Ist man ein schlechter Mensch, wenn man eine asoziale Sprache hat?

16 Antworten

Asozial spricht und manchmal hart beleidigt?

Wenn man das gewusst tut, dann ja. Sonst kann er ungezogen oder autistisch sein.

Ist man dann als Charakter eher ein schlechter Mensch?

Nicht unbedingt. Siehe oben.

Sagt die Sprache viel über Menschen aus? Und was mit mit dem Inneren?

In Allgemein ja. Es gibt aber Menschen, die sich nicht gut ausdrücken können. Ihre Sprache sagt nicht viel über sie.

Nun, eine harte Beleidigung verletzt die meisten Menschen, die damit angesprochen werden. Das ist für die meisten Menschen ein deutliches Indiz für einen schlechten Charakter. Wenn derjenige, der so spricht, aber eigentlich ein sozial verträglicher Mensch ist, der eigentlich niemandem etwas antun möchte, dann entstand die sprachliche Ausdrucksweise sehr wahrscheinlich vom Umfeld. Dann ist es dringend angeraten, die Ausdrucksweise dem anzupassen, wie man wirklich denkt und fühlt. Ohne einen Wechsel des Umganges ist das jedoch kaum möglich. Wenn die innere Einstellung nicht mit dem übereinstimmt, wie man sich ausdrückt, dann ist es höchste Zeit, etwas zu ändern. Nur wer authentisch ist, kann auch so leben, wie er es eigentlich will. Nette, sympathische Menschen werden sich von Menschen fern halten, die sich "asozial" ausdrücken. Man kann also keine Freunde finden, die dem wirklichen Wunsch entsprechen, wenn man sich anders ausdrückt als man denkt. Eine unflätige Ausdrucksweise ist keinesfalls cool oder stark, sondern drängt einen in eine Ecke, in der es keine angenehmen sozialen Kontakte gibt. Je länger man sich in den Kreisen aufhält, die einem nicht gut tun, umso schwerer wird es, sich daraus zu entfernen und mit sich selbst im Reinen zu werden. Das aber ist der einzige Weg, sich wirklich wohl zu fühlen.

„Nur wer authentisch ist, kann auch so leben, wie er es eigentlich will. „

Wie meinst Du das genau?

Wenn man in der Jungend mit Freunden aufgewachsen ist (die Zeit der „Asozialität“) und viele Jugendfreunde die Sprache und das Verhalten beibehalten haben. Man sich damit nicht mehr identifizieren kann, weil es auch mal gut ist aber man sich ungern komplett trennen möchte, weil man immer noch eine emotionale Bindung zueinander hat?

Ist man dann nicht mehr authentisch oder ein schlechter?

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@Adalbertt

Ich kenne das Problem. Ich bin selbst in einem ähnlichen Umfeld aufgewachsen. Authentisch ist man dann, wenn man sich so gibt wie man auch fühlt. Dazu muss man nicht die alten Freunde bis ans Ende aller Tage aufgeben. Ich habe mich damals über mehrere Schulen bis hin zum Studium gearbeitet. Das war hart, aber ich habe durch die Studienkollegen eine "neue Welt" kennengelernt, die alten Freunde aber nie ganz vergessen. Dafür habe ich ihnen von meinem neuen Leben berichtet, Erfolge mit ihnen gefeiert und sie sahen, dass ich derjenige war, der sich eine ordentliche Wohnung leisten konnte, in den Urlaub gehen konnte und ordentlich Geld verdient habe. Da sie mich kannten und nach und nach erleben konnten, wie es mir immer besser ging, gab es eine gewisse Bewunderung für meinen Weg. Wir sahen uns nur sehr selten, aber wenn, dann war es immer eine lustige und angenehme Atmosphäre. Irgendwie haben sie mich immer als einen von ihnen betrachtet, auch wenn ich ganz anders lebte und lebe. Die damalige Zeit ist ein Teil von meinem Leben und deshalb stehe ich auch nach wie vor dazu, doch ich kann mich auch in VIP-Kreisen bewegen und bin auch dort sozial integriert. Wenn Du Dir selbst treu bleibst und genau das tust, was Du eigentlich willst, dann ist es egal, ob Du Handwerker oder Rechtsanwalt wirst. Ob Du ein Haus und ein Boot haben willst oder wie ein Hippie frei und unabhängig lebst. Du tust es weil Du zu Dir selbst ehrlich bist. Und nur dann geht es Dir gut.

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Jeder kann etwas aus sich machen.

Der eine erfährt mehr Förderung, der andere weniger. Jedoch letztlich alles auf die Umstände oder das Umfeld zu schieben - damit macht man es sich zu leicht, das ist nicht richtig.

Ich find es eingeblindet wenn leute zu gut deutsch reden bzw damit angeben, das ist nicht gut. Ausländischer akzent ist recht charmant, asozial reden ist aber auch nicht wirklich gut, es kommt immer drauf an ob man mit der sprache angibt und sich zeigen will als etwas dass man nicht ist...

Und wenn man was ist?

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Eingebildet*

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Asoziale Sprache und Beleidigungen sind nur eine andere Wahl von Formulierungen. Viele sind schwach und lassen sich davon provozieren aber der Inhalt und Aussage ist der/die gleiche.

Solange es verständlich ist was du sagen willst kannst von mir aus die Wörter benutzen die du willst und dann der gleich schlechter/guter Mensch bleiben wie wenn du beliebige andere Worte benutzt

Man sagt ein guter Mensch darf sich nicht provozieren oder mal hart zurück beleidigen?

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@Adalbertt

Die Wortwahl einer Person hat für mich keinen Einfluss darauf ob man ein guter oder ein schlechter Mensch ist.

Ich würde mich nicht von Worten angegriffen fühlen aber jemand der sich von so etwas angegriffen fühlt darf sich natürlich auch wehren. Man sollte nur nicht mit physischer Gewalt drohen oder zu dieser aufrufen.

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@IHerzUndWertlos

Und wie siehst Du es wenn man es zu physischer Gewalt ausartet? Ist man dann ein schlechter Mensch? Kann man bestimmt auch nicht verallgemeinern oder?

Auch wenn jemand deine Mutter beleidigt würde, hätte das dich nicht verletzt?

Ich denke dann an „eins reinhauen“ aber möchte eig. niemanden verletzen.

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@Adalbertt

Nein.

Wenn jemand nur Worte benutzt um mich versuchen zu verletzten juckt mich es nicht. Ich sehe meine Meinung natürlich erstmal als überlegener an (sonst hätte ich sie ja nicht) aber kann mich auch umstimmen lassen wenn ich die Meinung meines Gegenüber für gut begründet ansehe. Wenn jemand also meine Mutter grundlos beleidigt ohne auf irgendeine Physische Art agressiv zu werden ist es mir egal.

Wenn dieser dann noch Argumente hat kann ich Verständnis zeigen ohne sie zu übernehmen oder ich finde sie so gut dass ich sie übernehme und zu meinen eigenen mache.

Wenn jemand anfängt handgreiflich zu werden ist er für mich noch wertloser als ich selbst und ich würde ihn am liebsten meiner Selbstjustiz überlassen aber da wir regeln haben und sein Unwohl mir eine Geldstrafe oder einen Knastaufhalt nicht wert wäre versuche ich es erstmal auf eine andere Weise zu lösen, zB ihn nicht umbringen aber aufhalten mir oder jemand anderen psysisch zu schaden

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