Ein Fehler Gottes?

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32 Antworten

Hallo jwoebking,

Nein, das ist kein Fehler Gottes, wohl aber eine Herausforderung für jeden, dem an einem richtigen Verständnis biblischer Ereignisse gelegen ist. Und insofern ist Deine Frage ein lobenswerter Beitrag, um der Bibel  einmal mehr Gelegenheit zu geben, sich selbst zu erklären. Danke dafür.

Um  vorab den Stellenwert der hinterfragten Ereignisse realistisch einordnen zu können, sollte man folgendes berücksichtigen:  

Zum einen gibt es  mehrere  Bibelpassagen, in denen  davon berichtet wird, dass Gott von sich sagte, er habe ‘Bedauern empfunden’ über etwas, was er getan oder zu tun beabsichtigt hatte. Zum Beispiel sagte er einmal,  „er  bedauerte  [von dem hebräischen Wort nachám], dass er Saul zum König über Israel gemacht hatte“  (siehe dazu auch 1. Samuel 15:11, 35 und vergleiche bitte mit Jeremia 18:7-10; Jona 3:10).  Dennoch wird über ihn in 5. Mose 32:4  zu Recht gesagt:  „Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er.“   (In den folgenden Zeilen wird sich das bestätigen).

Zweitens  sollte man biblische Ereignisse jeweils vor dem dazugehörigen Hintergrund betrachten. Mache Dir also bitte bewusst,  dass die Schöpfung
in ihrer Gesamtheit
eine derart gewaltige Fülle an Macht, Weisheit,
Präzision und Ordnungsliebe offenbart,  dass sie unser aller Begriffsvermögen  weit übersteigt. Riesengalaxien mit Milliarden von Sternen sind nur ‘das Werk seiner Finger’ (Psalm  8:1, 3, 4; 19:1), und der Reichtum der Weisheit, die er entfaltet hat, ist so groß, dass unsre Kenntnisse über die physische Schöpfung selbst nach Jahrhunderten  emsigen Forschens bloß wie ein „Geflüster“ sind im Vergleich zum mächtigen Donner (Hiob 26:14). Nicht zuletzt ist unser Schöpfer  Jehova der Quell allen Lebens, ihm verdankt die gesamte belebte Schöpfung — sowohl die sichtbare als auch die unsichtbare — ihr Dasein  (Psalm 36:9;  103:21).

Und vor dieser  „Hintergrundskizze“  sind die Ereignisse um die Sintflut relativ
winzig;  und es ist kaum vorstellbar, dass ausgerechnet dort ein Fehler passiert sein soll. Aber gerade deshalb   bedürfen sie einer Erklärung.

Und damit drittens,  ist es von besonderer Bedeutung, welchen Sinn oder Gedanken der entsprechende Begriff im hebräischen Quelltext vermittelt.  Dein Zitat aus 1.Mose 6:6  ist der Bibelübersetzung von Luther entnommen
und wird (wie von Dir zitiert) mit  „es reute Gott, dass er die Menschen gemacht hatte“ wiedergegeben.  

In der Interpreter’s Bible  (Band 1, Seite 225) ist darüber zu lesen: „Dieses hebräische Wort wird allgemein mit ,gereuen‘ (in der Leideform) und ,trösten‘ (in der Intensivform) wiedergegeben. Eigentlich bedeutet das Wort ,einen erleichternden Atemzug tun‘. . . . Es hat darum  (in diesem Kontext) die Bedeutung von ,Änderung der Einstellung‘, ,Sinnesänderung‘;  jede andere Verbindung  ist zufällig. . . . Wenn das Wort mit ,gereuen‘ wiedergegeben wird, wie dies häufig in Verbindung mit Gott geschieht, bedeutet es Sinnesänderung oder die Absicht ändern‘.“

Was also meinte Jehova Gott, als er sagte: „Ich werde die Menschen, die ich erschaffen habe, von der Oberfläche des Erdbodens wegwischen . . ., denn ich bedaure in der Tat  [ändere meine Absicht darüber], dass ich sie gemacht habe.“? (1. Mose 6:7, NW)

Wollte er damit sagen, er bedaure, dass er  „den Menschen“  im allgemeinen erschaffen habe, und es sei ein großer Fehler gewesen?  

