Hallo Tomatenveteran,

als Sänger kann man ohne oder mit nur geringen Notenkenntnissen wahrscheinlich weiter kommen als mit jedem anderen Instrument. Dass man einen Gesangslehrer braucht, wenn man das ernsthaft betreibt, steht dabei außer Frage.

Keine oder geringe Notenkenntnisse zu haben, hat jedoch schwerwiegende Nachteile:

  • Man ist immer auf die Hilfe anderer angewiesen. Das kann ein Korrepetitor sein, der einem die Singstimme auf dem Klavier vorspielt, bis man sie auswendig gelernt hat. Die Stücke von einem Tonträger abzuhören und nachzusingen, ist eine denkbar schlechte Möglichkeit, denn man lernt nicht das Stück sondern die Darstellung eines anderen.
  • Man wird nie dahin kommen, der Musik 'auf den Grund zu gehen' und sie eigenständig zu gestalten, was jedoch für einen ernsthaften Musiker unverzichtbar ist.

Dabei sind schlechte oder geringe Notenkenntnisse gar kein Problem, denn man kann Notenlesen lernen, und das ist gar nicht so schwer, wie man zunächst denkt.

LG
Arlecchino

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Hallo Ilosch,

die Aufgabe ist nicht ganz einfach, wenn man nicht über das Hintergrundwissen verfügt. Habt Ihr nicht Material zur Aufführungspraxis bekommen?

Was haben die drei Autoren gemein?

  • Alle drei sind Pianisten.
  • Sie spielen Cembalowerke auf dem modernen Klavier (Flügel), jeweils ihrer Zeit.
  • Sie sind nicht oder nur geringfügig mit historischer Aufführungspraxis und originalen Quellen der Barockzeit vertraut.
  • Aufgrund ihrer teilweisen oder völligen Unkenntnis lehnen sie historische Aufführungspraxis und das Cembalo als adäquates Instrument ab.
  • Keinem scheint bekannt oder bewusst zu sein, dass Bach das Hammerklavier (den Vorgänger unseres heutigen Klaviers) wohl kannte, für sich und seine Musik jedoch ablehnte.

Ferruccio Busoni
war ein Komponist und Pianist der Romantik. Ihm war zu seiner Zeit der Zugang zu authentischen Quellen und authentischen (barocken) Instrumenten weitestgehend verschlossen, somit war es natürlich, dass er den romantischen Idealen folgte.
Die Musik und ihr Vortrag (ihre Interpretation) seien etwas 'vom Himmel gegebenes', somit der musikwissenschaftliche Zugang per se ausgeschlossen. Da er barocke Praxis nicht kannte, sah er in der Notenschrift etwas Unvollkommenes, das den Weg zu lebendiger Musik nicht erschließen kann. Musik wieder lebendig werden lassen kann nur der Künstler dank himmlischer Eingebung.
Musiker, die sich weitestgehend auf den Notentext berufen, nennt er Gesetzgeber. Ihnen ist die himmlische Eingebung verwehrt.
Seiner Auffassung nach spielt man Bach 'himmlischen Eingebungen' folgend.

Keith Jarrett
ist ein amerikanischer Jazz-Pianist, der erst relativ spät - zumindet öffentlich - klassische Musik gespielt hat. Immerhin hat er das gesamte 'Wohltemperierte Klavier' und die Goldberg-Variationen von Bach auf dem Klavier eingespielt, dazu Bachs Gamben-Sonaten mit (moderner) Bratsche und Cembalo.
Keith Jarrett ist der Ansicht, Bachs Musik klinge aus sich selbst heraus, sie müsse nur gespielt werden, gestalten müsse man sie nicht: Die 'Bewegungslinien' (gemeint ist die Stimmführung) sei hinreichend ausdrucksstark.
Seiner Auffassung zufolge gestaltet man diese Musik minimal und lässt sie für sich sprechen.

Herbert Henck,
der Jüngste unter den drei Pianisten, ist Spezialist für zeitgenössische (moderne) Musik. Sein Aufsatz liest sich zum größten Teil wie der eines Amateurs, eines Liebhabers. Er hat in seiner Kindheit abstoßende Erfahrungen mit Bachs Klavierwerken gemacht und hatte offenbar auch später niemanden, der ihm das Wesen dieser Musik näherbringen konnte.
Immerhin gehört er einer Generation an, der die originalen Quellen und Informationen über barocke Aufführungspraxis hätten hinreichend bekannt sein können. Aus welchen Gründen auch immer haben die ihm jedoch nicht weitergeholfen. Im Gegenteil: sie haben ihm großen Frust bereitet, und in der Folge hat er sich nicht mehr an ihnen orientiert, sondern an seiner 'Intuition'.

