Die Kurden und die zehn verlorenen Stämme

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8 Antworten

Es gibt auch kurdische juden, also jüdische Gemeinden in Kurdistan, die bis zur Staatsgründung von Israel überlebt haben...

Was diese Haplogruppe betrifft: man hat sie auch unter den lemba in Afrika gefunden und unter andren völkern. Daraus können wir wahrscheinlich schliessen, dass diese Haplogruppe kein Merkmal für Kohanim ist, umso mehr als nicht alle Kohanim sie haben..

Die zehn Stämme sind heute als "kulturelle Einheit" in der Welt nicht mehr aufzufinden. Natürlich wären die Nachkommen in rein mütterlicher Linie theoretisch jüdisch, aber diesen Nachweis über 80-100 Generationen zu bringen scheint mir etwas schwierig.

Es gibt tatsächlich verschiedene Organisationen in Israel, z.B. die von Michael freund, die die 10 verlorenen Stämme suchen und auch an verschiedenen Orten zu finden geglaubt haben (mitzoram, Indien, Afghanistan, u.a.) aber mir scheint ihre Beweisführung nicht sehr überzeugend.

Schon die Conversos, die sich vor nur 500 Jahren in Spanien zum christentum bekehrt haben können heute keine einwandfreie matrilineare jüdische Abstammung nachweisen. Sie haben vielleicht Traditionen in der familie, aber wer sagt, dass in 500 Jahren nie eine nicht-jüdische Frau eingeheiratet hat? über 2500 Jahre ist das noch schwieriger.

Deshalb: auch wenn man eine Gruppe als "nachfahren der verlorenen stämme" identifizieren könnte (was man nicht kann), dann würde für den Einzelnen Angehörigen der Gruppe immer noch der Nachweis der reinen mütterlichen Linie über xxxx Jahre fehlen.

PS: ich bin auch nicht wirklich davon überzeugt, dass die Falashen in Äthiopen "jüdisch" sind... Nachdem was ich über sie gelesen habe, sieht es eher aus wie eine alttestamentarische Gruppe ohne Verbindung mit dem Judentum... Auf der anderen Seite ist es auch ziemlich schwierig, aus heutiger Sicht nachzuvollziehen, wie das Judentumm vor 2500 Jahren war und wie es sich in einer isolierten gruppe bis heute entwickelt hätte... Da aber die meisten völker ihre zugehörigkeit patrinlinear weitergeben ist es in jedem Fall schwierig, die nachkommen in rein matrilinearer Linie zu finden...

Nach 2.Chronik/Dibre-ha-jamim II, Kapitel 8,17 ff. und Kapitel 9, 10-11 hatten König Salomo von Israel und König Hiram von Phönizien/Libanon eine gemeinsame Handelsflotte von Elat nach Ostafrika (Äthiopien/Eritrea) in das Goldland Ophir, um Gold zu importieren. 

Mit Sicherheit hatten sie auch dort eine Handelsstation und daraus ergibt sich, daß die Falashas äthiopische Juden sind. Von Ophir aus sind auch Bevölkerungsteile in Richtung Südafrika abgewandert (Lemba).

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Ich bin eine Afghanerin und kann bestätigen das vor dem Krieg zwischen Afghanistan und Taliban haben viele judische Afghanen in Afghanistan gelebt!! Als der Krieg begonnen hat haben die Israel die afghanische Juden in Israel aufgenommen und die meisten afghanische Juden leben in Israel und ein teil sind nach USA und Europa geflüchtet und falls du wissen möchtest ob in Afghanistan auch Christen gab dann kann ich dir auch bestätigen jaa wir haben auch afghanische Christen und ja wir hatten auch Kirchen usw aber alles kaputt durch Taliban leider. Und danke an Israel ihr habt immer hinter uns gestanden alles alle weggeschaut haben erst 2001 haben die andere Länder uns geholfen

In jedem Land dieser Erde gibt es auch Juden. Und dieser Gen-Sache glaubne ich auch nicht 100%, denn ansonsten würde sich dann die Farge stellen, ob sich bei einem Konvertierten das gen dann ändert. Wenn ja, dann ist König David kein Jude gewesen, denn er war ein direkter Nachkomme einer Konvertitin. Oder Rabbi Akiva, einer der bedeutensten Talmudisten,. gleich nach Raschi. Seine Eltern waren auch konvertiert und hat das Gen-Recht, dann müßte die Bibel eigenlich komplett neu geschrieben werden und Christen gäbe es heute nicht, da diese ja den jüdischen Messias aus dem Hause Davids anbeten.

Und wohin gefangene üerall hingeführt wurden, dann müßte jedes Volk dieser Erde ja zu den 10 Stämmen Israels gezählt werden.

Du listest 732-721 vor der neuen Zeitrechnung auf, aber was ist dann mit den Entführungen 164 v.d.n.Z., als die Griechen uns entfürten? Ist demnach Griechenland eines der 10 Stämme?

Alles Spekulationen. Wenn der Moshiach kommt, werden alle 12 Stämme in Israel vertreten sein, heißt es bei den Propheten, womit ein wichtiger Erkennungsindiz erfüllt ist.

