Hat Kernfusion irgendwelche Nachteile?

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11 Antworten

Warum entwickelt man denn nicht die Kernspaltungs-Technik nicht weiter, damit wäre dann auch gleich das Problem (in der BRD sagt man ja auch Herausforderung) mit der Langzeit-Geo-Lagerung gelösst ?

Abgebrannte Brennelemente sind nach 300 000 Jahren auf ein radio-giftigkeits Niveau von natürlichem Uranerz (Pechblende) abgeklungen schau im Netz unter radiotoxicity oder unter , http://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=30396&pNid=2721 oder ww.sciencedirect.com/science/article/pii/S0146641010000669. Der nukleare Abfall aus aktuellen Wiederaufbereitungsanlagen (Sellafield, Le Hage) ist nach 10 000 Jahren auf dem radioaktiven Niveau von Pechblende abgeklungen. Durch das Abtrennen von Uran und Plutonium verbleiben nur noch die hoch radioaktiven Spalt-Produkte und die mittel-radioaktiven Minor-Actinoide (ohne U, Pu). Somit wird der hoch aktive nukleare Müll der KKW um den Faktor 20 reduziert (siehe bei Wiki nach Wiederaufarbeitung). Wendet man das auf die 17 KKW der BRD an, fallen nicht mehr 400t Atom-Müll pro Jahr an, sondern nur noch 20t pro Jahr (hoch radioaktiver Abfall jetzt aber nur noch die Spalt-Produkte + Minor-Actinoide). Weiter verringert das Abtrennen (Wiederaufarbeiten) die Lagerzeit des Abfalls um den Faktor 100. Bei einer alternativen Reaktortechnik (Flüssigsalz-Reaktor, homogene Fluid-Reaktoren dual-fluid-reaktor.de, ww.Energyfromthorium.com) würden nur noch die Spalt-Produkte als Abfall anfallen. Der nukleare Müll solcher alternativen Reaktor-Typen ist bereits nach etwa 500 Jahren auf das radioaktive Niveau von Pechblende abgeklungen. Das ist möglich, da alle Transurane (Minor-Actinoide) im Reaktor verbleiben und dort vom epithermischen Neutron-Fluss gespalten werden. Somit nutzt man die Minor-Actinoide wie das Uran-235 oder das Plutonium-239. Siehe hierzu mal Netz unter Energyfromthorium.com.

Bei den chemischen Giftstoffen, wie den hoch krebserregenden Dioxinen, Furanen,... der Verbrennungs-Technik ist nicht mit einer Zersetzung zu rechnen. Chemikalien zerfallen nicht wie radioaktive Stoffe. Somit verbleiben diese hoch gefährlichen Abfälle für immer.

Leider wurde 2005 unter den SPD/Grünen die Wiederaufbereitung, auch die deutscher Abfälle im Ausland, verboten. Interessanterweise lagert die BRD jedoch chemisch hoch giftige Abfälle des Auslandes gegen Geld ein. Damit haben die Grünen kein Problem. Weiter wurde dieses chem. Endlager in Herfa Neurode vom damaligen hessischen Umweltminister Joschka Fischer 1986 genehmigt und als "Juwel" bezeichnet :-) [ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13520557.html Spiegel.de, waste.informatik.hu-berlin.de/grassmuck/Texts/MuellSystem/joschka.html]. Also, wer "GRÜN" wählt, wählt chemische Endlager (die zweifellos notwendig sind).

Zur chemischen Endlagerung:

de.wikipedia.org/wiki/Endlager , de.wikipedia.org/wiki/Müllverbrennung, ww.focus.de/politik/deutschland/sondermuell-ab-ins-bergwerkaid152486.html, ww.badische-zeitung.de/elsass-x2x/wohin-mit-dem-hochgiftiger-sondermuell-aus-wittelsheim--36297444.html , ww.spiegel.de/spiegel/print/d-13489952.html , ww.toxcenter.de/artikel/Herfa-Neurode-groesste-Sondermuelldeponie-der-Welt.php, ww.eon-energyfromwaste.com/Umwelt/133.aspx, ww.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html, ww.dw.de/zerstörte-umwelt-der-preis-des-goldes/a-15295336und viele mehr. Schaut einfach mal im Netz unter Sondermüll Bergwerk, Joschka Fischer Herfa Neurode, Filterstaub Bergwerkt... .

