Doktortitel bei persönlicher Anrede Pflicht?

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jetzt nochmal ganz deutlich:

  1. Der Doktortitel ist kein Namensbestandteil, auch kein Titel, sondern vielmehr ein akademischer Grad.
  2. Dass er kein Namensbestandteil ist, hat das Bundesverealtungsgericht und der Bundesgerichtshof in Urteil bestätigt. Daher ist dieser Punkt absolut unstrittig.
  3. Würde der Dr.-Titel zum Namen gehören, würde es kein Gesetz geben, nachdem der Doktortitel im Perso stehen kann.
  4. Wer jetzt immer noch zweifelt: http://www.zeit.de/2009/01/Stimmts

im außenverhältnis und wenn man jemanden in seiner funktion als wissenschaftler anspricht, ist es durchaus noch üblich und höflich, herrn oder frau dr. als solche anzureden als zeichen der achtung vor einer leistung. ein anspruch darauf oder eine pflicht besteht natürlich nicht, wie sollte man den/die auch einfordern? üblich ist es auch, wenn man jemanden vorstellt oder ankündigt, dies ebenso zu tun. ("frau dr. müller-lüdenscheid wird jetzt zum thema alzheimer sprechen,,,")

im innenverhältnis reden sich promovierte wissenschaftler - auch in ihrer funktion aufeinandertreffend - immer nur mit dem nachnamen, meist sogar mit dem vornamen an, da sie bei kongressen und symposien immer wieder aufeinander treffen. in manchen firmen mit viel wissenschaftlichem personal hat man sich auf dieselbe "hausinterne" titelsparmassnahme geeinigt, um nicht vor lauter anerkennung und höflichkeit nicht mehr zum wesentlichen zu kommen. mit dem prof. ist es ähnlich.

ach ja: meist legen die älteren noch mehr wert auf den titel, die jüngeren sind da meist entspannter. achtet mal drauf: wenn im fernsehen ein dr. oder prof. interviewt wird, wird im untertitel meist nur vorname, nachname und funktion genannt. besser so!

Hi, nein. Nur in hierarchischen Systemen, Strukturen wie Bundeswehr etc. wird der Titel angegeben (Herr Oberfeld, Herr Stuffz, Herr Kaleu, Herr Major usw.. Es ist aber eine Höflichkeitsform vor erbrachter Leistung (so wie bei Hr von und zu Dr. Guttenberg). Innerhalb Firmen usw. wird wegen "Inflation" dieser Titel auf den Dr. zumeist verzichtet. Gruß Osmond

und gerade weil es eine Höflichkeitsform ist, wird der Titel nicht nur in hierarchischen Systemen verwendet. Schließlich sagt man der höflichkeit halber auch gerade bei Ärzten Herr Dr. XYZ ... Sonst sind wir uns aber einig :P

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@Schlauberger2

Hi, da der Schwierigkeitsgrad für Promovierung der Zahnärzte gestiegen ist (keine "Gesellenprüfung" mehr), sind die ÄZahnärzte oft ohne Dr. Grad. Mein obiges Zitat: Es ist aber eine Höflichkeitsform vor erbrachter Leistung (so wie bei Hr von und zu Dr. Guttenberg). Die Namensnennung sollte leicht ironisch sein. lgO

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es ist kein offizieller Namensbestandteil, oft - wenn man einen guten Eindruck hinterlassen will - sollte man die Person aber so ansprechen, v.a. Ärzte hören das immer wieder gerne :P

Der Doktortitel IST ein offizieller Teil des Namens, siehe Perso.

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@LongBerry

Mein Doktortitel steht nicht im Personalausweis. Ich vererbe ihn auch nicht an meine Kinder. Es ist definitiv kein Namensbestandteil. Dass man Doktortitel überhaupt in Ausweisdokumenten vermerken kann, ist ein alter Hut, der abgeschafft gehört.

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