Es gibt eine große genetische Verwandtschaft zwischen den Juden und den Kurden. Neben den Israeliten (10 Nordstämmen) die von den Assyrern in die Diaspora geschleppt worden sind und die in die Diskussion gebracht worden sind, möchte ich noch einen sehr interessanten Gedanken einbringen:

Neben seinen Ehefrauen Sarah, Hagar und Ketura hatte Abraham noch "Nebenfrauen" (wahrscheinlich Mägde der Ehefrauen). Auch mit diesen Nebenfrauen zeugte Abraham Kinder. Diese schickte er während er noch lebte, mit Geschenken von sich und Isaak weg und sie zogen nach Osten ins Morgenland...

Auch von diesen Kindern Abrahams können die Kurden abstammen...

1. Mose/Genesis/Bereschit 25, 6

Ein überwiegender Teil der in die assyrische Gefangenschaft verschleppten Israeliten hat sich dort durch Mischehen unter heidnischen Völkern verstreut und ist nahezu verloren gegangen. Das wurde schon vor 2500 in der Bibel berichtet. Damit wären ihre Nachkommen heute in vielen Völkern zu finden, bestimmt auch unter Kurden, die ihre Wurzeln teilweise von Persern haben. Zum anderen Aspekt, ob man anhand des CHM-Funds richtige Schlussfolgerungen zieht, kann ich leider keine Info geben.

In Israel leben ca. 150.000 Kurden die vorallem aus Süd-Kurdistan (Nordirak) und Ost-Kurdistan (Nordwestiran) stammen.

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass bei einer Forschung entdeckt wurde, dass die Genen bei den Kurden, Juden und Armenier sich sehr ähneln. Das kann daran liegen weil diese drei Völker die ältesten sind in dieser Region anders als die Araber und Türken die nicht aus dieser Region stammen. Aber allgemein was die Gen-Forschung betrifft, um zu wissen welche Völker woher stammen, sehe ich, dass man durch Genen nicht wissen kann woher ein Volk, Mensch oder was auch immer, herkommt. Denn die Genen ändern sich mit der Zeit von Generation zu Generation und man kann nicht 100%ig sicher gehen, dass es keine Fremdehen in den letzten hundert oder tausend Jahren gab. Deswegen finde ich diese Forschungen zwar interessant aber die Ergebnise sind nicht 100% sicher.

Bei einigen Gruppen der Deutschen und der Kanadier würdest Du wohl auch solche Gene finden.

Denn auch hier und dort gibt es Juden und noch viel mehr Menschen, die jüdischer Abstammung sind.

In Israel und der jüdischen gemeinschaft blüht seit einigen Jahren eine bestimmte Art von "Forschung", die immer mehr in einen düsteren Raum abdriftet und Anzeichen von NS-Rassenlehrer aufweist.

Ich hab mir den Link mal angesehen und sehe meine Vermutung bestätigt.

Die These, dass "die Kohanim" bestimmte Gene weiter gäben, ist m.E. kompletter Blödsinn, weil es die Ausgangsannahme ist. Dass nämlich "Aaron" allen "Kohanim" seine Gene vermacht hätten, setzt erst mal voraus, dass es Moses und Aaron als historische Personen, den Sinaiauszug usw. wirklich gegeben hat und dass alle Juden von jener Gruppe aus Ägypten durch Sinai wandernder Stämme abstammten.

Diese "Blutslinie" ist kompletter Nonsens. Alles, was darauf aufbaut, muss es dann auch sein.

Diese These ist genau so "wissenschaftlich" wie die der "arischen Rasse".

Peinlich, dass derselbe Schmus im Gewande eines anderen Namens immer wieder gut ankommt.

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@Panettone

Sie sind kein Nonsense, aber sie sind nicht praezise genug, um eine genaue Volkszugehoerigkeit zu bestimmen. DAfuer gibt es zu wenige, und ein bisschen was von allem findet man ueberall.

Ausserdem habe ich stark das gefuehl, dass man da sehr der gefahr von Zirkelschluessen unterliegt...

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@Iwaasnet

Wenn man voraussetzt, dass die DNA aller Menschen zu > 99,7 Prozent gleich ist und die restlichen < 0,3 Prozent noch durch Wanderungen aller Menschen kreuz und quer verteilt sind (schliesslich gibt es auch hier blonde und braune Menschen in Familien), ist die Restmenge der Differenzen gerade gut genug, um Zufallsergebnisse zu produzieren, die dann man dann nach Wünschen hin interpretiert.

Genau: Zirkelschlüsse...

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Ich habe selbst etwas darüber in der englischen Wikipedia gefunden:

"In 2001, a team of German, Indian and Israeli specialists published the results of their research on Y-chromosome polymorphism, that showed that Jews and Kurds are close ethnic relatives. The Jews and Kurds, according to the research, have common ancestors who resided in northern Mesopotamia about 4,000 years ago."

http://en.wikipedia.org/wiki/Kurdish_Jews

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