Gibt es in Deutschland einen Männerüberschuss der Männer zum Single sein zwingt?

7 Antworten

Ganz allgemein werden immer auf 100 Mädchen etwa 105-106 Jungen geboren. In früheren Zeiten mit hoher Säuglingssterblichkeit hat sich das im ersten Lebensjahr ausgeglichen, denn kleine Jungs sind empfindlicher und anfälliger als kleine Mädchen.

Aber in Ländern mit guter Gesundheitsversorgung, so wie in Deutschland, überleben die allermeisten Babys. Das heißt, in allen Altersgruppen bis etwa zum Alter von 50 gibt es einen kleinen Männerüberschuss.

Danach macht sich die höhere Sterblichkeit der Männer bemerkbar, und im höheren Alter beweist sich die "Zähigkeit" der Frauen, denn ab etwa dem Alter von 65 gibt es einen Frauenüberschuss, der mit den Jahren immer ausgeprägter wird. Die Männer sterben weg, die Frauen überleben länger. Menschen über 95 sind fast immer Frauen.

Hier ist die aktuelle Bevölkerungspyramide von 2014, bei der du auch sehr schön den Geburtenmangel gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und die geburtenstärksten Jahrgänge in den 1960ern sehen kannst.

https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/

Du kannst dir auch den Spaß machen und die Schätzungen für die Zukunft anschauen, wenn du bestimmte Parameter verstellst.

also im grunde ist es fast gleich.

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@SunnyHotBoy

Ja, fast - wie gesagt, es gibt im Alter bis etwa 50 etwas mehr Jungen und Männer.

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Jein.

Von Natur aus werden ein klein wenig mehr Männer geboren als Frauen. Damit gleicht die Natur den größeren "Schwund" bei Männern aus.

In älteren Jahrgängen überwiegen daher dann auch wieder die Frauen. Besonders bemerkbar in Kriegsjahrgängen.

Aktuell dürften wir vor allem bei den unter 30 Jährigen einen unnatürlich hohen Männerüberschuß haben. Die Gründe sind bekannt. Allerdings ändert das nicht wesentlich viel an der "Konkurrenzsituation", da diese weitgehend unter sich bleiben und kaum eine Frau, die etwas auf sich hält, sich mit so jemandem einlassen würde. Und die wenigen, die das tun, die willst Du auch nicht haben ;)

Ansonsten muß der Partner ja nicht zwingend im selben Jahr geboren sein, nach oben und unten sind eigentlich immer so 3-5 Jahre Luft je nach persönlichen Präferenzen.

 

"und kaum eine Frau, die etwas auf sich hält, sich mit so jemandem einlassen würde. Und die wenigen, die das tun, die willst Du auch nicht haben"

Das empfinde ich als etwas herablassend manchen Frauen gegenüber. Das impliziert ja, dass eine Frau, die sich vorstellen könnte, sich mit einem Ausländer einzulassen, weniger "empfehlenswert" sei als eine andere Frau (die möglicherweise aus denselben Vorurteilen heraus handelt wie du).

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Ich glaube es ist relativ ausgeglichen. Allerdings gibt es starke regionale und altersbedingte Unterschiede.

Aber da das noch keine Verhältnisse wie in China hervorbringt, sollte ein unglücklicher männlicher Single, eher sich und sein Verhalten hinterfragen, als die Geschlechterverteilung. ;)

Zu der Verteilung der Geschlechter ist einiges gesagt. Einen Aspekt sollte man aber nicht unterschlagen im Zeitalter der Emanzipation der Frauen allgemein und der Lesben insbesondere: Es gibt heute wesentlich mehr junge Frauen als Männer, die sich bewusst und willentlich gegen eine heterosexuelle Beziehung entscheiden. Auf der Grundlage der Parole "Tu niemals etwas einem Mann zu Liebe" hat die ja auch kaum Bestand.

Das ist dann insgesamt aber trotzdem nicht nennenswert, wenn man als Mann gebildet und alle Tassen im Schrank hat.

