Der Teufel existiert und ist eine Bedrohung.

Hallo gromio 

ganz grundsätzlich ist zunächst einmal alles ernst zu nehmen, was uns Gott durch sein Wort an Informationen zugänglich macht - sogar dein Bibelzitat!

Nicht umsonst ist dieses einzigartige literarische Meisterwerk, die Bibel

  • mit dem Einsatz von 40 Schreibern
  • im Laufe von rund 1.600 Jahren
  • mit einem daran anschließenden Überlebenskampf, in dem u.a. die „Mutter der Kirchen“ Übersetzungen samt Übersetzer verbrennen ließ
  • und trotzdem einer Auflagenhöhe, die jedem Erdenbewohner ein Exemplar ermöglicht, das zudem
  • in rund 3.000 Sprachen das mit großem Abstand am weitetesten verbreitete Dokument der Weltgeschichte ist und damit nicht genug
  • all das, obwohl kaum einer die Bibel liest und noch weniger sie verstehen
  • und damit ein Wunder inmitten einer Welt deren Herrscher der Teufel ist (Lukas 4:5, 6).

Im Übrigen wurde dieser ganze Aufwand nur notwendig, WEIL sich ein Teufel in die Angelegenheiten der Menschen einmischte.

Und ohne Teufel wäre weder eine Bibel in der vorliegenden Form, noch eine Christenheit überhaupt erforderlich geworden.

Warum kann man das sagen?

Die Bibel liefert uns die Erklärung in 1. Johannes 3:8 

„ . . . Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen.“

Dennoch, lieber gromio fragst du zu Recht:

Wer glaubt denn heute noch an einen Teufel?

Die Bibel erklärt das:

„Das ist kein Wunder, denn Satan selbst gibt sich immer wieder als Engel des Lichts aus. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn sich auch seine Diener immer wieder als Diener der Gerechtigkeit ausgeben. Ihr Ende aber wird ihren Taten entsprechen.“ (2. Korinther 11:14, 15)

Ist es da ein Wunder, das Petrus - wie von dir zitiert - uns warnend zuruft:

Bleibt bei klarem Verstand, seid wachsam. Euer Gegner, der Teufel, läuft wie ein brüllender Löwe herum und ist darauf aus, jemand zu verschlingen (1. Petrus. 5:8)?

Seine - des Teufels - Raffinesse wird in einer weiteren biblischen Erklärung noch sehr viel deutlicher:

Lies bitte selbst in 2. Korinther 4:3, 4

„Wenn nun die gute Botschaft, die wir verkünden, verhüllt ist, dann ist sie unter denen verhüllt, die zugrunde gehen, 4 unter den Ungläubigen, die der Gott dieses Weltsystems verblendet hat, damit das Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahlt.“

Man stelle sich das vor: der Teufel bekämpft Licht mit Licht! 

Der Begriff „Licht“ steht hier für Einsicht, Durchblick oder Erkenntnis.

Wie uns allerdings bekannt ist, kann man mit Licht einerseits einen Weg ausleuchten , man kann mit Licht allerdings auch jemanden blenden und dadurch mit eben diesem Licht ein sehr wirksames Blendwerk bzw. das genaue Gegenteil erzeugen.

Und daher gilt: Erkannte Gefahr ist nur noch halb so gefährlich. Mit etwas Training wird sie noch geringer und beherrschbar  - besonders wenn wir WACHSAM BLEIBEN.

Nun wäre der Teufel (Verleumder) nicht der Satan (Widerstandleistender) und als „Euer Widersacher“ ein Meister der Täuschung, wenn er nicht die unterschiedlichsten Kriegslisten anwenden würde.

Deshalb wechselt er manchmal seine Identität in die eines brüllenden Löwen, dessen Taktik es ist, durch sein Brüllen Panik zu erzeugen und  Tiere in Ihren Verstecken aufzuschrecken um sie dadurch zur leichteren Beute werden zu lassen.

Im praktische Leben eines Christen bedroht diese Kriegslist durch Spott, Ausgrenzung und Verfolgung seine  - des Christen - Loyalität gegenüber seinem Schöpfer und soll bewirken, ebenfalls in Panik zu geraten und seinen Glauben aufzugeben.

Gewaltherrscher wie Nero, Mussolini, Stalin, HitIer und Putin waren und sind dafür grausame Beispiele.

Und deshalb noch einmal: Bleibt bei klarem Verstand und seid wachsam.

Loyale Diener Jehovas sowohl im alten Testament, als auch zur Zeit Jesu ebenso wie Jesus selbst bis zum heutigen Tag sind daher nach 1. Korinther 4:9-13

. . .  für die Welt und für Engel und für Menschen ein Schauspiel geworden. 10 Wir erscheinen als dumm wegen Christus, ihr aber haltet euch für verständig in Christus. Wir sind schwach, ihr aber seid stark. Ihr werdet geehrt, wir aber bekommen keine Ehre. 11 Bis zu dieser Stunde leiden wir ständig Hunger und Durst und sind dürftig bekleidet, wir werden geschlagen, haben kein Zuhause 12 und mühen uns ab, indem wir mit unseren eigenen Händen arbeiten. Wenn wir beschimpft werden, segnen wir. Wenn man uns verfolgt, ertragen wir es geduldig. 13 Wenn man uns verleumdet, antworten wir mit Milde. Wir sind wie der Abfall der Welt geworden, der Abschaum von allem – bis jetzt . . .“

. . . denn trotz alledem ist die Freude unter loyalen Diener Gotts ungebrochen, da sie wissen

. . .dass jeder, der Gottes Nähe sucht,  glauben muss, dass er existiert und dass er alle, die ihn wirklich suchen, belohnen wird“ (Hebräer 11:6)

Glaubst du das?*)

Weiterhin alles Gute,

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*) in deinem Fall mehr eine rhetorische Frage.

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Hallo gromio

 wieder einmal eine Frage, die einen empfindlichen Nerv trifft und deshalb von den meisten Menschen als ungebührlicher Eingriff in ihre Persönlichkeit wahrgenommen wird. Religion betrachtet man als Privatsache, in die niemand hineinzureden hat.

Und angesichts der uns von unserem Schöpfer eingeräumten Willens- und Entscheidungsfreiheit ist das auch tatsächlich so.

Allerdings bleibt es nie ohne Konsequenzen.

Es bleibt auch deshalb nicht Folgenlos, weil es in den von dir zitierten Beispieltexten „nicht nur“ um das bibelkonforme Lehren und Anwenden biblischer Lehrpunkte und biblischer Grundsätze geht, sondern auch um das sittlich moralische Verhalten im täglichen Leben. Bspw. zitierst du aus 1.Korinther 5

„. . . habgierige Menschen, Götzendiener, jemand, der andere übel beschimpft, Trinker oder ein Erpresser . . .°

Und daher kann es niemals bedeuten , dass man Uneinsichtige innerhalb einer christlichen Gemeinschaft nach Belieben und gemäß ihren eigenen Regeln agieren lässt, denn

. . . ein wenig Sauerteig durchsäuert die ganze Teigmasse 7  Entfernt daher den alten Sauerteig, . . . (1. Korinther 5:6, 7)

Und da unser Schöpfer und seine Schöpfung (wie bspw. die Erdumlaufbahn um die Sonne) ebenso wie seine Grundsätze sich nie ändern (Maleachi 3:6), erübrigt sich die Frage, ob dieses Regelwerk - wann auch immer -  noch oder wieder zeitgemäß sei.

Bei alledem sollte man eines immer und stets im Sinn behalten: Es geht bei disziplinarischen Maßnahmen bibelkonformer Natur ausschließlich darum Gutes zu verbessern.

Dennoch und trotz dieser klaren und biblischen Anweisungen, verfahren nur sehr selten und sehr wenige christliche Gemeinschaften nach diesen Regeln. Und kaum spricht man dieses Thema an, werden wir Zeugen Jehovas zum Mittelpunkt des Gespräches und schon geht es in der Gerüchteküche hoch her.

Gern versuche ich deshalb in den folgenden Zeilen, die anzuwendenden biblischen Regeln bekannt und verständlich zu machen.

Es beginnt mit der von einem Christen erwarteten Grundhaltung, wie sie in Epheser 4:17-24 einem Leben „ohne Sinn und Verstand“ gegenübergestellt wird:

. . . Ihr aber habt den Christus so nicht kennengelernt, 21 falls ihr ihn überhaupt gehört habt . . . 22 Ihr habt gelernt, dass ihr die alte Persönlichkeit ablegen sollt, die eurem früheren Lebenswandel entspricht und die durch trügerische Wünsche verdorben wird. 23 Auch sollt ihr in der Einstellung, die in euch vorherrscht, immer weiter erneuert werden 24 und die neue Persönlichkeit anziehen, die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist.“

Aha!!

Und wenn das nicht immer und gleich so funktioniert, wie es gedacht ist, dann ist die christliche Gemeinschaft in ihrer Gesamtheit gehalten

„. . .  aufeinander zu achten und sich gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anzuspornen. 25 Und gibt [deshalb] ihr Zusammenkommen nicht auf, . . .“ (Hebräer 10:24, 25)

Und sogar diese Fürsorge kann verkannt werden und schließt Verirrungen nicht unbedingt aus.

Für das, was dann folgt  - und was nur wenige wissen -  hat Jesus Christus persönlich die Verfahrensregeln festgelegt, die man in Matthäus 18:15-17 nachlesen kann. 

Schrittweise sehen die folgendes vor:

  • Im ersten Schritt: ein vier Augen Gespräch mit dem zu Korrigierenden und dem erklärten Ziel ihn oder sie als Bruder/Schwester zurückzugewinnen. Wenn das fruchtet ist die Sache erledigt.
  • Im zweiten Schritt, sofern der erste ohne Wirkung war, „nimm noch eine oder zwei Personen mit, damit alles durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird.“ Falls das jetzt Wirkung zeigt, ist der Fall an dieser Stelle erledigt.
  • Im dritten Schritt, sofern beide vorhergegangenen ohne Wirkung geblieben sind, „dann wende dich offiziell an die Versammlung / Gemeinde. Und wenn er/sie nicht einmal auf die Versammlung hört, dann soll er für dich genauso sein wie jemand aus einem anderen Volk [ein Ungläubiger] und wie ein Steuereinnehmer“ (als Handlanger der römischen Besatzungsmacht, die abgrundtief gehasst wurden.)

Das eigentliche Ziel solcher Schritte ist und bleibt dennoch, einen Mitgläubigen wieder zurück zu gewinnen. Und in der Mehrzahl aller Fälle gelingt das auch.

Es ist ganz natürlich, dass eine Erziehungsmaßnahme im Moment nicht erfreulich ist, stattdessen schmerzt sie, aber hinterher bringt sie denen, die durch sie geschult worden sind, Frieden und Gerechtigkeit als Frucht. (Hebräer 12:11)

Und dabei darf die ganze Bruderschaft mitarbeiten und wenn sich das als erfolgreich erweist

. . . solltet ihr ihm jetzt verzeihen und ihn trösten, damit er nicht von übergroßer Traurigkeit überwältigt wird. Darum ermahne ich euch, ihm eure Liebe zu bestätigen. (2. Korinther 2:5-8)

Und jeden, den das betrifft und der den Wunsch hat „nach Hause zurückzukehren“, ermuntern wir - gleichwohl wo auf der Welt er jetzt wohnt - sich an die nächste unserer Versammlung (Gemeinde) zu wenden und er / sie kann sicher sein, dass man sich seiner / ihrer dort liebevoll annehmen wird.

Dieses ganze Procedere wird   -  bibelkonform - vertraulich behandelt und niemand in der Gemeinde erfährt irgendwelche Details

„ Ein Verleumder läuft herum und erzählt Vertrauliches weiter, wer dagegen vertrauenswürdig ist, kann etwas für sich behalten . . . Gib dich nicht mit jemandem ab, der gern schwatzt.“ Sprüche 11:13 und 20:19)

Anders sieht man das in der uns umgebenden Sensations-heischende Welt, denn dort ist die Gier nach Neuem nicht zu bremsen und die unerträglich scheinende Informationsflaute, wie sie in solchen Fällen bei uns herrscht, lässt Vermutungen, Unterstellungen und plumpe Lügen reichlich gedeihen.

Bleibt zum Schluss und der guten Ordnung wegen nur noch zu klären, dass persönlichkeitsformende und biblisch begründete Maßnahmen, wie die hier besprochenen, nicht nur im Interesse des Friedens und damit im persönlichen Interesse eines jeden wahren Christen liegen, sondern auch und aus den gleichen Gründen, von unserem himmlischen Vater Jehova genau so gehandhabt werden

Deshalb wurde beispielsweise

  • das erste Menschenpaar aus dem Garten Eden ausgeschlossen (1. Mose 3:24)
  • wurde eine gottentfremdete Menschheit nach fruchtloser Belehrung durch Noah von der Erde ausgetilgt (1. Mose 6:13 ff; Matthäus 24:38, 39; 2. Petrus 2:5
  • Wurde Israel und obwohl Jehova dieses Volk aus Ägypten rettete, später diejenigen vernichtet, die keinen Glauben bewiesen.
  • Und die Engel, die nicht in ihrer ursprünglichen Stellung blieben, sondern den ihnen zugedachten Wohnort verließen, wurden mit ewigen Fesseln in dichter Finsternis gefangen gehalten bis zu ihrem Gericht am großen Tag.
  • Genauso gaben sich Sọdom und Gomọrra und die umliegenden Städte schwerer sexueller Unmoral und unnatürlichem sündigen Verlangen hin . . und haben die richterliche Strafe ewigen Feuers erlitten . (Judas 5-7)
  • Und nicht zuletzt wurde der General-Verursacher aller dieser unheilvollen Entwicklungen, der Teufel und Satan, aus dem Himmel geworfen und . . .hat große Wut, weil er weiß, dass er nur eine kurze Frist hat [bis ihm der Kopf zertreten wird]“ (1. Mose 3:15; .Offenbarung 12:12)

Erst dann - aber dann wirklich - gibt es Frieden der Bestand hat und der diese Bezeichnung dann auch wirklich verdient.

Deshalb weiter viel Erfolg und alles Gute

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Was genau meinte Paulus, da er in Hebräer 9:27 (NW) folgendes schrieb: „So, wie Menschen ein für alle Mal sterben müssen, worauf das Gericht folgt“?

Im gesamten Kapitel liest man (Luther 2017):

Nun hatte ja der erste Bund seine Satzungen für den Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum. 2 Denn es war da aufgerichtet das erste Zelt, worin der Leuchter war und der Tisch mit den Schaubroten, und es heißt das Heilige; 3 hinter dem zweiten Vorhang aber war das Zelt, welches das Allerheiligste heißt. 4 Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Manna und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes. 5 Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die überschatteten den Gnadenort. Von diesen Dingen ist jetzt nicht im Einzelnen zu reden.
6 Da dies alles so eingerichtet ist, gehen die Priester allezeit in das erste Zelt und richten den Gottesdienst aus.

7 In das zweite aber geht nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opfert für die unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes.

8 Damit macht der Heilige Geist deutlich, dass der Weg ins Heilige noch nicht offenbart sei, solange das erste Zelt Bestand habe.

