Moin,
tolles Bild, prima Idee. Schade, zu spät gesehen,- auch zwei gute Beiträge zu deiner Frage.
Aber im Nachtrag hier noch folgende Anregung.
Ich würde eine zeitlich-sachliche "Ablauf- / Entwicklungsfolge" so strukturieren:
- 1) Inhalt Antwort: gufrastella
- 2) Inhalt Antwort: Rico2906
Die Reihenfolge ergibt sich daraus, dass 2) eher die inhaltliche Konfiguration dessen ist was in 1) entsteht.
Zu 2) würde ich jedoch ergänzen, dass das Gehirn keinesfalls im Schwerpunkt eine Vorhersagmaschine ist. Das ist zwar ein wichtiger Teil unserer Motivation Wahrnehmung in Informationen zu transformieren (die Evolution hat uns darauf trainiert wissen zu wollen was auf uns zukommt). Aber mindestens ebenso zentral ist die Funktion des Gehirns als rekursive Analyse- und Integrationsmaschine zu Zweck der Selbstwahrnehmung, Selbstdefinition und Selbstentwicklung.
Deine Frage veranschaulicht sehr schön den systemtheoretischen Hintergrund des Menschen als >Offenes System<. - jede Information ist nicht nur Sachinformation sondern auch Träger von Selbstwahrnehmungsinformationen.
Das System löst in seiner Umwelt Ereignisse aus, deren Rückkoppelungen als Verhaltens- und Verarbeitungsimpulse vom System integriert werden müssen und dabei / dadurch sowohl die System-Umwelt - Grenze für dieses System informationell sichtbar macht wie auch seine internen Zustände durch Veränderung reflektiert .
So funktioniert Selbstwahrnehmung eines autoaktiven und autopoietischen Systems Namens Mensch. System-Umwelt - Interaktion generiert Selbstwahrnehmung.
So gesehen ist jede Frage die du an die Welt hast das Potential und jede Antwort, die du bekommst die Freisetzung einer weiteren Selbstwahrnehmungs- und Selbstentwicklungsdynamik oder auch gerne -kaskade.
Im Übrigen ist auch gar nicht abschließend geklärt, ob es tatsächlich nur "einen" oder Urknall gab oder ob es nicht oder nicht viele davon gab oder immer noch gibt. Die Crux bei einem wäre die Lokalität. EIN physikalisches Ereignis ann auch nur EINEN räumlich konkreten Ort haben. Wo war der? Für manche schaut das eher nach einer Neuauflage des geo- versus heliozentrischen Weltbildes aus - nur in anderen Dimensionen.
Ich finde, du kannst ruhig bei der schönen Metapher bleiben. - Passt schon. ;-)