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@SunnyHotBoy

Wieso ist die Frage, ob das insgesamt, also gesamtgesellschaftlich, nennenswert ist, abhängig davon, ob man (wer?) als Mann gebildet ist und alle Tassen im Schrank hat. Es geht ja nicht darum, ob ich eine Frau abbekommen habe. Danke für die Nachfrage, ich habe. Es geht um ein gesamtgesellschaftliche Zeitphänomen, das ich beobachte.

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Als ob eine Heterosexuelle Frau zur Lesbe wird, wegen dummer Parolen. Quark. Da es in etwa gleich viele Lesben wie Schwule geben wird, dürfte sich das auch wieder ausgleichen.

Auch sind nicht alle Lesben gleich Kampflesben bei den Grünen. Viele, die so aussehen, sind überhaupt keine Lesben, trotzdem frägt man sich, welcher Mann die freiwillig anfassen will. Anschauungsbeispiele findet man bei einer Partei am linken Rand.

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@RischijKot

Ich beurteile eine Frau in Hinsicht darauf, ob sie eine Lesbe ist oder nicht, nicht nach ihrem Aussehen. Ich habe in meinem Leben genug Frauen kennengelernt, um es etwas direkter sagen zu können.

Meine Erfahrung war, dass es wesentlich mehr Lesben gibt als Schwule. Natürlich kann sie subjektiv gefärbt sein dadurch, dass es mich bei einem Mann im Allgemeinen überhaupt nicht interessiert, ob er schwul ist. Aber die jeweilige Zahl derer, die sich hier bei Gute Frage outen, bestätigt meine subjektive Erfahrung.

Ich sage nicht, dass eine heterosexuelle Frau zur Lesbe wird wegen dummer Parolen. Ich sage aber, dass sehr viele (wenn nicht alle) Menschen bisexuell sind, besonders in der Pubertät und kurz danach. Und meine Beobachtung lehrt mich, dass das bei weiblichen Personen noch stärker ausgeprägt ist als bei männlichen.

In früheren Generationen wären diese Frauen trotzdem "im Hafen der Ehe" gelandet, weil die Konvention es so wollte. Diese Zeit ist vorbei. Die heutige Mode geht in die entgegengesetzte Richtung.

Sehr viele Lesben sind außerordentlich schöne Frauen. Schon Freud schrieb, es seien "ja nicht die Schlechtesten".  Nicht alle schneiden sich die Haare so, dass man sich fragt (nicht "frägt" !!!), welcher Mann sie freiwillig anfassen will. Im übrigen kann auch eine junge Frau im Igelputz sehr sexy sein.

Welche "Partei am linken Rand" meinst Du ? DIE LINKE, DKP, MLPD ?  In ihnen allen gibt es schöne Frauen. Oder habe ich eine übersehen, die noch weiter links randständig ist ?

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So viele lesbische Frauen gibt es nun auch wieder nicht. Für die USA galt: "Im Schnitt lag der Anteil 2009 bei den nicht-heterosexuellen Frauen bei 3,3 %" (und davon war ein großer Teil bi, und nicht ausschließlich lesbisch, letztere Gruppe lag nur bei 1,1 %).

Abgesehen von ein paar Promis, die ich aus dem Fernsehen kenne, kenne ich privat überhaupt keine lesbische Frau.

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@OlliBjoern

Eben eben, der überwiegende Anteil der nicht-heterosexuellen Frauen ist bisexuell und nicht ausschließlich lesbisch.

Und was mich betrifft, ich habe so einige lesbische Frauen privat kennen gelernt.

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Man kann sich nicht bewusst und willentlich entscheiden, homosexuell zu sein. Entweder man ist es oder man ist es nicht. Etwa 5% der Bevölkerung sind homosexuell, und zwar bei Frauen und bei Männern.

Man kann sich natürlich bewusst und willentlich entscheiden, Single zu bleiben. Ob das bei Frauen öfter der Fall ist als bei Männern, weiß ich nicht - dazu kenne ich auch keine Untersuchungen. Wenn du welche kennst, würde mich das sehr interessieren.

Ich kenne unter den Single-Frauen meiner Bekanntschaft sehr viele, die sich eigentlich eine Partnerschaft wünschen, aber keinen Mann finden, der eine Partnerschaft auf Augenhöhe will. Das ist allerdings nur persönliche Erfahrung und keine aussagekräftige Statistik.

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