Das kann nicht sein, denn hätte er das gemeint, dann hätte er die  gesamte   Menschheit aus dem Dasein ausgelöscht. Sein Bedauern bezog sich also ganz offensichtlich  „nur“ auf die böse Generation, die vor der
Flut lebte, denn unmittelbar nach den oben angeführten Worten lesen wir: „Noah aber fand Gunst in den Augen Jehovas.“ — 1. Mose 6:8, NW.

Um dieses Verständnis mit weiteren biblischen Aussagen zu bestätigen,
 möchte ich Dich daran erinnern, dass es vor der Flut weitere gottergebenen Menschen wir Abel oder Henoch  gab  (Hebräer 11:4, 5 und Judas 14). 
Nach der Flut sind Dir sicher Namen wie Abraham, Hiob, Mose,  Josua, 
Elia, Nehemia  und hunderte weitere bekannt.  In Hebräer 11 und 12:1-3
wird auf sie  Bezug genommen, wenn es dort heißt:  „Da wir denn von einer so
großen Wolke von Zeugen umgeben sind, so lasst uns  . .  in dem vor uns liegenden Wettlauf mit Ausharren laufen, während wir unseren Blick
auf den Hauptvermittler [des Lebens] und Vervollkommner unseres Glaubens,
Jesus, gerichtet halten.“

Sie alle sind zwar verstorben, haben aber Dank  dieses „Hauptvermittlers des Lebens“ die Aussicht auf eine Auferstehung (Johannes 5:28, 29)  Außerdem sichert er  Dir und mir,  bspw. in Matthäus 5:5, unmissverständlich zu  „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“.

Hört sich das  . . .

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Kommentar von Abundumzu
02.04.2016, 22:38

Hört sich das so an, als habe Gott mit der Erschaffung des Menschen einen Fehler gemacht? 

Oder kann man daraus nicht vielmehr entnehmen,  dass der Vater ebenso wie der Sohn die absolute Gewissheit haben, dass es unter den vielen Bösen stets Menschen geben wird, deren Gottergebenheit belohnt zu werden verdient?

Wo in Wirklichkeit der eigentliche Fehler zu suchen ist, wird uns klar,  wenn wir uns Jesu weitere Worte genauer  anschauen: 

„Nicht jeder“,  sagt er dort,  „der zu mir [Christus]: ‚Herr, Herr´  sagt, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.   Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit  . . . und in deinem Namen viele Machttaten
vollbracht?‘ Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit“ .  (Matthäus 7:21-23) 21 

Kannst Du Dir also vorstellen, dass unser Gott und Vater im Himmel traurig darüber ist, dass viele Menschen keinerlei Wertschätzung für all das entwickeln,  was ihnen von ihrem Schöpfer  in Aussicht gestellt wird?  Eine wunderschöne Erde und die Möglichkeit dank des „Hauptvermittlers des Lebens“  endlos in Glück und Frieden darauf wohnen zu dürfen?

Und daher schließt sich der Kreis unserer Überlegungen, wenn wir uns die Sintflut-Ereignisse noch einmal in Erinnerung rufen und uns  ihre Bedeutung  von Jesus selbst erläutern lassen.  In Matthäus 24:37-40 wird er mit den Worten  zitiert: 
„Denn geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart des Menschensohnes [Jesus] sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des
Menschensohnes sein“. 