9 Das ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: Es werden da Gaben und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen können den, der Gott dient 10 allein mit Speise und Trank und verschiedenen Waschungen. Dies sind irdische Satzungen, die bis zu der Zeit der Besserung auferlegt sind. 11 Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der Güter bei Gott durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht ist, das ist: das nicht von dieser Schöpfung ist. 12 Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt. 13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie leiblich rein sind, 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

15 Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, auf dass durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. 16 Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. 17 Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist niemals in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat. 18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet.

19 Denn als Mose alle Gebote gemäß dem Gesetz allem Volk gesagt hatte, nahm er das Blut von Kälbern und Böcken mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch und alles Volk 20 und sprach: »Das ist das Blut des Bundes, den Gott euch geboten hat.« 21 Und das Zelt und alle Geräte für den Gottesdienst besprengte er desgleichen mit Blut. 22 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne dass Blut ausgegossen wird, geschieht keine Vergebung.

23 So also mussten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden; die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als jene.

24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; 25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Zeiten, ist er ein für alle Mal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. 27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten.

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Hallo gromio,

Deine Frage ist Teil eines Textes, den man aus dem Zusammenhang gerissen hat und der sich deshalb nur erklären lässt, wenn man diesen Zusammenhang und noch ein wenig mehr wieder herstellt, zumal du ihn ja auch ziemlich umfangreich zitiert hast. Außerdem zu klären, wo wann und warum Paulus das geschrieben hat, hilft ebenfalls, herauszufinden, was genau er damit meinte.

Daraus ergibt sich dann dieses Bild:

Paulus schrieb diese Zeilen an Christen jüdischer Herkunft (Hebräer) im Raum Judäa. Sie waren durch den missionarischen Eifer der jungen christlichen Gruppierungen um Jesus vom Judentum zum Christentum konvertiert (Matthäus 4:25). Seit Jesu Tod und seiner Auferstehung  waren rund 28 Jahre vergangen und die jüdischen religiösen Führer hatten durch Lügenpropaganda alles getan, um den Hass gegen Christi Nachfolger zu schüren; was wiederum die Zerstreuung der meisten von ihnen zur Folge hatte (Apostelgeschichte 8:1).

Die Verbliebenen benötigten deshalb glaubensstärkende Ermunterung, auch weil es ihnen immer noch schwer fiel zu verstehen, warum und wieso „Christus das Ende des [mosaischen] Gesetzes war“ (Römer 10:4). Gewöhnungsbedürftig war auch, dass  der Tempel und Opfergaben  zur Ausübung ihres Glaubens nicht mehr erforderlich waren.

Paulus konnte sich wie ein Hirte in all das gut hineindenken und ging darauf ein.

Und dein hinterfragter Text gromio, ist der Knackpunkt ihrer Sorgen auf die Paulus eingeht.

Daher erinnert er u.a.  daran, dass sie ihre Opfergaben früher regelmäßig wiederholen mussten, denn keine von ihnen hatte den Wert eines „entsprechenden Lösegeldes“, um die durch Adams Verfehlung ausgelöste Sünde tilgen zu können (1. Timotheus 2:6)  

Sinngemäß gab Paulus deshalb das wieder, was Jesus selbst über sich und den Wert seines eigenen Opfers in Matthäus 20:28 gesagt hatte:

„ . . .genauso wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein [vollkommenes] Leben als Lösegeld für viele zu geben.“

Besonders aufmerksam werden seine  Leser dann seine Erklärung zu der symbolischen Bedeutung der Stiftshütte bzw. des Tempels studiert haben, denn diese von Menschen geschaffenen Einrichtungen waren, wie Paulus im Vers 24 erklärte, nur ein Anschauungsmodell des wahren himmlischen Tempels, in den sich Jesus begab, um dort seinem allmächtigen Gott und Vater der Wert seines eigenen Opfers darzubringen.

Dazu zitiere ich jetzt aus deinem Luthertext oben auf dieser Seite und zwar den Teil, den ich hier gerade beschrieben habe, jedoch einschließlich des Verses 27, nach dessen Bedeutung du ja fragst:

24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; 25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht; 26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber, am Ende der Zeiten, ist er ein für alle Mal erschienen, um durch sein eigenes Opfer die Sünde aufzuheben. 27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: 28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal erscheint er nicht der Sünde wegen, sondern zur Rettung derer, die ihn erwarten.“

Paulus vergleicht also beides miteinander, um es verständlicher zu machen, nämlich das unumgängliche Sterben mit dem alles erlösenden Opfer Jesu, denn beides ist jeweils nur einmal notwendig und muss nicht wiederholt werden.

Und jetzt noch einmal, gromio, was du wissen wolltest:

„Was genau meinte Paulus, da er in Hebräer 9:27 (NW) folgendes  das obige schrieb: . . .“

Er geht davon aus, dass Bibelkenner wissen, was in Römer 6:7steht, nämlich:

. . . wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen. . 

deshalb muss ein Mensch auch nur einmal sterben - oder ein für allemal - (je nach Übersetzung), genauso wie der Christus nur einmal geopfert werden musste - so wie oben zitiert.

Und die nächste logische Konsequenz daraus schließt sich nahtlos an: denn weil der Mensch durch den Tod von der Sünde befreit ist, kann sich die weitere Aussage aus Vers 27

„. . . danach das Gericht . . .“

nur auf die Zeit danach  - d.h. nach der Auferstehung beziehen, denn aus der Zeit davor ist alles „freigesprochen“ oder gelöscht.

Und wieder hoffe ich, dass dein Wissensdurst auch zu diesem Punkt gestillt ist. Wie ich dich allerdings kenne, wird es nicht lange dauern und du bist erneut über eine andere Frage gestolpert.

Sei`s drum, bleibe gesund und alles Gute

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Hallo gromio 

nur sehr aufmerksamen Bibellesern fallen diese fein differenzierten Zusätze im Zusammenhang mit dem Begriff „Königreich“ auf, mit der Regierungsform, die in der Bibel oft erwähnt wird.

Deshalb meine Anerkennung für dein sorgfältiges Bibellesen und für deine Frage.

Und um es gleich und vorab zu sagen: Die beiden von dir erwähnten Königreiche sind nicht identisch, wohl aber stehen sie in enger Verbindung zueinander. Näheres weiter unten.

Und noch etwas vorab: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass vielen Christen, die sich aufmerksam mit Gottes Wort beschäftigen, die in der Bibel verheißenen Regierungsform einer Monarchie suspekt ist. Sie halten sie für veraltet und mit den Interessen des Volkes nicht oder nur selten kompatibel.

Diese Sorge ist in diesem Fall unnötig, denn der himmlische Regent Jehova ebenso wie der von Ihm eingesetzte König Jesus Christus verkörpern die Grundsatztreue Liebe und lassen uns wissen, dass sie das in Eden verloren gegangenen Paradies bzw. den „Garten der Wonne“, wiederherstellen werden.

Und auf dem Weg dorthin, haben sie vorgesehen, uns Unterweisungen zu erteilen, die sich zu unserem eigene Nutzen erweisen werden - und dabei spielen Königreiche, sowohl als Vorbild als auch Beispiel, häufig und vor allem schlussendlich eine Rolle.

Der Begriff selbst wird nicht nur in der Bibel sowohl für die Art der Regierung, als auch für des Territorium, über das diese Regierung herrscht, verwendet. Nur die Bibel allerdings macht einen Unterschied zwischen einem himmlischen, bzw. göttlichen, und einem irdischen Königreich.

Und was nur wenigen Bibellesern bewusst auffällt, aber in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte, ist die himmlische bzw., göttliche Regierung, die schon im Garten Eden ein erstes Gesetz erließ und auch einen himmlischen Verwalter einsetzte. Wer das genauer wissen möchte, sollte das in Lukas 4:5-6 einmal nachlesen, bei vielen wird das Erstaunen auslösen.

Und noch ein Letztes zur Vorgeschichte: Viele Jahrhunderte nach Eden, als das Volk Israel sein verheißenes Territorium, in Besitz nahm, räumte auch das mosaische Gesetz die Möglichkeit ein, einen König einzusetzen. Allerdings nicht, um dessen Gesetze, sondern ausschließlich göttliche Gesetze anzuwenden und durchzusetzen. Die Könige David und auch das Königtum seines Sohnes Salomo waren solche Könige und regierten als Gottes Vertreter auf Erden.

Und damit zunächst zum 2ten Teil deiner Frage, zu der „Königsherrschaft über die Welt“ aus der Offenbarung 11.

Diese Prophezeiung in symbolischer Sprache stammt von Gott selbst und der Apostel Johannes durfte sie um 96 u.Z. niederschreiben. Sie ist eine der Voraussagen, „die in Kürze geschehen sollen“*). Gemessen natürlich an Gottes Zeitmaßstab.

*) Nachzulesen gleich im ersten Vers.

Zum Zeitpunkt dieser Voraussage existierte allerdings das „Königreich seines geliebten Sohnes“ bereits seit etwa 60 Jahren.

Wieso kann man das sagen?

Dafür gibt es diese Anhaltspunkte:

Irgendwann nach 31 u.Z. sagte Jesus bei einer Gelegenheit folgendes zu seinen Aposteln

„Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. 13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus eigenem Antrieb reden, sondern was er hört, wird er reden, und er wird euch die kommenden Dinge verkünden.“ (Johannes 16:12, 13)

Und zum gleichen Thema äußerte er sich noch einmal bei dem letzten gemeinsamen Abendmahl unmittelbar vor seinem Opfertod:

„Doch ihr seid es, die in meinen Prüfungen zu mir gehalten haben. 29  Und ich schließe mit euch einen Bund, so wie mein Vater mit mir einen Bund geschlossen hat, für ein Königreich, 30 damit ihr in meinem Königreich an meinem Tisch esst und trinkt und auf Thronen sitzt . . .“ (Lukas 22:28-30)

Dann, zehn Tage nach seiner  - Jesu - Himmelfahrt, zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z., erhielten seine Jünger den Beweis dafür, dass er „zur Rechten Gottes erhöht worden“ war, da er den versprochenen (siehe oben) heiligen Geist auf sie ausgoss (Apostelgeschichte 1:8, 9; 2:1-4, 29-33). Dadurch wurde auch der (im vorhergehenden Absatz erwähnte) „neue Bund“ für sie wirksam, und sie wurden der Kern einer neuen „heiligen Nation“, des geistigen Israel (Hebräer 12:22-24; 1.Petrus 2:9, 10; Galater 6:16).

Christus saß jetzt zur Rechten seines Vaters und war das Haupt der Christenversammlung (Epheser 5:23; Hebräer 1:3; Philipper 2:9-11).

Knapp 30 Jahre nach diesem denkwürdigem Pfingstfest wurde der Apostel Paulus während seiner ersten Gefangenschaft in Rom durch Gottes Geist dazu inspiriert, in seinem Brief an die Christen in Kolossä die oben erwähnten Ereignisse zu erläutern und daher wissen wir, dass Jesus bei diesem Anlass (Pfingsten 33 u. Z.) das (oben in Lukas 22) angekündigte geistiges Königreich über seine Jünger aufgerichtet hat; denn in diesem Brief nahm er (auf das von dir hinterfragte und ) auf Jesus Christus als jemand Bezug, der bereits ein Königreich hat:

„Er [Gott] hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt“ (Kolosser 1:13; vgl. Apostelgeschichte 17:6, 7).

„Uns“, die dorthin versetzten, sind geistgesalbte Christen, wie die Apostel es auch waren. Sie sind identisch mit den „Brüdern Christi“ aus Matthäus 25:40 und/oder der „kleine Herde“ aus Lukas 12:32 ebenso wie mit den 144 000, die von der Erde freigekauft worden sind“ aus der Offenbarung 14:3.

Allesamt Begriffe mit viel Symbolik, durch die sich diese himmlische „Regierungsmannschaft“ von den künftigen Bewohnern der „Neuen Erde“ unterscheidet, die in der Offenbarung als „eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte . . . aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen“, bezeichnet wird (2. Petrus 3:13; Offenbarung 7:9).

Und damit, lieber gromio, habe ich hoffentlich - obwohl nur in Kurzfassung - deine Frage beantwortet. Sicherlich muss ich dir nicht sagen, dass man die angeführten Quellen tunlichst nachlesen sollte, denn nicht meine Zeilen sondern,

„das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus. Es ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt sogar so weit durch, dass es Seele und Geist trennt und Gelenke vom Mark. Es kann Gedanken und Absichten des Herzens beurteilen.“ (Hebräer 4:12) 

Und wer diese Kraftquelle nutzt, wird auch komplexere Zusammenhänge verstehen können .

Und deshalb: Weiterhin alles Gute.

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Gottes Wille - lt. Bibel wird er das verwirklichen.

Hallo gromio

Der Psalm 37 wurde - inspiriert durch Gott  -  von David geschrieben, von einem Bibelschreiber, der nach den Worten in der Apostelgeschichte 13:22 „. . . einen Mann nach meinem [Gottes] Herzen . . . .“ war.

Der Kontext diese Zitates belegt, dass die darin enthaltene Zusage ein Versprechen unseres allmächtigen Gottes ist! Andere Übersetzungen weichen zwar in der Wortwahl etwas ab, sagen aber sinngemäß das Gleiche. Hier ein paar Beispiele: „die Sanftmütigen“ (ELB), „die auf Frieden bedacht sind“ (HfA), die Friedfertigen (NGÜ) und noch einmal „die Sanftmütigen (SLT), sie alle werden die Erde besitzen.

Gut 1.000 Jahre nach der Niederschrift dieses Textes ist es der Sohn Gottes, Jesus Christus persönlich, der dieser Aussage gleichsam seinen „amtlichen Stempel“ aufdrückt, wenn er in seiner weltbekannten Bergpredigt dieses Versprechen seines Vaters gleich einleitend noch einmal wiederholt: 

„Glücklich sind die, die ein mildes Wesen haben, denn sie werden die Erde erben.“ (Matthäus 5:5).

Aufmerksamen Bibellesern fällt natürlich auf, dass Jesus in der gleichen Bergpredigt darauf hinweist, dass zwar viele Menschen diesem erhabenen Ziel auf einem „breiten Weg“ entgegenstreben, aber nur relativ wenige das Ziel auf dem allein zielführenden „schmalen Weg“ auch erreichen werden.  

Begründung: es ist nicht damit getan, sich Christ zu nennen, sondern hängt allein davon ab, ob man auch dem Willen unseres himmlischen Vaters entsprechend lebt und danach handelt. Taten sprechen nun mal lauter als Worte.

Dank dieser Hinweise auf die „Zugangsbedingungen“ zu einer künftigen Erde, kann sich jeder Anwärter darauf einstellen, dass die kommenden Besitzer der Erde vorher lernen müssen und lernen dürfen, gute Zuhörer und vor allem loyale Nachahmer des großen Lehrers Jesu Christus zu werden.

