Ist unser Dackel psychisch krank?

wer bringt mir spielen bei? - (Tiere, Hund, Psyche)

8 Antworten

Normal ist das Verhalten nicht und schon gar nicht von einem 2 einhalb jährigen Hund. Ich würde mal ein großes Blutbild machen lassen, möglich wäre, daß sie schliddrüsenmäßig Probleme hat. Für jeden Hund gibt es sowas wie ein Zauberwort, auf das der jeweilige Hund total abfährt, welches das für deinen Hund ist kannst nur du wissen. Überleg mal! Wann freut sie sich riesig und kommt so richtig in Fahrt? Da würde ich dann ansetzen zur Motivation.

Das Zauberwort meines Hundes heisst Keks. ;-)

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Hallo

ich bin Rahaardackel erfahren. In unserer Familie gab' es drei Rauhaardackel. Der erste Rauhaardackel war sehr lebhaft und wild; ist immer asugebüchst, ständig dominanzspiele getrieben. Die zwei anderen, die später kamen waren ganz anders; der eine Ruhaardackel ist auch am liebsten zu Hause, schläft auch viel und geht ungern spazieren. Das ist natürlich ein unvorteilhafter Kreislauf; der Dackel wird schnell dick und dadurch noch träger.

Wie ist es wenn Ihr mal versucht mit dem Dackel in eine Hundeschule zu gehen? Zu anderen Hunden? Lässt er sich im Beisein von anderen und einer Aufgabe motivieren?

Sie hat nahezu täglich Kontakt zu mindestens einem Hund und wir gehen einmal pro Woche zur Hundeschule. Da zeigt sie auch wenig Interesse an anderen. Auf dem Platz kommt sie nur auf Touren weil es dort so gut riecht.

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@emmawoltow

Schon mal speziell Anti-Jagd Training oder Training für Jagdhunde gemacht? Wenn nicht, kann ich das aus Erfahrung sehr empfehlen... da werden die ausgeprägten Jagdreize bedient. Könnte was sein für euch.

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@kenij

Danke für den Hinweis. Werde mich schlau machen.

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@kenij

Es gibt kein Anti Jagd Training. Eigentlich lernt man dem Hund dabei zu Jagen, wenn man ihm das sagt. Und das nennt man Jagdtraining, wird nur gerne für Menschen umgetauft =).

Stimme dir aber generell zu =). Unser Rauhaardackel war immer sehr agil draußen und drinnen hat sie immer durchgepennt.

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@kenij

Ein Anti Jagd Training für einen Jagdhund? Wie sinnvoll.Sport machen.Eventuell eine Jagdprüfung in Nasenarbeit bzw. Schweißarbeit

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Zuerst habe ich gedacht, das klingt doch alles im grünen Bereich, aber wenn das Tier so viel schläft, da würde ich tatsächlich mal auch noch einen anderen Tierarzt zurate ziehen ob das normal ist in dem Alter. Jedenfalls klingt das so, als ob das TIer es bei IHnen gut hat, und das ist das wichtigste- ich glaube ich würde sie ein wenig lassen, nicht zum spielen bewegen wollen, denn der tatsächliche Auslauf ist der wichtigste, Dackel sind nun mal auch nicht die spielfreudigsten Tiere, Bällchen holen etc ist auch nichts für sie. Vielleicht ist das Tier glücklicher als sie meinen- jedenfalls viele liebe Grüße

Auslauf ist nicht das Wichtigste. Sondern die Beschäftigung des Kopfes + Auslauf. Ein Hund findet stures geradeaus Laufen wie beim üblichen Spatzieren gehen nicht sonderlich anspruchsvoll.

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@Certainty

Stures Geradeauslaufen ist bei uns nur selten. Wir haben schon so einiges an Kommandos zu üben. Bleib, komm, sitz.... Da macht sie auch gern mit. Aber eine Stunde lang machen wir das dann auch nicht. Wie einfach wäre Stöckchen holen wie es so viele um uns herum machen. Die Hunde sind sicher hinterher richtig platt.

