Ist es ein Nachteil oder ein Vorteil und sogar herrlich, ein Atheist zu sein?

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10 Antworten

Ich bin Buddhist und damit sowohl religiös, als auch atheistisch.

Konkrete Nachteile kann es meiner Meinung nach höchstens bei der Berufswahl geben, wenn der potentielle Arbeitsplatz einen kirchlichen Träger hat und die Konfession somit ein Einstellungskriterium wäre.

Außerdem können Atheisten in einer Krisensituation womöglich nicht auf das Gefühl religiöser Gewissheit einer Erlösung zurückgreifen, so dass ihnen dieses emotionale Ventil nicht bewusst zur Verfügung steht.

Meiner Meinung nach könnte es auch sein, dass es gänzlich areligiösen Menschen, ohne Bezug zur Transzendenz und Spiritualität an einer gewissen Tiefe mangelt, unabhängig davon, ob sie an einen Gott glauben.

Einen wirklichen Nachteil sehe ich sonst eigentlich nicht.

Ein Atheist lebt nicht in der Furcht vor einem strafenden Gott, ist nicht an religiöse Regeln gebunden und unterliegt nicht der Vorstellung der Sünde. Er hat also viele Freiheiten, die einigen religiösen Menschen verwehrt bleiben.

Ein Atheist ist nicht automatisch unmoralisch, nur weil er womöglich keine religiösen Werte vertritt, sondern er kann sich beispielsweise an humanistischen Idealen orientieren.

Grundsätzlich sehe ich weder Religion noch Atheismus als schlecht an. Allerdings sind mir Arroganz und Absolutheitsansprüche von beiden Seiten zuwider.

Ich finde einen fanatischen Atheisten, der ständig meint über seinen Nichtglauben reden zu müssen, genau so unangenehm, wie einen fanatischen Gläubigen, der mich ständig irgendwelchen Bekehrungsversuchen aussetzt.

Ich respektiere den Glauben, sowie den Unglauben anderer Menschen - wenn aber im Rahmen einer Ideologie die persönlichen Freiheiten massiv beschnitten werden und Diskriminierung und Manipulation daraus folgen, sehe ich Grund zu offenes Kritik.

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Kommentar von Qochata
02.10.2016, 17:16

Religionen beschneiden doch die persönlichen Freiheiten unter Zuhilfename von Manipulation und Indoktrination

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kommt darauf an manche leute leben quasi für ihren glauben und der macht sie glücklich andere interessieren sich nicht für Religion ich finde es gibt weder vor noch Nachteile muss jeder selber entscheiden

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Kommentar von Qochata
02.10.2016, 11:14

alles hat doch seine Kehrseite, sagt man

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Für mich wäre es absolut unvorstellbar, ein Atheist zu sein. Ich will nicht nur vorübergehend glücklich sein - sondern ewig

Ich will nicht nur vorübergehend lieben und geliebt werden - sondern ewig.

Mein Ich soll nicht vergänglich sein, sondern nie vergehen

Ich ertrage keinen  Abschied für immer, sondern ersehne ein Wiedersehen

Traurigkeiten, Krankheit, Leid, Ängste, Sorgen, Tod muss auch ein Atheist aushalten, das finde ich eher trostlos als herrlich.

Als Vorteil wird von Atheisten gesehen, dass man das Leben ohne Tabus und Gewissensbisse  genießen kann, ohne dass es eine Rechtfertigung gibt. Diesen vermeintlichen Vorteil kann ich nicht erkennen, das Vergnügen des einen wird dem anderen meist zum Schmerz.

Eine Ewigkeit ohne Gott finde ich nicht herrlich, sondern furchterregend. Da du diese Möglichkeit aber ohnehin als größten Blödsinn bezeichnest, wird deine Frage somit  hinfällig und  dient nur der Provokation gegen gläubige Menschen.

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Kommentar von Baoshan
02.10.2016, 13:51

"Als Vorteil wird von Atheisten gesehen, dass man das Leben ohne Tabus und Gewissensbisse genießen kann, ohne dass es eine Rechtfertigung gibt."

