Ich habe Jesus akzeptiert, aber wieso bin ich noch nicht bereit zu sterben?

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41 Antworten

Hallo KJunge15,

zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass es mir sehr leid tut, dass Dir in Deinen jungen Jahren so etwas Schlimmes widerfährt! Der Tod ist ein schrecklicher Feind des Menschen und aus diesem Grund fällt es uns allen auch so schwer, diesen zu akzeptieren.

Es freut mich, dass Du in Deiner schweren Situation einen Halt im Glauben gefunden hast. Verständlicherweise fragst Du danach, warum Jesus nicht seine Macht dazu einsetzt, Dich von Deiner Krankheit zu befreien. Als er vor fast 2000 Jahren auf der Erde war, gebrauchte er die ihm von Gott verliehene Macht dazu, Menschen zu heilen. Der Bericht der Bibel sagt, dass man die Kranken förmlich vor seine Füße warf, doch er "heilte sie alle" (Matthäus 12:15). Warum tut er das heute nicht mehr, könntest Du fragen?

Nun, Jesus erhielt damals deswegen die Macht, Kranke zu heilen und sogar Tote aufzuerwecken, weil Gott damit zeigen wollte, dass er als der Messias in dem künftigen Königreich Gottes genau tun kann und tun wird. Viele glauben, mit dem "Königreich Gottes" sei der Himmel gemeint. Die Bibel beschreibt dieses Königreich jedoch als eine "Regierung Gottes", die ihren Sitz im Himmel hat. Jesus Christus steht in dieser Regierung als "König" an oberster Stelle. An seiner Seite stehen Personen, die Gott von der Erde erkauft hat, damit sie zusammen mit seinem Sohn das "Königreich der Himmel" bilden. Über sie heißt es in der Offenbarung: "Du bist würdig, die Buchrolle zu nehmen und ihre Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden, und mit deinem Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft,  und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren" (Offenbarung 5:9,10). Was bedeutet das für uns?

Nun, die meisten Menschen werden kein Teil dieser göttlichen Regierung sein, sondern die Möglichkeit erhalten, unter dem Königreich Gottes hier auf der Erde zu leben. Und genau hier liegt eine wunderbare Hoffnung: Das Königreich wird nämlich dafür sorgen, dass es all die schlimmen Dinge, einschließlich des Todes, hier auf Erden nicht mehr geben wird. Über diese herrliche Zeit heißt es ebenfalls in der Offenbarung: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Stell Dir einmal vor: In dieser Zeit wirst Du von Deiner schrecklichen Krankheit für immer befreit sein! Es wird nichts mehr geben, was dann einem friedlichen und glücklichen Leben hier auf Erden im Weg stehen könnte. Ja, Du hast richtig gelesen: hier auf Erden. Schon in den Psalmen wird uns verheißen, dass den meisten Menschen ein ewiges Leben auf der Erde in Aussicht steht. Es heißt dort: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29). Dann werden wir auch wieder mit all denen vereint sein, die bereits gestorben sind, da Gott sie durch die Auferstehung wieder zum Leben zurückbringen wird.

Sind das nicht wunderbare Aussichten? Helfen sie einem nicht dabei, das gegenwärtige Leid besser ertragen zu können? Wie der Apostel Paulus einmal ausdrückte, liegt nämlich das "wirkliche Leben" noch vor uns (1. Timotheus 6:19)! Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!

LG Philipp

Das ist sehr einfühlsam geschrieben! Ein Trost für alle in schweren Zeiten.


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@NewSummer

...warum ausgerechnet dies hier ein "Trost" (oder gar eine Art "Erklärung") für einen 15-Jährigen (mit einer lebensbedrohlichen Krankheit) sein soll, mag mir nicht in den Kopf.

Es ist nichts als ein konstruiertes Sammelsurium von Bibelstellen, die von dem (derzeitigen und tatsächlichen) Leben eines jungen Menschen weiter entfernt nicht sein könnten.   

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@mia68

mia68, Du hast scheinbar weder die Frage (die über den Glauben des Fragestellers informiert)  richtig gelesen noch die sehr passende Antwort von Philipp dazu.

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@NewSummer

Die Frage nach einer "Bereitschaft zum Sterben" erscheint mir nicht als eine, für die eine "passende Antwort" (von anderen) "gefunden" werden muss.