Man stelle sich nur vor, die von Gott verheißene neue Erde, in der nach 2. Petrus 3:13 „. . . Gerechtigkeit herrschen soll . . .“ würde die Bewohner der „alten und jetzigen Erde“ so übernehmen, wie sie nun mal sind, dann gäbe es dort das gleiche Chaos wie hier und heute. Nichts wäre dann wirklich neu. Und deshalb, lieber gromio, werden wir, du und ich im Kontext dieses Verses aufgefordert ., „ . . .ein Leben zu führen, das Gott gefällt und allein auf ihn ausgerichtet ist.“ 

Und damit es keine Missverständnisse gibt: Bei der verheißenen „neue Erde“ handelt es sich nicht um unseren Planeten, denn der war laut Schöpfungsbericht „sehr gut“. Der Begriff Erde bezieht sich hier, wie auch in vielen anderen Fällen, auf ihre Bewohner, denn Gottes Versprechen besagt ja, dass „in ihr Gerechtigkeit herrschen wird“. Damit könnte unser Globus nichts anfangen, wohl aber die, die auf ihm wohnen (Vgl. bitte mit 1.Mose 11:1; wie auch alle weiteren Zitate verlinkt bzw. nachzulesen in 1. Mose 1:31; Matthäus 7 und 2. Petrus 3:11-13)

Jedem, auch dem, dem das schwer fällt, wird daher im Neuen Testament nahegelegt, seine Lebensstil zu ändern und nicht einfach so weiterzumachen wie bisher.

Stattdessen, so kann man dort lesen „ . . . 21 habt ihr doch von ihm gehört, ihr seid über ihn unterrichtet worden und habt an Jesus den Maßstab für euer eigenes Leben. 22 Legt also eure frühere Lebensweise ab! Ja, legt den ganzen alten Menschen ab, der seinen Begierden folgt! . . . . 23 Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist. 24 Zieht den neuen Menschen an, den Gott nach seinem Bild geschaffen hat und der gerecht und heilig lebt aus der Wahrheit Gottes, an der nichts trügerisch ist.“ Epheser 4:20-24)

Das ist zwar leichter gesagt als getan, aber es ist jede Mühe wert, denn noch einmal - zur Erinnerung - an „deinen“ Text:

„. . . Menschen mit einem sanften Wesen werden die Erde besitzen, und sie werden größte Freude verspüren an Frieden im Überfluss.“ (Psalm 37:11, NW)

Eine solche positive Veränderung gibt es nicht in Tablettenform, sondern erfordert friedensfähige und friedenstiftende Persönlichkeiten, die mit großem Ernst und Eifer bereit sind, dem lt. Jesu „größten Gebot“ Folge zu leisten. Er zitiert es in Matthäus 22:36-37 und bezieht sich dabei auf den Originaltext in 5.Mose 6:5 

 „Und du sollst Jahwe, deinen Gott, von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Seele und mit allen Möglichkeiten, die du hast“

Und das schließt selbstredend das Halten aller göttlichen Gebote mit ein.

Zum Schluss noch dies:

Wie versteht ihr diesen Text“, wolltest du wissen. Wie du sicherlich bemerkt hast, ist es dieses faszinierende Buch - die Bibel - „persönlich“, die mit der Fülle ihrer Hinweise selbst erklärt, wie sie verstanden werden will.

Ich war nur der Schreiber!

Und in diesem Sinne weiterhin alles Gute

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Ja mit viel Geduld

Grüße dich Cravenask89,

 . . . durch Recherche nach und nach? JA, man kann!

 Schon ganz andere mussten so verfahren:

 Paulus bspw., der Apostel, der zunächst ein Pharisäer, hochgebildet noch dazu, der Griechisch und Hebräisch beherrschte und, rückblickend auf seine Anfänge, freimütig bekennen musste, dass er sich früher im Judentum unmöglich verhalten habe, weil er : „. . . die [Christen-]Versammlung Gottes ständig massiv verfolgt und zu zerstören versucht hatte . . .“. (Galater 1:13)

 Er änderte sich zwar, erlebte dann aber, dass dieses Umdenken trotz seiner Intelligenz nur schrittweise  - nach und nach  - vorankam. Er hatte das Empfinden ein „Unmündiger“ zu sein. Wörtlich berichtet er „ich pflegte wie ein Unmündiger zu reden, wie ein Unmündiger zu denken, wie ein Unmündiger zu überlegen . . .“ und es dauerte halt, „bis alle . . . in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes bis zum voll erwachsenen Mann geworden sind und das Maß erreicht haben, das der Fülle des Christus entspricht.“ (Epheser 4:13-14)

 Manchem Christen hier bei GF, dem Themen wie dieses Unbehagen bereiten, würde Paulus angesichts seiner eigenen Erfahrung vorhalten, dass ihnen sogar einfache Lehren, wie bspw. über den Sohn Gottes „. . . schwer zu erklären sind, da ihr nicht mehr richtig hinhört.12 Denn obwohl ihr mittlerweile Lehrer sein solltet, braucht ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes beibringt. Ihr benötigt wieder Milch statt feste Nahrung.13 Wer sich aber ständig nur von Milch ernährt, ist mit der Botschaft der Gerechtigkeit nicht vertraut, denn er ist ein kleines Kind.14 Die feste Nahrung dagegen ist für reife Menschen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben, um zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden.“ (Hebräer 5:11-14)

 Oder - noch einmal - wie du, Cravenask89 es formulierst, es wie Erwachsene „durch Recherche nach und nach herausfinden . . .“.

 Mit welchem Ergebnis? Nun, wie bei Paulus  „ . .Wir sollten also keine Kinder mehr sein, die wie von Wellen hin und her geworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das falsche Spiel von Menschen, durch listige Täuschungsmanöver.15 Lasst uns vielmehr die Wahrheit reden und so in allem durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus.“  (Epheser 4:13-15)

Soweit es nun das Thema Erzengel, Michael und Jesus betrifft, kommt für jeden „Bibelanfänger“ noch erschwerend hinzu, dass die damit zusammenhängende erste Prophezeiung auf der ersten Seite der Bibel, die „der Schlange“ ankündigte, dass ihr der „Kopf zertreten werde“, durch alle Jahrhunderte hindurch als „heiliges Geheimnis“ die Bibel durchläuft.

Erst Gottes Sohn lüftete es, doch anfangs auch nur ein wenig: „. . . „Euch [seinen Jüngern] . . .“ so sagt er „. . . ist das heilige Geheimnis des Königreiches Gottes anvertraut worden, aber für die Menschen draußen sind das alles nur Vergleiche, 12 sodass sie zwar schauen, aber beim Schauen nichts sehen – zwar hören, aber beim Hören nicht die Bedeutung verstehen. . . „ (Markus 4:11, 12)

Sogar noch ca. 25 Jahre nach Jesu Himmelfahrt bezeichnet Paulus das heilige Geheimnis als „verborgene Weisheit“, weil es vor den „Herrschern dieses Weltsystems“ verborgen ist“ (1.Korinther 2:8).

 Paulus war es dann aber auch, der es vollständig lüften durfte: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, . . . 10 der an der Grenze der festgelegten Zeiten eine Verwaltung aufbaut, um alles im Himmel und alles auf der Erde in dem Christus wieder zusammenzubringen. Ja, in ihm“ (Epheser 1:3, 9,10)

 Den Zusammenhang zwischen diesem „Zusammenbringen“ und „der Schlange“, und dem „Geheimnis“ sowie auch „Jesus als Erzengel Michael“ erschließt uns die Offenbarung 20:4-14. Dort wird von Jesus und seinen den Mitregenten gesagt, dass „. . . sie als Priester und Könige mit ihm 1000 Jahre regieren . . .“, mit dem Endergebnis „. . . 10 dass Teufel in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert wird . . der 14 für den zweiten Tod steht.“

Dann endlich ist das „heilige Geheimnis“ vollständig gelüftet und des Vaters Urteil, der Schlange den Kopf zu zertreten, durch den Sohn vollstreckt, durch jenen „Erstgeborenen“, der je nach den anstehenden Aufgaben auch als „Erstgeborener der ganzen Schöpfung“, als „Jesus“, als „Christus“, als „das Wort“, als „Michael“ oder als „Erzengel“ gehandelt hat. (Matthäus 1:2; Kolosser 1:15; Johannes 1:1; Offenbarung 12:7-10; 19:13) 

Wenn also der „Schlange der Kopf zertreten“ und in der Folge der ursprüngliche Zustand - wie im Garten Eden - wieder hergestellt sein wird, dann kann gesagt werden „. . . dass Gott für jeden [wieder] alles ist . . .“ .“ - (nachzulesen in 1. Korinther 15:28)

Das also war über sehr, sehr lange Zeiten ein heiliges Geheimnis – einschließlich des Themas „Erzengel“. (vergleiche bitte auch mit Daniel 12:9)

Doch damit nicht genug, denn : „ . . niemand kann zu mir [Jesus] kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, zieht ihn . . .“ (Jesus in Johannes 6:44).

 Wen aber zieht der Vater?

 Die Bibel antwortet auch darauf und zwar in Hebräer 11:6 „ . . . Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen, denn wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird.“  

 Solche sind es also, und zwar nur solche, die der Vater zieht.

 Und mit welchem Ergebnis?

 „. . . Nun wollte ein Mann von ihm [Jesus] wissen: „Herr, werden nur wenige gerettet?“, worauf er sagte: 24 „Bemüht euch mit aller Kraft, durch die enge Tür zu kommen, denn ich sage euch: Viele werden versuchen hineinzukommen, es aber nicht schaffen . . . (Lukas 13:23, 24)

Ergo und schlussendlich: „. . .Glaube ist nicht ein Besitz aller Menschen. . .“ . . . und da macht das Thema „Erzengel“ keine Ausnahme. (2. Thessalonicher 3:2)

 Angesichts dieses Hintergrundes hast du, lieber Cravenask89 natürlich und noch einmal recht, wenn du trotzdem vermutest , dass „man durch Recherche nach und nach herausfinden kann, das Jesus Christus der oberste Engelsfürst Michael ist.“

 In den beiden nachfolgend verlinkten Beiträgen habe ich genau das versucht, und zwar in einer Ausführlichkeit, dass es unvoreingenommene Leser nachvollziehen können. (Was mir inzwischen auch schon bestätigt worden ist)

Dennoch ist und bleibt es nicht ganz einfach, aber wenn es schon Paulus schwer fiel, ist das natürlich kein Wunder.

 Und hier nun die eigentliche Antwort mit allen tiefergehenden Details:

 https://www.gutefrage.net/frage/wie-viele-geistgeschoepfeengel-mit-namen-michael-gibt-es-in-der-bibel-und-wer-ist-das#answer-520734023

 https://www.gutefrage.net/frage/welche-bibelverse-beweisen-klar-und-deutlich-das-jesus-der-erzengel-michael-ist#answer-523176849

 Ich hoffe damit sehr, dass dir auch in diesem Fall diese Hintergrundinformationen weiterhelfen.

 Alles Gute weiterhin.

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Hallo Cravenask89

Es ist keine Frage, ob Zeugen Jehovas mit Andersgläubigen eine Partnerschaft eingehen dürfen, denn nach den Grundsätzen unseres Schöpfers genießen alle vernunftbegabten Geschöpfe Willens- bzw. Entscheidungsfreiheit. Auch Zeugen Jehovas.

Die Frage, die wir uns dennoch stellen sollten: Ist es klug eine solche Partnerschaft einzugehen und auch, um welche Art von Partnerschaft handelt es sich?

Beispielsweise ist es nur selten bedenklich Partner in einer GmbH zu sein oder zu werden, auch wenn die übrigen Gesellschafter eine andere Religionszugehörigkeit haben, sofern das Unternehmen mit seinem Wirken nicht gegen biblische Grundsätze verstößt.

Etwas anderes ist Partnerschaft in einer Ehe, allerdings auch nur dann, wenn die Eheschließung erst beabsichtigt ist, also in der Zukunft liegt.

Eine bereits bestehende Ehe wird nicht davon berührt, wenn einer der Partner erst nachträglich zu der Entscheidung kommt, ein Zeuge Jehovas werden zu wollen und selbst seine liebevollsten Bemühungen, seine(n) Partner(in) ebenfalls dazu zu bewegen, scheitern.

Für den verbleibenden - und von dir wahrscheinlich anvisierten - Fall, dass ein Zeuge Jehovas heiraten möchte, gilt sowohl der biblisch Rat aus 2. Korinther 6:14-16)

". . . Bildet kein ungleiches Gespann mit Ungläubigen. Denn wie gehören Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit zusammen? Oder was hat Licht mit Finsternis zu tun? Und welche Übereinstimmung gibt es zwischen Christus und Bẹlial? Oder was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam? Und wie verträgt sich Gottes Tempel mit Götzen? . . ."

. . . als auch der Rat aus

1. Korinther 7:39 " . . .Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt. Wenn ihr Mann jedoch sterben sollte, ist sie frei, zu heiraten, wen sie will – aber nur im Herrn. . ."

Schlussendlich wird bzw. kann ein Zeuge Jehovas den Grundsatz, der in diesen Bibeltexten umrissen wird, auf Partnerschaften jeder Art anwenden, denen er sich anschließen möchte . . . er macht damit nichts verkehrt - im Gegenteil.

Vielleicht hilft dir das weiter.

Alles Gute

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Ja

Hallo Michael468,

vor etwas mehr als einem Tag habe ich deine Frage hier ausführlich beantwortet:

https://www.gutefrage.net/frage/welche-bibelverse-beweisen-klar-und-deutlich-das-jesus-der-erzengel-michael-ist#answer-523176849

Sollte - wie so häufig - der Link nicht funktionieren, dann kopiere ihn bitte in die Adresszeile.

Alles Gute

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Hallo Cravenask89

Wenn im Zusammenhang mit dem Worte Gottes irgend ein Lehrpunkt „klar und deutlich“ beschrieben, verstanden oder belegt werden soll und belegt werden kann, bedeutet das noch lange nicht, dass es von allen Betrachtern so gesehen und verstanden wird oder gar ihren Firewall gegen all das überwindet, was ihnen suspekt erscheint.

Beeindruckendstes Beispiel ist da der Name desjenigen, der Himmel und Erde erschaffen hat und dafür gesorgt hat, dass sein Name JHWH (hebräisch) bzw. Jehova (im deutschen Sprachraum) in seinem Wort, in der Bibel, über 7.000 Mal schriftlich festgehalten wurde. Auch ist es seinem Einfluss zu verdanken, dass dieses Dokument einen brutalen Überlebenskampf siegreich überstanden hat, danach in mehr als 3.000 Sprachen übersetzt wurde und milliardenfach, mit großem Abstand weiter verbreitet wurde, als irgendein anderes historisches Dokument.

Klarer und deutlicher geht es wahrhaft nicht mehr.

Und nun schau sie dir an, die gewaltige Menge streitlustiger sehr kluger bis hin zu sehr törichten Zeitgenossen: sie schaffen es selbst das Klarste und Deutlichste auf der Welt zu zerreden.

