Was war die fatalste Entscheidung eures Lebens?

214 Antworten

"Ja" zu sagen, als mich mein Mann/meine Eltern gebeten haben, Bevollmächtigter in ihrer Patientenvollmacht zu sein. Aus Liebe habe ich zugestimmt. Ich wusste damals aber nicht, was für eine irre Verantwortung das ist und dass man u. U. sehr daran zu knabbern hat, ob man auch immer richtig entschieden hat.

So ging es bei meinem Mann z. B. um die Zustimmung zu einer Operation, mit der er vom Pflegefall zum Schwerstpflegefall wurde. Allerdings weiß ich eben auch nicht, wie es ihm ohne diese OP ergangen wäre.

Bei meinem Vater erging es mir ähnlich. Er hatte einen Unfall mit schwerer Hirnverletzung. Durch die Notfallversorgung wurde er direkt beatmet, künstlich ernährt und somit war sein eigner Wille der Patienverfügung (er wollte nicht an Maschinen leben) ausgehebelt. Sein Hirn hatte nur noch eine ganz geringe Funktion... aber er war eben nicht hirntod. Ich musste über Monate kämpfen, dass man meinen Vater "gehen lässt"... Diese Verantwortung, die man bei so etwas trägt ist eigentlich gar nicht in Worte zu fassen.

Trotzdem die Entscheidung und damit auch die Folgeentscheidungen fatal (im Sinne von folgenschwer) waren, kann ich nicht sagen, dass ich anders handeln würde. Es gibt eben auch manchmal fatale Entscheidungen, die man dennoch treffen muss.

Netfilx.

Damit haben alle Probleme angefangen. Ich habe immer mehr und mehr geschaut, zuerst habe ich die Filme und Serien auch wirklich genossen, irgendwann war es dann aber nur noch gewohnheit.

Erst neuerdings habe ich kein Abo mehr, und es geht mir wieder besser. Ich habe wieder ein Leben.
Aber keine Angst, ich will Netflix nicht schlecht machen. Genießt es aber und schaut die sachen bewusst, statt es, wie ich, einfach nur durchlaufen zu lassen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

da muss ich erstmal nachdenken.

Ich denke die fatalste Entscheidung meines Lebens war es mein Leben dem Internet zuzuwenden.

Ich fange mal vorne an. Ich bin eher der schüchterne, ruhig und strange Typ.

Trotzdem hatte ich im Kindergarten und in der Grundschule viele Freunde. Doch als ich 12 Jahre alt war, drehte sich das Blatt. Ich fing an im Internet auf irgendwelchen Teamspeak-Servern abzuhängen. Genau das ist und war der Fehler. Ich lernte dort viele Leute kennen und es machte mir Spaß mit diesen Leuten zu reden und zu zocken. Ich glaubte die Person am anderen Ende zu kenne, allerdings wissen wir alle das ich das nicht tat. Es waren Fremde, die irgendwo in Deutschland saßen und vlt garnicht 17 sondern 20 oder älter waren. Ich zockte mit den Leuten und ich verlor mehr und mehr den Anschluss an meine Freunde. Ich wollte Ausbildung,Internet und Freunde unter einen Hut bringen, doch das konnte garnicht funktionieren. Ich sagte Veranstaltungen ab, nur um mit den Personen aus dem Internet zu zocken. Mein Freundeszahl sank und sank. Doch als der Teamspeak-Server nicht mehr da war, öffnete mir das die Augen. Ich beschloss nur noch gelegentlich im Internet mit Leuten zu quatschen. Seitdem stehen Freunde bei mir im Vordergrund und seit dieser Einstellung hat sich meine Freundeszahl auch wieder rapide verbessert. Lange merkt man nicht, das etwas einem schadet. Erst wenn man damit mal aufhört merkt man was man verloren hat.

Ich bin zwar erst 13 und habe noch nicht so viel erlebt aber bist jetzt ist es immer noch ein Fehler auf andere Meinungen zu hören und sie nicht zu ignorieren. Ich tu es immer noch doch im Unterbewusstsein weiß ich das es eigentlich egal ist was andere sagen. Ich muss sagen dass ich nicht gerade das beste Selbstbewusstsein habe und mich selber auch ein bisschen klein rede, doch ich versuche es mittlerweile zu bessern.

Überrings finde ich die Frage die sie gestellt haben sehr gut.

