Wieso darf der Mann im Islam eine Christin oder Jüdin heiraten, die Frau aber nur einen Moslem? Und eird das in islamischen Ländern auch verboten??

9 Antworten

Der Gedanke dahinter:

Es gibt so auf jeden Fall mehr Muslime.

Irgendwann ist die Frau gestorben und der Mann auch. Die Kinder, alles Muslime, tragen die Religion weiter.

Im weiteren ist auch der Druck auf eine Christin, siehe Fragen auch GF, nach der Heirat sehr stark, dass sie doch noch Muslima wird.

Diese Genehmigung dürfte aus der Anfangszeit des Islam stammen.

Der Islam wurde ja "mit Feuer und Schwert" verbreitet, also sehr aggressiv und lieblos. Dabei sind viele, viele Männer ums Leben gekommen. Und es gab viele, viele Witwen. So bekamen die übrigen Männer die Erlaubnis, bis zu 4 Frauen zu heiraten. So wurden die Witwen versorgt, aber auch der Ersatz der verlorenen Männer gesichert. (Für das Zeugen von Zwillingen, Drillingen oder mehr gibt es ja noch kein Patent.)

Aber auch die Heirat christlicher und jüdischer Frauen sollte wohl für muslimischen Nachwuchs sorgen.

Diese eigentlich nur vorübergehend sinnvolle "Sondergenehmigung" wurde aber nie wieder aufgehoben. So gibt es heute in islamischen Ländern viele Männer, für die keine Frau mehr "übrig" ist.

Weil der Mann über die - religiöse - Erziehung der Kinder bestimmt. Im Judentum, zum Beispiel, ist es wiederum umgekehrt.

Das ist so im Islam?

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Einer der Namen Allahs, an den wir glauben - und wir denken nicht, dass jemand, der glaubt, dass er einen Herrn hat, daran zweifeln wird - ist al-Hakeem (der Allweise). Auf diese Weise priesen die edlen Engel Ihn, weil sie Seine Weisheit in Seinem Befehl an sie, sich vor Adam niederzuwerfen, verstanden: 

"Sie (die Engel) sagten: 'Gepriesen seist Du, wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast. Wahrlich, Du bist es, der Allwissende, der Allweise." [al-Baqarah 2:32]

Er hat dies auch bezeugt, ebenso wie Seine Engel und die Leute des Wissens: 

"Allah bezeugt, dass Laa ilaaha illa Huwa (niemand hat das Recht, angebetet zu werden, außer Ihm), und die Engel und die Wissenden (bezeugen dies ebenfalls); (Er erhält) Seine Schöpfung stets in Gerechtigkeit aufrecht. Laa ilaaha illa Huwa (niemand hat das Recht, angebetet zu werden, außer Ihm), der Allmächtige, der Allweise" [Aal 'Imraan 3:18]

So hat Er Beweise gegen Seine Schöpfung aufgestellt, wie Er sagt (Deutung der Bedeutung): 

"Sprich: 'Bei Allah ist der vollkommene Beweis und das Argument (d.h. das Einssein Allahs, die Entsendung Seiner Gesandten und Seiner Heiligen Bücher zu den Menschen); wenn Er gewollt hätte, hätte Er euch wahrlich geleitet." [al-An'aam 6:149]

Es ist also bekannt, dass der Allwissende nichts vergeblich tut, und Er tut nichts, was unpassend ist. Er erlässt keinen anderen Befehl als den, der für Seine Schöpfung besser ist als jeder andere, wie Allaah sagt (Auslegung der Bedeutung): 

"Allaah hat die beste Aussage herabgesandt, ein Buch (diesen Qur'aan), dessen Teile einander gleichen (an Güte und Wahrheit) (und) oft wiederholt werden. Die Haut derer, die ihren Herrn fürchten, zittert davor (wenn sie es rezitieren oder hören). Dann werden ihre Haut und ihr Herz durch das Gedenken an Allah weich. Das ist die Rechtleitung Allahs. Er leitet damit, wen Er will; und wen Allaah in die Irre schickt, für den gibt es keine Rechtleitung." [al-Zumar 39:23]

So wie dies aus Seiner Allwissenheit hervorgeht, ergibt sich dies auch daraus, dass Er der einzige Schöpfer ist. Derjenige, der eine Sache erschafft, weiß am besten, was für sie geeignet ist, wie ist es also mit dem allwissenden Schöpfer? 

