Gitarre lernen durch Songs nachspielen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Leider überhaupt nicht. Den Fehler habe ich selbst begangen, und mir daraufhin einen Lehrer gesucht.

Mit Songs zu üben gehört zum „schlechten Ton" des Übens. Übungen sollten isoliert und für sich bearbeitet werden.

Nimm mal beispielsweise For Whom the Bell Tolls, und zwar gleich in der Lead Gitarrenversion von Hammet.

In diesem Song werden benötigt

  • Powerchords
  • stoppen von Powerchords
  • Palm Mutes
  • Verschieben von Powerchords
  • Abdämpfen der ungenutzten Saiten
  • Wechselschlag (bei der Leadmelodie)
  • Rythmus (nämlich Triolen in Kombination mit vielen Viertelnoten)
  • Dead Notes
  • (der Vibratoeinsatz am Ende sei mal außen vor gelassen.)

Und das sind nur die Grundlagen. (Feinheiten wie ist mein Palm Mute, über alle Saiten gleichmäßig, noch gar nicht genannt). Das Gehirn lernt überhaupt nicht gut, wenn es sich genau überlegen muss, wo es die Finger hinpackt, gleichzeitig beurteilen muss ob der Griffdruck okay ist, dann noch überlegen, ob es mit der Schlaghand die richtigen Saiten trifft, dann auch ob der Zeigefinger der Griffhand die ungenutzten Saiten abdämpft, während es schon gedanklich den nächsten Akkordwechsel vorbereitet. Ich denke die Überforderung des Gehirns wird langsam deutlich.

Falls dir das nicht einleuchten sollte, denk an deine Fahrschule. Konntest du am Anfang gleichzeitig schalten, kuppeln, lenken und die Verkehrsschilder beobachten? Wahrscheinlich nicht.

Üben basiert darauf sich mehr und mehr Automatismen anzueignen, und die später zu einem Song zusammenzufügen. Dafür eignet sich das Üben mit Songs. Nicht aber, um die Automatismen zu erlangen.

Und dann kommt noch das Problem hinzu, dass man beim Autodidaktischen Lernen, nie sicher sein kann, dass Handhaltung und Durchführung etc. korrekt sind. Insbesondere beim Rythmus ist das fatal, denn wenn man falsch greift, gehts nicht weiter, weil man das hört. Ist man aus dem Takt, geht es weiter und man selbst bekommts gar nicht mit. (Deswegen ist das Üben mit Metronom und anderen Leuten so wichtig.)

Ich geb dir noch den Tipp die Grundlagen intensiv zu üben. (Intensiver als du dir vorstellst.) Wenn du komplizierte Techniken beherrschst, interessiert das niemanden, weil 95% eines Publikums keine Ahnung davon haben. Kannst du hingegen Grundlagen wie den Wechselschlag nicht, wirst du einmal höhere Spieltechniken gar nicht erlangen, und dann, ist genau sowas, das was ein Publikum mitbekommt.

Grüße und Viel Erfolg!

Vielen lieben Dank!

die Grundlagen kann ich zum Glück schon ziemlich gut, da ich zuvor schon lange Gitarren Unterricht hatte , dann heißt es jetzt wohl trotzdem lernen und üben

0

Glaube an dich und Scheiß auf andere was sie meinen oder sagen, nur du alleine weißt was du willst oder kannst. Ein Profi war schließlich nicht immer ein Profi, wenn die anderen es geschafft, dann schaffst du es ebenfalls. Viel Glück!

Awww dankeschöön!!!!

1

Ich fürchte, es braucht einen Profi, der einem die Tricks beibringt.

Ja aber ich habe Musik Unterricht bei einem Lehrer immer gehasst. Da will ich jetzt lieber selber E-Gitarre spielen lernen

0

Was möchtest Du wissen?