Jesus formuliert es in Matthäus 13:14 ganz einfach so: „. . . Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen . . .“

Allerdings kannte Jesus außer dieser Tatsache auch den Grund für Ihr Verhalten und beschreibt ihn gleich im nächsten Vers: „. . .15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

Infolgedessen gab es unter Jesu Zuhörern damals wie heute immer wieder mehr oder weniger absichtliche Missverständnisse, auf die er beeindruckend gelassen reagierte: „Euch [seinen Jüngern] ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches der Himmel zu verstehen, jenen Leuten aber ist es nicht gewährt. 12 Denn wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, und er wird Überfluss bekommen; wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden“ (Matthäus 13:10-12)

Vorsorglich und in Sorge um das geistige Wohlergehen seiner Fußstapfen-Nachfolger sagt daher der gleiche Jesus Christus für die „Zeit des Endes“ - also für unsere Zeit -  eine Besonderheit voraus, die es in früheren Zeiten noch nicht gegeben hat. Er kündigte einen treuen und klugen Verwalter an, der sich um die Hausgemeinschaft des Glaubens kümmert und den aufrichtigen Nachfolgern Jesu geistige Nahrung jeweils zur rechten Zeit zu Verfügung stellt. Wörtlich weiter: „Glücklich ist jener Verwalter, wenn sein Herr kommt und sieht, dass er genau das tut! Ich sage euch die Wahrheit: Sein Herr wird ihm die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen.“ (Lukas 12:42-44)

Und nun, lieber Cravenask89, entschuldige bitte diesen langen Vorspann, aber nur so kann man verstehen, dass unser „klar und deutlich“ längst nicht von allen so verstanden werden will, denn nicht einmal Jesus hat es geschafft seine Zuhörer immer und vollzählig zu überzeugen.

Und damit nun endlich zu Michael,

der einzige heilige Engel, der außer Gabriel in der Bibel mit Namen erwähnt wird, und der einzige, der „Erzengel“ genannt wird (Judas 9). Zum ersten Mal taucht der Name im 10. Kapitel des Buches Daniel auf, wo Michael als „einer der ersten Fürsten“ bezeichnet wird. Michael kam dort einem weniger bedeutenden Engel zu Hilfe, dem der „Fürst des königlichen Reiches Persien“ Widerstand leistete. Auch wird Michael ‘der Fürst des Volkes Daniels’ genannt, „der große Fürst, der zugunsten der Söhne ... [des] Volkes [Daniels] steht“ (Daniel 10:13, 20, 21; 12:1).

Interessanter Weise lässt sich daraus auch erkennen, dass Michael der Engel war, der die Israeliten durch die Wildnis führte (siehe 2. Mose 23:20, 21, 23; 32:34; 33:2). Diese Schlussfolgerung wird durch die Tatsache gestützt, dass „der Erzengel Michael mit dem Teufel uneins wurde und sich mit ihm wegen des Leibes Mose auseinandersetzte“ (Jud 9).

Alles, was wir dazu aus der Bibel wissen, zeigt an, dass sich der Name Michael auf Gottes Sohn bezog, bevor er den Himmel verließ, um auf der Erde Jesus Christus zu werden. Ebenso nach seiner Rückkehr. Michael ist der Einzige, von dem es heißt, er sei – wie schon erwähnt - der „Erzengel“, was „oberster Engel“ oder „Hauptengel“ bedeutet. Der Begriff erscheint in der Bibel nur in der Einzahl. Anscheinend bedeutet das, dass es nur einen gibt, den Gott zum Obersten oder Haupt der himmlischen Heerschar bestimmt hat. In 1. Thessalonicher 4:16 wird die Stimme des auferweckten Herrn Jesus Christus als die eines Erzengels bezeichnet, was vermuten lässt, dass er selbst der Erzengel ist. Aus diesem Text geht auch hervor, dass er mit „gebietendem Zuruf“ vom Himmel herabkommt. Logischerweise wird daher die Stimme, die diesen gebietenden Zuruf erschallen lässt, mit einem Wort bezeichnet, das die große Autorität, die Christus Jesus jetzt als König der Könige und Herr der Herren besitzt, nicht vermindert oder schmälert (Matthäus 28:18; Offenbarung 17:14). Wenn die Bezeichnung „Erzengel“ nicht auf Jesus Christus, sondern auf andere Engel angewandt würde, so wäre die Erwähnung der „Stimme eines Erzengels“ nicht passend. In diesem Fall würde dieser Begriff eine Stimme bezeichnen, die weniger Autorität hätte als die des Sohnes Gottes.

Es gibt auch andere Stellen, die nachweisen, dass Michael tatsächlich der Sohn Gottes ist. Nachdem Daniel zum ersten Mal auf Michael hingewiesen hatte (Daniel 10:13), schrieb er eine Prophezeiung nieder, die sich erst in der „Zeit des Endes“ erfüllen sollte (Daniel 11:40), und erklärte dann: „Und während jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst, der zugunsten der Söhne ... [des] Volkes [Daniels] steht“ (Daniel 12:1).

Und jetzt kommt die Verbindung zu „jener – der heutigen – Zeit“: Michaels ‘Aufstehen’ sollte mit einer „Zeit der Bedrängnis“ verbunden sein, „wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit“ (vergleiche Daniel 12:1 mit Jesu Worten Matthäus 24:21). In Daniels Prophezeiung bezieht sich der Ausdruck „aufstehen“ häufig auf die Handlung eines Königs, entweder wenn er seine Macht antritt oder wenn er in seiner Eigenschaft als König erfolgreich vorgeht (Daniel 11:2-4, 7, 16b, 20, 21). Das wiederum bestätigt die Schlussfolgerung, dass Michael Jesus Christus ist, da Jesus der von Jehova eingesetzte König ist, beauftragt, in Harmagedon alle Nationen zu vernichten (Offenbarung 11:15; 16:14-16).

Und in der Offenbarung (12:7, 10, 12) wird Michael im Zusammenhang mit der Aufrichtung des Königreiches Gottes besonders erwähnt und dieses Ereignis mit Schwierigkeiten für die Erde in Verbindung gebracht: „Und Krieg brach aus im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: ‚Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen, denn der Ankläger unserer Brüder ist hinabgeschleudert worden ... Darum seid fröhlich, ihr Himmel und ihr, die ihr darin weilt! Wehe der Erde und dem Meer.‘“ Von Jesus Christus wird später gesagt, er führe die himmlischen Heere im Krieg gegen die Nationen der Erde an (Offenbarung 19:11-16). Das bedeutet für die Nationen auf jeden Fall eine Periode der Bedrängnis, die logischerweise mit der „Zeit der Bedrängnis“ nach dem Aufstehen Michaels in Verbindung stehen würde (Daniel 12:1). Da der Sohn Gottes mit den Nationen Krieg führen soll, ist es nur vernünftig anzunehmen, dass er es war, der vorher mit seinen Engeln gegen den übermenschlichen Drachen, Satan, den Teufel, und dessen Engel gekämpft hatte.

Während seiner vormenschlichen Existenz wurde Jesus auch „das WORT“ genannt (Johannes 1:1). Außerdem trug er den Eigennamen Michael. Durch die Beibehaltung des Namens Jesus nach seiner Auferstehung (Apostelgeschichte 9:5) zeigte das „WORT“, dass es mit dem Sohn Gottes auf der Erde identisch war. Dass Jesus seinen himmlischen Namen Michael und seinen Titel (oder Namen) „Das Wort Gottes“ (Offenbarung 19:13) wieder annahm, bringt ihn deshalb mit seiner vormenschlichen Existenz in Verbindung. Gerade der Name Michael, der „Wer ist wie Gott?“ bedeutet, weist auf die Tatsache hin, dass niemand Jehova Gott gleichkommt oder ihm ebenbürtig ist und dass Michael, sein Erzengel, sein großer Verfechter oder Rechtfertiger ist. (Teilweise aus it-2 S. 351-352 Michael)

Und nun lies bitte gründlich und mehr als nur einmal.

 

Viel Erfolg und alles Gute

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Da es der Warheit entspricht würde es Gott freuen

Hallo Cravenask89,

 darf ich dir eine höchstdramatische Scene auf der Weltbühne einmal „von oben“ zeigen, indem ich sie Dir beschreibe?

 Dann pass auf, was sich dort abspielt und halte dich fest:

 Die Kirchenbänke sind leer, die Mitgliederzahlen sinken und der Pegelstand vergossenen Blutes unschuldiger Menschen steigt und steigt. Statt sich ernsthaft dieser Probleme anzunehmen, stufen die dafür Verantwortlichen etwas scheinbar völlig Belangloses als dringlich ein und setzen es ganz oben auf ihre To-Do-Liste. Kraft eigenen Beschlusses sind Sie nämlich überein gekommen, den Namen dessen, den zu vertreten sie beteuern, dem sie ihr Dasein verdanken und von dem sie genau wissen, dass ihr Fortbestand von seinem Wohlwollen abhängt, dass sie diesem, als Gipfel aller angezettelter Kriege, ebenfalls den Krieg erklären. Dazu erdreisten sie sich - und das mit wachsendem Erfolg - nichts unversucht zu lassen, diesen einzigarten Namen zu eliminieren. Und das, man höre und glaubt es kaum, durch Dokumentenfälschung in mehr als 7.000 Fällen. Und wie zum Hohn begleiten sie dieses Szenario mit einem Rosenkranz-ähnlichen endlos Rezitieren des Vaterunsers: „Unser Vater, dein Name werde geheiligt . . . Unser Vater, dein Name . . . und das, wie ein Paternoster (deutsch: Vaterunser) immer und immer und immer und immer wieder . . .

 Von wem ist hier die Rede? 

 Von der sogenannten Christenheit!!

Stolz kann sie darauf verweisen, es fast geschafft zu haben den einzigartigen Namen des allmächtigen Gottes völlig in Vergessenheit geraten zu lassen. Und kaum einer der unzähligen christlichen Bibelübersetzer wagt es noch, sich diesem Gruppenzwang zu entziehen, zumal ein Oberhaupt der größten aller christlichen Kirchen Gottes Namen auf den Index gesetzt hat. Rückwirkend! 

 Was sie allerdings nicht weiß / wissen will: 

Jehova kennt diese Pläne schon seit Jahrhunderten.

 Und um von diesem Schreckens-Scenario abzulenken zeigt man mit dem Finger auf diejenigen, die es als geboten betrachten, den Namen ihres Schöpfers von jedweder Falschdarstellung zu reinigen und dadurch zu heiligen. Sie hält es für empörend , dass diese winzige Minderheit den Namen unseres Gottes, nämlich Jehova, in ihrer eigenen Bibelübersetzung an allen über 7.000 Stellen wieder dorthin eingefügt hat, wohin er entsprechend der Quelltexte und auch entsprechend der Logik gehört.

Soweit der Blick auf die Weltbühne der Christenheit.

Und jetzt direkt an die Statisten und ihre Dramaturgen:

Habt ihr eigentlich nie darüber nachgedacht, warum wohl der Schöpfer des Himmels und der Erde seinen Namen als Tetragramm bzw. Vierfachzeichen יהוה „JHWH“ in seinem Wort über 7.000 Mal hat aufschreiben lassen? Und ihn damit -  mit großem Abstand - häufiger dokumentiert hat, als irgendeinen anderen Namen?

Und ist euch nie aufgefallen, dass euer Einwand, man wisse nicht, wie dieser Name ursprünglich ausgesprochen wurde, Heuchelei ist? Weil nämlich die korrekte Aussprache nicht nur dieses Namens, sondern der meisten aller in der Bibel erwähnten Eigennamen ebenso wenig bekannt ist. Dennoch war ihre Transkription in unsere Sprache nie ein Problem - oder?

Und unterstellt ihr eurem Schöpfer allen Ernstes die Schlitzohrigkeit, nach Joel 3:5 *) einerseits verkünden zu lassen, dass „. . . jeder, der den Namen Jahwes anruft, gerettet wird . . .“ um ihm dann andererseits und später entgegen zu halten: „Sorry, aber du hast meinen Namen falsch ausgesprochen und deswegen Pech gehabt . . .“??? Und: Wie wollt ihr das den besonders hilfsbedürftigen, wie bspw. Taubstummen, erklären??

*) Paulus und Petrus wiederholen den Text im NT

Ist euch darüber hinaus nie bewusst geworden, warum derjenige, der als Namengeber eurer religiösen Orientierung und den zu verehren ihr immer und immer wieder versichert, nämlich Jesus Christus, dass dieses euer Vorbild ganz bewusst das Gebet aller Gebete - wie oben schon zitiert - mit den Worten beginnt „Unser Vater, dein Name werde geheiligt . . .“.

 Sollte es dir, lieber Leser, tatsächlich heute zum ersten Mal aufgefallen sein, dann merke es dir bitte in deinem ureigensten Interesse heute und für alle Zeiten:

Jesu Gebet beginnt NICHT mit den Worten: „Mein Name werde geheiligt . . .“ , Nein, damit beginnt es nicht! Es beginnt mit den Worten „Dein Name werde geheiligt . . .“!! Und er - euer Lehrer -  lässt keinen Zweifel daran, wen er in diesem seinem Gebet anspricht, nämlich „Unseren Vater“ und damit, lieber Leser, deinen und meinen und Jesu Vater, und damit den Schöpfer des Himmels und der Erde, unser aller Schöpfer also!!

Außerdem, was ihr längst hättet tun sollen, die Bibel zur Hand zu nehmen und ein wenig nachzuforschen, dann lässt sich nämlich mühelos herausfinden, warum dem Sohn so sehr am Herzen lag, den Namen seines Vaters von jedweder Falschdarstellung zu befreien. Denn genau das versteht man - wie schon erwähnt - unter „reinigen“ bzw. heiligen.

Wie das einleitend beschriebene Szenario dennoch zeigt, seid ihr mitsamt eurer gesamten Christenheit sehr aktiv und offenbar ernsthaft bemüht voranzukommen!

 Allerdings in die völlig falsche Richtung!!

Statt daher euch zu korrigieren, statt also den von Jesus erwähnten „Balken“ aus eurem eigenen Auge zu entfernen, seid ihr sehr darum bemüht, unser Sehvermögen und damit unsere Sichtweise als Zeugen Jehovas zu optimieren, indem ihr mit Geschick und Raffinesse den „Strohhalm“ in unserem Auge zu finden hofft und - falls das glückt - zu entfernen sucht.

Und auf diesem babylonischen Verwirrspiel wachsen und gedeihen Gerüchte , wie sie in der Frage auf dieser Seite zu lesen sind.

 Nichtsdestotrotz ist und bleibt es ein unumstößliches Faktum, das - wie von Jesus in Matthäus 24:14 GNB prophezeit - „die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten“, in der ganzen Welt verkündet wird, selbstverständlich einschließlich des Namens unseres Gottes. Und schon allein deshalb benutzen wir begeistert unsere - schon erwähnte - Neue-Welt-Übersetzung, die es inzwischen in 185 Sprachen plus 35 Gebärdensprachen gibt - nie zuvor gab es auch nur etwas ähnliches - und beides nimmt an Zahl beständig zu.

