Haben Muslime einen Anspruch auf Weihnachtsgeld?

35 Antworten

das ist in dem Falle keine Sache der Religion, sondern betrifft ausschliesslich die Entlohnung. Wenn der AG ein Weihnachtsgeld zahlt dann für ALLE. Das ist im Tarifvertrag geregelt. 

Wenn du schon so anfängst: es gibt selbst in Dland geregelte Feiertage, die aber komischerweise nicht in allen Bundesländer greifen; auch hier eine ungleiche Behandlung. 

Zumal die kirchlichen Feiertage auch allen Atheisten zugute kommen. (Bin selbst einer. ;-)

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Alle müssen gleichbehandelt werden. Auch wenn es nicht so wäre. Woher soll der AG denn wissen, ob der AN eine Religion oder welche Religion er hat. Mittlerweile nennt sich das ja Einmalzahlung und ist aus der Tradition heraus eben das Weihnachtsgeld. Meist eine freiwillige Zahlung der AG, damit sich die Mitarbeiter ein schönes Fest, Geschenke und einige Sonderwünsche zu Weihnachten leisten können.

Gleichbehandlung für Alle. Wir nennen diese Einmalzahlung eben Weihnachtsgeld, weil es um diese Zeit eben ausgezahlt wird. Mit Weihnachten hat das nichts zu tun. Es ist eine freiwillige Leistung des AG, die jederzeit rückgängig gemacht werden kann. Woher soll der AG wissen, welcher Religion der AN angehört ? Freilich weiss er das und muss es auch wissen, weil er z.B. für Katholiken oder evangelische Christen Kirchensteuer abführen muss. So weiss der AG auch ,welcher Religion seine Mitarbeiter angehören.

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@Ontario

Der AG weiss das nur bei diesen beiden Konfessionen. Andersgläubige und Atheisten kann er nicht unterscheiden. Ist ja auch wurscht, weil jeder gleich behandelt wird. Das Weihnachtsgeld hieß früher tatsächlich so. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es meist nur Tüten mit länger haltbaren Lebensmitteln (Schokolade, Wein, Bier, Schinken u.ä)  gab und ein Kuvert mit Weihnachtswünschen vom Chef und etwas Bargeld darin. Das waren die "Weihnachtsgeschenke" vom Chef und heute nennt man es eben Jahresleistung oder Einmalzahlung.

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ja es gibt das Gleichbehandlungs gesetz wen der Arbeitgeber zahlt kriegen alle das selbe / es können aber prozentual Krankheitstage Abgezogen werden,und es ist eine freiwillige Gratifikation vom Arbeitgeber

Hallo,

im Amtsdeutsch heißt das Ding Sonderzuwendung und hat mit dem religiösen Gehalt des Weihnachtsfestes nichts zu tun. Da diese Sonderzuwendung eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers ist, hat weder Moslem noch Christ noch Jude noch Atheist einen Anspruch darauf; wenn sie aber dieses zusätzliche Geld bekommen, dürfen sich alle in gleicher Weise daran freuen.

Herzliche Grüße,

Willy

Es gibt auch noch andere Länder als Deutschland, wo diese Auszahlung unter dem Namen: "Weihnachtsgeld" bekannt ist  ;)

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@Goldstern12

Trotzdem wird sich wohl niemand darüber beschweren, es sei denn, er rutscht dadurch in eine höhere Steuerklasse und zahlt am Ende drauf.

Willy

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@Willy1729

> höhere Steuerklasse und zahlt am Ende drauf

Es gibt Mythen, die sterben wohl nie aus :-(

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@TomRichter

Bei einem 450-Euro-Job etwa. Sobald Du die Jahreshöchstgrenze überschreitest, wirst Du steuerpflichtig. Allerdings gibt es bei diesen Jobs eher kein 'Weihnachtsgeld'.

Gruß, Willy

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@Willy1729

Klar gibt es Verdienstgrenzen, bei deren Überschreitung man "draufzahlt", weil man den Anspruch auf Vergünstigungen oder Sozialleistungen verliert. Aber es gibt keine "höhere Steuerklasse" mit dieser Auswirkung.

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Die Bezeichnung Weihnachtsgeld ist keine offizielle Beschreibung der Zahlung; es ist lediglich eine volkstümliche Bezeichnung. Sie hat mit Weihnachten nichts zu tun. 

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