Das ist nun alles sehr verkürzt - kannst Du dennoch etwas damit anfangen?

LG
Arlecchino

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Das sagt über die Bekleidung eines Verstorbenen wenig aus, denn in den verschiedenen Traditionen ist diese sehr unterschiedlich.
Früher gab es tatsächlich Totenhemden, einfache lange, weiße Hemden. An diese knüpft die Redewendung an. Heute werden bei uns Verstorbene meistens vom Bestatter zur Beerdigung mit eigener Kleidung versehen - und die hat meistens durchaus auch Taschen.

Die Bedeutung ist eine übertragene: Wenn man stirbt, bleibt das Besitztum oder gar das Vermögen zurück. Es hat deshalb keinen Sinn, lebenslang Besitztum über den eigenen Bedarf anzuhäufen. Sinnvoller ist es, davon abzugeben und damit anderen zu helfen.
Es ist naheliegend, dass diese Redewendung von älteren Menschen oder mir Bezug auf ältere Menschen verwendet wird.

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Hallo Darius,

ja, genau so ist das.

Wenn die Grundtonart der Sinfonie (oder auch Sonate) eine Dur-Tonart ist, steht das Seitenthema in der Dominante.
Beispiele:
Hauptthema C-Dur --> Seitenthema G-Dur
Hauptthema D-Dur --> Seitenthema A-Dur
Hauptthema Es-Dur --> Seitenthema B-Dur

Wenn die Grundtonart der Sinfonie eine Moll-Tonart ist, dann steht das Seitenthema in der Tonika-Parallele.

Da Du für eine Musikklausur übst:
Das Hauptthema hat eine konkrete Länge, es bildet oft 8- oder 16-taktige 'Periode'. Man kann genau den Anfang und das Ende sehen.
Das Nebenthema dagegen hat eine unbestimmte Länge. Man sieht genau, wo es beginnt, ein konkretes Ende hat es nicht. Es geht fließend in die 'Schlussgruppe' über.

LG
Arlecchino

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Hallo Bonzo,

Trällern - eigentlich 'fröhlich vor sich hin singen' - kann Verschiedenes sein.

Wenn jemand singend vor sich hin trällert, dann ist das locker-flockig und entspannt, also sicher weder sehr tief noch sehr hoch.
Wenn jemand pfeift oder auf einer Flöte trällert, können das - je nach Flöte - auch recht hohe Töne sein.
Und wenn eine Lerche trällert, dann sind das für menschliche Begriffe hohe Töne.

LG
Arlecchino

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Hallo MorrichDilemma,

das ist eines der bekanntesten Werke eines der bekanntesten romantischen Komponisten... 😉

Der Komponist: Antonín Dvořák
Das Werk: Serenade E-Dur für Streichorchester op. 22
... und daraus der 2. Satz, Menuetto, hier ist eine sehr schöne Aufnahme davon.

LG
Arlecchino

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Hallo Katha,

das typische Barockorchester ist im Wesentlichen ein Streichorchester: Violinen und Violen (Bratschen) und 'Basso continuo', das sind Violoncello, Kontrabass und Cembalo, im kirchlichen Bereich Orgel. Dazu kommen Holzbläser als Soloinstrumente im Concerto oder Concerto grosso, auch in Kantaten und Oratorien, selten Blechblasinstrumente.
Zu festlichen Anlässen konnte diese Besetzung erweitert werden.

Das Orchester der Klassik ist ebenfalls zunächst das Streichorchester, dazu kommen jedoch die Holzbläser als Harmoniestimmen, also nicht mehr als Soloinstrumente, und sind fester Bestandteil des Orchesters. Das sind Flöten, Oboen, Hörner und Fagotte. Während des Übergangs zur Romantik wurde diese Besetzung nach und nach erweitert, nahezu alle Instrumente wurden Orchesterinstrumente.

LG
Arlecchino

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Hallo Younervous,

Deine Frage bezieht sich auf Programmmusik. Im Gegensatz zur absoluten Musik ohne außermusikalische Inhalte ist damit definiert: Musik ohne Text - also rein instrumental - mit einem außermusikalischen Programm.

Sehr bekannte Beispiele sind:

  • Vivaldi: Die vier Jaheszeiten
  • Beethoven: Wellintons Sieg - Die Schlacht von Vittoria
  • Smetana: Die Moldau
  • Mussorgsky: Bilder einer Austellung
  • Dukas: Der Zauberlehrling

usw.

