Eine Frage zu Eisenbahn-Zügen: Ist schieben oder ziehen sicherer?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Schub-Betrieb gefährlicher 71%
nicht relevant 29%
Zug-Betrieb gefährlicher 0%

11 Antworten

Die Konstruktion der Regionalzüge ist darauf ausgerichtet, bis zu einem bestimmten Tempo einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, egal, wie die Traktion erfolgt, oder wie hoch das Bremsgewicht voreingestellt ist.

Allerdings ist bei Zusammentreffen mehrerer unvorhersehbarer Betriebszustände der Schiebebetrieb auf jeden Fall gefährlicher.

Szenario: Trifft an einem unbeschrankten Bahnübergang der erste Wagen im Schiebebetrieb auf ein Hindernis, hat er nicht die Wirkung, um es mit der Masse und Kraft der Lok wegzuschieben, ohne selbst zu entgleisen.

Das zeigen die entsprechenden Unfälle auch.

Schub-Betrieb gefährlicher

Bei Rangiergeschwindigkeit ist es relativ egal. Ansonsten ist der Schubbetrieb gefährlicher. Hast die Begründung im Prinzip selber gegeben. Wenn der Zug an einer stelle entgleist, ist es harmloser, wenn der Zug in seiner Streckung noch weitergezogen wird als wenn er jetzt noch zum einknicken gebracht wird, weil von hinten geschoben wird.

Dem will auch ich zustimmen!

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Schub-Betrieb gefährlicher

Ich würde mal sagen, im normalen Vorortverkehr bei relativ geradlinigen Strecken und den paar Personenwagen spielt das keine Rolle.

Bei engen Kurven und langen Zügen halte ich es aber auf alle Fälle für gefährlicher!

Schub-Betrieb gefährlicher

Ich kann es nicht erklären warum, aber eine geschobene Modelleisenbahn fliegt viel leichter aus der Kurve als eine Gezogene

nicht relevant

Bei den heutigen Wendezügen gibt es da keine Unterschiede mehr. Die Wagen und die Lok sind ja zu einer festen "Schlange" verschraubt (durch die Kupplungen und im Gegensatz zur Modelleisenbahn) und die Gleisradien sind so groß, dass die schiebende Lok den Zugverband nicht seitlich aus den Schienen drücken kann. Beim etwaigen Entgleisen spielen Massenschubkräfte eine erheblich größere Rolle als die Zug/Schub-Energie, da ist es also egal, wo die Lok ist.

Die IC-Zühe fahren vorwärtes und rückwärts gleich schnell.

Vollkommen falsch, sowohl die physikalische, als auch die betriebstechnische Begründung.

Die Züge fahren deswegen gleich schnell, weil das Zentralamt die Strecke dementsprechend freigibt - da ist der worst-case eingerechnet.

Bei überhöhter Geschwindigkeit (Ausnahmefall) ist der Zugbetrieb sicherer, da wegen des geringeren gewichts eines geschobenen Wagens - im Gegensatz zur 3 bis 4 mal schwereren Lok die Entgleisungsgefahr höher ist. Außerdem hat dies mit Traktion zu tun. Frontantrieb zieht in der Spur, Heckantrieb kann ausbrechen.

Schlimmes Beispiel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Aitrang

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