Guter Referatseinstieg zum geozentrischen Weltbild?

6 Antworten

Schönes Thema! Vielleicht wäre es eine griffige Idee, sich in einen vollkommen unbedarften Beobachter vergangener Zeiten zu versetzen, dem die heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse naturgemäß gänzlich fremd waren.

Nur das, was er täglich sieht und wahrnimmt, macht seine Erfahrungen aus.

In etwa so:

"Die Welt vor langer Zeit:

Stellt euch bitte vor, ihr und eure Vorfahren habt seit jeher beobachtet, dass die Sonne im Osten aufgeht, mittags ihren höchsten Stand erreicht, abends dann im Westen untergeht.

In der Nacht kreisen die Sterne, die immer fixe Plätze an der Himmelskugel einnehmen, um einen bestimmten Punkt, manche sieht man immer, andere gehen auf und unter.

Dann gibt es noch eine Reihe von Gestirnen, die aus der Reihe tanzen und sich Laufe der Zeit gegenüber den anderen Sternen bewegen, komische Schleifen ziehen, nicht immer zu sehen sind.

Natürlich gibt es auch noch den Mond, der hat seine Phasen, auf die man sich verlassen kann.

So! Dann kommt jemand daher und erklärt eine bescheuerte Geschichte, die nie stimmen kann, denn man sieht ja jeden Tag genau, dass es sich anders verhält.

Der will den Leuten einreden, dass wir auf einer Art riesiger Kugel leben, die sich drehen soll und die um die Sonne kreist. Obwohl auch der größte Depp im Dorf genau sieht, dass die Sonne ihre Bahn am Himmel zieht, während er ruhig auf der Wiese sitzt und den Himmel anschaut.

Bescheuerter geht es nicht ... oder?"

N

Nur das, was

Also DER Einstig würde mir persönlich hervorragend gefallen. Im Referat dann noch genauer darauf eingehen und gegen Ende die Widersprüche aufzeigen. Beispiele: Schattenwurf der Erde bei einer Mondfinsternis, Ein Schiff verlässt den Hafen, wird immer kleiner und man sieht schließlich nur noch die Mastspitze, denn der Rest ist schon hinter der Erdkrümmung verschwunden...

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schau in den Himmel

das geozentrischen weltbild ist das natürliche, wenn man nicht die sterne genau beobachten und gut rechnen kann.

d. h- jeder von uns würde an das geozentrische Welt aus eigener Erfahrung glauben, wenn er nicht gelernt hätte, dass es in wirklichkeit so ist, dass die ERde sich um die eigene Achse dreht.

übrigens: es ist erde um die eigene Achse gegen Sonne um die Erde, nicht Erde um die Sonne gegen Sonne um die ERde. Erde um die Sonne macht ja nur die Jahreszeiten, aber was uns vor allem interessiert ist Tag und Nacht...

"Im Osten geht die Sonne auf, nach Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen will sie untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn" heißt es in einem alten Merkspruch. Wir bewundern den schönen Sonnenuntergang und dennoch wissen wir heute, dass die Sonne gar nicht untergeht.

Die Vorstellung einer untergehenden Sonne hat sich tausende von Jahren gehalten und noch heute ist das eine poetische und gerne zitierte Vorstellung.

Dabei geht die Sonne gar nicht unter. Als Fixstern bleibt sie unbeweglich, nur die Erde dreht sich ganz unpoetisch darunter weg.

Vor tausenden von Jahren wussten das die griechischen Himmelsbeobachter noch nicht und so kam es, dass...

Danke klingt super!

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@sarahfri

freut mich dass es Dir gefällt... und noch viel mehr, dass Du Dich bedankst.

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Super Antwort

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