Darf/Kann ein Sikh eine (nicht strenge) Muslima heiraten?

11 Antworten

Sat Siri Akaal meine liebe,

also ersteinmal gibt es da viele verschiedene Faktoren die einer Heirat zusagen oder eben nicht.. Ich müsste ersteinmal von dir Wissen was für eine Art "Sikh" dein Freund ist , also ob er "Amrit" such sich genommen hat oder nicht und inwieweit er und seine Eltern Sikhi selbst praktizieren ? Schneidet er sich die Haare, raucht , trinkt er etc..? Also so wie ich das sehe und zwischen den Zeilen rauslesen kann handelt es sich EBEN NICHT** um ein religiöses Problem wie es hier manche doch versuchen zu bekräftigen, sondern eher um ein kulturelles Problem!

Aus der Sicht eines Sikhs wäre das nämlich absolut legitim zu heiraten. Vorallem auch wegen der Frage wie die Kinder aufgezogen werden, da du ja bekräftigt hast das du deine Kinder auch wie Sikhs aufziehen würdest ( wobei das viel Wissen und Kenntnisse etc.. fordert , dies aber mal beiseite gestellt) . Vorallem wird auch ziemlich deutlich das du gar keine "Muslima" bist bzw. den Islam gar nicht praktizierst -NUR WEIL MAN IN DEN ISLAM hineingeboren wird hesst das noch lagne nicht das man dem Islam angehört oder Moslem,Christe, Jude etc.. ist! In erster Linie ist man ein Mensch! Gleiches gilt auch bei Hautfarbe , Kultur etc... Jedoch sind es häufig die Menschen die dazuneigen Unterschiede an Dingen festzumachen, zu kategorisieren und zu verurteilen! All dies lehrt Sikhi auch..

Zurück zum Problem ; Die Mutter die da angeblich dagegen ist , ist selbst zu sehr von ihrer Kultur/Lebensweise/Tradition von der sie stammt beeinflusst, denn sie kennt es nicht anders und sieht es als "Schande" das ihr Sohn sich gegen sie auflehnt und es nicht nach Tradition abläuft. Wenn die Mutter selbst aufrichtige "SIkh" ist, sollte es keine Probleme geben, dies bezweifle ich aber... Wenn alle aus seiner Familie wirklich SIkhs sind dürfte dem eigentlich nichts dazwischen kommen , außer eben der Rehat Maryada vom Akaal Takht der befolgt werden muss. ( In diesem steht das nur ein Sikh ein Sikh heiraten darf, eben wegen der Nachkommensfrage) Eben deswegen, lässt sich eher die Inteferenz an der Traidition/ Kultur als Problem festmachen. Wie oben gesagt würde es höchstens Probleme bei dem "Anand Karaj" geben( Anand Karaj im deutschen = Glückseelige Vereinigung) grob übersetzt "Hochzeit" geben. Denn die Anand Karaj kann nur zwischen zwei SIkhs in einem Gurdwara ( Hause des Gurus/ Tür zum Guru) stattfinden. Einer zivilen Hochzeit aber beim Standesamt steht nichts im Wege!

Ich hoffe ich konnte einiges klären und wenn noch weitere Fragen ( egal welcher Art) bestehen sei Frei sie zu stellen... Wenn ich etwas ausgelassen /vergessen haben sollte bitte ich euch mich darauf hinzuweisen.

Wenn du möchtest können wir uns auch unterhalten via Skype etc.. Oder einfach hier ;)

1

Vielen vielen dank Br3aKeR!! Ich würde gerne mehr über Sikhi wissen und unsere Chancen. Er hat kein Amrit zu sich genommen. Die Mutter von ihm ist Hindu, der Vater von ihm ist Sikh. So streng praktizieren sie garnicht soweit ich es beurteilen kann, sie beten wann sie können, sein Vater macht Yoga und alle in der Familie schneiden sich Haare Bart und färben auch. Jeden Sonntag besuchen sie gurdwara hier. Als wir vor 2 Monaten mit meinem Freund in London waren habe ich mich mit ihm in die verschiedenen Tempel gewagt habe mir die Gebete angehört und es hat mich richtig mitgenommen in eine andere Welt. Wir haben ihm dort auch ein Kara geholt (nicht weil er ein strenger Sikh ist, er wollte so sehr eines haben) würde mich gerne mit dir über Skype unterhalten, wie kann ich dich finden? Mich findest du unter Khadija P

0
@KhadiWishu

Hey du,

tut mir leid das ich erst jetzt antoworte, aber ich hatte in letzter Zeit echt viel um die Ohren. Also wie ich sehe handelt es sich "nur" um ein kulturellese Problem. Und das ist mitum immer eins der schwierigsten Probleme. Also , so gesehen sind die Eltern dann keine "richtigen" Sikhs - denn sie befolgen weder noch das Rehat Marayada oder praktizieren Sikhi . Vorallem da die Mutter auch Hindu ist und noch ihre "eigenen kulturellen" Vorstellungen miteinbringt. Du musst halt sehen das du es schaffst , die Eltern zu überzeugen - und er deine... Da gibt es kein drum herum. Es wird zwar nie richtig einfach werden , aber mit der Zeit werden sie dich "akzeptieren".

