Frage zur Rassenlehre im Ns?

6 Antworten

Eine Sache vorweg die mich stört: Machtergreifung ist ein NS-Terminus, es wird 'politisch-historisch korrekt' als Machterschleichung bezeichnet :)

Wenn man bedenkt, dass es sog. "Völkerschauen' gab (https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerschau), wie zum Beispiel in Hamburger Stadtzoo Hagenbecks Tierpark ein >Negerdorf< ... wird wohl deutlich, dass zu damaliger Zeit noch ein anderes >Rassen-Verständnis< gab...

Aber eine direkte (Leit-) Frage fällt mir dazu konkret nicht ein...

Leitfrage:

Entspricht Adolf Hitler seinem Ideal des großen, blauäugigen, blonden Recken? 
BRUHAHAHAH....  (das hässliche, dunkelhaarige, kleine Männlein...)

Fertige Leitfragen werde ich nicht liefern, aber ein paar Ansätze zum Überlegen für dich.

Wenn dein Bezugsfach Biologie ist, wirst dich mit dem Begriff "Rasse" , wie er benutzt wird, oder wie widerlegt wird, dass man bei der Art Mensch von Rassen sprechen kann, genauer auseinandersetzen.  Ein einfaches, erstes Argument ist die genetische Variabilität des Menschen, sie ist innerhalb einer Population größer, als beim Vergleich zwischen Populationen. Die Rassenlehre impliziert, dass Eigenschaften des Menschen, wie moralisches Empfinden, Fleiß, Intelligenz .... , genetisch bedingt sind. Die Ansichten, ob nun die Umwelt oder die Gene einen größeren Einfluss auf z.B. die Intelligenz eines Menschen haben, sind nicht einheitlich. Schon der Wunsch nach Belegen für die Erblichkeit der Intelligenz wirft bei mir die Frage auf, was man mit dem Nachweis gesellschaftlich bewirken will. Einseitig zitierte Forschungsergebnisse werden auch heutzutage von Menschen benutzt, vielleicht sagt dir der Name Sarrazin etwas.  Weshalb ist denn das Gedankenkonstrukt der Rasse so sehr in den Köpfen der Menschen verankert, dass es auch heute noch eine Rolle spielt? Es hat immer mit der Abgrenzung  Wir gegen Andere zu tun.

Die Wissenschaftsgeschichte der Rassenkunde hat vor allem damit zu tun, dass im Imperialismus eine Begründung geschaffen werden musste, um andere Völker zu unterdrücken. In der NS-Ideologie ging es auch darum einen Sündenbock zu finden, dem man die Verantwortung für alles Schlechte zuschreiben konnte. ("Wenn es den Juden nicht gäbe, müsste man ihn erfinden").  Welche geistigen Verrenkungen  NS-Ideologen anstellen mussten, damit sie blonde Menschen jüdischen Glaubens  einer "jüdischen Rasse" zuordnen konnten, macht den ganzen Irrsinn nur noch deutlicher.

Zur NS- Rassenlehre erlaubte  auch die Tötung von behinderten Menschen. Das wurde eher geheim gehalten, den Eltern teilt man einfach mit "an Lungenentzündung verstorben".

Der Begriff "Volksgemeinschaft" hatte eine zentrale Bedeutung für die NS-Ideologie, so sollte künstlich ein Wir geschaffen werden, der Gedanke, dass es keine Gegensätze bei den Interessen Arbeiter - Unternehmer gibt und alle freudig miteinander arbeiten, ist vor allem für Unternehmer schön. Welche Ziele und Zwecke wurden mit der sogenannten "Volksgemeinschaft" verfolgt und wie war es um die Solidarität untereinander tatsächlich bestellt?  Forsche mal nach, wie die Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten aufgenommen wurden.

"Rassisten schaffen sich ihre Rassen selber" kannst du damit etwas anfangen?

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort, jedoch kann ich das Thema nicht mehr nehmen. Denn mein Lehrer meinte,  dieses Thema sei nicht kontrovers genug. :/ jetzt muss ich mir ein neues Thema suchen. Mein Lehrer hat mir Geschichte mit Pw empfohlen. Jetzt überlege ich etwas dazu, ist aber echt schwieriger als ich dachte, Themen zu finden.

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Ich habe mir die internen Dokumente der Rassenlehre durchgelesen.

Laut den Dokumenten gab es dort zwei Ziele:

  • Geschichtsforschung durch den Vergleich der Ursprünge für die Wiederherstellung der deutschen Kultur
  • Befehlshaber anderer Länder für politische Verhandlungen besser verstehen lernen

Alle Rassen wurden in den Dokumenten neutral (inkl. Juden) auf Gesichtseigenschaften und Gefühlstendenzen untersucht. Hauptuntersuchungspunkt waren die unterschiedlichen deutschen Rassenherkünfte.

Den damaligen Germanen war ihr Urstamm / Familienbaum oft sehr wichtig.

Ich empfehle dir dazu Darwin und spencer. Beide hatten ähnliche Ansätze. 

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