Resultierend kann man sagen, dass auch mit der klassischen Kernenergie die endzulagernde Menge pro kWh weit geringer ist, als bei der Neodym basierenden Windenergie oder der Verbrennungstechnik. Weiter ist der radioaktive Müll nicht in alle Zeit gefährlich.

reale Gefahren eines 3'fachen GAU

[ww.spiegel.de/wissenschaft/medizin/uno-studien-strahlung-durch-fukushima-geringer-als-befuerchtet-a-834920.html] „Der Atomunfall von Fukushima wird bei Menschen kaum gesundheitliche Schäden verursachen - zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien der Vereinten Nationen. Auch die Arbeiter, die an vorderster Front gegen die Katastrophe kämpften, seien bisher nicht erkrankt.“

[ww.welt.de/wissenschaft/article106502063/Die-Angst-war-schlimmer-als-die-Strahlung.html] „Die Angst war schlimmer als die Strahlung - Der britische Physiker Wade Allison spricht dem Reaktorunglück von Fukushima den Katastrophen-Status ab. Damit könne man nicht den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie rechtfertigen.“

[ww.morgenpost.de/printarchiv/wissen/article1910366/Um-den-Reaktor-von-Fukushima-hat-es-keine-Strahlentoten-gegeben.html] „Um den Reaktor von Fukushima hat es keine Strahlentoten gegeben“

[ww.japantimes.co.jp/news/2013/03/31/national/thyroids-test-normal-in-fukushima/#.UVquL32EpeW] „The thyroids of young Fukushima residents aren’t significantly different from their counterparts’ glands in three prefectures spread across the archipelago, a survey by the Environment Ministry says.“

[theenergycollective.com/breakthroughinstitut/186436/no-clinically-observable-effects-fukushima-radiation-un] „No Clinically Observable Effects’ From Fukushima Radiation: UN“

[ww.japantimes.co.jp/news/2013/03/31/national/thyroids-test-normal-in-fukushima/#.UVquL32EpeW] „The thyroids of young Fukushima residents aren’t significantly different from their counterparts’ glands in three prefectures spread across the archipelago, a survey by the Environment Ministry says.“

Durchschnitts-Werte : (Sv=Sievert) BRD, Österreich, Dänemark, Belgien um 2,5 m Sv pro Jahr; Finnland um 8 mSv pro Jahr; Frankreich, Griechenland, Spanien, Schweiz um 5 mSv pro Jahr; Schweden um 6 mSv pro Jahr; Guarapari-Brasilien um 175 mSv pro Jahr, Ramsar-Iran um 262 mSv pro Jahr. Eine Röntgen-CT des Bauches belastet den Menschen mit etwa 20 mSv. Röntgen-Durchleuchtung beim Setzen eines Herzkatheter um 300 mSv pro Untersuchung. Klassische Röntgenaufnahme um 0,1 mSv pro Aufnahme. Das Essen einer Banane entspricht 0,1 µSv.

In Nord-Spanien, Süd-Finland, Mittel-Frankreich, im Süden des Schwarzwaldes und in West-Österreich liegt die Belastung durch die natürliche Hintergrunstrahlung/Radioaktivität über 10 mSv pro Jahr [ww.world-nuclear.org/uploadedImages/org/info/NaturalbackgroundradiationEurope.gif]. In Guarapari-Brasilien um 175 mSv pro Jahr und in Ramsar-Iran um 262 mSv pro Jahr (de.wikipedia.org/wiki/Guarapari, de.wikipedia.org/wiki/Ramsar)

Rechnung für Fukushima : (siehe auch /jciv.iidj.net/map/) In der kontaminierten Zone um das KKW Fukushima-Daiichi liegt die meiste Belastung unter 1000 nSv pro Stunde. 1000 nSv/h = 1 µSv/h =24 µSv/Tag (1 x 24) = 8760 µSv pro Jahr (24 Stunden x 365 Tage) =8,76 mSv pro Jahr. Also bekommen die Japaner dort jetzt hauptsächlich eine Belastung ab, welche z.B. auch die Finnen haben,. Vereinzelt (Hotspots) steigt jedoch die Belastung in der Zone um das KKW-Fukushima Daiichi bis auf 30 µSv/h (30 µ x 8760 = 262800 µ), was nach beschriebener Umrechnung 262,8 mSv pro Jahr sind, wie in Ramsar.