Euch dagegen, die ihr die Verbreitung dieses Namens zu behindern sucht, würde Jesus persönlich entgegen: „Euer wahrer Vater ist der Teufel, der Zerstörer! Und ihr? Ihr seid genau wie euer Vater! Das zeigt sich daran: Ihr habt euch seine Ziele und Leidenschaften zu eigen gemacht. Schon von Anfang an war er ein Menschenmörder! Er hat die Wahrheit verlassen, weil in ihm keine Wahrheit zu finden ist. Wenn er etwas sagt, dann ist es Lüge, die aus seinem Inneren hervorkommt, denn er ist seinem Wesen nach ein Lügner und der Ursprung aller Falschheit.“ (Johannes 8:44 DBÜ)

Und - für heute - noch ein letzter Punkt, mit dem ich der Christenheit „ins Gewissen“ reden möchte: 

Einige Nachdenkliche in euren Reihen haben zwar eingesehen, dass man den Namen Gottes wirklich nicht restlos aus der Bibel entfernen kann, und dulden ihn daher im Alten Testament. Im neuen Testament dagegen, halten sie ihn für absolut unangebracht. 

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Das hieße jedoch im Klartext, dass selbst Jesus seines Vaters Namen auch dann nicht benutzt hätte, wenn er aus dem AT zitierte. Welchen Grund bitteschön habt ihr, ihn - Jesus - für einen solchen Feigling zu halten?

Im Klartext hieße das außerdem, dass ihr ihn für einen Lügner haltet, weil er ja nach Johannes 17:26 selbst gesagt hat: „ . . .Ich habe ihnen [seinen Jüngern] deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit sie die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in sich haben und ich mit ihnen verbunden bin.“ Ihr dagegen unterstellt ihm gelogen zu haben.

Und schlussendlich - und weil wir ja einen Blick auf die christliche Weltbühne riskiert haben:

Stellt euch, ihr lieben Christen, bitte folgende Schluss-Scene vor: 

Zwei Zeugen Jehovas haben sich im Eifer des Gefechts an einer der Haustüren vertan und behauptet, es sei Jehova gewesen, der bei einer Gelegenheit mehr als 5.000 Zuhörer mit nur fünf Broten und zwei Fischen so gut versorgt hat, dass noch 12 Körbe mit Resten übrig blieben.

 Als ihnen nachträglich einfällt, dass Jesus und nicht sein Vater dieses Wunder bewirkt hat, versuchen sie sich vorzustellen, was ihr geliebter König, Jesus Christus wohl geantwortet hätte, wenn sie ihm wegen dieses Irrtums um Verzeihung gebeten hätten. Und da sie ihn gut kennen, wussten sie auch sofort seine Antwort und die lautete: „ . . . alles gut, ich kann ohnehin gar nichts aus mir selbst tun; . . . denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat . . . so wie ihr das auch macht . . .“. (Johannes 5:30)

 Und ebenso reagieren sowohl der Vater als auch der Sohn, wenn versehentlich tatsächlich irgendwo einmal ein Text Zuviel dem Vater statt dem Sohn zugeordnet worden sein sollte.

 Und damit, lieber Cravenask89, weißt du auch gleich, was Gott davon hält.

Vor Scham im Boden zu versinken, wäre die passende Reaktion für einen Menschen, der sich Sorgen macht, den Namen des allmächtigen Gottes einmal Zuviel erwähnt zu haben.

Und mit dieser Antwort, noch einmal Cravenask89, gebe ich diese Seite zurück an dich.

 Alles Gute

 Ergänzende und weiterführende Links:

 https://www.gutefrage.net/frage/heisst-der-vater-im-himmelr-jehova#answer-511929314

 https://www.gutefrage.net/frage/warum-haben-so-viele-etwas-gegen-die-zeugen-jehovas#answer-509787819

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Hallo Cravenask89

Als die ersten beiden Menschen das ganz einfache Gesetz, das Jehova ihnen auferlegt hatte, ohne jede Not missachteten, indem sie sich mit einer rebellischen Geisteshaltung aus den tausenden von Früchten im Garten Eden ausgerechnet die Frucht zum Verzehr aussuchten, von der sie wussten, dass sie die nicht essen durften, wurden sie ausgeschlossen. Sie mussten den Garten Eden verlassen (1. Mose 3:16-19).

Mancher Bibelleser empfindet das als zu hart.

Unser Schöpfer allerdings - und auch die Weltgeschichte - machen uns darauf aufmerksam, wozu Rebellion führen kann, wenn man ihr nicht konsequent begegnet. Und es sind deshalb von Gott inspirierte Worte, mit denen die Bibel den Vorfall in Eden kommentiert:

„Durch einen einzigen Menschen [Adam] ist die Sünde in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod. Auf diese Weise ist der Tod zu allen Menschen hingekommen, weil sie ja alle gesündigt haben.“ (Römer 5:12 NeÜ)

Und wie die dann folgende geschichtliche Entwicklung beweist, erspross aus diesen kleinen Anfängen genau das, was im Wort Gottes ein paar Verse weiter so beschrieben wird:

„. . . sie kennen zwar die göttliche Rechtsordnung genau, dass, wer derartiges verübt, den Tod verdient, tun es aber trotzdem nicht nur selbst, sondern spenden auch noch denen Beifall, die solche Dinge verüben.“ (Römer 1:32 MENG)

Umsichtige Menschen haben daraus schon vor langem die Warnung formuliert: „Wehret den Anfängen!“

Nun ist vielen Christen bekannt, dass unser Schöpfer das Böse einstweilen immer noch zulässt, um einem ganzen Universum ein für allemal vor Augen zu führen, zu welchen brutalen Folgen es führt, wenn man dem Ungehorsam Raum gibt.

Dazu gehört auch und besonders der „lebendige Anschauungsunterricht“, den das Volk Israel, während seiner 1.600jährigen Geschichte als Gottes Volk hinterließ, denn er macht sehr deutlich wohin eine Missachtung göttlicher Maßstäbe schlussendlich führen kann. Gottes Sohn, Jesus Christus, fällte damals folgendes Urteil:

„Darum sage ich [Jesus] euch: Das Vorrecht, Gottes Volk unter Gottes Herrschaft zu sein, wird euch entzogen. Es wird einem Volk gegeben, das tut, was dieser Berufung entspricht“ (Matthäus 21:43 GNB).

Und vor diesem ganzen Hintergrund - oder präziser noch: vor diesem juristischen Hintergrund hat Jesus Christus dank der ihm vom Vater übertragenen Macht dereinst der jungen Christenversammlung Regeln verordnet, die (1.) Gottes Denkweise (wie oben beschrieben) als Grundlage haben und (2.) dadurch verhindern sollen, dass „ . . . wie ihr ja wisst, schon ein wenig Sauerteig genügt, um den ganzen Teig zu durchsäuern.“ (Galater 5:9 HFA)

Solche Regeln findet man u.a. in

Matthäus 18:15-17 GNB „. . . Wenn dein Bruder – und das gilt entsprechend für die Schwester –  ein Unrecht begangen hat, dann geh hin und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du ihn zurückgewonnen. 16 Wenn er aber nicht auf dich hört, dann geh wieder hin, diesmal mit ein oder zwei anderen; denn jede Sache soll ja aufgrund der Aussagen von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. 17 Wenn er immer noch nicht hören will, dann bring die Angelegenheit vor die Gemeinde. Wenn er nicht einmal auf die Gemeinde hört, dann behandle ihn wie einen Ungläubigen oder Betrüger.“

Weitere Details und ergänzende Anweisungen für die Christenversammlung sind (jeweils auszugsweise zitiert) hier zu finden:

2. Johannes 10 HFA „. . . und den nehmt nicht bei euch auf und grüßt ihn nicht einmal . . .“

Römer 16:17 MENG „ . . .geht ihnen aus dem Weg“

1. Korinther 5:11 NeÜ  „. . . mit solch einer Person sollt ihr nicht einmal zusammen essen.“

Objektiv betrachtet sind diese Verordnungen ein Ausdruck führsorglicher göttlicher Liebe, denn Gottes gute Botschaft verspricht eine Neue Welt mit überströmenden Frieden. Solange man allerdings Unrechttun duldet, kann dieses Versprechen nicht eingelöst werden.

Außerdem „ . . . erziehen uns solche Maßnahmen zu einem Leben, wie es Gott gefällt.“ (2. Timotheus 3:16 NeÜ)  . . . und fördern damit die christliche Persönlichkeitsentwicklung des Zurechtgewiesenen.

Und genauso verstehen es die allermeisten der Getadelten und kommen früher oder später in Ihre christliche Familie wieder zurück.

Nur relativ wenige reagieren so, wie jene Geistsöhne Gottes, die sich selbst zu Dämonen und sogar zu einem Satan oder Teufel gemacht haben. Sie wurden ihrer Boshaftigkeit wegen schon vor langer Zeit ausgeschlossen, und werden nie wieder in die himmlische Familie Gottes zurückkehren können (Offenbarung 20 Vers 10 und Vers 14). 

Und damit ist eigentlich das Wesentlich zu deiner Frage gesagt.

Falls nun immer noch Fragen unbeantwortet scheinen, bitte nachfragen.

Alles Gute

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Hallo Aberachtsam2023   

Das „Vaterunser“ - aus dem dein Zitat stammt - ist das wohl bekannteste Gebet in der Christenheit und wird von vielen Christen aus dem Stegreif zitiert.

Erstaunlicherweise weiß dennoch kaum einer von ihnen zu erklären was er, wenn er es betet, damit zum Ausdruck bringen will. Und insofern ist deine Frage hochaktuell.

Jesus spricht ja in diesem „Mustergebet“ einleitend seinen und unseren Vater im Himmel an, denn er beginnt ja mit den Worten „Unser Vater im Himmel . . .“ und sodann schließt er die Bitte an, dass sein - des Vaters - Name geheiligt werden möge*).

Was heißt es aber, einen Namen zu heiligen? Kurz gesagt bedeutet es dem Träger des Namens die ihm gebührende Ehre zu erweisen und der Wahrheit über diesen Namen Geltung zu verschaffen. Wenn Jesus nun diese Bitte mit der unmittelbar darauf folgenden verknüpft, nämlich mit der Bitte „lass dein Königreich kommen . . .“ dann liegt der Schluss nahe, dass beides miteinander etwas zu tun haben muss; die Heiligung des Namens Gottes mit dem Königreich, um dessen Kommen gebetet wird.

*) Jesaja 42:8 „. . . Ich bin Jehova. Das ist mein Name . . .“

Was aber - ganz konkret  - ist denn nun dieses „Königreich“?

Lassen wir auch dazu die Bibel sprechen  - wobei es interessant ist, wo in der Bibel das nachgelesen werden kann, nämlich in der Offenbarung! Diese Quelle ist deshalb eine besondere, weil der Text direkt von unserem himmlischen Vater stammt, der dieses letzte Bibelbuch über seinen Sohn durch den Apostel Johannes aufschreiben ließ (siehe Offenbarung 1:1). Aus dieser verlässlichen Quelle also haben wir die folgende authentische Erklärung darüber, was dieses Königreich denn nun ist:

„Der siebte Engel . . .“ so kann man dort lesen „. . . blies seine Trompete und im Himmel waren laute Stimmen zu hören. Sie sagten: „Die Königsherrschaft über die Welt gehört jetzt unserem Herrn und seinem Christus und er wird für immer und ewig als König regieren.“ (Offenbarung 11:15, 16)

Und damit haben wir die biblische Antwort auf die Frage was das Königreich Gottes ist.

Der darin enthaltene Hinweis, dass diese himmlische Herrschaft jetzt dem König Christus gehört, wirft die Frage auf, wer den bisher diese Herrschaft ausübte?

Auch dazu fragen wir die Bibel und erfahren, dass es da „jemand“ gibt, „der die ganze bewohnte Erde in die Irre führt“ und von dem wir lesen, dass er einst bei einem Gespräch mit Jesus „. . . auf alle Reiche der bewohnten Erde zeigte“ und dann sagte: „Ich gebe dir die Macht über alle diese Reiche samt ihrer Pracht, denn sie ist mir gegeben worden, und ich gebe sie, wem ich will.“ 

Dieser jemand war Satan der Teufel und daher ist uns auch bekannt, wer z. Zt. der „Herrscher der Welt“ ist, der Welt, dessen Herrschaft „jetzt“ dem neuen König gehört, der „inmitten seiner Feinde“ zu herrschen begann. Es ist sehr aufschlussreich, all das im Original und Zusammenhang in der Bibel nachzulesen, man findet es in 1. Korinther 15:25; in der Offenbarung 12:9, in Lukas 4:5 und 6 sowie Johannes 14:30 und Jesaja 14:12 und das alles getreu dem Motto: „Die Summe deine Wortes ist Wahrheit“ (Psalm 119:160 Elb.)

Nun wissen Bibelkenner allerdings auch, dass zum Thema „Gottes Reich“ schon der Bibelschreiber Jesaja (etwa 600 v.Chr.) in den Kapiteln 35 und 65 über die künftigen Segnungen des Königreiches Interessantes prophezeite „. . . ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Und an das, was früher war, wird man sich nicht mehr erinnern, noch wird es im Herzen hochkommen.“ (Jesaja 65:17) 

Und dann, Jahrhunderte später, rund 30 Jahre nach Jesu Himmelfahrt war es Petrus der mit ebenfalls von Gott inspirierten Worten in 2. Petrus 3:13 erneut bestätigt: „. . . es gibt jedoch einen neuen Himmel und eine neue Erde, die wir aufgrund seines Versprechens erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit herrschen.“

Du siehst also, lieber Fragesteller, dass das Thema „Königreich Gottes“, der Regierung in der Jehovas Wille genauso geschehen wird, wie er Himmel geschieht, durch seine Segnungen das in Eden verlorene Paradies wiederherstellen wird, denn es war nach der Beurteilung seines Schöpfer „Sehr gut!“ (1. Mose 1:31).

Das Königreich ist infolgedessen auch das in der Bibel durchgängige Thema und es wird daher auf diese ganz besondere Weise, den Namen unseres Schöpfers heiligen.

Soweit es allerdings dich, Aberachtsam2023 und mich und alle weiteren am Königreich interessierten Menschen persönlich betrifft, gibt es auf deine Frage „Was meinte Jesus, als er seine Nachfolger beten lehrte: "dein Reich komme"?  noch eine ganz besondere und persönliche Antwort und die kann man in 2. Petrus 3:11-12 nachlesen:

"Da alle diese Dinge so aufgelöst werden, denkt darüber nach, was für Menschen ihr sein solltet! Euer Tun und Handeln soll heilig sein und von Gottergebenheit zeugen, während ihr die Gegenwart des Tages Jehovas erwartet und fest im Sinn behaltet.“

Deshalb also viel Erfolg und alles Gute.

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Hallo bananenkauer und alle Mitleser . . .

Dich und viele andere interessiert es, warum so viele etwas gegen die Zeugen Jehovas haben. Dieser Gegenwind treibt zum Teil so sonderbare Blüten, wie die des Herrn Putin, der diese Gemeinschaft als „terroristische Vereinigung“ einstufen lässt, obwohl auf der ganzen Welt nicht ein einziger von ihnen eine Waffe in die Hand nimmt oder Gewalt in irgendeiner Form ausübt.

Und dennoch bin ich im gewissen Sinne froh, dass es so ist, wie es ist. Und das sage ich, obwohl ich selbst seit weit über 70 Jahren ein aktiver Zeuge Jehovas bin und das sogar  mit wachsender Begeisterung!!