Liebe Aurelia,....ob alles negativ oder positiv ist,entscheidet sich immer erst nach Deiner Entscheidung.Ob Du der Meinung bist,in Entscheidung zu treffen,ob etwas Dir gut tut oder nicht,ist immer der Werdegang Deiner eigenen Entscheidung,selbst wenn Dich andere beeinflussen möchten oder wollen.Du bist noch jung,daher solltest Du ab und zu an Vergleichs - Situationen denken,bzw.suchen,den viele Sachen in Deinem Alter die geschehen,sei es im Alltag,Liebe oder zu Hause,sind auch bei anderen Jugendliche,in Geschehnisse und damit auch Entscheidung gleich.(möglich) vorhanden.Nur verallgemeinern darfst Du nichts,den dann betrügst Du Dich um Deine eigene Entscheidung.

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Meine fatalste Entscheidung war es, mit dem "Zocken" angefangen zu haben. Mittlerweile verbringe ich meine meiste Zeit mit Computerspielen und Netflixserien. Natürlich benutze ich meine Zeit auch noch für andere Dinge, aber ich vermute, dass ich meine Zeit viel besser benutzen könnte, wie z.B. lernen, Freunde treffen, Sport machen, Haushalt und was weiß ich. Durch die Entscheidung mit dem Zocken anzufangen, ist meine Zeit sehr begrenzt, da es fast schon wie eine Sucht. Ich wünschte ich hätte nie damit angefangen, aber ich habe mein soziales Umfeld nach dieses Kriterien aufgebaut, mehrere Jahre meines Lebens für diese "Beschäftigung" oder "Hobby" verschwendet, sodass es mir sehr schwer fällt damit aufzuhören.

Wenn ich euch einen Tipp geben kann, wenn ihr mit Gaming anfangt, macht es mit bedacht und geregelt, oder haltet euch ganz fern davon, nicht weil es schlecht ist, sondern in ihrer eigenen Art "zu gut"!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

es ist nicht nur ,wie´ eine Sucht sonder es >ist< eine Sucht.

Süchte müssen nicht nur mit irgendwelche Stoffe sein die man sich/seinem Körper zuführt sondern können auch psychischer bzw. verhaltensmäßiger Natur sein wie Einkaufssucht, Fernsehsucht, usw. Ich glaube alles womit man ein positives Aha-Erlebnis hat und Dopamin ausgeschüttet wird.

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@lalala321q

Hallo, es stimmt, es i s t eine Sucht, also eine Krankheit die behandelt werden kann!!! Den ersten und b e s t e n Schritt hast Du eigentlich hier gemacht: Du hast zugegeben, daß Du einen Fehler gemacht hast. Du bist eigentlich sehr klug, da Du auch zugegeben hast, wie Du Deine Freizeit anders gestalten könntest. Eine Sucht ist bildlich gesehen wie ein Loch, das man "zustopfen" will. Aber es gelingt einem alleine nicht, man wird immer hungriger sozusagen. Es muß die Wurzel hierzu gesucht werden..

Mach den 2. Schritt und erkundige Dich beim Sozialamt, wo Du eine Suchttherapie machen kannst. Es muß nicht immer der Psychiater sein. Auch würde ich mich gleich nach einer Selbsthilfegruppe erkundigen. Es ist viel einfacher, wenn Leidensgenossen dabei sind, die Dich besser verstehen.

Bleib weiterhin klug und unternimm was, am besten s o f o r t !

Ich habe viele Menschen gesehen, die alles dadurch verloren haben: Ehe, Freunde, Familien, das gesamte Geld, Beruf, usw.

Es wäre schön zu hören, wie Du Dich entschieden hast..

Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Entscheidungen! Alles Gute Dir!

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@lisalilia

Hey Moment, warte mal....!!!

Ich habe bei meinem Kommentar nirgends geschrieben dass ich irgendeine Sucht habe. Ich weiß gar nicht wie du darauf kommst. Ich habe lediglich auf den Beitrag von FancyWings geantwortet der zu seinem Spielverhalten geschreiben hat dass es ,,wie" eine Sucht ist.
Ich persönlich spiele KEINE Computerspiele!! Mein Computer ist dazu viel zu alt. Ich gehe fast jeden Tag arbeiten und hab sonst genug zu tun....

Ich rauche und trinke auch nicht oder sonstwas... Das hat du missverstanden!

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Bruder ich fühle mit dir, hab ich mir auch gedacht, als ich die Frage gelesen habe

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Habe das auch hinter mir, bin aber davon weg gekommen.

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