Ist Hausarrest richtig?

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9 Antworten

Wenn es zu dem Kind/ Jugendlichen passt, finde ich es angemessen.

Ich meine, einen Stubenhocker der nicht raus gehen will kann man mit Stubenarrest nicht bestrafen/ nicht wachrütteln. Jemanden der kein Interesse an dem "virtuellen Leben" hat braucht man nicht mit Entzug des Internetzuganges kommen.

Insgesammt finde ich es aber wesentlich sinnvoller als Liebesentzug oder Schläge.

Ich halte weder etwas von Hausarrest noch von anderen Bestrafungsmethoden.

Die betreffenden Eltern sollten sich lieber mal fest an ihrer eigenen Nase packen und überlegen, warum der Haussegen so schief hängt, dass sie denken, auf solche Methoden zurückgreifen zu müssen.

Hausarrest finde ich nur in ,,Gefahr in Verzug" Situationen sinnvoll. Sagen wir (Jugendlicher): Die Eltern sind sich bewusst das der Freundeskreis Drogen nimmt und das Kind ist nicht zugänglich für Warnungen, pipapo. Das wäre zb. eine Situation. In vielen anderen Dingen finde ich diese ,,Hausarrest" Bestrafungsmaßnahmen völlig überzogen. Es ist eine umstrittene Methode vor allem wenn dieser Hausarrest eine Unterbindung von sozialen Kontakten mit einschließt. Des weiteren denke ich gibt es einfach besser Erziehungsmethoden. Denn was ist schon peinlicher als von seinen Eltern ( weil man zb. jeden Tag zu spät von der Schule kommt) immer pünktlich von der Schule abgeholt zu werden? Ich glaube sowas überlegt man sich dreimal.

Da lässt sich wohl drüber streiten ;-) für mich wäre es davon abhängig für welches "Vergehen" die Strafe verhängt wird. Meiner Meinung nach sollte das immer in einem gewissen Zusammenhang stehen. Hättest du zB Mist gebaut in dem du einfach viel länger als vereinbart unterwegs gewesen wärst wäre Hausarrest für mich denkbar. Hättest du mir Geld aus der Brieftasche geklaut würd ich eher dein Taschengeld kürzen ;-) LG. 

dann hat man mehr Zeit über die Verfehlung nachzudenken - Handy - Läppi TV sind auch Tabu

Ich hätte das damals extrem geil gefunden. Du baust Mist und wirst damit bestraft, nicht mehr nach draußen oder in die Schule zu müssen sondern den ganzen Tag zu Hause rumgammeln. Außerdem sind wir in der Zeit der technischen Revolution angekommen! Man kann seine Freunde heute hören, sehen und sich mit ihnen unterhalten, auch wenn sie nicht physisch da sind :D Von daher halte ich Hausarrest als nutzlos.

Es gab auch mal einen lächerlichen Fall in den USA, bei denen ein Kind fürs Schulschwänzen mit ein paar Wochen Schulverbot bestraft wurde. 

Meerblicker 16.02.2017, 20:48

In den USA kann ich mir das wohl vorstellen. Kaum zu glauben, das da lediglich der Atlantik zwischenliegen soll...

In Deutschland bist du bei Hausarrest aber nicht von der Schule befreit. Die Schulpflicht steht da über dem elterlichen Verbot! Und natürlich kann man Hausarrest auch mit Handy und PC-Verbot koppeln. Dann ist nichts mit Freunde-Kommunikation.

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kiniro 16.02.2017, 22:17

In den USA ist Unschooling erlaubt.

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Das ist Ansichtssache.

Meine Ansicht ist: nein.

Bestrafung (negative Konditionierung) kann man ersetzten durch Belohung (positive Konditionierung). Lieber gutes Verhalten belohnen und fördern, als schlechtes Verhalten bestrafen.

Mausbaer555 16.02.2017, 19:24

Edit: Außerdem denke ich, dass Bestrafung nur dazu führt, dass Kinder oder Teenager noch mehr rebellieren und sich schlicht unverstanden fühlen. Und wenn man ganz genau hinschaut: Ist es doch die Bequemlichkeit der Eltern, zu Mitteln wie dem Hausarrest zu greifen. Ist ja viel einfacher, den Sohn/ die Tocher aufs Zimmer zu schicken, als sich konstruktiv mit dem eigentlichen Problem auseinanderzusetzten.

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Kommt darauf an weswegen!

Ich selbst hatte nie Hausarrest, wurde immer nur nächtelang zusammen gestampft und 'verprügelt' denke aber, das Hausarrest pädagogisch wertvoll ist und einem vermittelt das auf falsche Taten Bestrafungen folgen. Allerdings würde ich den Hausarrest angemessen halten und nicht zu lange...

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