernst Du nicht zuhause? Laß den Mist weg und kümmere DIch um das, was wichtig ist.

http://www.alphabet-film.com/

Auch in D lernen viele zuhause. MIt den besten Ergebnissen - und ohne diese vielen Psychoschäden, die Du beschreibst.

Ehrlich, hör auf damit und mach, was Deiner Seele guttut!

Musiktheorie findest Du übrigens in Massen im Netz, da gibt es sehr gute Seiten oder auch Filme.

Zur Info:

https://www.amazon.de/Frankfurter-Schule-ihre-zersetzenden-Auswirkungen/dp/3891800614

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danke :)

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@Twihard2002

Du könntest Dich sogar noch mit anderen zusammentun, die ähnliche Ziele haben wie Du. Das machen wir auch.

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Nein, unser komplettes Bildungssystem ist völlig veraltet.

Wir haben zwar qualifiziertes Personal, das tröstet aber nur wenig über das System hinweg.

Sowohl dikdaktisch als von der Gliederung ist das System veraltet (alleine Sprachunterricht ist z.b. völlig gruselig und widerspricht modernen Ansätzen)

Die Menge ist dabei nicht das generelle Problem.

Es gibt dabei viele Lehrer die engagiert sind und versuchen da Brücken zu schlagen, aber auch hier ist das Bildungssystem nicht förderlich und nimmt auch vielen Lehrpersonen den Spaß am Beruf

Eine Änderung ist natürlich aufwendig und bietet das Risiko das auch mitunter erstmal einiges schief läuft und sich erst einpendeln muss (obgleich kleinere Verbesserungen sicher auch jetzt bereits problemlos möglich sind)

Viele Probleme habe ich bereits mit politischen Verantwortlichen diskutiert;  als erste Antwort kam "dafür ist kein Geld da".

Als ich daraufhin entgegnete wie man damit sogar Geld sparen kann kam nur ein "wir werden mal darüber diskutieren" und das Ganze ist nun einige Jährchen her und passiert ist nicht viel.

Vor allem ist unser Bildungssystem diesen Namen nicht mehr wert. Denn es hat alles andere im Sinn als die Bildung. Das Hauptziel ist die Integration in die Gruppe - damit sie alle schön den Mund halten und diejenigen rausmobben, die ihren Mund aufmachen.

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@Hooks

"damit sie alle schön den Mund halten und diejenigen rausmobben, die ihren Mund aufmachen."

das ist etwas, das ich bisher noch nicht kennengelernt habe.

Das individuelle Lernstrategien und Neigungen nicht so zur Geltung kommen können (was auch an den völlig überfüllten Klassen liegt) ist allerdings richtig.

Z.t. läuft es tatsächlich einfach nur auf auswendig lernen und nachplappern raus, so z.b. im Geschichtsunterricht.

Mit universtitären Geschichte wo das gar keine Rolle spielt sondern es um Bewertung der Quellen und wissenschafltiches Arbeiten geht hat das Ganze wenig zu tun.

Weniger und dafür mehr Freiraum um besser und intensiver arbeiten zu können wäre da z.t sicher besser

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das Geld ist nicht das problem. Wenn man das Schulsystem wirklich verändern möchte, gibt es eine ganz einfache Geldlösung: Jeder Mensch in Deutschland(der Kinder hat) bekommt das selbe Kindergeld. Dabei gibt es eine Anzahl an Personen, die das Kindergeld brauchen, das ist aber eine konzentrierte Minderheit. Denn die meisten Menschen brauchen kein Kindergeld. Es für diese personen ganz zu streichen ist ja verboten, aber wenn man für die "nicht bedürftigen" das Kindergeld auf 10 Euro streichen würde, würden wir Milliarden einnehmen! Und das wäre eine Geldlösung.

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Scheiß Schule?

Ich hab keine Lust auf Schule...warum?....wegen dem lernen?....das ist nicht das eigentliche problem....was dann?....meine Klasse,Lehrer, und das ganze Schulsystem geht mir auf den Geist!....ooh das ist nicht gut!....ich weiß :(....und was willst du tuhen?....ich hab keine ahnung! :(

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Ich hatte erhofft mit dem Wechsle, dass nun endlich mehr in meiner Richtung kommen würde. Damals hatte ich noch nicht so viele Interessen, ich war also so ziemlich offen für alles noch. Ich hatte nur verlangen nach Wissen was ich auch später benötige. Ich weiß deshalb seit den letzten 5 Jahren kaum was aus dem Deutschunterricht, da man ja bekanntlicher weise Wissen verliert, wenn man es nicht benutzt.

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