Ist jeder Mensch ersetzbar?

17 Antworten

Ersetzbar bedeutet doch, dass ein "Bauteil" in einem System entfernt wird und durch ein entsprechendes anderes wieder so ergänzt wird, dass die Funktion des Gesamtsystems erhalten bleibt.

Zweifellos gelingt dies mit Menschen nicht, die über eine extreme "Einmaligkeit" verfügen. Menschen sind absolute Unikate, und lassen sich somit niemals ersetzen.

Was jedoch möglich ist, das sind funktionale Ersetzungen von Menschen, d.h. wenn ein Mensch die Funktion des Parteivorsitzenden innehat, dann kann er bei seinem Ausscheiden durch einen anderen ersetzt werden, der alle Funktionen seines Vorgängers übernimmt. Trotzdem bleibt natürlich ein gewisser Differenzbetrag insofern bestehen, als der Neue andere Schwerpunkte in seiner Professionalität und auch andere Schwächen in bestimmten Feldern der Parteiarbeit hat. Die Substitution gelingt also immer nur partiell.

Interessant wird die funktionale Ersetzbarkeit bei Menschen in sehr privaten Bereichen, also z.B. bei einem Lebenspartner. Hier denke ich, dass es auf die Erwartungshaltung des Partners ankommt. Legt er besonderen Wert auf ganz bestimmte Wesenszüge seines Gegenübers, dann ist die Ersetzbarkeit kaum einmal möglich, ist er jedoch sehr offen und hofft lediglich, dass der neue Partner/in die elementaren Spielregeln des Zusammenlebens beherrscht, dann ließe sich eine "Ersetzung" durchaus realisieren.

Was völlig undenkbar ist, dass sind Ersetzungen von verloren gegangenen Eltern oder Kindern. Hier ist die Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit so ausgeprägt, dass man nur hoffen kann, sich mit dem Verlust so eines Menschen mental soweit arrangieren zu können, dass man wieder ein Leben in einer bestimmten Regelhaftigkeit und Normalität führen kann, d.h., dass man die Trauerphasen konstruktiv durchlaufen haben wird.

Der Spruch, dass die Zeit alle Wunden heilen wird, ist eher eine Floskel des Mutmachens, die den Trauernden ein wenig aufmuntern will, die allerdings auch ganz deplaziert wirken kann, weil man dadurch die individuelle Trauer zu einem generalisierbaren Etwas abzuwerten geneigt ist, was ein Trauernder in seinem Schmerz durchaus heftig zurückweisen könnte.

Trotzdem kann man generalisierend feststellen, dass fast alle Menschen mit den Jahren ein Arrangement mit ihrer veränderten Lebenssituation finden, und den Verlust des geliebten Menschen soweit verarbeiten, verdrängen oder abspalten, so dass sie wieder offen werden für neue Beziehungen. 

Ich denke - wenn man jemanden mochte und die Person nicht mehr ist - dann wird man immer traurig werden wenn man daran denkt... weil man sich an die schönen Momente erinnern kann... Gleichzeitig ist man auch froh über das was war... aber es ist halt schad, dass es nicht mehr ist... 

Wenn etwas gut ist möchte man am liebsten dass es ewig so weiter geht - so erhalten werden kann.

Wenn man weiter geht und sich mit anderen Dingen beschäftigt, kann es einem aber schon auch wieder gut gehen... aber besonders wenn es noch nicht lang her ist, kann es einen noch schneller mal bedrücken...

Die Zeit heilt alle Wunden, zumindest wenn die Menschen psychisch gesund sind (bzw. es wieder werden, bei sehr harten Schlägen).

Das heißt aber nicht gleichzeitig, dass der verlorene Mensch dann ersetzt ist. Kein Mensch, der einem sehr nahestand, kann ersetzt werden. Nur leidet man irgendwann nicht mehr darunter. Man denkt dann friedlich an den Menschen und es tut nicht weh.

Im Leben kann man nichts halten. Wie geht ihr damit um?

[gepostet von tvd_orginal]

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Heilt die Zeit wirklich ALLE Wunden, wie es alle immer behaupten?

