Driften im Schnee schädlich fürs Auto?

9 Antworten

Wenn du das auf Dauer machst, ist das im Ganzen nicht so gut für das Fahrzeug. Auch, wenn es ein 4x4 ist. Kauf dir einfach eine alte 500-1000€ Kiste. Wenn du ein Privatgrundstück hast, kannst du dort driften. Mit einem 4x4 oder Front ist das eher sliding, was du meinst. Wenn viel Schnee liegt, dann rutscht man sehr leicht und da ist es nicht wirklich schwer sich im Kreis zu drehen oder schräg zu fahren. Aber ich würde das mit einem Superb nicht zu oft machen. Auch eine manuelle Gangschaltung wäre besser zum Driften.


seven899 
Beitragsersteller
 23.01.2022, 09:55

Ich besitze bereits eine Mercedes E 200 W123. Mir geht es nur darum, wenn ich mit meinem Superb ausfahre und dann einen schönen großen Platz habe und dort paar runden fahr, dass dies nicht "extrem" schädlich für das Auto ist.

RefaUlm  24.01.2022, 07:35
@seven899

Es ist schädlich, da dein Wagen bzw dein Fahrwerk und alles was damit zusammenhängt 0 auf das ausgelegt ist 🙄

klar wird da etliches belastet - Motor - Antriebsstrang z.B.

auf öffentlichen Plätzen hat die "rennleitung" was dagegen

mit nem Fronttriebler gar nicht machbar

Was ist eure Meinung dazu?

Meine Meinung ist die, dass das auf Schnee nicht weiters schädlich fürs Auto ist. Durch die Glätte können gar keine großen Kräfte auftreten, die irgendein Bauteil überlasten könnten.


seven899 
Beitragsersteller
 23.01.2022, 09:58

Danke.

Meine persönlichen Meinung ist dazu: das wenn man sein Auto erst schön warmfährt und auf unteren Drehzahlen bleibt sprich nicht auf 7000 Umdrehungen geht ist dies finde ich unbedenklich, reifen leiden vielleicht etwas drunter jedoch bei Schnee oder Eis haben die sowieso keine richtige Haftung, da es rutschig ist wird die Lenkung eh im normal Bereich gehalten und nicht groß beansprucht.. mache dies mit meinem BMW auch ab und an und brauche dazu auch unter 3000 Umdrehungen und sowas sollte ein Motor schon abhaben da dies Kräfte sind die im Alltag ganz normal sind und nicht überlastet werden. Trotzdem sollte man die Handbremse aus'm Spiel lassen😉

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ein Auto ist gebaut für Beschleunigungen in Längsrichtung. Beim Driften treten Querbeschleunigungen auf. Die treten auch bei Kurvenfahrten auf aber nicht mit den Kräften beim Driften. Dafür sind Bereifung, Räder Federn, Achsaufhängungen, Lenkung usw nicht ausgelegt. Besonders krass wird es wenn beim Driften das Rad abrupt in der Bewegung auf einen Wiederstand trifft. Da ist auch die Achsgeometrie hin. Auch die Steifigkeit der Karosserie ist dafür nicht ausgelegt.


seven899 
Beitragsersteller
 23.01.2022, 10:21

Auch bei einer Schnee und Eis fahrbahn?

martinreschke  23.01.2022, 10:32
@seven899

Zwar nicht so sehr wie bei griffiger Fahrbahn, aber wie gesagt ist ein PKW dafür nicht konstruiert worden. Ein geländegängiger PKW ist da robuster gebaut.

seven899 
Beitragsersteller
 23.01.2022, 10:36
@martinreschke

Aber wieso hatte ich dann nie Probleme. Bei keinem meiner Fahrzeuge, die ich je besessen habe? VW Touran, Skoda Octavia RS/Superb, Mercedes E 200, Golf IV, Ibiza Kombi, Audi A4/5. Keines der Fahrzeuge habe ich durch das "driften/rutschen" im Schnee zerstört. Ich weiß, dass es nicht gut ist, aber es ist definitiv nicht extrem schädlich.

martinreschke  23.01.2022, 11:16
@seven899

Dem Auto stehst du das auch nicht an. Betrachte mal die Versteifung und Verwindung der Karosserie. Bei nicht vorgesehenem Gebrauch wird sie "weich" werden. Gummigelenke der Achsaufhängung sind für diese Belastungen nicht konstruiert und gefertigt. Dadurch schwächer und wie beschrieben wird die Achsgeometrie und somit die Lenkung nicht stimmig beeinträchtigt. Aber mache doch was du willst. Mein Auto werde ich nicht für so was vergewaltigen. Mein Vorschlag für dich: Anmelden zum Fahrsicherheitstraining. Da lernst du so was aber kontrolliert.

verreisterNutzer  23.01.2022, 11:53
@seven899

Das sind dann die Schrotthaufen die für teures Geld auf dem Gebrauchtwagen Markt angeboten werden und die dem Käufer dann nur Werkstattkosten verursachen.
Natürlich wird auch diese Art des Fahrens dem Käufer erst gar nicht erwähnt.
Wieso du nie Probleme damit hattest könnte einfach daran liegen, dass die Kisten schon so einiges Mitmachen.
Aber sieh es mal so. Bekommst jeden Tag 2x eine richtige auf die Schnauze geschlagen. Findest das auf Dauer nicht schädlich?

Warum haben denn die Boxer zum Beispiel häufiger Hirnschäden durch die Erschütterungen des Gehirns?

Bei deinem Auto ist das Ähnlich. Genau wie unser Körper nicht dazu gemacht ist, dauerhaft diese Belastungen durch die Schläge zu verkraften, genauso wenig ist ein normales Fahrzeug für die Belastungen beim Driften ausgelegt.
Wenn du mir jetzt kommst mit die Hersteller testen das Driften ja auch, dann hast du den Sinn in diesem Testen nicht verstanden. Die Fahrzeuge sind für das normale Fahren in Längsrichtung konstruiert. Hierzu gehört allerdings auch das Kurvenfahren in einem gewissen Maße. Nicht aber das Driften. Dies geht über die normale Fahrphysik des Fahrzeuges hinein in einen Grenzbereich, der wiederum ganz andere Anforderungen an Fahrwerk und Karosserie stellt, diesen ist das normale Fahrzeug nur bedingt gewachsen und es können Schäden an Karosserie Fahrwerk und Antrieb entstehen.
Meiner Meinung nach ist es sogar ein Vorsätzlicher Betrug, wenn man dann sein in der Art genutztes Fahrzeug verkauft ohne diese Fahrweise zu erwähnen. Kommt sie doch schon einer Gewerblichen Nutzung wie Taxi schon recht nahe.
Der neue Besitzer wird sich sicherlich über die kommenden hohen Rep-Kosten sehr freuen.

RefaUlm  24.01.2022, 07:37
@martinreschke

Da muss ich widersprechen!

Ein Nissan 200SX S13-S15 oder ein Toyota GT86/Subaru BRZ sind aufs driften ausgelegt und zwar schon serienmäßig!

martinreschke  24.01.2022, 09:30
@RefaUlm

Und das würdest du damit auch machen? Es geht doch prinzipiell was man unter Driften versteht. Mal schleudern und seitlich wegrutschen ist doch 0,0. Driften ist eine sportliche Massnahme wo durch Ziele gefahren wird und nicht so irgendwie über die Piste geschleudert.