0

Dein Problem wird nicht die Religion sein,sondern die Mutter.Wenn er Sikh ist,gehe ich mal davon aus da, er Inder ist.In diesen Kulturkreis kenne ich mich aus.Seine Mutter hat das sagen was die Hochzeit angeht,ist sie nicht einverstanden,wird es keine Hochzeit geben.Auch wenn ihr jetzt einfach heimlich heiratet,wird sie dich nicht akzeptieren und immer wieder ihren Sohn dazu drängen das er sich wieder von dir trennen soll.Es würde euch nix anderes übrig bleiben als den Kontakt mit seiner Familie abzubrechen.Ob er das kann ist fraglich,da den Kindern von Anfang an beigebracht bekommen,das sie immer Respekt gegenüber den Eltern haben müssen und das sie im Alter für sie da zu sein haben.Dein Freund wird immer unter Druck stehen und ein schlechtes Gewissen haben.Und wenn es dann mal in der Ehe Probleme geben sollte,wird er es dir immer wieder vorwerfen .Dazu kommt,das grade in Indien die Frau ein sehr niedrigen Stand hat.Bestimmt hast auch du schon von den Frauenverbrennungen in Indien gehört oder gelesen.In den meisten Fällen werden diese nicht von den Ehemännern,sondern von der Schwiegermutter veranlasst.Ich will dir hier auch nicht damit Angst machen,sondern dir damit lediglich zu verstehen geben,welche Macht die Mütter ausüben können.

Nein er ist afghane, Seine Familie stammt von den Hindu-Afghanen...bevor der Islam in Afghanistan durchkam etc... Seine Eltern ziehen bald nach Köln...vielleicht ist das eine bessere Chance für uns...sie hat ihn ja schon immer gedrängt (leider) dass wir uns trennen sollen, dass es eh nichts wird. Aber Seine und Meine Meinung ist dem nicht so! Durch den Druck der Mutter verliert er immer mehr den Mut, den Schritt zu wagen...und trotz allem sind wir jetzt schon fast 3 Jahre zusammen. Er ist ihr einziger Sohn...seine Eltern würden ihn niemals für immer verbannen, auch wenn wir uns heimlich vermählen sollten...nach 1-2-3 Jahren würden sie schon damit klarkommen...sie sind eh in Köln und wir in München

0
@KhadiWishu

bei Afghanen verhält es sich auch so,nur ist da eben nicht das mit der Frauenverbrennung.Aber die Mentalität ist die Gleiche. Ich habe einige Jahre in Pakistan gelebt und auch meine Tochter ist mit einem verheiratet,Unglücklich,Ist dann nach 10 Jahren wieder nach Deutschland gekommen in der Hoffnung hier wird es besser wenn er nicht unter den Einfluss der Mutter und Schwestern ist. Fehlanzeige,er will zu seine Mutter zurück trotz Kinder. Verstoßen werden sie ihn auch nicht,aber dir höchstwahrscheinlich das Leben schwer machen

0
@brokat7

brokat7 ziemlich eingeschränkte Sicht von dir.. Alles zu pauschalisieren und in einen Topf zu werfen und gleichzeitig dies zu überdramatisieren.. Nur weil deine Erfahrungen leider negativ ausgefallen sind heisst das noch lange nicht das man dies Übertragen kann...

0
@Br3aKeR

das siehst du falsch,ich habe hier zwar auch meine persönliche Erfahrung geschildert,mein Bericht richtet sich aber nicht nur danach,sondern auch aus Erfahrungsberichten in Pakistan selber,wo ich immerhin einige Jahre gelebt habe und zwar ohne Einflüsse vom Mann oder Angehörigen.Und ich habe mit vielen Leuten gute Kontakte gehabt und auch viele Gespräche geführt in unterschiedlichen Schichten.Dazu kommt ,das ich auch noch 4 Schwägerinnen und 3 Schwagers und ich weiß was bei denen auch abgelaufen ist.Schließlich war ich bei denen an dern Hochzeiten mit beteiligt.Also ein bißchen Lebenserfahrung darfste mir schon zutrauen.

0

Ja das stimmt. Bei uns muss es nicht so sein, ich werde dafür kämpfen!!

0

Wenn die Religionen immer zwischen Menschen stehen, die sich lieben, warum bist Du dann bereit, sie als Sikh zu erziehen?

Auch deine Kinder werden einmal lieben und geliebt werden. Und vielleicht verwehrt die Religion, Ängste und Dogmen und die Angst vor dem Höllenfeuer ihnen ihr Liebesglück.

Trotz deiner derzeit verzweifelten Lage: Bist Du wirklich bereit, das Glück deiner Zukunftigen Kinder auf dem Altar der Religion zu opfern, damit DU mit deiner großen Liebe zusammen sein kannst? Ich finde das ziemlich egoistisch.

Wenn dein Freund dich liebt, dann steht er zu Dir, so wie Du bist, auch als Atheistin, die ihren Kindern humanistische statt religiöse Werte nahebringt, und nicht so, wie seine Mutter dich gerne hätte. Es liegt allein an deinem Freund. Er kann dich jederzeit heiraten. Kein Gesetz steht euch im Weg, ihr braucht nur zum Standesamt zu gehen.

Recht hast du auch an deiner Sicht HirnvomHimmel, aber: Ich bin dazu bereit, weil ich möchte, dass meine Kinder nicht glaubenslos werden. Ich werde sie nicht feindlich gegenüber anderen Religionen erziehen, im Sikhismus ist auch das wichtigste die Toleranz gegenüber anderen Menschen/Religionen. Ich werde ihnen mehr humanität lehren als Religion. Mein Freund ist nur zu sehr von seiner Hindu-Mutter geblendet...und er ist leider ein Muttersöhnchen..

0
@KhadiWishu

Ja, schwierige Mutter-Sohn-Beziehung. Leider gibt es viele Menschen in deiner Situation, die sich der Religion des Partners aus Verliebtheit vollkommen unterwerfen.

Nach deiner Antwort habe ich den Eindruck, daß es bei Dir nicht so sein wird und daß Du das Kind (oder auch mehrere) schon schaukeln wirst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg :-)

0

Das hoffe ich doch sehr! Ich danke dir HirnvomHimmel :-)

0

Was möchtest Du wissen?