Warum gibt es Obdachlose?Bekommen sie kein Hartz4?

6 Antworten

Das ist tatsächlich ohne weiteres möglich in die Obdachlosigkeit abzustürzen und nicht mehr so leicht wieder heraus zu kommen. Mir selbst ist das gerade passiert und ich bin ganz schön am kämpfen. Und ich bin keinesfalls jemand, der "zu blöd ist einen Antrag auszufüllen". Bin von einem längeren Auslandsaufenthalt zurück gekommen und zuvor meine Wohnung aufgelöst. Ich dachte das wäre schon kein Problem, wieder eine Wohnung zu bekommen und mir dann einen neuen Job zu suchen. Doch bist du erstmal draußen, wird dir das gewöhnliche Hartz 4 verwehrt. Du kannst einen Tagessatz bekommen, den du dir Bar, täglich beim Arbeitsamt abholst. Mit diesem Tagessatz kannst du keine Wohnung mieten, oder hast du schonmal einen Vermieter gesehen der sich mit 11 Euro in bar als Mietanzahlung zufrieden gibt. Um eine neue Wohnung zu bekommen musst du erst einen Vermieter finden der sehr viel Gedult hat und dann das Arbeitsamt fragen, ob sie mit der Wohnung einverstanden sind, erst dann bekommst du zugesichert, dass du die Wohnung bezahlt bekommst... nur einen Vermieter zu finden, der sich auf so etwas einlässt, der so lange wartet bis das Arbeitsamt zusagt, ist extrem schwierig. Es gibt noch Sozialwohnungen, aber dort gibt es lange Wartelisten. Dann gibt es betreutes Wohnstätten, aber dazu bin ich dann doch zu stolz. Ich selbst verfüge über ein großes Netz an guten Freunden, die mit sowas kein Problem und habe daher immer ein Dach über dem Kopf. Das ist mehr Wert als alles was unser "Sozialstaat" zu bieten hat. Wer so etwas nicht hat, wen die Freunde in solch einer Situation verlassen, der ist am Boden. Und da gibts auch keinen Antrag, für wieder eingliederung, oder so etwas. Da gibts nur betreutes Wohnen. Und das ist von Caritas, nur gefördert vom Staat, nicht gesetzmäßiger Teil unseres Staates.

Hab ein Haus,älteres Modell,nicht feucht oder muffig,sondern trocken,aber es muss mit dem Ofen beheizt werden und ich finde keinen,der dazu bereit ist.Wenn sich ein Hartz4 Empfänger meldet,dem ist das viel zuviel Arbeit und auch sonst,es müsste tapeziert werden.Weil man ja Anspruch auf eine beheizte Wohnug hat und Anspruch auf dies und das,steht da Haus leer.Gerne hätte ich eine Familie mit einem oder höchstens zwei Kindern,sonst ist es zu klein,die da gerne wohnen würden.Oder auch eine einzelne Person. Einzig würde ich ablehnen,wenn es Alkoholprobleme oder Anzeichen einer Verwahrlosung geben würde,denn dann hab ich die Probleme,die sich daraus ergeben.Einen kleinen Garten gibts auch noch und die Miete ist so niedrig,dass sie vom Arbeitsamt bezahlt würde. Es ist mir ein Rätsel,warum sich da kein Mieter finden lässt.Es gibt in dem Dorf kein Geschäft und keine Schule,erst in 6 - 7 Km Entfernung,auch das ist wohl unbequem.Trotzdem,ich hab da keine Erklärung für.Was sagt ihr dazu?

Obdachlosigkeit ist das Druckmittel in Hartz4, Menschen in Armut und ohne Chancen gefügig zu machen.

Arme sollen sich schließlich nicht auflehnen und wohlmöglich sogar noch eine Kokurrenz werden, wohlhabend und frei sein.

Arme muß es geben, damit es Reiche geben kann.
Für Armut gibt es keinen Grund, sondern es erfüllt einen Zweck.
Und die Nutznießer dieses Zwecks sind sicher nicht die Armen.

Die Angst der Menschen vor Obdachlosigkeit und existenzieller Vernichtung (Tod), macht arme Menschen zu Sklaven, die alle Wünsche der Reichen und den Erhalt des Reichtums und damit ihrer Macht, erfüllen.

Die Meisten werden von Hartz4 in die Obdachlosigkeit getrieben, denn Obdachlose zählen nicht zu den Arbeitslosen. Das verbessert die Arbeitslosenstatistik.

Obdachlose dienen den Anderen als Drohung. Gäbe es keine Obdachlosen und Tote, womit sollte man sonst drohen können?

Wer als Skalve irgendwann nicht mehr dienlich ist, weil er nicht mehr ausreichend die Leistung erbringt Anderen die Geldsäcke zu füllen oder gar ein eigenes Leben führen will, der wird entsorgt und erfüllt damit wenigstens noch den Zweck der Abschreckung, um die Anderen erpressen zu können. Das ist praktisch, nicht wahr?

Es gibt aber auch Menschen, die möchten lieber als freier Mensch sterben, als eine entwürdigende, hoffnungslose Existenz als Sklave zu erleiden, wo sie keine eigenes Leben leben dürfen und zu warten, bis sie entsorgt werden.

Die Einen bringen sich um (und sterben somit wenigstens als freie Menschen), die Anderen, die sich nicht trauen oder die Mittel für einen humanen Selbstmord fehlen, geben sich auf, um zu sterben. Das ist eben nur einer anderer Weg, seinem Leiden und der Sinnlosigkeit ein Ende zu bereiten.

Um den unerträglichen Schmerz des Momentes besser ertragen zu können, "hilft" dann etwas Alkohol. Man merkt es dann auch nicht so, wenn man erfriert.

Ja Niels. Unsere Gesellschaft will das so.
Cinderella hofft nähmlich von einem Prinzen auserwählt zu werden. Dafür kann man doch ruhig mal ein paar Menschen opfern. Und eine schlechtes Gewissen braucht man auch nicht zu haben. Man sagt einfach: "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied."

Voila, und weg ist die Schuld.

Lieben Gruß,
Souli



Es gibt auch Obdachlose, die freiwillig obdachlos sind, weil sie ausgestiegen sind um frei zu sein und auf die Zwänge und Regeln der Gesellschaft sch**ssen.

Dann sollte man sich mal Gedanken über die Zwänge und Reglen der Gesellschaft machen, wenn es einen Menschen dazu treiben kann "freiwillig" die Qual der Obdachlosigkeit vorzuziehen.

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Dafür gibt es wohl unterschiedliche Gründe;die einen wollen ihre totale Freiheit,die anderen schaffen es nicht,aus diesem teufelskreis herraus zu kommen und wieder andere können sich einer sozialen Lebensform nicht anpassen.

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