Zumal es dabei um etwas geht, das sich nicht so einfach, von einem zum anderen, "weiterreichen" lässt; sondern um einen sehr individuellen Weg und Prozess. Den jeder Mensch am Ende für sich alleine beschreitet. Angesichts dessen kann es auch keine Antwort geben, die schlichtweg mal so eben für alle unisono "passt".

Insofern maße ich es mir auch nicht an, etwas zu formulieren. Schon gar nicht, wenn es (so wie hier) unter einem Deckmantel wohlmeinenden Ratschlags daher kommt, im Kern aber

a. nicht viel mehr ist als -zwar wohlfeile, und dennoch nichtssagende- Phrasen, die am individuellen Wesen jenes Menschen, der hier sein Anliegen äußert, vorbei gehen

und

b. Ausdruck eines religiösen Eifers ist, der sich als "Schlupfwinkel" die Verzweiflung eines 15-Jährigen auserkoren hat.


Ich wünsche dem Jungen somit vielmehr, dass er allenfalls (!) in seinem nahen und unmittelbaren Umfeld (!!) jene Unterstützung und Worte findet, die ihn wirklich erreichen. Und die ihm dabei helfen, möglichst das zu "finden", wonach er zu suchen scheint.        

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@mia68

mia68, auch wenn ich den chiliastischen Glauben mit Philipp teile, denke ich das hier jede andere Antwort von gläubigen Menschen als positiv zu bewerten ist, auch wenn unsere Meinungen in bestimmten Dingen auseinander gehen.

Wir alle glauben an das Loskaufopfer Jesu, welches uns Hoffnung verspricht da es uns von unserer Erbsünde, dem ewigen Tod befreit. KJunge selbst hat zum Glauen gefunden.

Deshalb finde ich die frohe Botschaft die Gott uns gibt (irdische Auferstehungshoffnung) von welcher philipp KJunge15 mitgteilt, sehr tröstend und hier absolut angemessen.

Deine Aussage:

unter einem Deckmantel wohlmeinenden Ratschlags daher kommt, im Kern aber Ausdruck eines religiösen Eifers ist, der sich als "Schlupfwinkel" die Verzweiflung eines 15-Jährigen auserkoren hat.

ist gerade zu ungerechtfertigt. Hier geht es einzigst und allein darum einem sehr krankem Kind Trost zu spenden.

Welchen Zweck sollte die antwortende Person sonst bezwecken?

Ich finde Antworten die sagen wollen: Junge es gibt nichts danach, nur das Jetzt und in Zukunft  wird nichts kommen

1. falsch 

und

2. hier völlig unangemessen.



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@mia68

Hallo mia68,

ich bin mir sehr wohl der Schwierigkeit bewusst, einen Jungen Menschen, der den Tod vor Augen hat, angemessen zu trösten. Ob mir das durch meine Antwort gelungen ist, könnte im Grunde nur der Betreffende selbst beantworten.

Für jemanden, der weder an Gott noch an die Bibel glaubt, kann ein Trost, der über das jetzige Leben hinausreicht, natürlich kein echter Trost sein. Da jedoch "KJunge15" ein gläubiger Mensch ist, hielt ich es für hilfreich, ihm positive Gedanken aus dem Wort Gottes mit auf den Weg zu geben.

Millionen von Menschen haben in der von mir anhand der Bibel dargelegten Hoffnung auf ein künftiges neues Leben Kraft und Trost geschöpft, besonders in Zeiten schwerer Krankheit und Trauer. Mir ist allerdings bewusst, dass sich nicht jeder von der Botschaft der Bibel angesprochen fühlt.

Die von Dir angeführte Kritik habe ich registriert und respektiere Deine Meinung dazu. Meine Antwort jedoch als im Kern "Ausdruck eines religiösen Eifers, der sich als "Schlupfwinkel" die Verzweiflung eines 15-Jährigen auserkoren hat" zu bezeichnen ist eine Unterstellung falscher Beweggründe und Absichten. Darüber zu urteilen, steht Dir gewiss nicht zu, da Du diese ja nicht kennst. Ich kann Dir jedenfalls versichern, dass ich tief mit dem Jungen mitfühle und mich sein bewegendes Schicksal veranlasst hat, die angeführten Gedanken zu verfassen.

