Glauben Christen eigentlich an Magie?

14 Antworten

Naja wie es so oft bei Religionen ist, gibt es nicht das eine einzige Christentum, sondern viele Christentümer und viele Christen mit vielen verschiedenen Ansichten.

Hier auf GF sind scheinbar vor allem eher protestantische bis evangelikale Christen vertreten. Diese glauben oft daran, dass sowas wie Magie existiert, lehnen sie aber als dämonisch ab.

Ansonsten kommt es auf deine Definition von Magie an. Wenn du grundsätzlich übernatürliche "unwissenschaftliche" Phänomene meinst, dann wären Jesu Dämonenaustreibungen und seine Heilkräfte auf jeden Fall als Magie zu verstehen. Christen, die heute sowas betreiben, betreiben demnach auch "Magie." So unterhält die katholische Kirche bis heute beispielsweise Exorzisten. Bei den orthodoxen Christen gibt es immer wieder Berichte, dass Ikonen "weinen", das ist auch irgendwie magisch.

Ansonsten gibt es auch Christen, die um einiges aktiver auf der "Magieschiene" sind, sie channeln Engel, benutzen Engelkarten usw. usw. Solche Christen sind vor allem im Bereich New Age angesiedelt.

Oft wird aus protestantischer Richtung der Katalog aus 5. Mose 18 vorgehalten um damit zu rechtfertigen, dass Magie verboten ist. Dort steht in den Versen 9-14:

Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen, die Gräuel dieser Völker zu tun, dass nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir. Du aber sollst untadelig sein vor dem HERRN, deinem Gott. Denn diese Völker, deren Land du einnehmen wirst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber hat der HERR, dein Gott, so etwas verwehrt.

Abgesehen davon, dass heutzutage nicht so genau wissen, auf welche Praktiken sich die hebräischen Wörter genau beziehen, kannst du sehen, dass es sich um eine Aufzählung handelt. Im Umkehrschluss haben viele jüdische Gelehrte die Schlussfolgerung gezogen, dass es auch erlaubte Praktiken gibt. Die Magie per se steht also nicht unter dem Generalverdacht verboten zu sein, sondern bestimmte Praktiken. Jüdische Gelehrte hielten es z.B. für erlaubt, einem Golem herzustellen (also einen lebendigen Menschen aus Lehm), wenn das keine Magie ist, dann weiß ich auch nicht. Historisch scheint es wohl so zu sein, dass man "fremde Magie" verbieten wollte, also sozusagen Freiberufler wie Wahrsager und Zeichendeuter, damit die Leute nur die "gute Magie" benutzen, die es nur im Tempel Gottes und bei den levitischen Priestern gibt. Es wurde so wohl eine Art Monopolstellung auf Magie geschaffen.

Ansonsten sei noch angemerkt, dass es viele magische Sprüche und Amulette aus der Antike gibt, die Christen aktiv benutzt haben. Für viele Christen schien das damals normal zu sein. Zudem kann es sehr gut sein, dass Paulus selbst den Merkaba Mystizismus praktiziert hat (um das zu stützen sei vor allem 2. Korinther 12, 1-4 angeführt, wo Paulus davon spricht dass er "jemanden kennt" der in den dritten Himmel entrückt wurde; die meisten Gelehrten sind sich darin einig, dass Paulus sich selbst meint). Der Merkaba Mystizismus war die gängie jüdische Mystik, bevor die Kabbalah im Mittelalter in Erscheinung trat. Dieser Mystizismus basierte auf der Idee, dass man in den Himmel aufsteigen kann bis zum Thron Gottes durch verschiedene Himmel hindurch usw. Dies wurde aktiv von jüdischen Rabbis praktiziert, es gibt viel Literatur dazu. Da Paulus selbst ein jüdischer Gelehrter war ist es nicht unwahrscheinlich, dass er ebenfalls die Merkaba Mystik praktiziert hat.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass es innerhalb von Religionen viele Anschauungen geben kann und dass sich Religionen mit der Zeit wandeln. Magie i.S.v. übernatürlichen Phänomenen, die Menschen auslösen können gab und gibt es im Christentum. Viele Christen heute stehen aber auf dem Standpunkt, dass Magie zwar existiert, aber immer dämonisch und böse ist. Das heißt aber lange nicht, dass das immer so war. Ich hoffe die Antwort hilft dir weiter.

Schau mal hier: Was sagt die Bibel über die weiße Magie?

Generell zum Thema Gebet:

Du kannst dein Gebet einfach selbst formulieren, deine Worte dabei ganz frei wählen und mit Gott sprechen, wie du mit einem Vater oder Freund reden würdest.

Gott sieht auf das Herz und die Einstellung, die Worte selbst sind nicht ganz so wichtig, da Gott sowieso weiß, was wir ihm mitteilen wollen. Auf jeden Fall freut sich Gott darüber, dass du mit ihm sprechen und Ihn in dein Leben einbeziehen möchtest.

