Ist Fleisch essen die ''Nahrungskette''?

13 Antworten

Das Leben kann nur dadurch existieren, dass sich Lebewesen gegenseitig auffressen, was auch immer das für Lebewesen sind - manche essen Pflanzen, manche Insekten, manche eben Säugetiere und Vögel.

Der Mensch ist zwar ein Allesfresser, kann sich also sowohl von tierischer als auch von pflanzlicher Kost ernähren, aber dass zumindest ein Teil der Nahrung aus Fleisch besteht, ist schon seit jeher so. Am Töten von Tieren, um diese zu essen, sehe ich also soweit einmal nichts verwerfliches oder unnatürliches, nebenbei wurden früher auch umgekehrt Menschen von Tieren gefressen, mittlerweile passiert das nur noch selten, weil wir gelernt haben uns dagegen zu wehren.

Was keinesfalls natürlich ist, ist die Art, wie wir heutzutage an das Fleisch gelangen. Dass wir Tiere unter grausamen, qualvollen Bedingungen züchten und ihr ganzes kurzes Leben lang einsperren, dann in automatisierten Tötungsanlagen auf dem Fließband schlachten... Das finde ich furchtbar.

Esse ich trotzdem Fleisch? Ja, weil es mir einfach zu gut schmeckt und ich mir ein Leben ohne Fleisch oder gar ohne jegliche tierischen Produkte nicht vorstellen könnte. Ich achte aber darauf, wo ich mein Fleisch kaufe. Billigfleisch aus dem Supermarkt kommt mir nicht auf den Tisch.

Das Prinzip der Nahrungskette ist ohnehin veraltet (Nahrungsnetz!), und selbst dann gilt es nur noch eingeschränkt. Das, was einige Veganer als "Speziesismus" bezeichnen, sichert im Grunde das Überleben der eigenen Art und ist evolutionär bedingt.

Da kann der Mensch das Schwein den Menschen fressen (beides Allesfresser!).

Aus biologischer Sicht ist da heutzutage natürlich ineffizient, wir sind bald 8 Mrd. und anstatt die Kalorien mit 70-90% Verlust die Nahrungskette Futterpflanze - Tier - Mensch hochzumästen, äßen wir sie am besten direkt. Ein Überleben war aber zumindest vor mehreren zehntausend Jahren ohne Jagd außerhalb der tropischen Zone unmöglich. Tiere bieten eine hohe und gut verwertbare Kaloriendichte, auch in kargen Zeiten oder wo Ackerbau nicht möglich ist. Dasselbe gilt noch heute für Seevölker und Viehhalter in sehr kalten oder ariden Regionen.

Hallo DomenikValci10,

Das von die beschriebene Szenario beschreibt sehr schön Speziesismus. Es handelt sich dabei um eine Form der Diskriminierung, bei der Menschen glauben, dass sie allen anderen Tieren überlegen und daher im Recht seien, sie zu behandeln, wie sie möchten.

Im Gegensatz zu einem frei lebenden Raubtier, das töten muss, um zu überleben, besitzen wir die Fähigkeit, unser Handeln unter ethischen Aspekten zu reflektieren und entsprechend anzupassen.
Als Allesfresser können wir Menschen zwar tierische Produkte essen, wir müssen es jedoch nicht, um zu überleben und ein gesundes Leben zu führen. Das macht den Verzehr tierischer Produkte, für die Lebewesen ausgebeutet und getötet werden, aus ethischer Sicht unvertretbar.

Heutzutage ist die Frage also nicht mehr so sehr die nach einer "natürlichen Nahrungskette", sondern eher die nach der Verantwortung für die Folgen unseres Konsums, die die Möglichkeit, bewusst zu handeln und moralisch abzuwägen, mit sich bringt.

Viele Grüße
Paula von PETA Deutschland

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Die ökologische Realität, die in der Natur vorliegt, ist ein "Nahrungsnetz".

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=nahrungsnetz

Der Begriff "Nahrungskette" ist ungünstig, da zu sehr vereinfachend.

Im Übrigen spricht aus deiner Frage die knallharte veganistische Festgefahrenheit, jedes Lebewesen in der Wertigkeit gleich einzustufen.

Es ist tief unmoralisch, Mensch und Maus gleichzusetzen und die Welt wird euch nie folgen in dieser extremen Sichtweise.

Lieber DomenikValci10,

das von dir beschriebene Szenario beschreibt sehr schön das Natur-Defizit-Syndrom(oder auch Bambi-Syndrom genannt). Es handelt sich dabei um die "Fähigkeit" die Natur zu einer idyllischen, harmonischen Parallelwelt zu idealisieren. Bäume zu Pflanzen ist gut, Bäume zu fällen ist Böse und der Jäger ist ein Mörder.

Als Halbwegs intelligenter Mensch weiss man, dass wir in einer Überflussgesellschaft Leben in der KEIN Lebensmittel mehr zum überleben Notwendig ist. z.b. Wir können auf Südfrüchte verzichten und trozdem Gesund leben. Wir können sogar komplett auf Obst verzichten und trozdem gesund Leben.

Jeden Tag sterben Milliarden Tiere (Feldhase, Rehe, Feldhamster...usw) durch den Pflanzenanbau obwohl wir uns auch von weniger Pflazen ernähren könnten. Das macht Veganismus aus ethischer Sicht unvertretbar.

Ganz liebe mischköstliche Grüße

wickedsick05

also können wir auch auf fleisch, milch und eier verzichten und trotzdem gesund leben?

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@wickedsick05

doch, die wissenschaft ist sich einig, dass man darauf verzichten kann. bei obst stimme ich dir zu. vitamin c gibt es auch in gemüse.

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@wickedsick05

ist deine aussage, die du getroffen hast. ich würde mich über deine quelle freuen. aber bitte nicht wikipedia, denn das empfindest du ja nicht als wirklich seriös :D

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@Xendo1108

wo hab ich denn behauptet:

doch, die wissenschaft ist sich einig, dass man darauf verzichten kann.
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@wickedsick05

hier. ich habe geschrieben: "Also können wir auch auf fleisch, milch und eier verzichten"

deine Antwort: "Nein, aber z.b. auf milch oder Eier oder auf Obst."

solange du kein beleg lieferst, was das ganze unterstützt ist das nicht sehr aussagekräftig.

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@Xendo1108

eben ich habe nicht behauptet

die wissenschaft ist sich einig, dass man darauf verzichten kann.
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@wickedsick05

schade, ich würde gerne mit dir diskutieren. aber du bist nicht gerade entgegenkommend :(

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