Sorry, aber das ist absoluter Blödsinn. Man brauch wahrlich keine theistische religion um Moral zu besitzen.

Im gegenteil, ich käme z.b. Nie auf die idee mich für dein oben beschriebenes ewiges leben in die luft zu sprengen.

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Kommentar von Rixon
12.10.2016, 22:43

Auch Atheisten müssen sich rechtfertigen.
Wenn ich heut lebe, als gäbe es kein Morgen, ist die Welt schneller kaputt. Ich versuche die Welt ein wenig besser zu machen. Überdenke meinen Konsum, überlege mir ob ich den Weg jetzt wirklich mit dem Auto fahren muss oder ob es nicht doch zu Fuß oder mit Longboard geht. Versuche Faire Produkte zu kaufen, die Umwelt nicht noch mehr zu zerstören. Damit ich meinem Kind sagen kann, dass ich alles in meiner Macht stehende getan habe, um ihnen eine bessere Welt zu hinterlassen. Deswegen bin ich auch politisch aktiv. Setze mich für den Humanismus ein und, das wird dir jetzt sicherlich nicht gefallen, für einen säkularen Staat. Also das Religion in Deutschland weiter an macht verliert. Ich sehe es eher umgekehrt. Da ja irgendwie alles Gottes Plan ist und Gott es ja richten wird, können religiöse Menschen leben als hätten wir noch drei oder vier Planeten auf Lager. Denn laut Bibel kommt eh irgendwann der Weltuntergang und Gott macht alles neu. Natürlich nur für die, die an ihn glauben.
Das war übrigens nur eines von vielen Beispielen, wo Menschen Rechenschaft ablegen müssen.
Was ich bei dir raus lese und was wohl der einzige Grund ist warum du an Gott glaubst ist, dass du irgendwann stirbst und dann alles vorbei ist. Du hast einfach nur Angst vor dem Tod. 

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Ich bin sehr zufrieden mit meinem "Nicht-Glauben-Müssen".

Manchmal jedoch beneide ich die Katholiken. Haben die einen Bockmist gebaut, geht es zur Beichte und nach drei Vaterunser ist alles vergeben, vielleicht sogar vergessen.

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Kommentar von lea3000
02.10.2016, 15:50

Glauben ist kein MUSS

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Kommentar von Qochata
13.10.2016, 17:41

Es gibt da aber noch ein unabhängiges Naturgesetz, das für alle gilt, auch für unsereiner. Alles negative, was wir aussenden, kommt irgendwann wie ein Bumerang zu uns zurück; manchmal mit doppelter Wirkung. "Gott vergibt, Django nie!"

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Wenn die Bibel recht hat:

- gibt es einen Gott
- hat unser Leben einen wirklichen Sinn und
eine Zukunft, die über das irdische Leben hinaus in eine wundervolle
ewige Existenz reicht
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Einige Gründe dafür, dass die Bibel recht hat, finden sich m. E. hier: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

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Kommentar von Qochata
02.10.2016, 22:17

abgelehnt

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Kommentar von Meatwad
04.10.2016, 22:18

Wenn die Bibel recht hat:

Korrekt: "Wenn die Bibel recht hätte:"

Denn schließlich hat sie an so vielen Stellen Unrecht.

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Weder noch, es ist einfach eine Glaubensueberzeugung. Jeder kann glauben was er will, es hat weder Vor- noch Nachteile.

Die meisten Menschen leben nach den Glaubensmustern die ihnen von den Eltern, Schule, Kollegen und Fernsehen eingeimpft worden sind.

Sie selbst haben keine Ahnung, was das ganze hier unten soll, wo sie herkommen und wer sie sind. Und keiner weiss Antworten, also glauben sie das, was ihnen am meisten zusagt oder sich wohlfuehlen koennen.

Und so geht das Leben fuer Leben, viele Fragen, keine Antworten.