"Sollte der, der erschaffen hat, nicht wissen? Und Er ist der Gütigste und Höflichste (zu Seinen Sklaven), Allwissend (über alles). [al-Mulk 67:14]

Was die Weisheit hinter der Sache angeht, nach der du fragst, so weißt du vielleicht, dass der Islam die letzte Religion ist, die von Allah herabgesandt wurde, und daher alle anderen Religionen aufhebt, wie Allah sagt (Auslegung der Bedeutung): 

"Er ist es, der Seinen Gesandten (Muhammad) mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit (dem Islam) gesandt hat, um sie über alle Religionen zu erheben, auch wenn die Mushrikoon (Polytheisten, Heiden, Götzendiener, Ungläubige an die Einheit Allahs) sie hassen." [al-Tawbah 9:33]
"Und niemals wird Allah den Ungläubigen einen Weg (zum Sieg) über die Gläubigen gewähren" [al-Nisa' 4:141]

Der Gesandte Allahs (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) sagte:

"Der Islam siegt und wird nicht besiegt." Überliefert von al-Daaraqutni und anderen; als hasan eingestuft von al-Albaani in Saheeh al-Jaami' (2778).  

Es ist bekannt, dass der Ehemann für seine Frau verantwortlich ist (qawaamah) und sein Status innerhalb der Familie höher ist als der seiner Frau. Vielleicht zwingt er seine Frau aufgrund dieser höheren Stellung dazu, ihre Religion zu verlassen und seiner zu folgen, oder er beeinflusst sie dazu, und das ist etwas, was der Islam nicht akzeptieren kann. 

Die höhere Stellung des Mannes kann auch dazu führen, dass die Kinder dieser Frau der Religion ihres Vaters folgen, was ein großer Fehler ist, wenn diese Nachkommen aufwachsen und nicht der endgültigen Religion Allahs folgen. 

Dies ist der wichtige Grund, den Allaah erwähnte, als Er muslimischen Frauen verbot, nicht-muslimische Männer zu heiraten. Allaah sagt (Auslegung der Bedeutung): 

"Und gebt (eure Töchter) nicht Al-Mushrikoon zur Frau, bis sie (an Allaah allein) glauben, und wahrlich, ein gläubiger Sklave ist besser als ein (freier) Mushrik (Götzendiener), auch wenn er euch gefällt. Jene (Mushrikoon) laden euch zum Feuer ein, Allaah aber lädt (euch) zum Paradies und zur Vergebung ein, indem Er euch belässt und Seine Ayaat (Beweise, Belege, Verse, Lehren, Zeichen, Offenbarungen usw.) den Menschen deutlich macht, damit sie sich erinnern." [al-Baqarah 2:221]

Und wenn eine kitaabi-Frau (eine jüdische oder christliche Frau) einen muslimischen Mann heiratet, heiratet sie jemanden, der an ihren Propheten und alle Propheten Allahs glaubt, denn anders kann er kein Muslim sein, und es ist nicht zulässig, zwischen ihnen zu unterscheiden. Allaah sagt (Auslegung der Bedeutung): 

"Der Gesandte (Muhammad) glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn herabgesandt wurde, und (so auch) die Gläubigen. Jeder von ihnen glaubt an Allaah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten. (Sie sagen:) 'Wir machen keinen Unterschied zwischen den anderen Seiner Gesandten'" [al-Baqarah 2:285]

Der Kitaabi hingegen - ob Jude oder Christ - glaubt nicht an Muhammad (Allahs Friede und Segen seien auf ihm) oder daran, dass er das Siegel der Propheten ist. Wie können also die beiden Angelegenheiten gleich sein und wie können muslimische Frauen Männer heiraten, die nicht an ihren Propheten glauben? 

Aber wir sollten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es für einen muslimischen Mann zwar zulässig ist, eine kitaabi-Frau zu heiraten, aber aufgrund der Interessen, die man sich davon erhofft, und um die Menschen nicht mit zu vielen Einschränkungen zu belasten, ist es tadelnswert, wie Imam Maalik (möge Allaah ihm gnädig sein) sagte. (Tafseer al-Qurtubi, 3/67). 