Quellen: en.wikipedia.org/wiki/Bananaequivalentdose , en.wikipedia.org/wiki/Background_radiation , ww.world-nuclear.org/info/inf30.html , de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung, ww.100-Gute-Antworten.de, de.wikipedia.org/wiki/Guarapari

ww.kerngedanken.de/2013/03/die-welt-nach-fukushima-teil-1-gefaehrliche-orte/

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@ocin1

Danke für den Post, finde ich gut und informativ.

Man darf meiner Meinung nach aber auch anmerken, dass die Anlagen in La Hage und Sellafield eher in die Kategorie "skandalträchtige Anlagen" gehören. Auch die Wiederaufbereitung hat noch einiges an Entwicklungsarbeit vor sich, bevor man sich auf sie verlassen könnte.

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@ocin1

@Filereal: Vielen Dank für Deine Beurteilung :-)

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Gut, nehmen wir mal an, es wäre wahr, daß Kernfusionskraftwerke keinen Abfall und keine Umweltverschmutzung verursachen, und man könnte den Brennstoff tatsächlich einfach so in den benötigten Mengen beschaffen. Angenommen, es ließe sich so wirklich "praktisch ewig" Strom erzeugen. Selbst dann wären Kernfusionskraftwerke keine Lösung für die Energieprobleme der realen Welt.

Kernfusionskraftwerke sind groß und sehr teuer. Damit ist vorprogrammiert, daß sie sich in den Händen von sehr finanzstarken Monopolen befinden werden. Ihr Betrieb setzt eine hochentwickelte Infrastruktur und Versorgungskette voraus. Damit ist vorprogrammiert, daß die fortgeschrittenen Industriestaaten und die dort beheimateten Industriekonzerne und Banken die Kontrolle über diese Technologie und über den Energiemarkt haben werden. Weniger entwickelte Länder werden den Strom teuer importieren oder sich wie schon heute hoffnungslos verschulden und an die Technologiegeber versklaven müssen, um an diesem Segen teilzuhaben.

Soweit betrifft das die Länder und Regionen, die die geographischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Stromwirtschaft im großen Stil überhaupt mitbringen. Die dafür zu dünn besiedelten oder zu armen Regionen und die Inseln fallen bei dem Konzept unter den Tisch. Glaubt jemand, in Vietnam und Tansania, oder auf Jamaika und Kreta würden dereinst Fusionsreaktoren aufgestellt?


Fußnoten:

[1] Der benötigte Fusionsbrennstoff Tritium ist nicht, wie die gängigen Märchenbilder suggerieren, in Fülle im Ozean vorhanden, sondern muß aus Lithium-6 erbrütet werden. Das kann in dem Fusionsreaktor selbst geschehen, aber da die dabei praktisch erreichbare Neutronenbilanz noch nicht bekannt ist, ist auch die Frage offen, ob der Reaktor überhaupt so viel ausbrüten kann, wie er selber verbraucht. Siehe hierzu Wikipedia: Kernfusionsreaktor

[2] Interessant zur Anschauung: Jordanien. Das relativ arme Land, so ist z.Z. vorgesehen, bekommt Kernkraftwerke, verschuldet sich dafür und verkauft, um sich das leisten zu können, die Schürfrechte an seinen Uranvorkommen exklusiv an einen potenten französischen Minenbetreiber. So funktioniert diese Art von Geschäft.

Das einzige Problem ist, dass es (noch) nicht wirtschaftlich funktioniert.

Ja, 2016 wird ITER wohl fertiggestellt. Laut Wikipedia soll um 2020 erstmals ein Plasma im Reaktor gezündet werden, und ein paar Jahre Später wird man mithilfe von ITER vielleicht abschätzen können, ob es sich möglicherweise lohnt, ab 2040 einen noch größeren Fusionsreaktor zu bauen, der irgendwann eventuell Aufschluss darüber geben könnte, ob es überhaupt möglich ist, durch Kernfusion wirtschaftlich Energie zu gewinnen...

Du siehst, da sind ziemlich viele "Vielleichts" im Spiel. ;)

Trotzdem bin ich ganz zuversichtlich, die Energiegewinnung mittels Kernfusion noch zu erleben!

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich jedenfalls das niemals erleben werde. Keiner von uns, vermutlich.

