Dürfen meine Eltern mich so abstoßen / anreden?

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Erst einmal ist es mutig und toll von dir, dass du dich vor deinen Eltern "geoutet" hast.

Rechtlich gesehen dürfen sie so was sagen, allerdings moralisch gesehen ist es nicht in Ordnung.

Vielleicht waren sie im ersten Moment schockiert, weil sie so was nicht erwartet haben. Vielleicht müssen sie das erst noch "verdauen".

Vielleicht haben sie aber auch generell eine Abneigung gegen Homosexualität.

Vertraue dich am besten einem nahestehenden Verwandten an, von dem du weisst, dass er deine Neigung versteht.

Ich denke, es gibt Gesetze die ein Kind vor seelischem Missbrauch schützen sollen, wie es hier der Fall ist. Also vermutlich nein, sie dürften sowas nicht zu dir sagen. Das durchzudrücken ist halt eine andere Sache, und ich bin nicht großartig vertraut mit Gesetzen, daher belass ich es hierbei.

In diesem Sinne: Deine Eltern (und alle Ekel, die dir hier einfach sagen dass es ok ist was deine Eltern machen) verhalten sich mies und falsch. Es ist nichts falsch daran schwul zu sein, es ist nicht eklig, eklig sind nur die Meinungen der Leute die so denken. Wenn Eltern so asozial reagieren ists vielleicht sinnvoll das hinter ihrem Rücken auszuleben, und darauf zu warten bis zu alt genug bist um auszuziehen. Ist generell nicht schön, man sollte sich nicht verstecken müssen, aber Selbstschutz ist wichtig, und es dauert nicht ewig. In jedem Fall, alles Gute.

Ja, dürfen sie. Ob das Ratsam ist, ist eine andere Frage. Wenn sie sich weiterhin so behandeln werden sie dich irgendwann verlieren.

Mit dir ist nichts falsch. Das Problem sind hier deine Eltern. Nimm dir Zeit diese Gefühle auszuprobieren und dich auszuleben.

Deine Eltern sind ebenso Menschen und haben ihre eigene Sicht und Einstellung auf Dinge. Diese dürfen sie, dank der Meinungsfreiheit, auch äußern. So viel zur Frage.

Mit ihrer Äußerung haben sie jedoch zu verstehen gegeben, daß Du mit Deiner Sexualpräferenz von ihnen nicht akzeptiert und toleriert wirst. Dies ist bedauerlich, denn sie sollten im Idealfall zu ihrem Kind stehen und es unterstützen. Auf diese Unterstützung solltest Du nach der Aussage nicht mehr bauen, außer Du verstellst Dich und unterdrückst diesen Teil Deiner Bedürfnisse, was langfristig Dir nicht guttun wird.
Als Konsequenz daraus solltest Du Dich darauf einstellen Dein Elternhaus früher oder später zu verlassen und mit ihnen keinen Kontakt mehr zu haben. Das klingt hart, doch nach Deiner Schilderung habe ich keine andere Sicht dazu.

Vielleicht hilft es Dir, Dich mal mit jemandem darüber zu unterhalten und auch schon Dich kundig zu machen, wie Du im Fall der Fälle zurechtkommst (sprich, wenn sie DIch rausschmeißen und die (finanzielle) Unterstützung einstellen). Lieber besser vorbereitet als davon überrascht. Eventuell gibt es einen Weg da zu vermitteln, allerdings sind die Worte (wenn es wörtlich zitiert ist) schon sehr klar.
Hier sind zwei Projekte, an die Du Dich wenden kannst:
https://www.nummergegenkummer.de/
https://jugendnotmail.de/

Möglicherweise ist auch der Kontakt zum Jugendamt ratsam.

Eigentlich sollten Eltern hinter ihrem Kind stehen und Verständnis zeigen, aber das ist leider oft nur Wunschdenken. Vermutlich denken sie: "Was haben wir bloß falsch gemacht?"

Ich denke, du solltest deinen Weg gehen und dich nicht davon beeinflussen lassen. Das ist ein wichtiger Schritt zum erwachsen werden.

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