Gebet ist natürlich keine Wunscherfüllungsmaschine, zumal Gott auch in anderen Zeiträumen arbeiten kann, als wir uns das wünschen und vorstellen. Ich bin aber davon überzeugt, dass Gebet sehr wichtig ist und dass auf jeden Fall Segen darauf liegen wird. Deshalb kannst du einfach deine Gedanken Gott mitteilen und am Ende "Amen" sagen, wenn du magst (Amen bedeutet übersetzt "So sei es" oder "So soll es geschehen").

Ja, tun wir. Also daran, dass Menschen durch Satan übernatürliches machen können und Menschen verfluchen können.

Und haben Christen dagegen Schutz Gebete?

Bis auf das "Vater Unser" gibt es im christlich-biblischen Glauben keine vorgefertigten Gebete. Natürlich können Christen um Schutz in dieser Sache bitten, aber dann in eigenen Worten fomuliert.

Außerdem bewahrt Gott seine Kinder nicht nur, wenn sie Ihn darum bitten. Er tut es auch dann, wenn sie nicht darum bitten - z.B weil sie sich der Gefahr nicht bewusst sind.

Paul White war Artzt und Missionar in Tansania. Einmal war ein Kreis aus Steinen und Zweigen vor seinem Dschungelkrankenhaus. Der Medezinmann hatte das dorthin gemacht.

Damit verfluchte er Paul White und jeden, der dieses Krankenhaus besuchte. Obwohl einige der einheimischen Mitarbeiter Christen waren, hatten sie Angst, weil sie wussten, dass dieser Fluch wirklich wirken konnte. Die Betreffenden Personen würden sterben oder zumindest sehr krank werden.

Paul White machte etwas was seine Mitarbeiter schockierte: Er zerstörte den Kreis kurzerhand. Sie sagten, damit hätte er den Fluch auf sich geladen. Aber Paul White wurde weder krank, noch starb er. Der Fluch konnte ihm nichts anhaben, weil er unter dem Schutz des Höchsten stand.

Ich habe auch von Satanisten gehört, die gläubige Christen verflucht haben, der Fluch dann aber auf sie selbst zurückgefallen ist. Dafür habe ich aber leider keine Quelle.

Eine Christin aus meinem Familienkreis hatte eine Freundin, die sich für den Voodoozauber interessierte. Einmal probierte sie aus Spaß den Zauber mit einer Voodoopuppe an ihr aus.

Meine Verwandte spürte genau in dem Moment einen leichten dumpfen Schlag auf der Brust. Sie war durch Gott geschützt, sodass sie die Wirkung nur minimal spürte. Ein Nicht-Christ hätte in der Situation deutlich mehr gespürt.

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Ja, ich glaube an Magie/Zauberei von Seiten der Gegenseite. Aber ich bin auch überzeugt, dass Gott Seine Kinder schützt. Wir müssen uns nur nah beim Herrn halten, den Rest macht Er. Denn je weiter ein Christ in der Beziehung von Gott entfernt ist, desto schwächer ist er im geistlichen Sinn.

lg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Eigener Glaube -- bin bibelgläubiger Christ

Ja ...

denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].

Epheser 6:12 SCH2000

Diesen Mächten kann man sich willentlich ausliefern und sie können durch einen Wirken.

Gott möchte nicht, dass wir von uns aus mit den Geistwesen in Verbindung treten. Denn wir können nicht zwischen Guten und Bösen geistern unterscheiden.

Ich persönlich fürchte mich aber nicht vor Magie, weil ich unter dem Schutz des Höchsten stehe.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Seit 2015 in Jesus den Christus und die Bibel verliebt.

Nein Christen Glauben an den Vater,den Sohn und den Heiligen Geist.

Als Christ ,als ein getauftes Kind Gottes ,muss ich keine Angst vor Magie haben.Denn solche Dinge bewirken bei Kindern Gottes nichts.

Würde ich das annehmen,dann tät ich wohl dem bösen mehr kraft zuschreiben als dem Allmächtigen Selbst.Und das wäre wohl merkwürdig.

Das heisst nicht, dass es Solche Künste nicht geben täte ,und dass Unwissende naive Leute nicht versuchen täten die Kräfte zu zwingen,mittels unerlaubter Mittel.Was man Magie nennt .

Daher ist es auch eine Lüge wo von weisser oder schwarzer ja grauer Magie fabuliert wird .Weil : Der Zweck heiligt nie die Mittel!

Es gibt nur eine Kraft in dieser Welt ,die Kraft Gottes.Und wer Magie betreibt pervertiert die Kraft Gottes.

Das Böse ist immer nur das Pervertierte Gute .Es hat in sich selbst keinen Bestand .

Das Christentum lehrt ja gar keinen Dualismus ,obwohl das die meisten Leute meinen.

Lg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Selbststudium15 J./Ausbildung 2J/ Studium der Schriften