Niemand gibt Antworten, die Religion nicht und die Wissenschaft auch nicht.

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Kommentar von Qochata
03.10.2016, 10:43

Und wenn ein Atheiist auf die Idee käme, zu sagen: "Ok. auch ich kann mich irren. Es gibt vielleicht doch einen Gott, der die Welt erschaffen hat, der sich aber aus allem heraushält, was in ihr geschieht."  Damit wären auch alle sinnigen und unsinnigen religiösen Fragen beantwortet, und es gäbe keine Streitereien mehr darüber, ob z.b. Jesus Gottes Sohn war oder eben doch nur ein Prophet unter vielen. Natürlich kann jeder glauben, was er will, das macht ja auch jeder. Nur was bringt es? Der eine glaubt dieses, der andere jenes. Und jeder will recht haben. Davon abgesehen hat die Wissenschaft schon einige Antworten gegeben, z. b. dass die Erde nachweislich keine Scheibe sondern kugelförmig ist, dass sie sich um die Sonne dreht (und nicht umgekehrt) und dass sie eben nicht der Mittelpunkt des Weltalls und wahrscheinlich auch nicht der einzige bewohnte Planet im Weltraum ist. Des weiteren kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass sich unser Universum aus rein physikalischen Gründen selbst erschaffen hat. Und auch die sogenannte Weltformel wird eines Tages gefunden werden, die etliche andere, noch offenstehende Fragen zu beantworten weiß

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Es kommt darauf an, welches Leben du willst. Das vergängliche Leben auf der Erde oder das ewige Leben im Paradies/in der Hölle.

Doch ihr zieht das irdische Leben vor ,[87:16] wo doch das Jenseits besser und dauerhafter ist. [87:17]

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Kommentar von Qochata
02.10.2016, 17:38

Wer kennt schon das Jenseits? Handelt es sich vielleicht um ein Parallel Universum? Wahrscheinlicher  jedenfalls als Himmel und Hölle.

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Atheismus und Krankheit

Wer den Vater[gott] nicht findet, der ist in irgendeiner Weise mit mangelnden Anlagen geboren, der ist nicht gesund. Atheist sein heißt, in einer gewissen Weise körperlich krank sein, und alle Atheisten sind in einer gewissen Weise körperlich krank, da ihnen der vatergott verlorengegangen ist.
(R. Steiner, GA 220: Seite 177)

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Kommentar von Qochata
03.10.2016, 13:06

Ein Gläubiger kann krank sein, ein Atheist und Agnostiker auch. Welcher Arzt stellt die Diagnose?

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Kommentar von Susanne88
03.10.2016, 19:06

[Ein Atheist] "ist in irgendeiner Weise mit mangelnden Anlagen geboren, der ist nicht gesund."

Das heisst, ein solcher Mensch kann demnach nie gläubig werden? Denn mangelnde Anlagen können meines Wissens nach später nicht irgendwie hinzugefügt  werden. Welche Anlagen sind dies, Gendefekt oder was?


Nachdem Atheisten, wie du sagst, "körperlich krank" sind, muss diese Krankheit feststellbar sein! Also wie, mit welchen Methoden stellt man das fest?

Habe gegoogelt, aber nichts gefunden. Also bitte hilf mir.

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Je nachdem. Wobei die Frage halt ist, warum du nicht glauben willst, ist es der Gedanke, das Religionen alle im unrecht sind, ist es der Zeitgeist, der Wille selbst darüber entscheiden zu dürfen, was richtig und falsch ist oder was anderes?

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Kommentar von Qochata
02.10.2016, 17:12

warum soll ich etwas Unbewiesenes und dazu noch Indoktrinationhaftes  glauben?

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Ja, ein ethischer mit den Tugenden eines Gentlemans ausgestatteter Atheist.

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Kommentar von Qochata
02.10.2016, 11:12

ja, und er hat auch keine Angst vor dem größten Blödsinn aller Zeiten: In die Hölle zu kommen

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