Übrigens: Heute wird der Begriff Lied fälschlicherweise für alles Mögliche verwendet. Ein Lied ist immer ein gesungenes Musikstück - somit kann ein Lied niemals Programmmusik sein.

LG
Arlecchino

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Hallo Potentia706,

wenn Du das mit Leidenschaft angehst, kannst Du in diesem Alter noch anfangen und recht weit kommen.

Es gibt eine sehr gute Blockflötenschule von Johannes Bornmann. Wenn man musikalische Grundlagen (Erfahrungen) hat, kann man damit selbständig arbeiten.

Allerdings empfehle ich, am Anfang wenigstens ein paar Unterrichtsstunden zu nehmen, um die richtige Atemtechnik zu lernen. Denn davon hängt es ab, ob Du auf der Blockflöte 'rumpiepst', oder sie schön, variabel und ausdrucksstark zum Klingen bringst. Wenn man das falsch begonnen hat, ist es später aufwendig und mühsam, das wieder zu korrigieren.

Mit was für einer Blockflöte anfangen?
Anfangen kann man mit etwas ganz Einfachem. Solche Blockflöten klingen erstaunlich gut und sind robust. Nach einer Weile kann man überlegen, an welcher Blockflöte aus Holz man Freude haben würde.

Übrigens: Die Blockflöte zu beherrschen, ist kein Kinderspiel... 😉

LG
Arlecchino

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Hallo user17371,

am leichtesten ist von diesen drei Stücken sicher 'Comptine d‘un autre été - l‘après- midi'.
Der 'Türkische Marsch' ist vergleichbar (mittel-) schwer wie 'River flows in you', wenn man ihn - so wie von Mozart vorgezeichnet - allegretto spielt. Wenn man ihn, wie es die meisten Pianisten heute tun, presto spielt, ist er deutlich schwerer.

LG
Arlecchino

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Hallo BaumUmarmer,

Verse und Strophen sind Sinnabschnitte: Eine Strophe besteht oft aus 4 oder 6 Versen. Das ist die vom Dichter gewählte Struktur eines Gedichtes.

Hier hast Du eine Zeile (oder Notenzeile) markiert. Was in einer solchen Zeile steht, hängt davon ab, wie eng oder weit der Notensetzer den Text und die Noten setzt. Inhaltliche Bedeutung hat es ja nicht, und meist entspricht es auch nicht der Vorgabe (Manuskript) des Komponisten.

LG
Arlecchino

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Hallo Hannah,

was Du ansprichst, ist die 'Grobbestimmung' der Intervalle. Dabei spielen die Stammtöne die entscheidende Rolle, also die Töne, die auf den weißen Tasten des Klaviers liegen: c d e f g a h...

Der 3. Ton (Terz von tertius = der Dritte) auf einer Skala auf a: a h c.
Der 4. Ton (Quarte von quartus = der Vierte) auf einer Skala auf a: a h c d.

Bei der 'Feinbestimmung' spielen dann auch die Vorzeichen eine Rolle:
a h c --> kleine Terz
a h cis --> große Terz
a h c des --> verminderte Quarte
a h c d --> reine Quarte

Das ist hier der Unterschied zwischen cis und des.
Alles klar? 😉

LG
Arlecchino

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Hallo Jagdodjuu,

man findet für jeden liturgischen Anlass etwas bei Johann Gottfried Walther, und die Anforderungen sind überschaubar.
"Allein Gott in der Höh sei Ehr" - man denkt dabei an die Liturgie, aber das 'Gloria in excelsis' ist der Lobgesang der Engel und im Ursprung weihnachtlich. Da gibt es eine ganze Reihe von Variationen.
"Gelobet seist Du, Jesu Christ"
"In dulci jubilo"
"Lobt Gott, ihr Christen, all zugleich" auch mit Variationen
"Puer natus in Bethlehem" 2 Verse
"Vom Himmel hoch, da komm ich her" auch 2 Verse
Einige dieser Choralbearbeitungen passen gut aufs volle Werk.

Vieles von Bach ist sicher bekannt.
In der Christnacht passen ein oder zwei Sätze aus der Pastorale.

Wenn Dich etwas - zumindest in Deutschland - Ausgefalleneres interessiert, kannst Du das "Livre de Noëls" von Louis Claude Daquin ansehen (oder natürlich auch andere Noël-Kompositionen). Wenn man sich ein wenig mit altfranzösischer Musik auskennt und sich gut vorbereitet, kann es gut sein, dass man nach dem Gottesdienst von GD-Besuchern darauf angesprochen wird.

LG
Arlecchino

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Hallo Juli,

das ist der Anfang des 1. Satzes der großen g-Moll-Sinfonie KV 550 von Mozart.
Im Original kannst Du das hier hören. Viel Spaß dabei!

