Garten mit Herbizid falsch gespritzt, Pflanzen gehen ein?

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12 Antworten

Die Gärtnerei hat euch nicht betrogen, aber scheinbar unzureichend in Bezug auf die Anwendung beraten.

20 Liter ansetzen heißt natürlich nicht einen Kanister mit hoch konzentriertem Wirkstoff auszubringen. Eigentlich sollten auf dem Kanister Hinweise zur Dosierung und Anwendung draufstehen, also entsprechende Verdünnungnen für die zu behandelnde Fläche.

Dafür ist es nun natürlich zu spät. Zum Abbau hat Bitterkraut ja schon einen Kommentar gegeben, der wird unter aktuellen Bedingungnen sicher eher länger dauern.

Zu den Gefahren, die hier von einigen dargestellt wurden kann ich nur sagen, dafür gibt es keine wirklich eindeutigen Beweise, das gilt aber in erster Linie für eine fachgerechte Anwendung, die hier ja leider nicht erfolgt ist, daher ist Vorsicht hier kein schlechter Rat, spätestens mit etwas Zeit sollte das alles wieder werden.


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Ganz erlich selber schuld 20 Liter hoch giftiges Zeug im Garten verspühen wie kommt man auf so ne dumme Idee den Garten kannst vergessen da möcht ich kein Gemüse drauß essen wenn den mal wieder was wächst in 100 Jahren vieleicht. Glyphosat ist das giftigste was es gibt ist Krebs auslösend macht Fehlbildungen bei Föten macht unfruchtbar usw usw.

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Kommentar von Gartenamateurin
28.01.2016, 21:55

naja die Gärtnerei sagte ja 20 Liter ansetzen mit Roundup, da haben wir gleich den 20 Liter Kanister für fast 200 euro genommen.. Ich habs gewusst dass diese Gärtnerei nix gutes wollte, ich rufe morgen sofort unseren anwalt an.

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Kommentar von Agronom
29.01.2016, 00:02

Schöne Panikmache.. 100 Jahre ist wohl eine absurde aus der Luft gegriffene Zahl, vielleicht dauert das ein halbes Jahr bis der Großteil des Wirkstoffes aus dem Boden ist, hätte Glyphosat so eine persistente Wirkung, bräuchte man das ja nur einmal ausbringen, so ist es aber nicht.

Fälle von Krebs und Fehlbildungen sind auch auffälligerweise dort zu finden, wo die Ausbringung unsachgerecht erfolgt, dass z.B. beim Versprühen mit dem Flugzeug hoher Abdrift vorkommt ist allgemein bekannt, daher ist dies auch bei uns verboten. Dazu kommt, dass meist die Beistoffe, wie Netzmittel, eine höhere Toxizität haben, als der eigentliche Wirkstoff und letztlich wären die Alternativen zu Glyphosat noch bedenklicher.

Für die Anwendung im heimischen Garten dürfte es aber gern verboten werden.

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Ist nicht mehr zu ändern! Aber das Kind sollte in diesem Jahr nicht mehr im Garten spielen! Ganz sicher nicht,
Im nächsten Frühjahr eine Bodenprobe nehmen und untersuchen lassen! Roundup ist ein Teufelszeug! Der Firma die euch da beraten hat, sollte besser schließen.

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In der Gebrauchsanleitung steht:

max 3,75 Liter Roundup Powerflex auf 100 - 400 Liter Wasser pro Hektar (10.000 qm) maximal 1 Anwendung pro Jahr und Kultur anwenden, das würde in eurem Fall  heißen   0,375 Liter auf  (10 - 40 Liter) Wasser mischen und spritzen. 

auch steht darin:

- Die Anwendung des Mittels auf Freilandflächen,

die nicht landwirtschaftlich

, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, i

st nur mit einer Genehmigung der zuständigen Behörde zulässig.

Ihr habt eurem Garten einen Riesen-GAU beschert, damit müsst ihr leben und hoffen dass euch niemand anschwärzt.