Resümee:  Nicht weil unser Schöpfer einen Fehler gemacht hat, sondern weil jene Menschen  - ebenso wie viele Zeitgenossen  heute -  nur mit ihren eigenen Interessen beschäftigt sind, und dabei „den Geber aller guten Gaben“  undankbarer Weise nicht beachten.(Jakobus 1:17)

Vielleicht helfen Dir diese Denkanstöße weiter.

Alles Gute.

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Man kann ohnehin nicht bereuen, wenn man allwissend ist. Dies ist jedoch ein Fehler der Menschen, die sich diese ganzen Geschichten ausgedacht haben. Aber Mythologie darf auch Fehler aufweisen (wie sagt Michael Köhlmeier so schön: mythologisch einwandfrei). Problematisch wird es erst, wenn man versucht, Mythologie als Wahrheit zu verkaufen.

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Hallo jwoebking,

der von Dir angeführte Text aus 1. Mose 6:6 erweckt in der Tat, für sich betrachtet, leicht den Anschein, als habe Gott bei der Erschaffung des Menschen einen Fehler gemacht. Der in diesem Text erwähnte Begriff "reute" oder "bedauerte" ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes nachám. Wird es in der Bibel gebraucht, bezieht es sich meistens auf Gott und hat eine etwas andere Bedeutung, als wenn es sich auf Menschen bezieht.

Das Wort "reuen" oder "bedauern" kann sich nicht darauf beziehen, dass Gott es als einen Fehler ansah, überhaupt den Menschen erschaffen zu haben, denn über ihn heißt es: "Vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege" (5. Mose 32:4). Gott "bedauerte" es insofern, als die Menschen, nachdem er sie erschaffen hatte, sich so schlecht entwickelt hatten, dass sich Gott dazu veranlasst fühlte, sie in der kommenden Sintflut zu vernichten. Wie sehr hätte sich doch Gott gewünscht, dass die Menschen einen anderen Weg eingeschlagen hätten, doch leider hatten sie ihren freien Willen dazu missbraucht, immer mehr Schlechtes zu tun. Er selbst sagte später einmal zu seinem abtrünnig gewordenen Volk Israel: "Ich habe kein Gefallen am Tod des Bösen, sondern daran, dass ein Böser von seinem Weg umkehrt und tatsächlich am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um von euren bösen Wegen, denn warum solltet ihr sterben, o Haus Israel?" (Hesekiel 33:11).

In einem Nachschlagewerk heißt es über das eben erwähnte hebräische Wort nachám: "Von Gott wird gesagt, er bedauere [nachám, Bedauern empfinden]; doch darunter kann nur eine Änderung seiner Verhaltensweise gegenüber seinen Geschöpfen verstanden werden, die darin besteht, daß er ihnen entweder etwas Gutes zuteil werden läßt oder etwas Böses zufügt. Gottes veränderte Verhaltensweise ist auf eine Veränderung in seinen Geschöpfen zurückzuführen, weshalb in menschlicher Sprachweise gesagt wird, Gott habe bedauert“ (M’Clintocks und Strongs Cyclopædia 1894, Bd.  VIII, S.  1042). Wir hier gezeigt wird, geht es hier um "eine Änderung seiner Verhaltensweise" gegenüber den Menschen, die er gemacht hatte. Doch was seine Maßstäbe und Normen betrifft, ist Gott unveränderlich, er schwankt also nicht hin und her (siehe z.B. Maleachi 3:16 und Jakobus 1:17, wo gezeigt wird, dass Gott sich nicht ändert). Gott ist also in seinem Handeln weder launisch, unberechenbar oder gar fehlerhaft.

LG Philipp

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Im hebräischen könnte man das, was dort steht auch mit "es bekümmerte ihn in seinem Herzen" übersetzen.

Oft sind einige Wörter (grade in alten Versionen der Bibel) nicht wörtlich übersetzt oder bedeuten in der Ursprungssprache etwas leicht anderes, was mittlerweile für uns aber einen großen Unterschied macht.

