(Größen-)Unterschied 26 u. 28 Zoll?

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26 und 28 Zoll sind heute nur noch Bezeichnungen, keine echten Maße. Ursprünglich haben sie den Außendurchmesser der Reifen angegeben. Das hat nur gestimmt, wenn die Reifen tatsächlich alle genauso dick waren.

Heute bedeutet 26 Zoll, dass die Räder (nicht die Reifen) einen Durchmesser von 559 mm an der Felgenschulter haben. Die Felgenschulter ist die Stelle, wo der Reifen auf der Felge aufliegt. Der Reifen selbst muss also einen Innendurchmesser von auch 559 mm haben. Beim 28er sind es 622 mm, beim 29er auch, nur dass der Außendurchmesser der dann dickeren Reifen an die 29 Zoll, die sind dann ausnahmsweise wieder wie früher gedacht, heran reicht.

Ich, 1,83 m groß, fahre ein 26er Mountainbike, dass mir sehr gut passt. Die Rahmengröße, die gerade bei Mountainbikes zur allgemeinen Verwirrung auch gern mal in Zoll angegeben wird, passt für mich, es ist ein großer Rahmen. Auf den 559 mm-Felgen habe ich 6 cm dicke Reifen. Das ist fett. So komme ich auf einen Außendurchmesser von 559 + 60 + 60 = 679 mm. Das Rad rollt nicht nur sehr gut, es sieht auch top aus.

Dann habe ich noch ein selbstgebautes Speedbike mit 28er Rennradrädern. Die Reifen da drauf sind sehr schmal, nur 2 cm.  Der Außendurchmesser der Reifen ist mit 622 + 20 + 20 = 662 also kleiner als der meines Mountainbikes.

Rahmenhöhe und Rahmengröße sind unterschiedliche Dinge. Man kann sich auf solche Angaben schlecht verlassen, schon weil es immer darauf ankommt, welche Form so ein Rahmen hat. Bei meinem Trekkingrad ist das Sattelrohr von der Mitte des Tretlagers bis zur Oberkante 60 cm lang, beim Mountainbike sind es nur 55 cm. Trotzdem passen beide ganz genau für mich. Unterschiedliche Rahmenhöhe, aber gleiche Rahmengröße, nämlich X, wenn es S, M, X und XL gibt. 

Allgemein rate ich dir vom 26er ab. Ich weiß nicht, was du mit dem Rad vor hast oder welche Reifen drauf sind, doch in der Regel laufen die 26er einfach schlechter, was sich besonders auf längeren, flachen Abschnitten bemerkbar macht. Bergab im Gelände sind sie sehr gut, sie sind auch wendig, doch im Alltag sind das Eigenschaften, die man nicht so braucht. Mit den richtigen Reifen kann man wie ich einiges wettmachen, doch solche Reifen gibt es nicht umsonst. Normale Mountainbikereifen verschlechtern die Situation nur noch weiter.        

  

Der Felgendurchmesser ist geringer, die Breite nicht zwingend. Solange die Rahmengröße korrekt ist, ist die Reifengröße sekundär und spielt nur eine Rolle in Bezug auf Fahreigenschaften.

Kleine Reifen sind wendiger, agiler und bei Sprüngen stabiler (was eigentlich nur bei MTBs eine Rolle spielt). Größere Reifen sind laufruhiger und rollen besser über Hindernisse (z. B. Bordsteine).

Da die beiden Maße eher im Trekking- oder Cityradbereich vorkommen, sind die Fahreigenschaften aber auch nicht ganz so wichtig wie beispielsweise beim Mountainbiken.

Die 26 bzw. 28 Zoll geben i.d.R. die Radgröße an. Das sagt nichts darüber aus, wie groß der Rahmen ist, also wie die Sitzposition ist und in welchem Bereich die Sattelhöhe einstellbar ist. Das wäre dann die Rahmengröße, deren Höhe meistens durch cm oder S, M, L, XL gekennzeichnet ist. Da solltest du gucken, dass du ungefähr wieder das gleiche erwischst, wenn du bisher gut dran warst.

26" war mal die Domäne der Mountainbikes, 28" die der Tourenräder. Das ist mittlerweile arg durcheinander gekommen... Wenn ein Mountaibiker auf ne 28"-Felge breite Reifen montiert, nennt er es 29er^

Ein Rad mit großem Rahmen auf 26" Rädern sieht genauso bescheiden aus wie ein 28er mit kleinstmöglichem Rahmen.

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