Warum sehe ich das so?

Weil es eines der Merkmale des wahren Christentums ist und mich deshalb bestätigt. Denn uns ergeht nicht anders, als unserem Vorbild Jesus Christus. Nicht nur, dass er bspw. in den einleitenden Gedanken zu seiner weltberühmten Bergpredigt auf diese Entwicklung hinweist: „Glücklich sind die, die verfolgt werden, weil sie das Richtige tun, denn das Königreich des Himmels gehört ihnen. Glücklich seid ihr, wenn man euch meinetwegen beschimpft, verfolgt und alle möglichen boshaften Lügen über euch erzählt. Freut euch und seid überglücklich, denn eure Belohnung im Himmel ist groß. Schließlich wurden die Propheten vor euch genauso verfolgt“ (Matthäus 5:10-12)

Und auch nicht nur sein warnender Hinweis in Lukas 6:26: „Wehe, wenn alle Menschen gut von euch reden, denn genauso haben es ihre Vorfahren mit den falschen Propheten gemacht“! oder auch seine Warnung in Johannes 15:20: „Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. . .“

Sondern vor allem das eigentlich Unfassbare, dass man dereinst mit großer Brutalität mit ihm selbst genauso verfahren ist. Man stelle sich nur einmal vor, wie Jesus - wie von seinem Vater vorgesehen - am Sonntag, dem 9. Nisan 33 u. Z. in Jerusalem einreitet und von einer jubelnden Volksmenge begrüßt wird (Mark. 11:1-11), doch nur fünf Tage später und angestachelt durch die scheinheiligen Pharisäer schreit die gleiche Volksmenge: „Weg mit ihm! Weg mit ihm! An den Pfahl mit ihm!“ . . . (Johannes 19:15)

So absolut blind vor Hass verfuhr man mit diesem Mann, obwohl der landauf, landab Frieden predigte: „Hört nicht auf, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen. So beweist ihr, dass ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn er lässt seine Sonne über schlechten und guten Menschen aufgehen und er lässt es auf Gerechte und Ungerechte regnen.“ (Matthäus 5:44-48)

Ich selbst habe in meiner Jugend, als ich noch ein Lehrling war, am eigenen Leib erfahren, wie schmerzlich und enttäuschend so etwas sein kann, denn ich wurde einige Jahre lang in meinem Wohnort als „der verfluchte Bibelforscher“ verschrien,  und die Spuren der diversen Körperverletzungen, die man mir zugefügt hat, sind zum Teil noch heute sicht- bzw. fühlbar. Dennoch bin ich keinen Schritt zurückgewichen, da sich „nur“ das bestätigte, was mir bekannt war und was ich oben teilweise zitiert habe.

Eines der jüngsten gewalttätigen Versuche unseren Glauben zu zerstören, machte am 9.März fast die ganze Welt auf uns aufmerksam, als unweit von meinem Wohnort der Amoklauf in Hamburg acht Menschenleben auslöschte (siehe auch der Link unten).

Über die eigentliche und tiefere Ursache dieses Hasses lässt uns Gottes Wort nicht im Unklaren, denn schon auf den ersten Seiten und dort in der ersten Prophezeiung, die in 1. Mose 3:15 nachzulesen ist, erfährt man, dass dem Verursacher, der in der Bibel als Schlange, Urschlange, Satan oder Teufel bezeichnet wird, „. . .der die ganze bewohnte Erde in die Irre führt. . .“ schlussendlich „der Kopf zertreten“ bzw., wie in der Offenbarung bestätigt, „. . . er  in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert wird, . . .“ „. . .Der Feuersee, der für den zweiten Tod steht.“ (nachzulesen in der Offenbarung 12:9; 20:10 und 14.

Das also, lieber bananenkauer sind die Gründe und Hintergründe und ist der Ausgang dieser Bedrohung.

In der noch verbleibenden kurzen Zeit suchen wir derweil weiterhin nach Menschen, die den Frieden lieben und bereit sind, dem Worte Gottes mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Und nun hoffe ich sehr, dass dir diese Erklärungen weiterhelfen. Falls nicht, frage gern nach, ggf. auch via PN.

Alles Gute

 https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Zeugen-Jehovas-Ueberlebende-sprechen-ueber-Amoklauf,amoklauf198.html

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Hallo Jeshua30 

Die Schlange ist zwar nicht das Symbol Satans, wohl aber versteckte er sich, wie ein Bauchredner, hinter einer Schlange um Eva zu beeindrucken und zu täuschen. Das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung nennt ihn deshalb auch die alte oder „Urschlange“ (Offenbarung 12:9)

In dem von dir geschilderten Ereignis geht es, wie bei vielen anderen Ereignissen in der Bibel auch, in denen eine Schlange erwähnt wird, nicht um Satan, jedenfalls nicht direkt. Die kupferne Darstellung einer Schlange, die Moses während der Wüstenwanderung Israels anfertigte, entstand auf Gottes Anweisung und sollte nicht nur damals, sondern auch heute zu unserer Belehrung dienen (Römer 15:4). Das Volk Israel beklagte sich nämlich mal wieder und rebellierte wegen des durch ein Wunder beschafften Manna`s und über Wassermangel. Jehova bestrafte dieses ungeduldige und undankbare Verhalten, indem er Giftschlangen sandte, woraufhin das Volk bereute und Moses Fürsprache für sie einlegte. Daraufhin gebot Jehova ihm, eine Figur in Form einer Schlange anzufertigen und sie auf einer Signalstange anzubringen. Moses tat das, und „es geschah, wenn eine Schlange einen Mann gebissen hatte und er auf die Kupferschlange schaute, dass er dann am Leben blieb“ (4. Mose 21:4-9; 1.Korinther 10:9).

Die Erklärung und Bedeutung (durch die Fettschrift angedeutet) dieses Ereignisses stammt von keinem Geringeren als Jesus selbst, und zwar in seinem Gespräch mit Nikodemus. Ihm sagte er: „Es ist noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen. Der Einzige, der dort war, ist der, der aus dem Himmel herabgekommen ist, der Menschensohn [Jesus]. Und wie Mose damals in der Wüste die Schlange für alle sichtbar aufgerichtet hat, so muss auch der Menschensohn sichtbar aufgerichtet werden, damit jeder, der ihm vertraut, ewiges Leben hat.“ (Johannes 3:13-15).

Genauso, wie die Kupferschlange von Moses in der Wildnis an einer Stange befestigt wurde, wurde der Sohn Gottes an einem Stamm befestigt, wodurch er vielen als Übeltäter und Sünder erschien, der, gleich einer Schlange, als verflucht galt (5. Mose 21:22, 23; Galater 3:13; 1. Petrus 2:24). In der Wildnis musste jemand, der von einer der Giftschlangen, die Jehova unter die Israeliten gesandt hatte, gebissen worden war, voller Glauben auf die Kupferschlange blicken. Genauso ist es notwendig, an Christus zu glauben, um durch ihn ewiges Leben erlangen zu können.

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Alles Gute

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Hallo EmilysChance

Das Markus-Evangelium aus der Einführung in der der Neue-Welt-Übersetzung (Studienausgabe):

Die im Evangelium behandelte Zeitspanne reicht von 29 bis 33 u. Z.

Es ist das kürzeste der vier Evangelien und zeichnet sich durch einen dynamischen Schreibstil aus. Es lässt sich in nur ein bis zwei Stunden durchlesen und bietet eine mitreißende Beschreibung von Jesu Leben.

Der Überlieferung zufolge stützte sich Markus zum Großteil auf Augenzeugenberichte von dem Apostel Petrus (13:3). Das würde zu der Tatsache passen, dass Markus und Petrus einige Zeit zusammen in Babylon waren (1Pe 5:13).

Markus erwähnt oft, wie Jesus in verschiedenen Situationen fühlte und reagierte (3:5; 7:34; 8:12; 9:36; 10:13-16, 21).

Markus legt den Fokus mehr auf das, was der Christus tat, als auf seine Predigten und Lehren. Während Matthäus ihn als den verheißenen Messias und König porträtiert, beschreibt ihn Markus als Mann der Tat: als Wunder wirkenden Sohn Gottes und siegreichen Retter. Markus berichtet über mindestens 19 Wunder, die Jesus vollbrachte, erwähnt aber nur wenige seiner Vergleiche. Ein Vergleich kommt allerdings nur in seinem Evangelium vor, nämlich der aus Markus 4:26-29.

Markus verfasste sein Evangelium möglicherweise zwischen 60 und 65 u. Z., als er bei Paulus in Rom war.

Während Matthäus sein Evangelium für die Juden schrieb, hatte Markus offensichtlich in erster Linie eine römische Leserschaft im Sinn. Das ist daran zu erkennen, dass er jüdische Bräuche und Lehren erklärt, die Nichtjuden unbekannt waren (2:18; 7:3, 4; 14:12; 15:42). Außerdem übersetzt er hebräische und aramäische Ausdrücke (3:17; 5:41; 7:11, 34; 14:36; 15:22, 34), gibt Zusatzinformationen zu Orten und Jahreszeiten, die für jüdische Leser nicht nötig gewesen wären (1:13; 11:13; 13:3), und gibt den Wert jüdischer Münzen in römischer Währung an. (Siehe Anm. zu Mar 12:42.)

Darüber hinaus verwendet er mehr lateinische Ausdrücke und Idiome als die anderen Evangelisten, z. B. speculator („Leibwächter“), praetorium („Residenz des Statthalters“) und centurio („Offizier“) (6:27; 15:16, Fn., 39).

Wenn du möchtest google bitte mit dem Suchtext „Einführung in Markus - JW org“, um dir ein informatives Drei-Minuten Video über Markus und die Entstehung seins Evangeliums anzusehen.

Viel Erfolg und alles Gute

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Ja

Hallo EmmaMarieTG  

Weder gestützt auf Vermutungen noch durch bloßes Hörensagen kann man Fragen zur Bibel beantworten, besonders wenn sie so komplex sind wie diese. Forscht man dagegen gründlich nach und zieht erst dann entsprechende Schlüsse, kommt man  - auch in diesem Fall - zu einem sehr logischen Ergebnis!

Allem voran muss man im Sinn behalten, dass die Idee von einer Arche nicht von Noah stammte, sondern kein Geringerer als der Schöpfer des Universums selbst diese Maßnahme beschlossen,  bis ins Detail geplant, Zeitpunkt, Zeitplan, Ort und Ablauf festgelegt und die Durchführung seinem loyalen Diener und dessen Familie übertragen hat. An einer völlig entarteten und gottlosen Welt wurde damals Gottes Urteil vollstreckt  - und das dabei der Segen Gottes Noahs Rettung begleitete versteht sich von selbst.

Die Arche war 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Setzt man die Elle mit nur 44,5 cm an (einige meinen, die alte Elle sei eher 56 cm oder 61 cm gewesen), dann wäre die Arche 133,5 m lang, 22,3 m breit und 13,4 m hoch gewesen. Sie wäre also fast halb so lang gewesen wie der Ozeandampfer Queen Elizabeth II. Interessant ist, dass das  Verhältnis von Länge zu Breite (6 zu 1) heute noch im Schiffsbau angewendet wird.. Durch diese Abmessungen hatte die Arche einen Bruttoraumgehalt von fast 40 000 m3. Ein solches Schiff hätte schätzungsweise in etwa die gleiche Wasserverdrängung wie der 269 m lange Ozeanriese namens Titanic.  Die Arche hatte, da sie innen durch zwei zusätzliche Böden  verstärkt war, drei Decks und verfügte dadurch über eine nutzbare Bodenfläche von ungefähr 8 900 m2. Alle Maße stammen direkt aus der Bibel, aus 1.Mose 6)

„Du wirst der Arche eine zóhar [Dach oder Fenster] machen“ wurde Noah gesagt (1.Mose 6:16). Es ist zwar heute nicht ganz klar, was  mit zóhar gemeint war und wie sie/es  beschaffen war, doch deutet alles darauf hin, dass es sich um eine Lichtöffnung handelte, die für genügend Licht und die nötige Lüftung sorgte.

Ebenso war genau festgelegt aus welchem Material die riesige Arche gebaut werden sollte: „Mache dir eine Arche aus dem Holz eines harzigen Baumes [wörtlich: „(aus) Bäumen von Gopher“]“ (1.Mose 6:14). Bei diesem harzigen Baum handelte es sich nach der Ansicht von Fachleuten um die Zypressen, die in jenem Teil der Welt sehr verbreitet waren .und auch heute noch für diese Zwecke verwendet werden. Es ist besonders wasserbeständig und kann, wie man heut weiß, bis zu  1 .100 Jahre lang überdauern.

Noah erhielt ferner den Auftrag, nicht nur die Fugen abzudichten, sondern er sollte die Arche „innen und außen mit Teer bedecken“.

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Die ausreichende Ladefähigkeit der Arche ergibt sich aus den oben genannte Konstruktionsmerkmalen. Außer Noah und seiner Frau sowie seinen drei Söhnen und ihren Frauen sollten „von jedem lebenden Geschöpf einer jeden Art   . . . je zwei“ in die Arche gebracht werden. „Ein männliches und ein weibliches werden es sein. Von den fliegenden Geschöpfen nach ihren Arten und von den Haustieren nach ihren Arten, von allen sich regenden Tieren des Erdbodens nach ihren Arten, je zwei werden dort hineingehen zu dir, damit sie am Leben erhalten werden.“ Von den reinen Landtieren und Vögeln sollten von jeder Art je sieben genommen werden. Eine große Menge von verschiedenem Futter für die vielen Tiere, das für mehr als ein Jahr reichen sollte, müsste ebenfalls darin untergebracht werden (1.Mose 6:18-21; 7:2, 3).

Die Bezeichnung „Arten“ für die Tiere, die ausgewählt wurden, bezieht sich in diesem Fall auf Tier„arten“, deren Angehörige sich innerhalb der ihnen vom Schöpfer gesetzten eindeutigen und unveränderlichen Grenzen, „nach ihren Arten“, fortpflanzen können. Die Hunderttausende von Tierarten, die es heute gibt, könnten nach sorgfältigen Schätzungen auf eine verhältnismäßig geringe Zahl von Familien„arten“ — wie die Art der Pferde und die Art der Kühe, um nur zwei zu nennen — reduziert werden. Die Grenzen, die Jehova für die Fortpflanzung innerhalb der „Art“ festgelegt hat, konnten nicht überschritten werden. Daher sind einige Forscher der Meinung, dass nur 43 Säugetier„arten“, 74 Vogel„arten“ und 10 Reptilien„arten“ mit in die Arche genommen werden mussten, damit die verschiedenen heute bekannten Arten hervorgebracht werden konnten.

Nach anderen, etwas großzügigeren Schätzungen hätten 72 „Arten“ von Vierfüßern und nicht ganz 200 Vogel„arten“ genügt.

Ein Beweis dafür, dass die große Vielfalt in der heute bekannten Tierwelt nach der Flut durch Kreuzungen innerhalb dieser wenigen „Arten“ hervorgehen konnte, ist die unendliche Vielfalt innerhalb der „Art“ Mensch. Abgesehen von der Verschiedenartigkeit der Haar-, Augen- und Hautfarbe, gibt es kleine, große, dicke und dünne Menschen, und alle stammen von der Familie Noahs ab.