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@Philipp59

@Philipp

Wenn ich deine jüngsten Zeilen lese, dann glaub ich dir sogar, dass Obiges nach bestem (persönlichen) Wissen und Gewissen geschrieben wurde; tut mir leid, dies angezweifelt zu haben.

Dennoch finde ich es problematisch, eine solche Ausführung als "exemplarisch" zu nehmen - sprich: als etwas, das eine Allgemeingültigkeit sowie "alleinige Wahrheit" verkörpert. Und genau tut es, respektive: tust du, wenn du so formulierst, wie du es eben tust, nämlich: ohne jeglichen Zweifel an einer Ausschließlichkeit. Siehe: 

Das Königreich wird nämlich dafür sorgen, dass es all die schlimmen Dinge, einschließlich des Todes, hier auf Erden nicht mehr geben wird.

...welches "Königreich"!? Welche "schlimmen Dinge"?! Die Bewertung all dessen, was hier auf Erden passiert, ist stets etwas zutiefst Subjektives. Nichts ist per se "schlecht" oder "gut"; auch nicht der Tod. Wir erst machen es zu dem, es es zu sein scheint. Es lohnt sich sehr, sich darüber mal so seine ganz eigenen Gedanken zu machen.

Und wenn man sich darauf einlässt (auf eigenständiges Denken, Spüren, Hineinfühlen - ganz losgelöst von vorgegebenen, einzementierten Bibelstellen), dann kommt man irgendwann vielleicht auch zu dem Schluss, dass es zwischen der Theorie zu dem besagten "Loskaufopfer" und dem, was ihr (du und sicher auch @new summer) als "Ungläubigkeit" bezeichnet, womöglich noch sehr viel Spielraum gibt! Bestehend aus noch ganz anderen und vielfältigeren Wegen, dem Tod (sowie dem, was danach kommen könnte) zu begegnen.

Und diese Wege sind (im Einzelfall) durchaus nicht weniger trost- und hoffnungsvoll, bloß weil sie nicht auf diverse Psalme zurückgreifen mögen...


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Hallo KJunge15!

Zuallererst muss ich sagen, dass ich es Wahnsinn finde, dass du schon so weit bist! In deinem Alter haben noch lange viele nicht diese Einstellung, die du im Moment hast! Mich freut es total, dass du zu Jesus gefunden hast und Ihm vertraust und versuchst deine Krankheit anzunehmen. Ich finde es wirklich sehr stark von dir, dass du das versuchst! Und ich finde es sehr schön, dass du um ein Wunder betest und daran glaubst. Denn wie heißt es so oft in der Bibel: "Dein Glaube hat dir geholfen!"

Ich bin mir sicher, dass Er definitiv dein Gebet hört und sich soo sehr freut, dass Du entschieden hast, deinen Weg mit Ihm zu gehen. :)

Was wichtig ist, zu begreifen: Der liebe Gott hat einen Plan. Und wir verstehen ihn oft nicht. Mein Bruder ist auch vor 2 Jahren gestorben und ich habe ihn sehr geliebt. Jetzt noch frage ich mich oft, aus welchem Grund er sterben musste. Auch letztes Jahr starb meine Tante an Krebs und wieder stellte ich mir diese Frage. Vor allem, weil beide sehr wertvolle, liebenswürdige Menschen waren.

Leider kenne ich dich nicht, KJunge15, aber ich bin mir 100%ig sicher, dass der liebe Gott mit DIR einen wundervollen Plan vorhat. Durch dein Leid kannst du vielleicht viele weitere Menschen zum Glauben führen. Aufgeopfertes Leid ist das wertvollste Gebet überhaupt. Es heißt auch: Wenn Engel uns beneiden könnten, würden sie uns um 2 Dinge beneiden: 1. Die Eucharistie und 2. das aufgeopferte Leid.

Die Heilige Anna Schäffer beispielsweise, lag fast 25 Jahre lang im Bett und konnte sich kaum bewegen, da sie sich die Füße verbrannt hatte. Aber durch ihr Leid und ihr Gebet konnte sie viele Menschen zur Liebe Gottes führen. Oder vielleicht sagt dir der Name "Chiara 'Luce' Badano" etwas. Mit 18 Jahren wurde bei ihr Knochenkrebs diagnostiziert und alle Chemos waren vergebens. Aber ihr Verhalten weckte Erstaunen, ihre innere Klarheit und die tiefe Freude in ihren Augen wirkten berührend und anziehend und hat viele Menschen zur Wandlung gebracht. Sie war immer fröhlich! Zu ihrer Mutter sagte sie öfter: "Jeder Augenblick ist kostbar; er darf nicht vergeudet werden. Wenn er gut gelebt wird, hat alles einen Sinn. Alles relativiert sich, auch in den schrecklichsten Momenten, wenn wir es Jesus schenken. Deshalb geht der Schmerz nicht verloren, sondern hat einen Sinn als Geschenk für Jesus."