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Kommentar von glidrisi
27.06.2016, 09:11

So ist es, und darum stützen wir uns auf die alt-Hebräische Form. .und nicht auf das heutige hebräisch-aramäische für angelernte Theologen

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Ich denke nicht, dass Gott allgemein bereut hat, die Menschen auf die Welt zu setzen, sondern, wie sie geworden sind. Deshalb finde ich es besonders wichtig, ein guter Mensch zu sein. Man sollte Gott dankbar sein, dass man Leben darf, dass man beweisen darf, dass es gute Menschen gibt und man ins Himmelsreich will :)

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Vor allem kann man nur "ehrlich" bereuen, wenn die Folgen nicht absehbar waren. Da Gott aber allwissend sein soll, wusste er schon vorher, dass alles aus dem Ruder laufen würde.

Die Frage ist auch, ob Gott ein Gewissen hat (überhaupt haben kann).

Aber Gott macht per Definition keine Fehler. Und wenn du nachfragst, was der genaue Grund ist, warum Gott alles so hat geschehen lassen, wie es geschehen ist, dann lautet die Pauschalantwort, dass Gottes Wege unergründlich sind. Wir wären gar nicht in der Lage, vieles zu verstehen.

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er hat den bösen menschen doch nur deren physischen körper weggenommen, damit sich diese in einem besseren wieder auf die erde begeben können

(man muß die bibel eben lesen können)

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Noch ein Aspekt dazu:

Gott hat bei der Schöpfung offensichtlich Mist gebaut und hat daher die Menschen wieder vernichtet. Aus den Überlebenden sollte ein neues Geschlecht entstehen, dass nicht mehr so sündig lebt, wie die Menschen vor der Sintflut.

Aber auch dieser Plan Gottes ist grandios gescheitert, denn auch die "neuen" Menschen lebten genauso sündig, wie zuvor. Das scheint Gott aber inzwischen zu akzeptieren, denn er lässt die Menschheit wachsen und hat sie nicht erneut vernichtet.

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Gott hat einen Fehler zugegeben ? Gewiss, nach menschlicher Weise ! Nur , vor wem klagst du ihn an ? Vor dir mit deiner menschlichen Logik ? Wohl nicht . Dann kannst du nur Gott vor sich selbst anklagen . Gut , dann aber steht fest : Er ist nicht nur sein eigener Angeklagter , sondern ebenso sein eigener Richter , weil über ihn keine höhere Instanz denkbar ist !!  So entscheide dich : Ziehst du deine Anklage zurück oder soll sie bestehen bleiben ??

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jwoebking, bedenke folgendes: JHWH (Jehova), der Gott der Bibel und Schöpfer des Universums, macht keine Fehler. Sowie die materielle, wie auch die immaterielle Schöpfung waren ursprünglich vollkommen.

Er hatte sowohl Geistgeschöpfe als auch Wesen aus Fleisch und Blut mit einem freien Willen erschaffen und er liebt alle seine Geschöpfe von Herzen und sucht stets ihr Bestes. 

Dennoch war zuerst Satan, ein rebellischer Engel, ungehorsam und undankbar, mißbauchte seinen freien Willen und sagte sich von seinem Schöpfer los. Es gelang ihm im Laufe der Zeit, zahllose weitere Geschöpfe auf seine Seite zu ziehen, indem er sie belog, ohne die Leitung JHWHs freier und glücklicher zu sein. Dem ist aber nicht so.

Allerdings konnte Satan nicht alle Geschöpfe verführen und betrügen. Das wußte JHWH im voraus und er schuf eine Vorkehrung, daß jeder einzelne sich entscheiden kann, wem er aus Überzeugung, aus freien Stücken und aus Liebe folgen möchte. 

Deshalb  lies JHWH auch eine gerechte Familie, nämlich Noah mit seiner Frau, seinen drei Söhnen und deren Frauen, in einer Arche, die sie aus Gehorsam ihm gegenüber selbst gebaut haben, die gerechte Strafe, die Sintflut, überleben. So konnte die Menschheit noch einmal einen guten Anfang machen.