Diese Schätzungen mögen einigen als zu niedrig erscheinen, zumal in Werken wie The Encyclopedia Americana gesagt wird, es gebe über 1 300 000 Tierarten (1977, Bd. 1, S. 859—873). Doch über 60 Prozent davon sind Insektenarten. Von den 24 000 Arten der Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere sind 10 000 Vogelarten, 9 000 Reptilien- und Amphibienarten, von denen viele außerhalb der Arche überleben konnten, und nur etwa 5 000 sind Säugetierarten, zu denen Delphine und andere Wale zählen, die ebenfalls außerhalb der Arche überleben konnten.

Andere Forscher schätzen, dass es nur etwa 290 Arten Landsäugetiere gibt, die größer sind als Schafe, während etwa 1 360 Arten kleiner sein sollen als Ratten (B. C. Nelson, The Deluge Story in Stone, 1949, S. 156; A. M. Rehwinkel, The Flood in the Light of the Bible, Geology and Archaeology, 1957, S. 69). Selbst wenn man also von den Schätzungen ausgeht, denen diese großzügigen Zahlen zugrunde liegen, hätte von all diesen Tieren ohne weiteres je ein Pärchen in der Arche Platz gefunden.

Als schließlich ein Jahr und 10 Tage nach dem Beginn der Sintflut vergangen waren, wurde die Tür wieder geöffnet, und alle verließen die Arche (1.Mose 7:11; 8:4, 14).

Wer immer sich fragen sollte, ob dieser Bericht aus dem „Alten Testament“ authentisch sein kann, sollte sich die fünf bestätigenden Berichte aus dem „Neuen Testament“ ansehen, in denen die Apostel Paulus und Petrus und vor allem Jesus Christus (als Augenzeuge!!) den Bericht über die Sintflut und die Arche bestätigen, und auf die Bedeutung aufmerksam machen, den dieses Ereignis für uns heut hat. (Lukas 17:26-27; Hebräer 11:7; 2.Petrus 2:5 und 3:6)

Jesus, als Gottes künftiger Urteilsvollstrecker an einer gottlosen Welt erklärt in Matthäus 24:37-39  die Parallele zu den damalige Ereignissen:

„Wenn der Menschensohn [Jesus] kommt, wird es sein wie zur Zeit Noahs. Damals vor der großen Flut aßen, tranken und heirateten die Menschen, wie sie es immer taten. So ging es, bis Noah in die Arche stieg. Die Leute merkten nichts von dem Unheil, das ihnen bevorstand, bis die Flut sie alle mit sich riss. So wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein“.

Vielleicht hilft dir das weiter.

Alles Gute

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Hallo GeorgOrwell1984

Die Bibel zu „kennen“ bedeutet noch lange nicht mit ihrem Inhalt vertraut zu sein, geschweige denn, bereit zu sein entsprechend zu reagieren oder zu handeln.

Das beste Beispiel dafür liefert die Christenheit, denn sie ließ sich auch durch das zweitgrößte Gebot, „du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ nicht daran hindern, die beiden größten Blutbäder der Menschheitsgeschichte, den ersten und zweiten Weltkrieg, auf ihrem Territorium und unter ihrer Federführung auszulösen und bis zum bitteren Ende mit Sterben zu erfüllen; und das auch noch unter dem Motto: „Gott mit uns“.

Abgesehen davon gab es zu der Zeit, als der Teufel „als Mörder begann“ (Jesu Worte) noch keine Bibel, die er hätte kennen können (Johannes 8:44).  Mit dem Bibelschreiben begann Gott - durch Mose  - erst etwa 2.000 Jahre später.

Doch wie alle „Widerstandsleistende“ (das ist die Bedeutung des Begriffes „SATAN“), so ging und geht auch der Teufel davon aus, dass er früher oder später eine so beeindruckende Mehrheit hinter sich zusammenbringen würde, dass er allein schon daraus das moralische Recht herleiten können, sich dem Souverän des Universums zu widersetzen.

Spätestens durch die Sintflut hätte der Teufel allerdings erkennen können, was der Besitzer der ganzen Erde von Mehrheitsentscheidungen egoistischer Menschen hält.

Doch selbst dieses einschneidende Ereignis veranlasste ihn in seiner Dreistigkeit nicht, so etwas wie Angst zu empfinden.

Warum nicht?

Weil es ihm nämlich so ergeht, wie vielen Menschen auch: Sie glauben nicht an den Teufel.

Auch dieser einst schirmende Cherub glaubt nicht an einen Teufel - schon gar nicht daran, dass dieser Titel ihn betrifft.

Wie kann das sein?

Ganz einfach, weil er sich in seinem Stolz  - in unangebrachter Selbstüberschätzung  zwar  -  „für einen „Engel des Lichts hält“. So jedenfalls beschreibt ihn die Bibel 2. Korinther 11:14, 15

Gestärkt wird diese von Stolz geprägte Selbstüberschätzung noch dadurch, dass es dem Teufel immerhin gelingt, die schillerndsten Persönlichkeiten aus Religion, Wirtschaft, Unterhaltung und Politik in seinen Bann zu ziehen, indem er sie in der Auffassung bestärkt, es gäbe keinen Teufel. Besonders „seine“ Politiker sehen sich gegenwärtig dazu veranlasst, das aufwendigste Wettrüsten der Menschheitsgeschichte voranzutreiben; eine „Friedensbemühung“,  die   - ebenfalls in der Bibel  -  mit wenigen aber klaren Worten angekündigt und den Dämọnen und Ihren „inspirierten Äußerungen“ zugeschrieben wird. Wie es dort heißt, bringen  sie die Regierenden „der ganzen bewohnten Erde“ dazu, „sich zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen, zu versammeln.“ (Offenbarung16:14) „Versammeln“ in dem Sinne, dass sie sich darin einig sind!

Wenn man sich in diesem Zusammenhang auch noch die „Startphase“ der destruktiven Entwicklung des Teufels vergegenwärtigt, liegt es auf der Hand, dass die einmal eingeschlagene Kursabweichung die irdische Schöpfung umso weiter von ihrem Schöpfer entfremdet, je länger sie andauert - und infolgedessen die geistige Finsternis immer dunkler wird.

Das vom Teufel ins Leben gerufene Wunschdenken: „Ihr werdet wie Gott sein und [selbst] erkennen, was gut und böse ist“ (1.Mose 3:4, 5) hatte zu Beginn nur zwei Anhänger, inzwischen ist es die Mehrzahl aller Milliarden, die allen negativen Erfahrungen zum Trotz Gottes Gebote für unangebracht halten und sie durch ihre eigenen Rechtsauffassungen ersetzen, damit es „unseren Kindern einmal besser ergeht als uns“.  Die nüchterne Realität belegt allerdings das genaue Gegenteil.

Noch deutlicher hat der Teufel die „die Katze aus dem Sack gelassen“ als er bei zwei späteren Gelegenheiten Details seiner Strategie veröffentlichte.

Es war zur Zeit Hiobs, als er dem Schöpfer Bestechung und seinen irdischen Geschöpfen Bestechlichkeit unterstellte. Verleumderisch stellte er die Behauptung in den Raum, Menschen würden Gott nicht aus Dankbarkeit und Liebe, sondern nur des persönlichen Vorteils willen dienen. Wörtlich: „ . . . Alles, was ein Mensch hat, wird er für sein Leben geben . . . streck doch zur Abwechslung mal deine Hand aus und füg ihm körperlichen Schaden zu, und er wird dir [Gott] bestimmt direkt ins Gesicht fluchen“ (Hiob 2:4-5).

Weitere rund 1.600 Jahre später, zurzeit Jesu, gipfelte seine Dreistigkeit in dem Versuch, den Sohn Gottes, ebenfalls durch ein Bestechungsgeschenk,  dazu zu verführen,  sich der Rebellion anzuschließen. Wörtlich: „Wenn du mir einen Akt der Anbetung erweist, gehört alles dir.“

Wovon war die Rede? 

Von der „Macht über alle Reiche der bewohnten Erde, samt ihrer Pracht“ (Lukas 4:5-8)

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Und vor dem Hintergrund der Summe all dieser biblischen Informationen nun noch einmal zu Deiner Frage:

Hat Satan Angst vor Gott?

Der Teufel hat Respekt vor Gottes Allmacht. Und raffiniert wie er ist zweifelt er diese Allmacht zu keiner Zeit an. Was er allerdings anzweifelt war und ist die Rechtmäßigkeit dieser Allmacht, denn er unterstellt beiden Seiten, sowohl Gott, aber auch seinen Geschöpfen, unlautere Motive.

Und durch diese Provokation hat der Teufel einen universellen Streitfall vom Zaun gebrochen, der jedes vernunftbegabte Geschöpf einbezieht und zu einer Stellungnahme zwingt, ob es sich dessen bewusst ist oder nicht.  „. . .Wer nicht für mich ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir einsammelt, der zerstreut,“  so lautet Jesu „Faustregel“ zu diesem, vom Teufel provozierten, Rechtsstreit (Matthäus 12:30)

Nicht einmal die inzwischen vollzogene, fristgerechte Kündigung seines Aufenthaltes im Himmel scheint ihm Angst einzuflößen, stattdessen spürt die ganze Welt „nur“ seine blinde Wut, „weil er weiß, dass er nur eine kurze Frist hat“ (Offenbarung 12:7-12).

Was lernen wir aus alledem?

Wer seine Bindung zu dem Quell des Lebens bewusst abbricht, tappt fortan im Dunkeln und verliert die Bodenhaftung. So wie der Teufel auch. Und ganz gleich, ob er das nun wahr haben will oder nicht: Sein Ende wird der „Feuer- und Schwefelsee“ sein, ein Symbol für ein unumkehrbares Ende (Offenbarung 20:10)

Sehr viel vernünftiger ist es angesichts dieser Sachlage einem anderen sehr weisen Rat der Bibel zu folgen  „Sei weise, mein Sohn, und mach meinem Herzen Freude, damit ich dem, der mich verhöhnt, eine Antwort geben kann.“ (Sprüche 27:11)

Soweit eine Kurzfassung der biblischen Informationen zu Deiner Frage.

Zwar ist sie nicht erschöpfend, dennoch hoffe ich, dass sie Dir ein Stückchen weiterhilft.

Gegebenenfalls frage gern nach (auch über PN oder Mail)

Viel Erfolg und alles Gute

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Das sind heidnische Bräuche und daher abzulehnen.

 Hallo joerosac

Die von Dir zitierten Texte sollten jedem Christen nahelegen, einmal gründlich darüber nachzudenken, wie Gottes Wort Geburtstagsfeiern einordnet.  

Völlig zu Recht erwartet nämlich unser Schöpfer, dass sich ein Christ bemüht, geistig erwachsen zu werden, um die Grundsätze erkennen zu können, die bspw.  in dem von Dir  erwähnten Bericht über den Geburtstag des Herodes enthalten sind.

Wer das außer Acht lässt, den rügt die Bibel u.a. mit diesen Worten:

„Über ihn [Jesus] haben wir viel zu sagen, und es ist schwer zu erklären, da ihr am Gehör stumpf geworden seid. Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger.  Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht.“ (Hebräer 5:11-14)

Zur Frage selbst: Weil sie so oder ähnlich immer mal wieder zur Diskussion ansteht, hatte ich auf einen älteren aber aktuellen vorbereiteten Text zurückgreifen wollen, der sogar zu allen Quellen und Belegstellen verlinkt war; doch dann erhalte ich diese Meldung:

Bild zum Beitrag

Also müssen wir uns der konservativen Denkweise der GF-Moderatoren beugen und auf die Vorzüge moderner Technik verzichten.

Hier also meine Antwort „zu Fuß“:

Geburtstagsfeiern haben heidnische Ursprünge. Gemäß Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend gehen solche Feiern auf den Glauben zurück, dass „böse Geister und Mächte diejenigen, die Geburtstag haben, angreifen können“. Weiter heißt es: „Die Gegenwart von Freunden und das Aussprechen guter Wünsche helfen dabei, den, der Geburtstag hat, vor den unbekannten, alles durchdringenden Gefahren zu schützen.“ In dem Buch The Lore of Birthdays [Das Volkswissen über Geburtstage] wird außerdem berichtet: „Die Aufzeichnungen über Geburtstage waren im Altertum wichtig, weil man das Geburtsdatum zum Stellen eines Horoskops brauchte“, was zur „mystischen Lehre der Astrologie“ gehörte. „Geburtstagskerzen haben gemäß dem Volksglauben besondere magische Kräfte in Bezug auf die Erfüllung von Wünschen.“

Nun ist bibelkundigen Christen sehr wohl bekannt, dass Magie, Wahrsagerei, Spiritismus und dergleichen in der Bibel klar verurteilt werden  (5. Mose 18:14; Galater 5:19-21). Zum Beispiel verurteilte Gott die alte Stadt Babylon unter anderem deshalb, weil Astrologie, eine Form der Wahrsagerei, dort weit verbreitet war (Jesaja 47:11-15). Auch ohne die Ursprünge von jedem einzelnen dieser Bräuche zu erforschen, wird ein christliches Wahrnehmungsvermögen solche  grundsätzlichen biblischen Hinweise nicht einfach ignorieren.

Die ersten Christen feierten daher auch keine Geburtstage. Im Wörterbuch der deutschen Volkskunde heißt es: „Im Frühchristentum wurde der Geburtstag für heidnische Sitte gehalten“. Die Bibel sagt ausdrücklich, dass alle Christen dem Vorbild der Apostel und Jünger Jesu aus dem ersten Jahrhundert folgen sollten (2. Thessalonicher 3:6).

Der einzige biblisch festgelegte Gedenktag für Christen ist kein Geburtstag, sondern ein Todestag — der Todestag Jesu (Lukas 22:17-20). Das ist eigentlich nicht überraschend, denn in der Bibel heißt es: „Der Tag des Todes [ist besser] als der Tag, an dem man geboren wird“ (Prediger 7:1). Jesus blieb Gott bis zum Tod treu und hat sich dadurch einen guten Namen bei ihm gemacht; damit war Jesu Todestag bedeutender als sein Geburtstag (Hebräer 1:4).

Außerdem steht nirgendwo in der Bibel, dass ein Diener Gottes einen Geburtstag gefeiert hätte. Das wurde nicht einfach nur vergessen, denn außer an der von Dir zitierten  Stelle  berichtet die Bibel lediglich über eine weitere Geburtstagsfeier, die zudem von Heiden, Ungläubigen also, von Personen, die nicht an Jehova glaubten, gefeiert wurde. Es waren die Geburtstage des Pharaos und des Herodes. Und nicht zuletzt hält die Bibel im Zusammenhang mit beiden Feiern ausdrücklich fest, dass jeweis ein Mensch gewaltsam zu Tode gebracht wurde, ein Rahmen also, der nicht einmal den Hauch einer christlichen Feier auch nur andeutet. Ganz im Gegenteil  (siehe bitte 1. Mose 40:20-22; Markus 6:21-29).