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@Certainty

Ich weiß nicht, ich kenne mich nur mit größeren Hunden aus, die voller Freude den Spaziergang machen, da ist nichts mit sturen geradeaus laufen, die Beschäftigung des Kopfes findet durch andere Hunde statt, schnüffeln der Spuren, und die Ntaur selbst auch, sowie die mit dem Spazierführerer also mir, die mit dem Tier spricht. Dackel habe ja kurze Beine und ein Auslauf über eine solche Zeit 1-2 Stunden ist schon viel an einem Stück. Ich würde das mit einem Fachmann besprechen, Tierarzt- sorry, wenn ich Ihnen geantwortet habe ohne einer zu sein, aber ihre Sorge das das Tier nicht glücklich ist, und durch das viele schlafen hat mich dazu bewogen, Ihnen zu sagen was ich denke- ich selbst habe ein Katze, und wegen dieser habe ich seelisch öfter den Tierarzt angefragt über das rein körperliche eben hinaus, und das war auch sinnvoll- Grüße

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@bbjosefine

Ich rede nicht von Spurenlesen, das befriedigt die meisten Hunde nicht, sondern stresst sie eher. Revierverhalten, markieren, etc. Ist meist purer Stress für Hunde.

Was befriedigt ist Nasenarbeit, Dummytraining, Fährtentraining oder auch Treibballjagd, ZOSsen usw. . Nur laufen macht keinen Hund Glücklich.

Aber Emmawoltow übt auch Befehle, das ist auch super.

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@emmawoltow

Das mit dem STöckchen ist so ne Sache. Einige Hunde verletzen sich dabei gerne mal.

Macht meine aber auch nicht. Nur körperlich bringt dem Hund nciht so viel. Fordere ihn lieber geistig. 10 Minuten intensives Schnüffeln ist anstrengender als 1 Std laufen =)

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Es kann normal sein, ist es aber meist nicht.

Mein Hund steht auch überhaupt nicht auf Spielzeug, liegt aber auch daran, dass sie es nicht von klein auf kennen gelernt hat. Der Jagdtrieb ist hier auch sehr hoch, sie musste damals auf der Straße überleben, deswegen ist sie auch sehr ernst und verschwendet irhe Energie niciht für Spielchen, die ihr nichts bringen.

Hunde werden oft lethargisch, wenn sie das flasche Futter bekommen. Zu wenig Energie bzw die falsche Energie. Was füttert ihr denn? Wichtig ist kein Getreide, kein Zucker und mindestens 60% Fleisch, am Besten mit 15-25% Fettanteil. Viele Hunde werden nach einer Umstellung auf hochwertigeres Futter oder auch Barf, wesentlich agiler.

Nicht jeder Hund mag Bälle, das sollte man dann einfach akzeptieren. Versuch es doch lieber mal mit Dummytraining, oder Fährtentraining, bis hin zum Mantrailing. Daran haben viele Hunde mit Jagdtrieb Lust und zugleich wird der Trieb auch noch ausgelebt, was den Hund innerlich stark befriedigt und den Kopf fordert. =)

Hammer! So schnell so viele Antworten. Am Futter liegt es nicht. Da haben wir alles durch. Vom Barfen bis sonst was. Immerhin wissen wir, dass es für sie viiiiiel Fleisch sein muss. Wir geben jetzt Orijen. Teuer aber in den Minimengen OK. Tierärzte kennt sie auch schon einige. Alle sagen, dass alles gut ist , weil sie es bei uns wohl gut hat. Schnüffelspiele. Das klingt gut. Wie setzt man das an? Hat jemand Tipps? Ein Buch?

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@emmawoltow

Also Schnüffelspiele kannst du mit ner Kiste und zerknülltem Zeitungspapier machen. Oder du bastelst dir eine SChnüffeldecke, da gibt es bei dog it yourself .de super Anleitungen.

Fährtensuche haben wir in der Hundeschule gemacht. Du nimmst etwas Geruchsintensives, bei uns war es Käse (nicht jeder Hund verträgt das) geräucherte Sprotten oder Fleisch geht auch. Das Bindest du an eine Schnur und läufst über die Wiese. Dabei trampelst du das Gras schön nieder, das erhöht die Geruchsintensität und z iehst das Ding hinter dir her (sieht dämlich aus^^ geb ich zu, aber die Geruchsstoffe müssen schön am Boden hängen bleiben). Merk dir den Weg, du mmusst dem Hund Anfangs nachhelfen. Dann lässt du das 30-60 Minuten sacken.

Danach gehst du mit deinem Hund an den Anfang. Lässt ihn evtl. Absitzen. Sagst z.B. "Spur" und lässt ihn an der Leine den Geruch an der ersten Stelle aufnehmen. Dann sollte er dem Geruch folgen. Wenn er abschweift, schau ob er den Weg direkt findet, ansonsten führst du ihn zurück zur Spur und wiederholst das Wort. Am Ende darf er das, was du am Ende der Spur hinterlegt hast fressen.