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@tonikal

Ich habe eigentlich vor, noch mindestens 70-80 Jahre zu leben... Ich glaube, in der Zeit könnte das schon noch was werden!

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Ja, das hat sie: Sie verschlingt seit über 50 Jahren Milliarde um Milliarde, fast alles Steuergelder, und dennoch gibt es bis heute noch nicht mal den Prototypen eines Reaktors, der mehr Energie liefert, als man reinsteckt. Seit Jahrzehnten versprechen uns die Entwickler für die jeweils nächsten drei Jahre den fertigen Reaktor. Und niemand traut sich zu sagen, dass es einfach eine größenwahnsinnige Idee ist, auf der Erde die Sonne nachzubauen. Eine Sonne ist nun mal nur auf der Sonne möglich. Was auf Erden dagegen seit Jahrmillionen funktioniert, ist die Photosynthese. Also liegt es doch viel näher, die Photosynthese technisch nachzuahmen. Dass so viele Physiker und Ingenieure an der größenwahnsinnigen Kernfusion hängen geblieben sind, hat historische Gründe: Das liegt an der Wasserstoffbombe, die im Kalten Krieg entwickelt wurde, um die Menschheit notfalls vernichten zu können. Dieser rein destruktive Ansatz ist bis heute der geistige und materielle Vater des Projekts Kernfusion. Es ist sehr unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, dass ein Fusionsreaktor, sollte er jemals fertig werden, "auf ewig" Strom liefert. Vielmehr wird er wahrscheinlich wegen der aberwitzigen Drücke und Temperaturen nach kurzer Zeit kaputt gehen.

"Dass so viele Physiker und Ingenieure an der größenwahnsinnigen Kernfusion hängen geblieben sind, hat historische Gründe"

Was glaubst Du eigentlich wer die anderen Techniken aufbaut und entwickelt, Geistes-Wissenschaftler, Politiker und Poeten? Alles wurde von Physikern/Chemikern und Ingenieuren entwickeld und aufgebaut!

Ich möchte mal den Poeten/ Geister-Wissenschaftler sehen, der ein Kraftwerk baut oder der sich selbst die Medikamente zusammen rührt, um seine Krankheiten zu heilen. Ganz zu schweigen von einer Raumheizung gegen Mutter-Naturs Winter-Kälte. Und die Bücher, die diese Poeten dann vollkritzeln, werden doch wohl auch nicht von den Poeten gemacht ODER?

Hier ist wohl neo-romantischer Ökoismus am Werk, von jemanden, welcher in der 5'ten Klasse Mathe, Physik und Chemie abwählen durfte.

Immer schön vorsichtig sein und erst denken. Das gilt auch im Staate der Dichter und Denker!!

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@ocin1

Hmm, falsch geraten! Ich habe mit Mathe-Leistungskurs Abi gemacht und stand in dem Fach meist auf 2. Mein zweiter LK war Biologie, also eine Naturwissenschaft. Hättest du ein bisschen über meinenn Punkt Photosynthese nachgedacht, hättest du dir sowas denken können. À propos erst denken.

Fest steht, dass Geisteswissenschaftler in der Regel besser mit grundsätzlicher Kritik umgehen können als Physiker und Ingenieure - eine Fähigkeit, die diese ruhig mal bei jenen lernen dürfen. Ich gebe auch gerne Nachhilfe;-)

Die Tatsache, dass Techniken von Physikern und Ingenieuren entwickelt werden, hat nichts mit meiner Kritik an der Kernfusion zu tun. Ich habe nicht Physiker an sich kritisiert, sondern nur die, die im Fusionsprojekt arbeiten.

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@tonikal

Ich vergaß: Techniken werden auch von Informatikern entwickelt. Und die haben immer wieder Beiträge von Geisteswissenschaftlern, z. B. Linguisten, produktiv aufgegriffen. An der Entwicklung von Mensch-Maschine-Schnittstellen sind Psychologen beteiligt (und zuweilen auch Historiker wie ich). Das am Rande.

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@tonikal

Dann solltest Du uns auch etwas von Deiner "geisteswissenschaftlichen" Umgangsart zukommen lassen, und Verallgemeinerungen gegen über von Berufsgruppen unterlassen, oder besser ausformulieren.