Und nun hoffe ich, dass Dir diese Anregungen weiterhelfen.

Alles Gute

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Hallo juste,

Gottes Wort ist für mich als Christ eine Autorität, und daher besteht für mich kein Zweifel an Jesu Wertung, der dieses Wort seines Vaters als „dein Wort ist Wahrheit“ bezeichnete (Johannes 17:17).

Der gleiche Jesus Christus hat dieses wahre Wort seines Vaters -  in dessen Auftrag - mit dem Bibelbuch Offenbarung zum Abschluss gebracht.  Und dort, im Kapitel 12:9 hat er über den Teufel aufschreiben lassen,  dass dieser „die ganze bewohnte Erde irreführt“.

Wie Bibelkenner wissen, begann „die ganze bewohnte Erde“  einst mit Adam und Eva - und diese beiden ersten Menschen waren seine ersten Opfer. Unsichtbar hinter einer Schlange überraschte er sie mit der scheinheiligen Frage, „sollte Gott wirklich gesagt haben . . .“.  Dadurch säte er Zweifel und führte beide in die Irre. So begann sein verlogenes und hinterhältiges Treiben. Treffend wird er deshalb in dem schon erwähnten Vers 9 als  „der große Drache — die Urschlange —, der Teufel und Satan genannt wird . . .“ bezeichnet.

Und ebenso treffend sind Jesu Worte an seine religiösen Gegner in Johannes 8:43, 44, in denen er den Teufel deshalb als den „Vater der Lüge“ bezeichnet.

Wörtlich: „Wie kommt es, dass ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.“

Was Bibelkenner auch wissen, ist die Tatsache, dass Gott den Teufel wegen dessen Rebellion unverzüglich und noch im Garten Eden mit drastischen Worten zum Tode verurteilte (1. Mose 3:1). Man „wird dir den Kopf zermalmen“,  lautete der Urteilsspruch - und der schon anzitierte Text aus der Offenbarung beschreibt sehr deutlich die einleitenden Maßnahmen zur Urteilsvollstreckung.

Als erste Maßnahme wurde er hinabgeschleudert auf die Erde! Und damit begannen - verstärkt  - die in Deiner Frage -  juste  - genannten Probleme hier auf der Erde. 

Wörtlich: „Der große Drache, jene Schlange der Urzeit, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Menschheit verführt, wurde auf die Erde geworfen, und zusammen mit dem Drachen wurden auch seine Engel hinunter geworfen. Daraufhin hörte ich eine mächtige Stimme im Himmel rufen: »Jetzt ist der Sieg errungen! Gott hat seine Macht unter Beweis gestellt, die Herrschaft gehört ihm. Von jetzt an regiert der, den er als König eingesetzt hat, Christus. Denn der, der unsere Brüder und Schwestern anklagte, ist aus dem Himmel hinausgeworfen worden. Tag und Nacht beschuldigte er sie vor unserem Gott, . . . Darum freue dich, Himmel, freut euch, alle, die ihr im Himmel wohnt! Doch wehe dir, Erde, und wehe dir, Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen, rasend vor Wut, weil er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat.“ Offenbarung 12:9-12  Neue Genfer Übersetzung)

Sein endgültiges Geschick wird einige Verse danach in einer Vision beschrieben:

„Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, in dem sich schon das Tier und der falsche Prophet befanden. Dort werden sie Tag und Nacht Qualen erleiden – für immer und ewig . . . Der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen; der Feuersee ist der zweite Tod."  (Offenbarung 20:10, 14 Neue Genfer Übersetzung)

Aus diesen kurzgefassten Informationen aus Gottes Wort kann jeder aufmerksame Leser klar erkennen, wer der eigentliche Urheber hinter den verheerenden Zuständen unserer heutigen Welt tatsächlich ist. Der Teufel nämlich, „rasend vor Wut, weil er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat.“

Nach wie vor beherrscht er das Täuschen und Lügen wie kein anderer - und nutzt es skrupellos.

Er täuscht so gründlich und raffiniert,  dass ihn nur wenige Menschen für wirklich existierend halten.

Nicht einmal alle Christen glauben an den Teufel.  Dabei müssten sie - besser als jeder andere Mensch - wissen, dass ohne den Teufel kein Retter oder Erlöser, wie Jesus es ist, notwendig wäre.

Gäbe es keinen Erlöser, dann gäbe es auch keinen Christus und mithin auch keine Christenheit.

Außerdem wären viele Aussagen der Bibel, wenn es keinen Teufel geben würde, einfach unverständlich.

Beispielsweise diese:

Matthäus 4:1   „Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt, um vom Teufel versucht zu werden.“

Matthäus 13:39  „Der Feind, der es [das Unkraut] sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.“ (Luther 2017)

1. Petrus 5:8   „Bleibt besonnen, seid wachsam. Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht jemand zu verschlingen.“

1. Johannes 3:8  „Wer fortgesetzt Sünde begeht, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen.“

Zwar stimmen viele Menschen darin überein, dass Gräueltaten und Verbrechen wie bspw. die Abermillionen Opfer beider „christlicher“ Weltkriege unmenschlich seien  - und im Wortsinn sind sie es tatsächlich, denn der Mensch wurde im Bilde Gottes erschaffen. Dennoch bezweifeln sie, dass hinter aller Unmenschlichkeit als treibende Kraft jener stehen könnte, den Jesus - wie oben zitiert - einen Totschläger nannte,  schon als er begann“ !

Seine Täuschungsmanöver sind so genial, dass viele - auch auf dieser Seite -  unsere Welt immer noch für fast völlig in Ordnung halten:

Für fast völlig in Ordnung halten, obwohl die sog. Atomkriegs-  oder auch Weltuntergangsuhr von dem damit befassten Wissenschafts-Gremium gegenwärtig auf 11:58 Uhr (zwei vor zwölf) eingestuft wird.  Begründung: Es gibt aktuell keine Abrüstungsverhandlungen. Vielmehr wird der Einsatz von Atomwaffen durch den amerikanischen Präsidenten befürwortet. Emissions-Klimaziele nicht erreicht, was potentiell global die Temperatur steigen lässt. http://weltuntergangsuhr.com/  -  aber ansonsten ist unsere Welt fast völlig in Ordnung.

Obwohl die Kriminalitätsstatistiken in den Kategorien Drogenmissbrauch, Menschenhandel, Mord und Vergewaltigungen stetig wächst – obgleich die Gesetze immer strenger, die Strafen immer höher und Ermittlungstechniken immer ausgefeilter werden  - aber ansonsten ist unsere Welt fast völlig in Ordnung.

Obwohl am letzten Weltflüchtlingstag (20. Juni 17) ein neuer Höchststand erreicht wurde: 65,6 Millionen Menschen waren auf der Flucht. Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) einen Höchststand: Menschen sind auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Vertreibung – und damit 300.000 Menschen mehr,  als im Jahr zuvor und damit der höchste jemals registrierte Stand  - aber ansonsten ist unsere Welt fast völlig in Ordnung.

Obwohl über 900 Millionen Menschen nicht genug zu essen haben: Jeder siebte Mensch auf der Erde hungert. Weltweite Finanz- und Wirtschaftskrisen haben die Zahl steigern lassen, Lebensmittelspekulationen verschärfen die Situation weiter. Hat die Weltgemeinschaft den Kampf gegen den Hunger verloren?“  aus Spiegel Online unter „Ohne Brot“  - aber ansonsten ist unsere Welt fast völlig in Ordnung.

Aufzählungen solch ernüchternder Tatsachen ließe sich noch seitenlang fortsetzen.

Aber weil alle im Tiefschlaf Verharrenden auf die Täuschungen des angeblich nicht existierenden Teufels hereinfallen, erscheint ihnen nicht nur unsere Welt fast völlig in Ordnung, nein, sie halten auch Jesu Zeitzeichen für die Zeit des Endes für völlig belanglos:

„Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen hört oder wenn Kriegsgefahr droht. Das muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Staat den anderen angreifen. In vielen Teilen der Welt wird es Hungersnöte und Erdbeben geben.  Doch das ist erst der Anfang – der Beginn von Geburtswehen. Dann wird man euch bedrängen, misshandeln und töten. Die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr zu mir gehört. Viele werden sich von mir abwenden; sie werden einander verraten und sich hassen.  Viele falsche Propheten werden auftreten und viele in die Irre führen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnehmen wird, wird auch die Liebe bei den meisten erkalten.“  (zitiert aus Matthäus 24:6-12 Neue evangelistische Übersetzung - ähnliches ist nachzulesen in Markus 13, Lukas 21, 2.Timotheus 3:1-5) 

Das beliebte Bagatellisierungs-Argument, solches habe es schon immer gegeben, ist Augenwischerei, denn noch nie zuvor war (1.) die Existenz der ganzen Menschheit bedroht - und noch nie zuvor hat (2.) Technik, Bildung, Kommunikationsmöglichkeit und Logistik so unendlich viele Möglichkeiten geboten, eine gerechte Welt zu schaffen und zu erhalten.

Zum Abschluss daher noch zu Deiner Frage: „Welche Möglichkeiten gäbe es eurer Meinung nach?“

Eine ganz einfache Möglichkeit: Aufwachen!!   Und nicht mehr irreführen lassen!

Als Jesus Christus vom „Abschluss des Systems der Dinge“ sprach, riet er seinen Jüngern dringend: „Haltet ständig Ausschau, bleibt wach, denn ihr wisst nicht, wann die bestimmte Zeit da ist.“

Aufwachen heißt also, nicht mehr zweifeln und schon gar nicht Zweifel säen. Aufwachen heißt  „. . . die besondere Zeit zu erkennt, dass die Stunde für euch schon da ist, aus dem Schlaf zu erwachen, denn jetzt ist unsere Rettung näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt; der Tag hat sich genaht. Lasst uns daher die Werke, die zur Finsternis gehören, ablegen, und lasst uns die Waffen des Lichts anlegen . . .“ (Römer 13:11, 12)

Diesen Denkanstößen müssten natürlich fortlaufend noch viele weitere folgen - vor allem  - damit man nicht wieder einschläft - ich denke, das siehst Du genauso.

Alles Gute

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Hallo NicoFFFan

„Harfe“ ist die Bezeichnung des ersten in der Bibel erwähnten Musikinstrumentes (1.Mose 4:21, NWSB). Aber nicht an allen 42 Stellen,  an denen das entsprechende hebräische Wort kinnṓr  in der Bibel (dort im AT) vorkommt, wird es mit Harfe übersetzt, sondern etwa die Hälfte auch mit „Leier“ (EB, Fn.; SB, Fn.)  oder mit „Saiteninstrument“ (letzteres in den  Psalmen fünf Mal).

Allerdings haben weder die Harfe noch andere biblische Musikinstrumente als solche einen direkten Zusammenhang mit Gott, wohl aber die Musik und die Musizierenden.

Das scheint auch der von Dir zitierte Liedertext zu belegen, denn, wenn wir genau hinschauen, besagen die Worte   „Dir Gott auf der Harfe, danke mein Gott“,  dass der Schreiber sein gesungenes Dankgebet unter Zuhilfenahme einer Harfe gen Himmel sendet.

In ähnlicher Weise zeigen viele Schilderungen in der Bibel, dass Musik und Gesang zur Ehre Gottes unserem Schöpfer Jehova Freude bereiten   -  und da wir in seinem Bilde erschaffen wurden, hat Musik sowohl bei ihm als auch bei seinen Geschöpfen einen hohen Stellenwert.  Selbst viel Tiere reagieren positiv auf „die richtige“ Musik oder sie erfreuen uns durch ihren Gesang, wie ihn bspw. die Nachtigall und ihre Artgenossen meisterhaft darbieten.

Etwas Besonderes ist die in Hiob 38:7 beschriebene Begebenheit in der „alle Engel vor Freude jauchzten“, weil Jehova die Erde so wunderbar erschaffen hatte  -  man stelle sich das nur einmal vor.

Oder man denke an jene Herbstnacht, als Jesus als Mensch geboren wurde, und zusammen mit den wie gebannt dastehenden Hirten fasziniert  den gewaltigen Engelchor singen hören: „Herrlichkeit Gott in den Höhen droben.“ (Lukas 2:13, 14)

Und in einem prophetischen Bild singt ein riesiger Chor   bestehend aus 144 000 Sängern — vor dem Thron Gottes ein erhabenes „neues Lied“. Der Text beginnt mit den Worten:  . . . und die Stimme, die ich hörte, war wie von Sängern, die sich, Harfe spielend, auf ihren Harfen begleiteten. Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron . . . „  (Offenbarung 14:2, 3).

Auch David setzte sein musikalisches Talent für den bestmöglichen Zweck ein: zur Ehre Jehovas. Als König von Israel sorgte er dafür, dass Jehova bei der Stiftshütte mit wunderschöner Musik gepriesen wurde. Mehr als ein Zehntel der diensttuenden Leviten — sage und schreibe 4 000 — waren dafür vorgesehen, und 288 von ihnen waren „im Gesang für Jehova Geübte, alles Fachkundige“ (1. Chronika 23:3, 5; 25:7).

Er selbst  David  -  verstand es meisterhaft, den kinnṓr  (Harfe) „mit seiner Hand“ zu spielen (1.Samuel 16:16, 23), und räumte diesem Instrument zusammen mit dem „Saiteninstrument“ (nével) in dem Orchester, das später im Tempel Salomos spielte, einen bedeutenden Platz ein (1.Chronika 25:1).  Im Kontext zu diesem Bericht (in 2. Chronika 29:25)  lesen wir, dass dort „die Leviten am Haus Jehovas aufgestellt“ waren, „mit Zimbeln, mit Saiteninstrumenten und mit Harfen, . . . denn es war von Jehovas Hand, dass das Gebot durch seine Propheten erging“.

Und soweit es Christen betraf forderte u. a. der Apostel Paulus seine Mitchristen unter göttlicher Inspiration sinngemäß dazu auf: „Lehrt und ermuntert einander weiterhin mit Psalmen, Lobpreisungen Gottes,  geisterfüllten Liedern; singt sie dankbar und aus ganzem Herzen zur Ehre Jehovas“  (Kol. 3:16).

Du siehst also, dass Gottes Wort die Bibel Deine Frage nach dem Zusammenhang zwischen Gott und der Harfe nur indirekt  beantwortet; den Zusammenhang zwischen Gott und der Musik dagegen recht ausführlich.

Und deshalb zum Schluss noch das Wichtigste:  Unter allen obigen Zitaten hat der Text über den riesigen Chor —  der aus 144 000 Sängern besteht     die von Harfen begleitet vor dem Thron Gottes ein erhabenes „neues Lied“ singen,  eine besondere Bedeutung für uns Menschen:

Unser Schöpfer kündigt nämlich im Kontext, in der Offenbarung 21:3-4, folgendes an:   „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Wahrlich ein treffender Grund, den „Geber aller guten und vollkommenen Gaben“ zu lobpreisen und ihm mit Gesang und Harfe, danke zu sagen  (Jakobus 1:17)  -  Oder?

Vielleicht helfen Dir diese Überlegungen und Denkanstöße etwas weiter.

Ich wünsche es Dir   -  und alles Gute

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