Estrich mit Kondenstrockner trocknen? Nachteile? Erfahrungen? Zeitersparnis? Stromverbrauch?

5 Antworten

Überleg doch einmal,wielange Du auf das Haus warten mußtest. Und nun dauert alles zu lange?. Es gibt viele Möglichkeiten, den Estrich schneller trocknen sprich aushärten zu lassen. Aber wenn ich Reklamationen im Estrichbereich hatte, lag es am schnell getrockneten Estrich. Laß die Finger davon, es ist Dein Haus, übe Dich in Geduld. Es gibt übrigens sehr gute Trockenestriche, die dem Zementestrich teilweise überlegen sind. Der Baustofffachhandel wird Dich gerne beraten. Aber nicht Baumärkte sondern Baustofffachhandel.

Frischestrichtrocknung ist gefährlicher und teurer Unfug. Das Wasser ist für chemische Reaktionen und physikalische Vorgänge im Estrich notwendig, mit denen er langsam seine Endfestigkeit erhält. Es bildet sich im Laufe von Wochen ein dichtes Geflecht aus Kristallnadeln aus. Wenn man diese Kristallisation durch Austrocknung sabotiert, wird der Estrich bröselig und rissig. Schlimmstenfalls muss ein paar Jahre später saniert werden, weil sich so große Risse bilden, dass sich ganze Estrichstücke lösen. Wenn im Wohnbereich über dem zuerst nicht erkennbar schadhaften Estrich gefliest wird, können später die Fliesen brechen.

Die Antwort ist sehr übertrieben und teils unzutreffend. Die Rede ist hier von Kondestrocknern und nicht von Bauheizern !

Das heißt, es wird nur die Luftfeuchtigkeit im Haus abgesenkt und nicht mittels Hitze mutwillig dem Estrich Wasser entzogen. Es wird also nur das Wasser aus der Luft entfernt, das der Estrich ( und andere Bauteile) schon längst abgegeben haben.

Und das kann in manchen Situationen, wenn sich bei 100 % Feuchte die Räume in eine Tropfsteinhöhle verwandeln, schon Sinn machen.

Der Fall kommt bei massiven Häusern mit hunderten Litern Wasser im Innenputz allerdings eher vor als in Fertighäusern.

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Es kommt erst einmal darauf an, was für einen Estrich ihr auswählt. Ein Zementestrich braucht alleine zum Erreichen seiner Endfestigkeit Wochen. Durch zu schnelles Trocknen nimmt bei allen Estrichen auch die Gefahr der Rissbildung zu.

Sofern ihr den Estrich von Frühjahr bis Herbst einbringt, ist der mögliche Zeitgewinn gegenüber intensivem Querlüften (Durchzug) eher gering. Einen merklichen Unterschied gibt es vielleicht im Keller. Sonst würde ich es lassen.

Von Oktober bis November oder Februar-März kann es Sinn machen, weil die Feuchtigkeit nicht natürlich verdunstet.

Bei sehr niedrigen Temperaturen funktioniert ein Kondenstrockner übrigens gar nicht.

wie mein vorredner schon schrieb, die schwindung des estrischs ist zu enorm, wenn du das mit dem trockner beschleunigst. außerdem müsstet ihr jede menge löcher in den neuen estrich machen.... in der phase der endfestigung würde der trockner eh nichts bringen...

lg, anna

Hi,

also Anna92 hat das eigentlich schon recht schön erklärt. Den Abbindeprozess von Fließestrich niemals mittels Trocknung (Hohe Temperatur/Luftbewegung, etc) beschleunigen, weil dann dem Zement das Anmachwasser entzogen wird, das er aber zum Abbinden braucht: Die Folge sind sandige, poröse Oberflächen, die nichts taugen!

Viel Spaß und Erfolg beim Heimwerken wünscht das Team von selbst.de

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