Allerdings ging es auch diesmal nicht lange gut, denn dem rebellischen Geistgeschöpf, Satan, dem Teufel ("Engel des Lichts" genannt) gelang es erneut, die meisten Menschen zu belügen. Solange dieser am Leben ist, wird es Elend und Not, Lug und Betrug geben.

Allerdings wird Satan in Kürze gefangen gesetzt, nachdem JHWH die Erde erneut von allem Bösen reinigen wird. Eine gerechte, gehorsame menschliche Gesellschaft wird auch dieses erneute Eingreifen ihres Schöpfer überleben dürfen. Allerdings sagt die Bibel, daß es nur wenige sein werden.

Hätte JHWH gewollt, hätte er schon bei der Sintflut alle Menschen vernichten können, wenn es ihn buchstäblich gereut hätte, Menschen erschaffen zu haben. Denke an Eltern, die sich sehnlich Kinder gewünscht haben und in dem Moment, wo ihnen diese großen Kummer bereiten, schmerzliches Bedauern über diese Kinder empfinden. Ändern sich diese aber und werden wieder vernünftig, werden sie sie weiter lieben und es nicht bereuen, überhaupt Kinder zu haben. Ähnlich ist es bei JHWH, meinst du nicht?

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Kommentar von earnest
02.04.2016, 13:59

Och nee, schiebt doch bitte nicht immer dem ollen Satan die Schuld in die Schuhe ...

Und deine ZJ-Prophezeiung kannst du bitte deinen Glaubensbrüdern unterjubeln.

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Hier kommt das Phänomen der Erinnerung aller Völker an dieses Urereignis eines Einbruchs aus dem All zum Tragen: mitsamt derÜberschwemmung der ganzen Erde und mit der Zerstörung allen Lebens.
Wir können hier natürlich nicht alles nachweisen und genau belegen. Wasjedoch wirklich ist, ist die Frage, welche Moral man aus dieser Geschichte folgern kann.
Nachweisen können wir diese Ereignisse mit Hilfe derNaturwissenschaften heute schon. Das scheint schon alles zu stimmen.
Dennoch ist die Moral der Geschichte dabei das Wichtige. :
Wir sollten  in die Vorgeschichte des Noach zurückgehen.
Bei uns im Deutschen ist die Sintflut irrtümlich zur Sündflut geworden . Aber in der Vorgeschichte von Noach
und der Sintflut steht doch der Zorn und der Ärger Gottes.
Die Menschen haben nicht gegen Gott gesündigt, nicht deswegen ist diese Katastrophe geschehen, wie man häufig meint. Nein, und diese Erkenntnis ist für uns heute noch wichtig, die Katastrophe kam aufgrund des schlechten Umgangs der Menschen miteinander. Dies ist im 20.Jahrhundert so aktuell wie anno dazumal.

Das ist ein liebevoller Gott, denn dieser Gott sagt: "Du kannst deinen Gott nicht am Menschen vorbei lieben!" Das heißt, es geht nicht so, wie es z. B. im Mittelalter häufig geschehen ist, als sichMenschen dachten: "Ich bin ein anständiger Priester, ich lebe auf dem Berg Athos, male ein Bild und mir ist es egal, was die Menschen dort unten machen." Nein, die entscheidende Frage ist die Frage, wie der Mensch mit seinen Mitmenschen umgeht: Das zählt! Liebe deinen Nächsten!
Die Bibel lässt Gott ziemlich hart sagen: "Mich reut,dass ich den Menschen geschaffen habe, diese Brut dort unten! Was habe
ich nur getan! Am liebsten wäre es mir, ich hätte sie nicht geschaffen!"
Er ist empört. Aber er ist empört darüber, wie sie miteinander umgehen. Das ist das Entscheidende, das ist das, was zählt. Man kann als gläubiger Mensch einfach nicht sagen: "Mir ist egal, wie es meinen Nachbarn geht. Ich gehe in die Kirche und stifte und feiere Fronleichnam usw.!" Das Entscheidende ist
immer, wie die Menschen mit ihren Mitmenschen umgehen.
Das ist das, was seit Kain und Abel zählt und das ist die Lektion, die wir
lernen müssen. Deswegen gibt es für die Menschen die zweiteGelegenheit bei Noach.
wenn man das auf diese Weise begreift das Das Tröstliche nämlich, dass wir alle nicht die Kinder von Kain und nicht
von Abel sind. Denn sonst würden wir uns doch, so wie wir als
Menschen sind, bis zum heutigen Tag gegenseitig vorwerfen:

