Friedliche Proteste die was brachten?

9 Antworten

Ziemlich selten, denn welches Druckmittel stellen denn friedliche Demos schon da, richtig keines. Wenn denn doch mal was durch sanftmütige Proteste erreicht wurde, dann stets nur solche, die dem System nix kosten, den Profit nicht schmälern, nichts Wesentliches ändern. Als Beispiele seien da nur mal Abtreibungsgesetze, Wegfall der Homosexuellen-Hatz, Frauenrechte u.ä.m. genannt ,alles dinge die den Kapitalismus so gar nicht tangieren ,daher durchgewinkt werden konten.

Wer nun was Wesentliches erreichen will, der muß schon eine härtere Gangart einlegen, andernfalls läuft er oder sie ganz einfach augf. Und weil das so ist, wird auch ziemlich selten demonstriert, weil die Mehrzahl der Menschen begriffen hat, dass man auf diese wachsweiche Art nicht mal nen Hund vom Ofen weglocken kann.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Innerhalb meines Studiums hatte ich viel mit Politik z utun

Mahatma Ghandi.

Der hat durch gewaltfreien Protest maßgeblich an der Unabhängigkeit Indiens mitgewirkt. Auch wenn sich nicht immer alle Mitstreiter landesweit an die Gewaltfreiheit gehalten haben.

Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Mohandas_Karamchand_Gandhi#Kampf_für_Indiens_Unabhängigkeit

Ein anderes Beispiel hatten wir in Deutschland selber in jüngerer Vergangenheit. Man denke an die Proteste der Bürger in der DDR, die schliesslich (mit) zum Mauerfall und der Wiedervereinigung geführt haben.

falsch, 1. hatte Gandhi auch Streiks einbezogen, zudem es mit einer sehr kleinen britischen Besatzungstruppe zu tun und 2. waren die Demonstrationen in der DDR nicht der Grund des Mauerfalls, sondern nur eine bloße Begleiterscheinung.

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@voayager

Zu 1: Das es auch Streiks gab machte das Ganze ja nicht gewalttätig und wie groß der Gegner war, das war hier nicht die Frage.

Zu 2: Ich habe auch nicht geschrieben, dass sie DER Grund für den Mauerfall waren (deshalb schrieb ich oben extra "mit" um das klarzustellen). Trotzdem haben die Montagsdemonstrationen sicher auch etwas bewirkt.

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@Waldmensch70

Es geht darum, dass friedliche Demos was bringen sollen oder auch nicht. Das Beispiel Gandhis zeigt aber, dass eben mehr vorlag, als bloße Friedliche Demos.

Die Montags-Demos hätten nur ein Jahr zuvor rein gar nichts genutzt, daher gab es sie auch nicht. Sie gab es erst dann, als die DDR eh am Untergehen war.

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Ghandi ist auch für mich ein sehr mageres Beispiel. Man muss bedenken, dass Indien als eine der letzten Kolonien in die Geschichte einging. Das war quasi noch vorgestern. Zu diesem Zeitpunkt war der Westen infrastrukturell so stark überlegen, dass es gar keiner Kolonien mehr bedurfte, um den ungleichen Handel zu den von den dann ehemaligen Kolonialmächten diktierten Konditionen fortzusetzen.

Außerdem schikte sich das irgendwie nicht, nachdem man doch selbst gerade den germanischen Aggressor besiegt hatte...

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Die Demos der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc ab 1980

Die Montagsdemonstrationen in Leipzig 1989

Der Streik in der Rosenstraße 1943, wo nichtjüdische Ehepartner für die Freilassung ihrer jüdischen Ehepartner demonstrierten, was nach Meinung einiger Historiker zur Freilassung der Verhafteten beigetragen haben kann

Die Proteste kirchlicher Würdenträger wie Bischof von Galen 1941 gegen die Euthanasie-Aktion (Ermordung von Geisteskranken), die Hitler daraufhin stoppen ließ

Friedliche montagsdemos die zum fall der mauer führten.

Nein, das brachte nicht den Mauerfall zustande, vielmehr die Tatsache, dass die DDR -STaatsführung am Ende angelangt war.

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@agitatorhunter6

Bedenke doch nur, dass die ganzen Demos ein Jahr zuvor oder noch länger zurückliegend rein gar nichts bewirkt hätten. Erst der Niedergang der DDR machte sie möglich, egal was die bürgerlichen Geschichtsbücher auch immer zusammen basteln.

Lerne deinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, statt nur Autoritäten Glauben zu schenken.

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@voayager

Vielleicht waren die montagsdemos nicht der einzige Faktor, aber sie haben dazu beigetragen

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@HugoDeutsch

Haben sie nicht, sonst wären sie ja schon früher ausgebrochen. Es war vielmehr so, dass die DDR bereits am Boden lag und die Demos lediglich begleitmusik eines untergehenden Herrschaftssystems war. Wäre dem nicht so, wären die Demos ja schon früher ausgebrochen, was dann allerdings aussichtslos gewesen wäre, weil zuvor der DDR Staat noch nicht so marode war.

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V wie Vendetta, das würde was bringen... Proteste die (in der Realität) etwas bringen, sind auch als solche gewollt (als Beispiel co2 Proteste greta thunberg oder auch Mauerfall 89, Wackersdorf atomstreik) sonst brachten Demos überwiegend nichts....

Woher ich das weiß:Hobby – Ich interessiere mich sehr für allgemeine Themen.

Genau das ist der Springende Punkt. Was hat greta tuhnberg erreicht. Lediglich Umdenken aber ihre Ziele wurden immernoch nicht erfüllt.

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@Derallweissende

Ab nächstes Jahr wird eine CO2 Steuer wegen ihr eingeführt.... DE zahlt für alles... gewisse Teilgebiete "zur luftreinhaltung" wurden begrenzt (Brücken usw) von 50 KMH auf 30 KMH DE setzt sich stärkere Zielmarken im Kampf gegen co2... usw.. recherchiere mal...

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