Ich kann mir kaum vorstellen, wie hart deine Situation im Moment ist! Und ich finde es sehr mutig von dir, dass du so offen darüber redest und uns daran teilhaben lässt!

Falls du einen Ratschlag hören wollen würdest, würde ich dir diesen geben: Genieße jeden Moment und danke Gott dafür, dass du noch diese Zeit hast, um sie mit deiner Freundin und deiner Familie leben zu können. Aber freue dich auch auf die Erlösung. Auf den Himmel! Jesus ist für uns gestorben, um die Tür zum Himmel zu öffnen, damit JEDER gerettet wird und bis ans Ende dort glücklich ist! Stell dir eine Situation vor, die du gern wieder haben würdest, weil sie soo wunderschön war. Und dann noch besser. So ist der Himmel - unzwar durchgängig. Nicht nur ein paar Minuten, sondern ewig! (Manchmal beneide ich sogar diese Menschen, die es schon geschafft haben und bereits im Himmel sind!;)

Ich durfte im Traum schon einmal einen Blick in den Himmel werfen und ich kann bezeugen: Es war uuunbeschreiblich schön. Diese Farben. Diese Wärme. Diese Liebe. Diese Gemeinschaft. Dieser Friede. Diese Freude. Es ist.... man kann es mit Worten kaum aussprechen. Und wenn du im Himmel bist, dann kannst du den ganzen Tag auf deine liebe Freundin aufpassen und sie geistig begleiten. Vielleicht sogar im Traum zu ihr kommen oder Worte zu ihr sagen.

Ein Mann hat zu seiner Frau einmal kurz bevor er starb, gesagt: "Ich werde in deinen Träumen immer bei dir sein!" Und es bewahrheitete sich. Sie träumte nachts sehr oft von ihm. Denn für Gott ist nichts unmöglich!

Also, ich möchte dich nur ermutigen: Glaube gaanz fest daran, dass Gott dieses Wunder tun kann! Aber wenn es trotz alledem nicht eintrifft, sei dir gewiss, Gott hat nur Pläne des Heils (die wir Menschen auf Erden nie begreifen werden - sondern erst im Himmel) und Er liebt dich unendlich. Er möchte nur, dass DU glücklich bist ... und das wahre Glück ist im Himmel - denn dort ist unsere wahre Heimat!

Ich wünsche dir alles Glück der Welt! Möge der Herr dich stärken mit Kraft, Durchhaltevermögen, Liebe, Geborgenheit, Nähe und wahrer Freude, damit du auch immer mehr Seinen Willen erkennen kannst! :)

Mit dem besonderen und mütterlichen Segen Mariens +++

TakeOneSmile :)

 - (Medizin, Krankheit, Religion)

Dein Kommentar hat mich sehr bewegt. Sehr tolle, starke und tröstende Worte...

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"Was wichtig ist, zu begreifen: Der liebe Gott hat einen Plan."

Die Lebenszeit wird schon in die Liege (Geburt) gelegt. War mit 5 Jahren auch schwer krank, war aber noch nicht dran.

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Das ist verdammt hart.

Ich denke, zu wissen, dass man bald sterben wird ist nicht dasselbe wie sich damit abgefunden haben. Besonders dann, wenn man das Gefühl hat, es ist noch nicht alles erledigt, hier auf der Erde. Da sind noch Menschen, die man nicht gerne loslassen möchte, es gibt noch Sachen, die man tun möchte.

Zu gerne würde ich Dir jetzt etwas Mut und Kraft spenden für das, was vor Dir liegt und sich - wie Du sagst - wohl nicht ändern lässt.

Ich hoffe, dass Deine Gebete erhört werden und es doch noch ein Wunder gibt für Dich.

Alles Gute!

Liebe Grüße
PoisonArrow

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