Wer Chemie im Garten einsetzt, sollte sich selbst um die Gebrauchsanwendung kümmern und bei Nichtwissen keinen Dritten beschuldigen, denn die Mischung hast du ja selbst vorgenommen.

Man kann Wild- oder Unkräuter auch mechanisch entfernen, das ist gleichzeitig Körperertüchtigung und schadet garantiert niemand.

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Ich kann deine Sorgen verstehen, allerdings muss ich hier von Leichtsinn ausgehen, denn die Alarmierungen im Netz über die Produkte von Monsanto sind vielfältig.

Unbekannte haben in unsern Garten mit Glyphosat kleine Bäume, Hecken und natürlich den umgebenden Rasen benetzt. Alles ging ein, nach einer Analyse zweier Institute wurde Roundup in hoher Konzentration nachgewiesen. Die gesamten Flächen wurden 30 cm tief ausgegraben und als Sondermüll entsorgt. Die Arbeiter hatten erstmal in ihrem Leben Schutzmaßnahmen für ihre Gesundheit, treffen müssen.

Meine Frau hatte im Vorfeld an den Ästen geschnuppert, dreimal viel sie ohne Vorwarnung auf offener Straße um. Blutuntersuchungen auf Verdacht von Roundup wurden von den Ärzten (Uy) abgelehnt, sie fürchteten die Anwälte von Monsanto, denn das Mittel war amtlich zugelassen. Das gleiche Spiel in SA. Eine normale Blutuntersuchung wurde durchgeführt und bezahlt. Eine spezielle Untersuchung auf Glyphosat wurde extra berechnet, das Ergebnis haben wir nie zu erfahren bekommen, siehe Uy.

Hier ist jetzt guter Rat teuer, Hilfe ist nicht zu erwarten, DE hat sich diesen Brühen verschrieben. Es ist schwer irgend welche Gerichtsbeschlüsse zu bekommen, sie sind blockiert.

Ungarn und noch ein paar andere Länder haben es gepackt, sie haben derartige Produkte in ihren Ländern verboten.

Also keine guten Aussichten für eine Besserung im Garten, das Zeug bleibt lange am wirken.  

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Naja dann haben wir die 20 Liter von dem Zeug gleichmäßig im Garten verteilt.

Das kommt davon, wenn man Pflanzenschutzmittel etc. nicht im Fachhandel kauft, sich nicht beraten läßt und noch nicht einmal die dem Mittel beiliegende Anweisung liest.

Das Mittel macht nun genau das, wofür es gemacht wurde. Es bringt alle Pflanzen um.

Und wenn ich mir so überlege, mit welchem Hintergrundwissen Ihr an Euren Garten geht, würde ich raten: Betonieren und grün anstreichen.

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Ob der Gärtner bei seiner Empfehlung in betrügerischer Absicht gehandelt hat, sei einmal dahingestellt. Auf alle Fälle wurde das Herbizid hier nicht  fachgerecht eingesetzt, so dass es zu diesen erheblichen Schäden kam.

Der Wirkstoff Glyphosat ist ein sogenanntes Totalherbizid, das wenn es über die Blätter aufgenommen wird, sämtliche Pflanzen abgetötet. Größere Bäume und Büsche können sich in der Regel von der Behandlung wieder erholen, sofern sie nicht vollständig besprüht wurden. Leider wurde das Glyphosat in diesem Fall auch massiv überdosiert. Die 20 l des reinen Präparates würden in normaler landwirtschaftlicher Anwendung für eine Fläche von rund 40.000 m² ausreichen. Das Absterben der meisten Pflanzen in Ihrem Garten wird daher nicht mehr zu verhindern sein. Glücklicherweise baut sich der Wirkstoff Glyphosat im Boden sehr rasch wieder ab, so dass von diesem keine dauerhaft negativen Auswirkungen zu erwarten sind.

Für die Neuanlage Ihres Gartens sind jedoch einige Dinge zu beachten: die große Menge an abgetöteten Pflanzenmaterial stellt den Boden bei der Verrottung vor eine schwierige Aufgabe. So werden beispielsweise große
Nährstoffengen über mehrere Monate für die Pflanzen unverfügbar blockiert und ein Absinken des pH-Wertes ist wahrscheinlich.