"Du bist ein Kind des Täters!" bzw. "Du bist ein Kind des Opfers!" Das würde bis ans Ende der Zeiten so weitergehen. Nein, wir sind weder Kinder des Ur-Täters noch des Ur-Opfers, sondern es ist uns eine neue Chance gegeben:
Wir sind Kinder des Set, des dritten Sohnes. Der Noach geht also direkt
zurück auf Set, auf den dritten Sohn von Adam und Eva, sodass uns Gott in
jeder Beziehung eine neue Chance gibt. Dies ist der Neubeginn, der uns möglich ist.

Diese strafenden Götter sind auch in der Sintflut-Geschichte
anderer Völker aufgetaucht. Die Götter wollen mit diesem gewaltigenEreignis die Menschen zur Räson bringen. Der Gott der Bibel sagt immerhin: "Jetzt vertilge ich sie von der Erde. Es soll nichts mehr übrigbleiben von dem, was ich geschaffen habe!" Das heißt doch letztlich, dasser auch seiner eigenen Schöpfung gegenüber böse ist.
Er gibt ihnen aber die Chance eines Neubeginns. Das ist für mich wichtig.
Nehmen Sie nämlich als Gegenbeispiel nur mal den Zeus. Dort in seinem Himmel zählen die Menschen überhaupt nicht. Das sind irgendwelche kleinen Arbeitstiere, die noch nicht einmal einen Sabbat, also einen
bestimmten Wochentag haben, an dem sie ruhen dürfen. In diesen
Geschichten sind die Menschen nur Tiere oder Nummern. Demgegenüber,
und so sehe ich diese Geschichte , nimmt hier in der Bibel Gott
die Menschen sehr ernst. Er gibt ihnen die Chance auf einen Neubeginn.

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 Aus meiner Sicht hat Gott es nicht wirklich bereut, dass er uns geschaffen hat, sondern er hat uns den eigenen Willen gegeben, was uns wiederum zu Bösem geleitet.

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Dann würde es im vielleicht reuen, dass er dem Menschen eine bestimmte Freiheit gelassen hat, tun und zu lassen was er will.

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Es war eher so zu sehen, dass die Menschheit ihre Chance auf Existenz vertan hatte. Gott selbst hatte weniger die Entscheidung bereut, dass er die Menschen schuf, sondern bereute dass sie noch existieren, aber auch was sie taten.

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Naja, er hat den Menschen den freien Willen gegeben, damit koennte er sich herrausreden.

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Dazu der Bibelkommentar von Dr. John Walvoord:

"Die Gott »reute« es, dass er den Menschen gemacht hatte, weil die Sünde der Menschheit ihn mit Schmerzen erfüllte. Die Worte »reuen«, »Schmerzen« und »machen« gehen auf Kapitel 3,5 zurück. Lamech sehnte sich nach Trost (nAHam) für die schmerzliche Arbeit unter dem Fluch (1Mo 5,29). Nun »reute« es Gott (nAHam, wörtl. er wurde bekümmert), dass er den Menschen gemacht hatte, weil die Sünde des Menschen ihm Schmerzen bereitete (1Mo 6,6). Dies ist der Grund, warum der Schmerz in die Welt kam. Gott war durch die Sünde bekümmert.