Diese Erlaubnis dient als Hinweis für die Leute der Schrift, damit sie erkennen, dass der Islam für die Leute der Schrift in einigen Regeln Ausnahmen gemacht hat, die er für andere Kuffar nicht gemacht hat. Allah hat uns erlaubt, Fleisch zu essen, das von den Leuten des Buches geschlachtet wurde, und Er hat uns erlaubt, ihre Frauen zu heiraten, aus Respekt vor dem Ursprung ihrer Religionen, die auf Tawheed beruhen, und aus Respekt vor den Gesandten dieser Religionen, an die zu glauben und die zu respektieren uns befohlen wurde, und um den Unterschied zwischen der Haltung der Anhänger des Judentums und des Christentums gegenüber unserem Propheten Muhammad (Allahs Frieden und Segen seien auf ihm) und der Haltung unserer Religion gegenüber ihren Propheten zu demonstrieren.  

Schließlich sollte dieses Urteil für andere Religionen nicht seltsam sein, und es ist nicht etwas Seltsames, das nur vom Islam angewendet wird. Warum sollten einige von denen, die unsere Religion angreifen, es seltsam finden, dass der Islam unseren Frauen verbietet, nicht-muslimische Männer zu heiraten, wenn sie einander nicht heiraten, obwohl sie Anhänger einer Religion sind? Ein Katholik darf keine protestantische Frau heiraten, und wenn er es doch tut, wird er von der Kirche bestraft, und andersherum.  

Im Kanon der ägyptisch-orthodoxen koptischen Kirche aus dem Jahr 1938 n. Chr. heißt es in Artikel 6: "Die unterschiedliche Religion ist ein Hindernis für die Ehe." 

Wenn das so ist werde ich werde ich erst mit einer Muslimin zusammen sein oder heiraten wenn die ihren Glauben ablegt

Versuch es erst gar nicht, denn du wirst eine praktizierende Muslima nicht zum Unglauben bringen.

Wā Allāhu a'lam - und Allah weiß es am besten

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Auf der Suche nach Islamphobisten. Ahlus Sunnah wal Jama'ah
Versuch es ruhig, denn du wirst eine praktizierende Muslima nicht zum Unglauben bringen.

Ähm... widerspricht das nicht deinem gesamten vorherigen Text?

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@DieZahl3

Eine praktizierende muslimische Frau würde sich einem Nicht-Muslim nicht einmal nähern, geschweige denn eine Beziehung eingehen, und schon gar nicht eine Ehe eingehen.

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@OuroborosS

Sie ist auch keine "praktizierende" Muslima. Trägt kein Kopftuch zumindest, glaubt aber daran. Und das ist das was ich zum kotzen finde. Echt ein Wunder das Frauen das mit sich machen lassen.

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@OuroborosS

"Eine praktizierende muslimische Frau würde sich einem Nicht-Moslem nicht einmal nähern, geschweige denn eine Beziehung eingehen"

Falsch.

Ich bin mir ziemlich sicher, wenn es die Liebe zwischen beiden ist, dass sie nicht mehr daran glaubt. Denn wieso sollte ein Gott eine Frau hart bestrafen, wenn sie nur nach ihrem Herzen gegangen ist. Hab ich selbst miterlebt. Die haben Islam verlassen.

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Warum lässt du dann nicht Allah antworten und nervst Die Leute hier mit endlosem Geschwurbel?

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Manche Regeln solllten wir nicht hinterfragen..Der Mann darf auch 16 Frauen haben aber die Frau nur einen Ehemann.

Bei meinen Eltern war dass so das mein Vater extra zum Islam konvertiert ist um meinr Mutter zu heiraten

Ich habs meinen Eltern noch nicht gesagt das ich den Islam verlassen will, aber wenn ich 14 bin ist das eh meine Entscheidung

Manche Regeln solllten wir nicht hinterfragen.

Man sollte JEDE Regel hinterfragen.

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@Hacker48

Und wennskeine Antwort gibt bist du genauso dumm wie am Anfang

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@Nisaa916

Aber es gibt eine Antwort.

Weil im Islam der Mann die Religion der Kinder bestimmt und wie jede Religion, möchte auch der Islam, möglichst viele Anhänger. Diese Regelung stellt das sicher. 😉

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Sei aber unbedngt vorsichtig. Den Islam darf man nicht verlassen, das kann Konsequenzen haben.

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