150-200 g BodenAktivator https://www.rubart.de/Oscorna-BodenAktivator-25-kg-p123739 je Quadratmeter neu anzulegenden Gartens können die Umsetzungsprozesse beschleunigen und dabei helfen, dass der Garten bald wieder in sattem Grün erstrahlt. Sollten sich einige Bäume und Sträucher von der Behandlung erholen, kann auch hier der BodenAktivator für die Genesung hilfreich sein. 100-150 g je Quadratmeter sollten dabei im Umkreis des Stammes gleichmäßig verteilt und flach eingehackt werden.

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Habt ihr gut gemacht. Monsanto weiß halt, was gut ist...

Da ist nix mehr zu retten, das Gift ist im Boden, entweder auskoffern oder laaange warten, bis es ins Grundwasser gespült ist. Dann haben alle das Vergnügen ;).

Ne Fräse an den richtigen Stellen und weiterhin hackeln hätte sicher ausgerereicht. Sorry, aber ein kleines Grinsen kann ich mir nicht verkneifen, auch wenn ich mir vorstellen kann, wie ärgerlich das ist. Gegengift gibts keins außer Wasser/Regen, der das Gift langfristig ins Grundwasser spült.

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Kommentar von Gartenamateurin
28.01.2016, 21:56

wir wohnen da erst seit 2 moanten und haben einen kleinen sohn der im garten spielen will

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Soll das heißen, ihr habt 20 Liter reines Round up ohne Wasser verdünnt auf 1000 qm verteilt? Dann ist es kein Wunder dass alle Pflanzen, auch die Bäume absterben. Round up ist ein nicht selektives Herbizid sprich ein Totalherbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat dass alle und ich meine alle Pflanzen abtötet vor allem bei der Aufwandmenge von 20 Litern pro 1000 qm. Die übliche Aufwandmenge von Round up im Ackerbau liegt bei ca. 3 Litern pro Hektar (10 000 m²) verdünnt mit ca. 300 Liter Wasser. Da seit ihr echt von der Gärtnerei verarscht worden.

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Kommentar von Schrauber1970
13.07.2016, 14:54

Naja, stimmt nur halb. Die Gärtnerei hat von "ansetzen" gesprochen... Das beinhaltet Mischung.

Wenn man dann noch die Gebrauchsanweisung nicht liest, ist das halt schlecht.

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Naja, Glyphosat tötet alle Pflanzen, außer die die von Monsanto genetisch manipuliert sind, sogenannte "Roundup ready" Pflanzen. Also ist die Vegetation erfolgreich vernichtet, wie es die Packungsbeilage garantiert.

Aber es wirkt nur auf grünen Blättern, also könnt Ihr den Garten neu bepflanzen. Übrigends zum Thema Glyphosat: Eine der schlimmsten Chemikalien die von der Menschheit entwickelt wurden! Lieber finger weg!


Eine Interessante Doku zum Thema! Schau es Dir an! Wirklich!

Gibt auch noch einige andere Dokus. Viel Spaß beim Schockiertsein!


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Kommentar von Bitterkraut
28.01.2016, 22:17

Wenn das nur auf Grünes wirkt und nicht auf das Wurzelwerk, warum geht dann der Baum ein?

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Die Bäume sind bei der konzentration auch hin! Hoffentlich haben die Nachbarn das nicht mitbekommen! Das gibt mächtig Ärger!

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Das ist wirklich bitter!

Ich erzähl' wirklich jedem er möge bitte kein Glyphosat o.ä. versprühen und vor allem keine Monsanto Produkte kaufen. Diese dreckigen... 

Ich verstehe auch nicht warum man Roundup in jedem Gartencenter und in sämtlichen Baumärkten erhält. Zwar im Giftschrank, aber alle haben's im Sortiment. 

Gerade erst hat Glyphosat die erneute EU-Zulassung bekommen. 

Und schleichend übernimmt Monsanto die Kontrolle...

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