Mantrailing funktioniert ähnlich, aber das haben wir auch noch nicht gemacht.

Preydummie Training ist im Prinzip Apportieren. Anfangs nimmst du einen Preydummy, füllst was rein und versuchst ihn (evtl. noch mit offenem Dummy) etwas zu animieren, indem du es vor ihm hin und her bewegst/schlängelst. Sobald er es fangen will, belohnst du ihn. Ebenfalls funktioniert es auch sehr gut, wenn du einfach sagst, der Dummy gehört mir ich spiel damit und du darfst das nichit. Das bringt viele Hund edazu, das haben zu wollen. Und dann musst du halt schauen, dass du ihn immer belohnst, wenn er loslässt oder es dir gibt. Damit bekommst du auch das Apportieren hin.

Später im Dummytraining, kannst du das Teil wegwerfen und holen lassen, oder mehrere Werfen und nacheinander holen lassen. Oder sogar verstecken und dann suchen lassen.

Stärkt übrigens auch die Bindung, vor Allem, wenn du die komplette Tagesration draußen beim Spatzierengehen so verfütterst. Er "jagd" es und am Ende bekommt er alles zu futtern. Damit lernt er, ihr seid ein Rudel ihr geht zusammen Jagen.

Ein Buch hab ich jetzt nicht^^ Sorry.

Darf ich fragen, warum ihr vom Barfen wieder weg seid? Trockenfutter, auch wenn es Orijen ist, ist ja nicht so der brüller für Hunde aller Art.

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@Certainty

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Das Spuhrenlesen geht gleich morgen los. Das mit dem Dummy haben wir erfolglos hinter uns. Barfen hat mengenmäßig nicht funktioniert. Habe nur noch geschnibbelt und getan. Und am Ende hat sie angefangen anderen Hundekot zu fressen....grrrrr. Irgendwas hat dann wohl gefehlt. Sie bekommt nicht nur Trockenfutter. Einmal am Tag muss sie sich eine Mahlzeit erarbeiten. Wir haben da so kleine Kisten und sie muss die richtige finden. Das ist dann das Trockenfutter. Es gibt als 2. Mahlzeit dann sehr oft noch frisches Rindfleisch oder Fisch.

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@emmawoltow

Schnibbeln sollte man eher nicht. Wir pürieren immer das Gemüse für die nächsten Monate (Füttern nur 10% Gemüse) und frieren das ein.

Fleisch gibts so gut es geht auch am Stück. Seitdem frisst sie weniger Gras und sonstiges. Exkremente anderer Tiere hat sie vorher auch nicht angerührt.

Achte aber darauf, nie zu mischen, da die einzelnen Futtersorten verschiedene Verdauungszeiten haben. Das kann zu bösen Blähungen um im schlimmsten Fall zu Verdauungsproblemen kommen. Also immer ca 6 Std Zeit zwischendrin lassen.

Wir füttern immer nur einmal am Tag =) und das draußen mit Barf im Dummy. war auch ein langer Weg, bis sie den Dummy als solches angesehen hat, mittlerweile spielt sie mit und die Bindung ist auch sehr viel besser geworden (ehem. Straßenhund). Aufteilen fand ich zu wenig, da war sie nie satt.

Auch ein Nachteil vom wechselnden Futter ist, dass die Verdauung sich nicht auf eine Art einschiessen kann und somit weder FeFu noch Frischfleisch ordentlich verdaut.

Viel Erfolg bei der Fährtenarbeit. Was evtl auch interessant ist, ist Dogcaching. Meine Hundeschule bietet sowas an, da geh ich ganz gern mal mit. =) Das ist für euch beide was.

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Einen schönen Rauhaardackel hast Du da. Leider ist das Foto auf dem Kopf aber doch erkennbar.

Hunde welche als Welpe lernen, dass man mit einem Menschen wunderschön spielen kann werden immer wieder gern ein Spiel anbieten oder angebotene Spiele annehmen. Ist dieses Zeitfenster versäumt, weil der Hund erst als er schon älter war in die Familie kam, dann verstehen manche Hunde die Spielanträge vom Menschen nicht mehr.