Gott beschloss die Vernichtung der gesamten Menschheit. Dass Gott etwas »reute« (wörtl. »schmerzt«, »bekümmert«) meint nicht, dass Gott sich anders besonnen hätte, da er unwandelbar ist (Mal 3,6). Stattdessen bedeutet es, dass Gott traurig war."

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Kommentar von earnest
02.04.2016, 20:49

Na immerhin. Er oder sie war traurig ob der Massentötung der eigenen Geschöpfe ...

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"Und es reute den Herrn..." 1.Mose 6,6

reute: Bedeutung im hebräischen:  naham (deutsch geschrieben): trösten, Mitleid haben, bereuen

In 6,6: Ist Gottes Reue als ein Erbarmen zu verstehen bzw. als Hinweis auf die Unerträglichkeit der sündhaften Situation, die eine Rücknahme seiner Zuwendung erforderlich macht. (Elberfelder Studienbibel)

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Kommentar von earnest
02.04.2016, 15:05

Erforderliche "Rücknahme seiner Zuwendung" finde ich nett gesagt - für das Ersäufen der restlichen Menschheit.

Bemerkst du nicht selbst die Ungeheuerlichkeit dieser Aussage, Netie?

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Man bereut nicht nur Fehler. Ich zum Beispiel habe schon sehr oft Dibge bereut, die vollkommen richtig waren. Ich habe sie bereut, weil sie in der Situation nicht das Beste waren, was es hätte geben können, aber die Entscheidung dennich richtig war... verstehst du mein Gedankenwirrwarr?

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Kommentar von Ranzino
02.04.2016, 12:57

Nein, das zieht nicht. Gott nimmt für sich Allwissenheit in Anspruch, also wusste er auch, was passieren wird.

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Kommentar von YukiLovelace
02.04.2016, 12:59

Er wusste, dass der Mensch mit seinem freien Willen Fehler machen wird. Aber er kannte den Außmaß der Fehler nicht

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Kommentar von YukiLovelace
02.04.2016, 13:05

allwissend muss nicht heißen, dass er alles klar sieht

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Kommentar von YukiLovelace
02.04.2016, 13:21

Genau. Wenn Gott alles sähe und alles wisse, könnte man die gesamte Bibel und das gesamte Christentum für einen Irrtum erklären. Und das ist es (auch, wenn ich persönlich Buddhistin bin) nicht

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Nö.......er gab ja den Menschen die Erde mit den Worten:

....und machet Euch die Erde untertan....

Damit gab er dem Menschen Eigenverantwortung. Wenn nun der Mensch diese Eigenverantwortung missbraucht hatte, dann war das ja nun nicht von Gott gewollt oder gemacht.

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Kommentar von Abundumzu
03.04.2016, 10:11

Hallo Ritter,

Du zitierst völlig richtig aus 1.Mose 1:26, wo es u.a. heißt:

"Sie [die Menschen] sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land . . ."

Zu keiner Zeit aber wurde dem Menschen die Herrschaft über seinesgleichen  übertragen.

Ganz im Gegenteil erfährst Du aus Prediger 8:9  dass "der  Mensch über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht hat. . ."

. . . nur so . . .

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Im Unterschied zu uns Menschen ist Gott absolut vollkommen und somit ohne Fehler.

Die Bibeltexte sind von Menschen verfälscht worden, nicht alle aber viele.

Einige Bibeltexte sind heute so etwas wie eine Herabwürdigung Gottes.

Diese Sintflutgeschichte ist zwar war aber betraf nicht die ganze Welt.

Es ist also eine maßlose, utopische Übertreibung.

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Kommentar von earnest
03.04.2016, 15:37

"Die Sintflutgeschichte ist ... wahr ..."

Wie du meinst ...

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