Aber, wie ich sehe hast Du das auch schon selbst eingesehen. So interpretiere ich mal Deine Aussage "Ich habe nicht Physiker an sich kritisiert"

Dein Nachhilfeangebot werde ich wohl ausschlagen müssen, da ich als Physiker erst mal zwischenmenschliche Beziehungen erlernen muss. Wenn ich dann ohne zu stottern einen Satz mit anderen Nichtnaturwissenschaftlern austauschen kann, komme ich gerne auf Dein Angebot zurück (immer wieder schön mit Vorurteilen zu spielen, herrlich :-) )

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Das Kernfusionskraftwerk ist eine tolle Idee. Man sagt seit Jahren, dass die Entwicklung mindestens noch 40 Jahre bis zum energieerzeugenden Dauerbetrieb braucht. Das wird man in 100 Jahren auch noch sagen.

Das Problem ist einerseits die Unwissenheit, andererseits, dass die Stoffe mit der nach derzeitigem Stand als einzige Kernfusion betrieben werden kann, nämlich Deuterium und Triterium recht selten sind. Darüber hinaus sind die Leerlaufkosten recht groß, da das Plasma ja auch bei Leerlauf von extrem großen und starken Elektromagneten in der Schwebe gehalten werden muss.

Davon abgesehen ist eine (sollte so etwas möglich sein) Katastrophe bei einem Fusionskraftwerk wesentlich größer als die bei einem AKW... dort wird zwar viel verseucht, bei Kernfusion nicht, aber stell dir mal vor: Wenn durch die Masse von 1 Wassertropfen mit vielleicht einem Viertelgramm Gewicht so viel Energie durch Fusion gewonnen werden kann wie bei einem ganzen ÖLFASS & bei der Kernfusion mehrere Tonnen davon im Reaktor sind, wahrscheinlich sogar mehrere dutzend Tonnen& all das in Energie umgewandelt wird, ist die Wirkung eines einzigen Super-Gaus verheerend. Mit der Masse an Deuterium & Tritierium die der des Oberschenkels eines gut trainierten Mannes entspricht könnte man, würde man mit dieser Masse Kernfusion betreiben, ein Land wie Deutschland dem Erdboden gleich machen.

Ein einziger Fusions-SuperGAU wäre demnach die totale Apokalypse; vielleicht würde sogar die Erde aus der Bahn geworfen werden... auf jeden Fall wäre Europa, ein großer Teil des Pazifiks sowie ein großer Teil Asiens und Afrika bei solch einem GAU in einem Werk in Frankreich einfach nur noch ein großes Loch...

Begeisterung in den 80-Jahren; in 30 Jahren schaffen wir das! Inzwischen bin ich im Ruhestand, Ich hörte den begeisterte Ruf letztens: In 30 Jahren schaffen wir das. In der Zukunft werden wir solche Begeisterung leider öfters hören. Nicht als Pessimist will ich mich äussern, jedoch scheint mir der Weg zur Fusion zu hoch gestochen. Es gibt einen Weg im etwas niedriger-energetischen Weg, wo sich die Reaktionswahrscheinlichkeiten überlappen. Dann könnte es sein, dass die Apparate nicht sofort verdampfen, falls sie Reaktion glückt.

Die bei der Fusion erzeugten lästigen Nebeneffekte, als "Nachteile" bezeichnet, sind recht heftig. Schau mal da nach. Ich hab das alles vergessen, ich will es im Alter nicht mehr wissen.

Da hast du recht... außerdem hab ich ja schon geschrieben, was für Folgen eine unkontrollierte Fusion hätte... von dem her...

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Keine großen Unfälle ? Die Gegend um Tschernobyl wird vermutlich mehrere hundert Jahre nicht mehr bewohnbar sein, geschweige denn die Mutationen, die bei den Menschen hervorgerufen wurden ...

Kernfusion hat nichts, rein gar nichts mit Kernkraft zu tun....

Oder meinst du ich hätte mit "großen Unfällen" untertrieben?

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@Filereal

Kernfusion hat nichts mit Kernspaltung zu tun. Auf der Kernkraft beruhen alle beide.

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@Franz1957

Aber bei Kernkraft denkt man in der Regel eben an Kern(spaltungs)reaktoren, schließlich protestiert niemand mit einem "Atomkraft nein danke" Schild gegen einen Fusionsreaktor...