Allerdings muss sich das sinnvolle Beschäftigen und Zusammen etwas erleben mit dem Hund nicht nur auf schnödes Ballspiel oder Zergeln um einen Gegenstand beziehen.

Gerade ein Dackel, ein Jagdhund benötigt eine sehr anspruchsvolle geistige Auslastung welche sogar das Ausbüchsen um wenigstens Jagdfreude zu empfinden etwas eindämmen, besser - in vernünftige Bahnen lenken kann.

Du solltest mit Deiner Dackeline, draussen in freier Natur beginnen mit Nasenarbeit

Das Buch Spurensuche, Autor: Anne Lill Kvam erklärt und bietet Ideen wie sehr gute Informationen zu dieser sinnvollen Auslastung eines Hundes an. Diese wunderschöne Auslastung und gemeinsame Aktion und Unternehmung mit Hund möchte ich Dir für dein Hundemädel empfehlen.

Es ist für die sehr intelligenten Hunde ziemlich anödend und langweilig tagtäglich immer wieder dieselbe Runde draussen neben ihrem Menschen zu drehen ohne dabei eine Ansprache oder Abwechslung, sprich geistige Auslastung zu haben.

Solche Hunde schlappen gerade noch mit und manche drehen sogar um, wollen nachhause und zeigen so was sie von solchen Ausgängen halten - Zum Lösen eben. Schluss.

Ändere täglich die Ausgehroute, gehe neue Wege, lasse sie auf Mauern laufen, auf Parkbänken balancieren und sitzen, liegen oder über Steine klettern. Geh mit ihr los und beginn mit ihr die Nasenarbeit, das Suchen, von Futter, von Schlüsselbund und Schlüsselmäppchen, von Kinder-Überraschungseiern mit lecker Leberwurst drinnen.

So wirst Du für Deine Dackeline interessant. Die Ausgänge werden interessant und Du wirst dich wundern wie viel Temperament so ein glücklich ausgelasteter Dackel haben kann.

Wer weiss - vielleicht liegt dein Dackelmädel gerade in ihrem Körbchen und denkt darüber nach ob Du, ihr Mensch vielleicht psychisch krank bist weil du gar nichts für Hund interessantes anbieten willst oder kannst....

Hunde können sich ihre Menschen nicht aussuchen, sie können nur - resignieren. Für Resignation aber ist Deine Dackeline zu jung, also lass Dir etwas einfallen was dieses Hundemädel begeistern kann.

Ein Video will ich Dir noch zeigen, welches das kommunikative Spazierenlaufen mit dem Hund erklärt. So solltest Du beginnen, so werden die Spaziergänge mit Dir für Deinen Hund wieder interessant.

Vielen Dank für Deine Antwort. Das unser Dackelmädchen nicht resignieren soll zeigt wohl schon meine Anfrage. Ihr Wohl liegt mir sehr am Herzen.Und so habe ich mir das Video auch gleich angeschaut. Auf unseren Spaziergängen machen wir auch immer viele Übungen. Aus dem Video habe ich noch einige Anregungen aufgenommen. Meine Anfrage hier hat mir innerhalb kurzer Zeit so viele Dinge gebracht☺, so dass ich neu ansetzen werde. Ich werde mich intensiv mit dem Thema Schnüffelarbeit beschäftigen und dann hoffentlich bald mit meinen neuen Erkenntnissen unsere Prinzessin Wurst von ihrem so gemütlichen Kissen locken können. Vielen Dank.

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@emmawoltow

Ja, ja......Animal learn und du bist auf der richtigen Seite. Beste Antwort!!!! Da gehört ein Stern hin. A.L. ILsemarie

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Hunde welche als Welpe lernen, dass man mit einem Menschen wunderschön spielen kann werden immer wieder gern ein Spiel anbieten oder angebotene Spiele annehmen

Hihi, manchmal denke ich wirklich ich habe keinen Hund. ;-)

Wir haben mit unserem Welpen sehr viel gespielt - trotzdem war sein Spieltrieb irgendwann weg.
Für Futter geht mal gerade Ball oder Futterdummie bringen. Alles was ihn früher durchknallen liess ist futsch. Nur noch kraulen, kraulen, kraulen...:-)

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@wotan0000

Hunde sind Beutegreifer und diese ruhen und schlafen bis zu 18 Stunden täglich. Bekommt ein Hund diese Ruhe nicht, dann wird er Hyperaktiv und zeigt Problemverhalten. Stressverhalten.

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