Ich habe in meinem Leben leider die Erfahrung gemacht, dass die Zeit zwar vergeht und vergeht, aber die Wunden bzw. die Narben bleiben für immer.

Ich rede jetzt nicht über den Tod, sondern allgemein über Menschen, die eine große Bedeutung in unserem Leben hatten und einfach aus dem nichts verschwunden sind. Du warst dir 100%ig sicher, dass diese Menschen dich niemals verlassen werden, sie waren quasi ein Bestandteil deines Lebens. (Ich rede von Freundschaften, Beziehungen..)Du hast die Zukunft mit diesen Leuten geplant. Es war einfach etwas Selbstverständliches. Und dann von einem auf nächsten Tag sind sie einfach WEG! Das schlimmste finde ich, dass man selbst nach Jahren DEN GRUND nicht kennt, warum diese Menschen einfach gegangen sind. Man grübelt und grübelt aber man findet einfach keine Antworten... und selbst nach vielen Jahren denkt man an diesen Menschen zurück und man vermisst sie einfach.

Wie ist das bei euch eigentlich?

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Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz!

Findet ihr nicht auch? In meinem Leben sind schon viele Menschen von mir gegangen, die mein Ein und Alles waren! Sie bedeuteten mir alles. Ich habe meine Freundin sterben sehen, vom Fenster aus. Sie wurde überfahren von einem LKW. Da war ich 14 Jahre alt. Meine erste große Liebe starb am "goldenen Schuß", da war ich 18 Jahre alt. Meine geliebte Urgroßmutter starb, als ich in Urlaub war und mein Vater erlitt einen tötlichen Schlaganfall und wurde leblos im Treppenhaus gefunden. Bei allen meinen geliebten Menschen konnte ich nicht "Auf Wiedersehen" sagen. Es war, als hätte es sie nie gegeben. Und alle sagen immer: "Zeit heilt alle Wunden"! Aber so ist das nicht!

Habt ihr eine Ahnung, wie man mit diesen Verlusten auf Dauer umgeht, ohne durchzudrehen?

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Kann mir jemand ein kleinen Text auf spanisch übersetzen für eine Beerdigung?

Also wie in der Frage schon steht geht es um ein Text was auf spanisch übersetzt werden soll. Hier der Text:

Es gibt nichts, was die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann. Je schöner und voller die Erinnerung, desto härter die Trennung, aber die Dankbarkeit schenkt in der Trauer eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.

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Superschnelle Geweberegeneration

Hallo, ich hätte da eine Frage, die wirklich ernst gemeint ist. Wie ja bekannt ist, ist es zwischen den Menschen unterschiedlich, wie gut sie sich Dinge merken können. Jedoch gibt es ja auch Menschen, die sich von dem Durchschnitt komplett abheben, so soll es ja sehr wenige Menschen auf der Welt geben, die ein Gedächtnis besitzen, was sich alles merkt, was sie je gesehen haben. Zum Beispiel lesen sie ein 500 Seiten Buch und können es selbst Jahre später noch auswendig runtersagen. Wie Menschen, die ein Musikstück hören und es dann einfach so perfekt spielen können. Und wie wir ja wissen ist es ja je nach Mensch unterschiedlich, ob eine Wunde schneller oder langsamer heilt, es ist ja auch altersbedingt. Nun interessiert mich, ob es möglicherweise Menschen geben könnte deren Wunden ( eine Schnittwunde am Arm) in Minuten oder gar Sekunden komplett verheilt. Klingt natürlich alles nach Fiktion, aber es interessiert mich nun mal.

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Hilft Spucke wirklich beim Heilen von Wunden?

Als ich noch klein war hat man mir immer, wenn ich mich leicht verletzt hatte, gesagt: "Tu Spucke drauf, dann heilt´s besser". Habe ich mir angewöhnt und mache ich auch heute noch so. Die meisten menschen nehmen, wenn sie sich zB in den Finger geschnitten haben, diesen auch erst mal in den Mund.

Hilft das denn jetzt wirklich oder ist das nur so ein Spruch? Ist es überhaupt sinnvoll, das zu machen? Oder sollte man das auf jeden Fall machen?

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