Gänge einer Kettenschaltung beim Fahrrad

4 Antworten

Ja oder zumindest ist es nah dran. Abgesehen davon habe ich noch nie etwas von 28 Gängen gehört, wie soll denn das eingeteilt sein? (27 wäre z.B. 3x9)

Generell ist es so, dass du viele Gänge garnicht nutzen solltest, da die Kette ansonsten in eine starke Schräglage kommt und dadurch einseitig stark gedehnt wird und schnell abnutzt. Der Effekt ist schleichend und fällt vielen vermutlich garnicht auf (einigen jedoch schon, weil es auf einmal rasselt, klackert, die Gänge nicht mehr so fluffig schalten und sich schwerer tritt - Kette reinigen und fetten bringt dann nix mehr). Wer häufig mit vorne-links-hinten-rechts oder vorne-rechts-hinten-links Kombis fährt, hat nach 1000km die Kette soweit kaputt, dass sie getauscht werden sollte. Das Rad fährt zwar noch, aber erstens nicht mehr so schön und zweitens nutzen die Zähne an den Ritzeln sehr schnell ab. Spätestens wenn nach weiteren 2000-3000km kein Gang mehr richtig reingeht sondern die Kette noch eine halbe Minute rumschubbert, bis sie überspringt, fährt man dann zum Fahrradladen und dann kommt das teure Erwachen: Ritzel, Kettenblätter, Kette - alles neu.

Zudem kannst du ganz einfach rausfinden, welche Gänge "doppelt" sind. Zähle vorne auf dem Kettenblatt die Zähne und hinten am Ritzel und setze das in ein Verhältnis zueinander (so dass immer ein :1 rauskommt - also 0,8:1, 1:1, 1,2:1 - du teilst dazu immer Kettenblatt/Ritzel - das Ritzel ist also dann immer :1). Dann siehst du Zahlen, die sehr ähnlich bis identisch sind. Idealerweise liegt eine davon immer in einem Bereich, den man fahren kann (also z.B. Mitte-Mitte) und einer in einem Bereich, den man lieber meiden sollte (also z.B. Links-Rechts).

In der Regel hat eine 27-Gang Kettenschaltung ca. 14 nutzbare Gänge - also etwa so viele, wie eine Nabenschaltung von Rohloff - und auch etwa das gleiche minimale zu maximale Übersetzungsverhältnis. Wäre die Rohloff-Nabe nur nicht so teuer... (ich hab eine - ein Traum - aber in der Anschaffung kostet es Überwindung). Haltbarkeit einer preiswerten normalen Kette hier aufgrund der immer-geraden Kettenlinie: Über 25.000km. Bei Kettenschaltung bei schlecht gewählten Gängen wie gesagt 1000km, bei guter Kettenlinie ca. 5000-10000 (bei Rennrädern mit teuren Spezialketten mehr)

Ja, stimmt. Bei einer Standard-3x7-Schaltung z.b. hast du genau 11 Gänge, nicht 21, alle anderen kommen doppelt, einer sogar dreifach vor.

Bei den dreimal-irgendwas Schaltungen kannst du grob rechnen: Ritzelanzahl hinten plus zwei große plus zwei kleine Gänge zusätzlich auf dem kleinen und auf dem großen Kettenblatt. Ergibt die Rechnung 3 x 9 = 9 + 2 + 2 = 13.

Bei Rennrädern sieht es anders aus. Hier gilt eher 3 x 9 = 9 + 3 + 3 = 15, dafür sind aber die Abstände zwischen den Gängen kleiner.

Hier wird dir das für jede beliebige Schaltung grafisch dargestellt:

http://www.j-berkemeier.de/Ritzelrechner.html

 

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erfahrung mit Fahrrädern.

Aber Felix, du wirst du hoffentlich vorne nicht dreifach fahren :-) !

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@ghost40

Vorne zweifach reicht doch aus, wenn's vorne ein Schlumpf Tretlagergetriebe und hinten ein Rohloff Speedhub ist ;-)

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Nö! Bei 28 Gängen hast du vorne 4 Ritzel und hinten 7  (4x7=28) Und die Übersetzung bzw. Kraft, die von den Pedalen kommt, ist immer eine andere.

Nein!

Man hat immer vorne drei "Ritzel", die vorne allerdings Kettenblätter heißen. Hinten hat man zwischen 6 ("18 Gang") und 10 ("30 Gang") Ritzel am Zahnkranz, bzw. bei Rennrädern sogar bis zu 11, wobei beim Rennrad vorne dann nur 2 Kettenblätter sind.

4 x 7 gibt es nicht!

Und natürlich gibt es dabei auch doppelte Übersetzungen, bzw. solche die nahezu doppelt sind. D.h. man hat bei einer "28 Gang"-Schaltung nicht wirklich 28 verschiedene Übersetzungen!

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@WeiSte

Habe das vorhin gar nicht kapiert: 28 Gang :-)))

Das gibt´s wohl nicht, da - wie oben erwähnt - nicht durch drei teilbar.

Aber noch was zu den Übersetzungen: Abgesehen von tatsächlich (fast) doppelten Übersetzungen gibt es auch solche, die man gar nicht fahren soll, nämlich vorne das größte Kettenblatt bei hinten dem kleinsten oder zweitkleinsten Ritzel und umgekehrt, kleinstes Kettenblatt bei größtem/zweitgrößtem Ritzel. Von der Kettenlinie her ist es immer ratsam, so oft wie möglich irgendwo "in der Mitte" von Zahnkranz zu fahren.

Also nehmen wir mal eine 27 Gang Schaltung (so was gibt es): da hat man definitiv keine echten 27 Gänge. Siehe auch mal hier:

http://www.veloagenda.ch/Velophysik/entfaltung.php

Wichtigster Satz in dem verlinkten Artikel zur Frage oben:

Bei den heutigen 24-, 27- oder gar 30-Gangschaltungen sind Überschneidungen unvermeidlich."

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@WeiSte

Stimmt nicht 4x7 und 4x8 gibt es wohl, nur hat kein Sinn mehr, weil noch mehr Überschneidungen. Fahre selber noch eine 4x8, an einem Bastel-Rad.

In den 90ger gab es 4fach Kurbeln, da die Kassetten hinten nur 6-7fach konnten. Heute würde die 4fach gar nicht mehr laufen. Auch als Tamer Quad für Reise-Räder gab es 4fach, testweise sogar 5fach oder die Halfstep/Granny Geschichten.

Also eine 4x12 ginge schon mal von der Kette her nicht mehr, Kettenlinie und so weiter. Vorallem nicht mehr nötig bei den riesen Kassetten heute.

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Meint er eher die Grösse vom Fahrrad; 28´´  aber 28 Gänge Vordere * hintere Ritzel gleich Gänge ist immer ne andere Übersetzung

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