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@BenzFan96

Ja, in der Regel und im Durchschnitt. Nur sind wir doch nicht hier, um uns das bestätigen zu lassen, was man in der Regel sowieso schon denkt. Der Fragesteller wird schon damit umgehen können, wenn er etwas dazulernt. :-)

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[http://www.focus.de/wissen/natur/katastrophen/27-jahre-nach-dem-super-gau-tschernobyl-vom-ungluecksreaktor-zum-naturparadies_aid_1008667.html] "27 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl hat sich das Sperrgebiet rund um den Unglücksreaktor in ein Tierparadies verwandelt. Das berichtete der Ökologe Michael Brombacher in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS. Im Auftrag der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt hatte er die verbotene Zone rund um den havarierten Reaktor besucht. In der verlassenen Region haben sich Elche, Wölfe, Bären und andere Großtiere angesiedelt. ..."

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es ist zu teuer. wir wissen doch, dass sich das klima bereits verändert, hauptsächlich wegen dem co2 ausstoß. was macht man? immer mehr kohle zur energiegewinnung abbauen und so immer mehr co2 ausstoßen, weil es am billigsten ist. die menschheit legt keinen wert auf erneuerbare, umweltfreundliche energiegewinnung.

Ja, aber doch auch nur weil es bis jetzt nichts optimales gibt... Wind ist uneffizient, Wasserkraft können nicht viele und ist begrenzt vorhanden, Kernkraft weis wohl jeder, und die nicht Umweltfreundlichen, z.B. Kohlekraftwerke sind (noch) die effizientesten... Bis jetzt gibt es keine wirklich gute Lösung in die man auch weit vorausblickend investieren kann....

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@Filereal

wenn man wollte, könnte man es. aber die hunderten von milliarden euro, die man zur verfügung hätte, werden lieber woanders verbraten. gezeitenkraftwerke wären ja zb auch eine idee. man müsste halt mal ein bisschen geld in entwickling stecken.

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@Filereal

Windkraft ist durchaus effizient, und Solarkraftwerke sind in sonnenreichen Ländern ebenfalls effizient. Die solarthermischen Kraftwerke Kaliforniens (Parabolrinnentechnik) waren sogar schon vor 30 Jahren ziemlich effizient.

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Auch bei der Kernfusion fällt verstrahlter Abfall an. Zwar deutlich weniger, aber immernoch vorhanden.

Kommt darauf an, womit. Radioaktive Strahlung wird in jedem Fall emittiert, aber mit Helium-3 als Ausgangselement hat man meines Wissens keinen strahlenden Müll.

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@BenzFan96

*Abgesehen natürlich vom verstrahlten Bauschutt beim Rückbau eines solchen Fusionsreaktors.

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@BenzFan96

Genau darum gehts. Auch das ist Atommüll. Der meiste Atommüll, den wir haben, sind irgendwelche Behälter, Kühlleitungen, Tanks etc.

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@Zagdil

Das ist aber praktisch nichts im Vergleich zu alten Brennelementen...

Zumal so ein Teil lange halten sollte.

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@BenzFan96

Wenn man rein die Aktivität betrachtet vielleicht. Massenmäßig kommt da ganz schön etwas zusammen.

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Zu dem Thema gibt's 'n interssantes Video:

Hmm... Sehr gutes Video! Danke! Bis jetzt das hilfreichste Kommentar!

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Das Video ist mit viel Leidenschaft gemacht, aber inhaltlich schludrig und irreführend. Nur ein Beispiel: Bei 2:00 spricht der Autor noch zutreffend von der "kontrollierten Kernfusion zweier Arten von Wasserstoff". Auf der Grafik ist zu sehen, daß es sich um Tritium und Deuterium handelt. Bei 2:20-2:27 redet er plötzlich davon, es werde "ein bestimmter Wasserstoff verwendet, der im Wasser enthalten ist und durch die großen Wasservorkommen auf der Erde in extrem großen Mengen vorkommt". Optisch wird das untermalt durch den Blick aus dem Flugzeug auf ein großes Gewässer mit Inseln und kleinen Schiffen.

Was ist aber nun mit der zweiten benötigten Art von Wasserstoff, dem Tritium, das nicht in den Wasservorkommen in extrem großen Mengen vorkommt...? Auf dessen Beschaffung, die schwieriger ist, wollte oder konnte der Autor nicht eingehen.

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