Extrem hartnäckige Tapete von der Wand lösen?

9 Antworten

Die Kombination "Wasser und etwas Spülmittel" ist eigentlich mit Abstand die leichteste und schnellste. Dazu muss die Flüssigkeit aber erst mal dahin kommen, wo sie wirken soll - nämlich an die Kleisterschicht zwischen der Wand und der ersten Tapetenbahn. Schwierig, wenn da zig Lagen drüber liegen, teils noch mit Farbschichten zusätzlich. "Nagelwalze" ist dann das Stichwort, damit piekst man Löcher in die oberen Schichten und das Wasser kann eindringen und wirken.

Ich gehe in folgender Reiheinfolge vor:

  1. Zuerst probiere ich die trockene Tapete abzulösen. Bei vielen (alten) Schichten klebt die Schicht zwischen Tapeten und Gips nämlich oft nicht mehr gut, so dass sich die Tapeten teilweise wie ein Brett runterreissen lassen.
  2. Wenn das gar nicht oder unvollkommen funzt, benütze ich selbstverständlich die Stachelwalze und zwar mehrfach überschneidend, so dass möglichst viele Löcher entstehen.
  3. Dann benutze ich entweder einen Dampfablöser (falls vorhanden) oder streiche die Flächen mehrfach mit einem Tapetenablöser ein und kontrolliere anschliessend, ob die Feuchtigkeit bis zur letzten Schicht durchgedrungen bzw. mindestens die Spuren der Stachelwalze bis auf den Gips hinunter durchgedrungen sind. Falls nicht Stachelwalzenübung wiederholen. Allerdings gibt es Fälle, wo die Stachelwalze nicht vollständig durchgedrungen ist und die Spuren somit auf dem Gips sichtbar sind. Wenn die Wiederholung zu wenig wirkt (habe schon 12 und mehr Tapetenschichten angetroffen) muss im Extremfall in mehr als einer Schicht mühsam mit dem Spachtel fleckenweise abgetragen werden. Wichtig ist mir dabei, dass sich die Tapete am obersten Rand gut ablösen lässt; wenn nämlich der Ablöser nicht bis auf die Trennschicht auf dem Gips durchdringt, so kann ich am oberen Rand einen Teil der Tapete stehen lassen und den Tapetenablöser dort hineingiessen, damit die letzte Schicht sukzessive benetzt und damit ablösbar wird. Muss sukzessive gemacht werden und dauert lange.
  4. Sehr oft trifft man auf Tapeten, die nicht dem idealen Zustand entsprechen und man muss austesten welche Methode am besten geht. Und - es braucht v.a. bei alten Häusern viel Geduld!

Viel Erfolg!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Alles halb so wild - Mit etwas Grundwissen und dem richtigen Werkzeug!

Der häufigste Grund, warum es beim Tapete entfernen zum Frust kommt, ist die Ungeduld. Unter 30 Minuten Einweichzeit - lieber 45 Minuten ist beim Tapetenentfernen kein Blumentopf zu gewinnen!

Ein weiterer Grund ist Unwissenheit. Das man die Tapeten nass machen muss wissen die meisten. Warum man das machen soll, dagegen viele Selbermacher nicht.

Das Prinzip:

Es geht darum, das Wasser hinter die Tapeten zu bekommen. Tapetenkleister ist wasserlöslich. Umso schneller das Wasser den Tapetenkleister auflöst, desto schnell verliert er seine Klebkraft, desto leichter lassen sich die Tapeten lösen.

Um nun das Wasser effektiv an den Tapetenkleister zu bekommen ist es hilfreich die Oberfläche der Tapeten zunächst zu zerstören.

Man spricht auch vom Perforieren. Für diesen Zweck gibt es im Handel verschieden Hilfsmittel wie Stachelwalzen oder den legendären "Tapetentiger"

Aufgrund deiner Beschreibung und dem Arbeitsumfang würde ich dir folgende Methode vorschlagen.

Alles was du einfach mit der Hand abreißen kannst, solltest du vorab entfernen.

Im Anschluss reißt du mit einem der genannten Hilfmittel die Oberfläche der Tapete auf.

Im Anschluss hat sich eine Gartenspritze zum wässern der Tapeten als sehr hilfreich erwiesen.

Mit einem Gemisch aus hochwertigem Tapetenlöser (notfalls Spülmittel) und Wasser behandelst du die Wände und lässt das Wasser gut einziehen. Diesen Arbeitsschritt kannst du auch problemlos wiederholen.

Wenn das erledigt ist, greifst du nicht zu Hammer und Meißel, sondern zu einem Dampftapetenablöser.

Ein recht günstiges und allgemein für gut empfundenes Gerät ist der Tapetendampfablöser W14 von Wagner.

Hier ein Angebot von Hornbach für knapp 30,- EUR!

https://www.hornbach.de/shop/Dampftapetenabloeser-Wagner-W-14/4502045/artikel.html

Der große Vorteil besteht darin, dass Wasser zum Kochen gebracht und der Dampf über eine etwa DIN A große Platte das Ablösen der Tapeten wesentlich vereinfacht.

Unter normalen Bedingungen fallen die zuvor beschrieben Maßnahmen alle komplett weg.

Vielleicht solltest du auch einfach zunächst nur die Dampf-Methode probieren und sparst die u.U. das lästige Wässern.

Die Dampfmethode spart dir nicht nur enorm viel Zeit sondern auch die Kosten für Tapetenablöser und Co.

Hast du noch Fragen - Einfach fragen!

Hallo! Am besten Du nimmst ein Teppichmesser und machst ein paar "beherzte" Schnitte in die Tapete. Dann Sodapulver (Drogerie, 89 Cent) in warmem Wasser auflösen (150g auf 5 Liter) und mit einem großen Schwamm die Tapete damit einweichen. Nach ca. einer halben Stunde müsste sich der ganze Schmodder problemlos runterspachteln lassen. LG

https://bmt-pajarito.de/tapeten-perforierwalze-perfoquick-pajarito8409.html

Hi..Probiers mal mit einer Perforierwalze..

Falls du keine beseorgen möchtest kannst du auch mit einem Cuttermesser die Tapete rautenförmig einritzen...dann wässer/befeuchten.

Durch die Löcher die beim Perforieren entstehen, kann das Wasser hinter

die Tapetenträgerschicht gelangen...Und immer nach dem Befeuchten

einwirken lassen...Vorgang dann mehrmals wiederholen.

https://www.youtube.com/watch?v=BZgbrLnqjwI

VG Yazz12

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

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