LG
Arlecchino

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Hallo Laura,

Cantus (lat.) heißt Gesang.
Gemeint ist damit in der Partitur der Cantus firmus, vom Wort her der feste, feststehende, unveränderliche Gesang. Praktisch ist es jedoch die vorgegebene Stimme - gleich ob gesungen oder instrumental. In der Alten Musik kann das ein Choral oder Hymnus (einstimmig!) sein.

Eine sehr frühe Form der Mehrstimmigkeit (Zweistimmigkeit) - ab dem 9. Jahrhundert - ist das Organum. Beim Quintorganum wird die Begleitstimme gleichbleibend eine Quinte unter dem Cantus firmus geführt, beim Quartorganum ähnlich gleichbleibend, aber mit geringen Freiheiten, eine Quarte darüber.

Discantus und Discantusfaktur sind gleichbedeutend, z. B. Riemann und MGG sprechen ausschließlich vom Discantus. Discantus steht dort sowohl für den Satz wie auch für die kontrapunktische Stimme. (Steht in Eurem Arbeitsmaterial Discantus für die Stimme und Discantusfaktur für den Satz?)

In der Frühzeit (12. Jh.) wird im zweistimmigen Satz Note gegen Note gesetzt: Es wurde gefordert, dass die diskantierende Stimme nicht mehr Noten haben soll als der Cantus (anonymes Traktat, spätes 12. Jh.).
Der Discantus wird zunächst streng in Gegenbewegung geführt, die 'erlaubten' Intervalle sind Prime, Quarte, Quinte und Oktave. Beides ist möglich: der Discantus kann über oder unter dem Cantus firmus liegen. Der Discantus als Oberstimme findet sich allerdings erheblich häufiger.

Im frühen 13. Jahrhundert wird der Discantus freier gehandhabt: Zum nach wie vor 'starren' Cantus firmus kann der Discantus freier gesetzt werden: Melismatische Ansätze treten auf, bei denen auch die harmonische Gestaltung freier wird: Die Intervalle beschränken sich nicht mehr streng auf Prime, Quart, Quinte und Oktave. Ab dem 13. Jahrhundert findet man auch 3-stimmige Discantusfakturen. Stimmkreuzungen treten oft auf, sowohl im 2-stimmigen wie im 3-stimmigen Satz.

In meinem Musikbuch steht: die Diskantusfaktur, bei der c.f. melismatisch und in etwas kürzeren Notenwerten verläuft; Oberstimme und c.f. sind rythmisch ähnlich.

Melismen finden sich in den Cantus firmi der Zeit sehr spärlich. Dort, wo sie auftreten, gilt die Forderung nach ähnlicher rhythmischer Gestaltung (s. o.): Die Anzahl der Noten im Discantus soll nur geringfügig abweichen, ebenso der Rhythmus, also auch und besonders die Notenwerte.

Was meint man mit "darüber liegenden kontrapunktischen (in Gegenrichtung geführten) Stimme"?

Der Cantus firmus ist gegeben, der Kontrapunkt wird als Oberstimme dazu gesetzt. Gegenrichtung: Keine parallel geführte Organum-Stimme sondern ein Discantus.

Da versteh ich jetzt auch nicht ganz, was die Oberstimme und was cantus firmus ist. Wie erkenne ich diese Stimmen in einem Notenbeispiel?

Wenn es in der Partitur nicht vermerkt ist, was jedoch der Fall sein sollte und zumeist auch so ist, ist das tatsächlich schwierig.
Im Note-gegen-Note-Satz kann man den c. f. nur erkennen, wenn man den Choral oder den Hymnus kennt. In manchen Notenausgaben ist der Text nur dem c. f. unterlegt, das könnte ein Hinweis sein. Einen Hinweis kann man auch darin finden, dass der c. f. meist die ruhigere Stimme ist, also nur wenige Sprünge und die in der Regel nicht über die Terz hinaus hat. Im Kontrapunkt sind Quartsprünge nicht ungewöhnlich.

Ist eine Discantusfaktur ein 2-stimmiger Satz...?

In der Frühzeit ja, später findet man ihn auch 3-stimmig.

... mit 2 gleichberechtigten Stimmen...?

Nein, der c. f. ist vorgegeben, der Kontrapunkt ist somit untergeordnet. Allerdings hört man das nicht immer, weil beide Stimmen ähnlich geführt werden.

... die sich parallel zueinander verhalten?

Wenn Du 'parallel geführt' meinst, dann auch hier: nein. Die Parallelführung der Stimmen ist typisch für das Organum.

