Großes Mitleid mit Obdachlosen?

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Hallo RicVirchow,

ich habe mal in einem Sozialamt speziell für Obdachlose gearbeitet und die Probleme sind tatsächlich vielfältiger als du denkst!

Dein Mitleid in allen Ehren aber das nützt dir wenig und diesen Bürgern noch weniger und es ist auch zu kurz gegriffen! Warum? Ich kenne einige die sind wahrscheinlich Reicher als ich! Die haben eine Stelle gefunden wo sie sehr viel Spenden bekommen und sind gar nicht Obdachlos! Es gibt Menschen mit Psychischen Erkrankungen und diesen Menschen ist echt schwer zu Helfen da sie unter vielen Ängsten leiden! Es gibt darunter auch z. Bsp. jemand der in einer Speziellen Unterkunft(Container) für Psychisch Erkrankte Obdachlose lebt und diesen Vollmüllt und alle 6 Monate rückt die Müllabfuhr an und der Container wird aufgeräumt! Ist halt ein Messi! Andere Schreien Nachts! Es gibt Süchtige usw.

Ums kurz zu halten: Man kann diesen Menschen nur helfen wenn man nicht sich selbst Beteiligt ansonsten bitte Raus halten das verkraftest Du nicht! Der Eine braucht halt einen Tritt in den Hintern der andere ein Offenes Ohr und ein Tipp! Glaub bloß nicht das die Blöd sind oder das das was da abgeht einer Stadtverwaltung gefällt aber mache wollen das so und manche stehen wieder auf aber das Gesetz steht ihnen das auch zu!

Viele Grüße,

Jürgen

Das trifft doch nicht auf alle angeblich Obdachlosen zu. Manchmal gebe ich was zu essen. Wenn ich jemanden am Supermarkt sehe hole ich was aus der Bäckerei. Kommt aber nicht so häufig vor, dass man da angeblich Obdachlose sieht. Das sind eher diese Bettelbanden. Eine Episode aus meinem Arbeitsleben fällt mir dazu ein. Wir hatten hinter unserem Gebäude einen Parkplatz mit einem kleinen Rasenstück. Dort beobachteten wir immer einen Obdachlosen, der uns bei Arbeitsbeginn schon auffiel, weil er dort nächtigte. Tagsüber lag der auch mal gefährlich mitten auf dem Parkplatz. Wir entschlossen uns dazu die Polizei anzurufen, weil wir befürchteten dass der mal überfahren wird. Die Polizei kam auch, wir sahen durchs Fenster, dass die auch mit dem redeten, aber er war immer noch da. Nach einem Rückruf bei der Polizei teilten die uns mit, dass der nur seinen Platz gewechselt hat, man kennt ihn schon von einem anderen Platz, dass er keine Kleider haben will (er hatte nur eine kurze Hose und Sandalen an) und dass er eine Wohnung in der Nähe hat. Er nächtigt eben lieber im Freien.

Mitleid bringt den Obdachlosen nichts.

An eine Obdachlosenhilfe zu spenden wäre wohl das sinnvollste

Ja, das trifft den Punkt.

Es ist auch schön, dass Obdachlose Anspruch auf staatliche Hilfen haben, obwohl es im Einzelfall schwierig sein kann, diese anzunehmen. Damit zahlt nämlich jeder Steuerzahler bereits in eine Art Obdachlosenhilfe ein. Das finde ich sehr sozial und hilfreich. Darüber hinaus sind Vereine, die ihnen auf andere Weise helfen aber auch wichtig. Zudem ist es wichtig, z.B. im Freundes- und Familienkreis direkt zu helfen, bevor jemand auf der Straße landet. Das kann man nicht nur dem Staat überlassen.

Du fühlst Dich schlecht ....

na, dann haben die Medien ja ihren Zweck erfüllt und Du kannst die letzten 20 Euro aus Deinem Portemonnaie beim nächsten ARD Gala-Abend spenden!

Während die gut 60 reichsten Menschen der Welt (die zusammen die Hälfte des Gesamtvermögens aller Menschen besitzen) ungestört und zufrieden in Saus und Braus leben.

Ja, mir tun diese Menschen ebenfalls leid - und hin und wieder gebe ich so einem armen Typen ein paar Euro, aber ich kann mich weder verantwortlich fühlen, noch mir diesen ganzen Kram reinziehen, diese Armut, das Ungleichgewicht ...

Mach Dich nicht kaputt, lohnt nicht + ändert nichts.

Das Problem ist komplex, läßt sich allein mit Geld nicht lösen und hat mit Wohnungsnot nichts zu tun.

Die Zahl der Obdachlosen in Deutschland wird auf rd. 50.000 geschätzt und ist seit Jahren unverändert.

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