LG
Arlecchino

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Hallo Bassbratsche,

schön, dass Du nach langer Zeit wieder eine Frage stellst. Es ist halt so: Geiger wissen schon (fast) alles und haben kaum noch Fragen. Nicht umsonst stehen sie in der Partitur über den Bratschen...

Der Internet-Handel und viele Handelsketten leben nicht nur davon, dass sie mehr oder weniger alles liefern können, was die Kundschaft braucht oder wünscht, sondern auch davon, dass sie sehr professionell und erfolgreich den Leuten lauter Sachen andrehen, die sie gar nicht brauchen.
Das funktioniert besonders über tatsächliche oder scheinbare Rabattangebote; weil die aber längst alltäglich geworden sind, braucht es von Zeit zu Zeit solche Aufmerksamkeit heischenden Aktionen wie diesen sogenannten 'Black Friday'.

Bei Gegenständen des täglichen Bedarfs (Brötchen, Kartoffeln, Toilettenpapier...) verzichtet man darauf, weil der Bedarf vorhanden ist, diese Artikel jedoch nicht über Bedarf verbraucht werden können.

Und bei Musikinstrumenten... Die Werbung schafft es tatsächlich Kunden zu vermitteln, dass sie jedes Jahr das neueste iPhone brauchen. Aber würde Dich ein Geigenbauer davon überzeugen können, jedes Jahr eine neue Amati oder Guarneri zu kaufen? Auch wenn er anbietet, das alte Instrument unentgeltlich zurückzunehmen...?

Der Markt ist oft unsympathisch, aber nicht dumm. Genau wie Musiker... 😉

Abschließend konkret:

Kennt jemand Geigenbauer in Deutschland oder Österreich, die am kommenden Black Friday Rabattangebote haben?

Nein, ich kenne keinen.

LG
Arlecchino

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Hallo Vany,

die Noten heißen a / h / e1.
Aus optischen Gründen werden Noten im Sekund-Abstand so nebeneinander notiert.
Man schlägt sie gleichzeitig an und hält sie auch alle so lange, wie sie notiert sind.

Bei einer eher kleinen Hand spielt man das mit dem 5. / 4. / 1. Finger, bei einer eher großen Hand spielt man das mit dem 4. / 3. / 1. Finger.

Für mich hört sich das ziemlich komisch an. 

Die Sekunde ist in der neueren Musik eine beliebte Dissonanz. Wenn man die Begleitung etwas sanfter spielt als die Melodie, hat das durchaus seinen klanglichen Reiz.

LG
Arlecchino

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Hallo like286,

wenn es nicht mehr als 2 Tage pro Woche sind, an denen Du nicht üben kannst, ist das gar nicht schlimm.

Grundsätzlich sagt man, das absolute Minimum sind 3 Tage pro Woche üben oder trainieren, wenn man Fortschritte machen will. Mehr ist natürlich besser! Gelegentlich einmal auszusetzen ist sogar gut; dann gewinnt man Abstand, und das Gelernte kann sich setzen.

Also: Mache Dir keine Sorgen, mit 5 Tagen in der Woche bist Du auf einem guten Weg! 😉

LG
Arlecchino

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Hallo Crisdo,

die Formulierung Deiner Frage ist ein wenig schwammig. Rein zwölftönig komponierte Werke nach 1945 sind mit nicht bekannt. Allerdings ist die Dodekaphonie nach ihrer 'Blüte' - so sie denn überhaupt eine hatte - nicht vollkommen von der Bildfläche verschwunden.

Frank Martin zum Beispiel stellte in einigen Werken eine Symbiose aus (freier) Tonalität und Zwölftönigkeit her, ist somit konservativ bzw. rückwärtsgewandt. Die seriellen Komponisten (Boulez, Stockhausen u. a.) haben die Zwölftönigkeit weiterentwickelt.

Somit lautet die Antwort: Ja, die Dodekaphonie gehört auch zu einem Teil der Musik nach 1945.

LG
Arlecchino

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Hallo Puccinicamper,

die Orgel, wie wir sie kennen, gibt es in Europa seit dem späten 14. Jahrhundert. Die Chronologie kann man etwa so beschreiben:
gotisch - Renaissance - barock - klassich/frühromantisch - romantisch - neobarock - modern

Zudem gibt es Regionalstile. Norddeutsch - mitteldeutsch - süddeutsch in der Barockzeit, auch nordfranzösisch - provencalisch und katalanisch - 'restspanisch' usw.

Die Geschichte der Orgel ist recht komplex, das übersteigt die Möglichkeiten von gutefrage.

LG
Arlecchino

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